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HTML-Tabellen in WordPress.

23. Januar 2012 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

WordPress kommt mit dem Editor namens TinyMCE daher. Das kann man als Nachteil sehen, denn jedes wirklich gute Content Management System kommt gern mit einem Editor daher, der WYSIWYG-Editieren ermöglicht, also das Template der eigentlichen Website dazu nutzt, im Editor eine Fast-wie-echt-Ansicht zu ermöglichen.

Nun gut, wir können darüber streiten, ob nun WordPress mit TinyMCE gut bedient ist oder nicht. Ich finde: Ja, es ist soweit ganz gut damit bedient. Und WordPress lebt vor allem davon, dass es in der Entwicklung selten mal gigantomanische Entwicklungszyklen hat, sondern alles nach und nach eingebaut wird.

Was wiederum viele Nutzer von WordPress am Editor stört, ist eigentlich gar keine echte TinyMCE-Schuld: Fehlende Features. Tatsächlich ist TinyMCE in WordPress in einer eher abgespeckten Variante am Start. Einer der Dinge, die am schmerzlichsten vermisst werden, sind zweifellos die Möglichkeiten, eine HTML-Tabelle in einem Artikel zu integrieren. Das kann man, wenn man den WordPress-eigenen TinyMCE-Verschnitt nutzt, nur dadurch, in dem man ein HTML-Tabellenkonstrukt über die HTML-Ansicht in den Editor hineinklatscht und den dann entsprechend editiert. So ätzend, dass man im Zweifelsfall tatsächlich eher darauf verzichtet, HTML-Tabellen in Artikel zu nutzen. Ich spreche aus Erfahrung und das nicht nur mit meinem Blog, sondern auch mit Kundenprojekten, in denen mitunter sehr schwer vermittelbar ist, dass derWordPress-Editor HTML-Tabellen aus nicht nachvollziehbaren Gründen von Hause aus nicht mag.

Eine elegante Lösung gibt es, wie immer (und die eigentliche Stärke von WordPress) per Plugin. Und da gibt es gleich eine ganze Reihe von Plugins, die sich dem Thema HTML-Tabellen widmen. Der tatsächlich eleganteste Weg ist aber, WordPress per Plugin eine “richtige” Version von TinyMCE zu spendieren. Willkommen bei TinyMCE Advanced!

TinyMCE Advanced ermöglicht nicht nur eine vollständig selbstdefinierbare Anordnung und Zusammenstellung der üblichen Buttons im Editor (mal ganz ehrlich… wer braucht schon das Symbol für die Rechtschreibprüfung?), sondern liefert auch eine Reihe von TinyMCE-Erweiterungen mit. Unter anderem eine für das Einfügen von HTML-Tabellen. Das folgende Bild spricht Bände:

Ich habe mir tatsächlich meine Symbolleiste gleich so zusammengeklickt, dass die zweite Reihe nur noch die HTML-Tabellenerweiterungen enthält und die Auswahl für die Überschriften in die erste Reihe gewandert ist. Dafür sind dann in der ersten Reihe so sinnarme Dinge wie die Rechtschreibprüfung oder die Suchfunktion weggefallen. Braucht kein Schwein bzw. das Schwein Besim nicht. (Anmerkung: Rechtschreibprüfung deshalb nicht, weil das Firefox für mich übernimmt).

Installation? Sehr einfach. Im WordPress-Dashboard in die Plugins-Rubrik wechseln (links in der Navigation der Stecker) und dort “Installieren” wählen. Dann in der Plugin-Suche “TinyMCE Advanced” eingeben, auswählen und automatisch installieren lassen. Die individuellen Einstellungen kann man dann, wenn das Plugin installiert ist, bequem in den WordPress-Einstellungen vornehmen, dort gibt es dann nämlich eine eigene Einstellungsseite für TinyMCE Advanced. Und diese Einstellungsseite ist auch wunderbar klickibunti, so dass auch Automatikfahrer zu schnellen Erfolgen kommen. Und wer absolut nicht klarkommt, kann auf dieser Einstellungsseite die gemachten Einstellungen auch wieder mit einem Klick zurücksetzen. Und wer dann doch lieber wieder kuppeln mag, kann auch einfach das Plugin wieder deinstallieren und lebt einfach so weiter, wie vorher.

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Firefox 7 – und es geht doch!

27. September 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Eigentlich bin ich Firefox-Fanboy, seit der ersten Stunde und eigentlich auch noch weit davor. Angefangen mit dem Netscape Navigator 2.0, der eine Ausgeburt an wackeligem Surfen war, war Netscape, Mozilla, Firefox und Thunderbird immer meine allererste Wahl in Sachen Webbrowser.

So richtig blöd wurde Firefox ab der Version 4. Der Hunger nach Arbeitsspeicher wurde immer mehr und mehr und ich kann wirklich nicht akzeptieren, wenn ein Webbrowser mit maximal 10 geöffneten Tabs mal eben so ein halbes Gigabyte Arbeitsspeicher abgreift und dennoch nicht wirklich flott unterwegs ist. Arbeitsspeicher habe ich ja nicht extra für Firefox gekauft. Mit Firefox 5 und 6 wurde das alles auch nicht besser, aber der Hinweis, dass für Firefox 7 geplant ist, den Speicherhunger zu begrenzen und zudem in Sachen Geschwindigkeit einiges zu tun, ließ hoffen.

Heute nun ist Firefox 7 veröffentlicht worden und lässt sich über die normale Update-Funktion herunterladen und installieren. Und der erste Eindruck ist positiv. Der Arbeitsspeicherverbrauch pendelt sich bei fünf Tabs (Backend meines Weblogs, Facebook, Google Reader, Empire Avenue und SPIEGEL Online) gerade bei rund 150 MB ein, das ist akzeptabel. Das Tempo beim Rendering ist deutlich flotter, gefühlt bewegt es sich nun erheblich näher an Google Chrome, auch wenn letzteres immer noch in einer eigenen Liga spielt. Es geht aber deutlich etwas. In Sachen Stabilität und weitere Performance werde ich mal die nächsten Tage weitertesten und ggf. nochmal was darüber bloggen. Aber generell gilt für alle, die von Firefox in der letzten Zeit erheblich genervt wurden – Firefox 7 testen.

Kleiner Nachtrag: Auch Thunderbird hat ein Update verpasst bekommen und ist nun auch auf Version 7. Konnte ich aber noch nicht antesten, weil zwei wichtige Plugins, die ich einsetze, (noch) inkompatibel für Version 7 sind. Erfahrungsgemäß sind Thunderbird-Updates jedoch eher konservativ.

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TiddlyWiki 2.6.3.

15. August 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Letzte Woche kam einigermaßen unbemerkt ein TiddlyWiki-Update auf 2.6.3 auf die Welt. “Einigermaßen unbemerkt” vor allem deshalb, weil ich von der Entwicklung deshalb nichts mitbekommen habe, weil die Entwickler schon vor einigen Monaten angefangen haben, die Entwicklungsumgebung auf Github zu wechseln. Anstatt die alte Umgebung irgendwann mal zu killen, basteln sie einfach auf der neuen, während meine RSS-Feeds noch munter auf die alte zeigten. Das “Grrr!” war aber nur kurz, denn eigentlich war dieser Schritt schon längst überfällig, nachdem TiddlyWiki lange Zeit sowohl auf einer Subversion-Umgebung, als auch auf Trac entwickelt wurde.

Nun, TiddlyWiki gibt es nun also in Version 2.6.3, die deutsche Übersetzung ist nun auch angepasst. Die Änderungen gegenüber 2.6.2 sind, die Versionsnummer lässt es schon anklingen, eher minimal. jQuery ist auf 1.6.1 aktualisiert, Tiddler kommen nun mit korrekten DOM-IDs daher, die Timeline hat nun Template-Support, der Tiddler “SystemSettings” ist nun ein echter Schattentiddler und so weiter und so fort. Vom Prinzip her ein Wartungsupdate.

Ich habe meine Übersetzungsseite nun auch einmal genutzt, etwas Handbucharbeit zu machen und ein paar Dinge aufzunehmen, die ich schon seit einer ganzen Weile auf Halde hatte. Den Anfang macht eine Übersicht über das TiddlyWikiMarkup, also die Art und Weise der Textauszeichnung. Der geneigte TiddlyWiki-Anwender soll bitte auch langfristig kein richtiges Handbuch von mir erwarten. ;-)

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WordPress MU.

27. Juni 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Die Zeiten, in denen ich für eine Blog-Operation mal eben so dieses kleine, bescheidene Weblog für Stunden oder gar Tage lahmlegen konnte, scheinen vorbei. Sonst hätte der geneigte Leser gemerkt, dass gestern Abend ein Großumzug stattfand und das weitgehend ohne Ausfälle. Gestatten, dieses Weblog ist nicht mehr auf einer WordPress-Einzelinstallation zu Hause und schnattert auch nicht mehr im Chor mit den vielen anderen Einzelinstallationen auf meinem Hostingaccount, sondern alle sind jetzt Eins; alle sind jetzt in einer WordPress-Multiuser-Installation zu Hause. Hier spielt nun WordPress MU die Geige.

Im Prinzip ist WordPress MU ein ganz normales WordPress, das jedoch nicht nur ein Blog beheimatet, sondern beliebig viele. Dazu bohrt ein entsprechend konfiguriertes WordPress die Datenbankinstallation so auf, dass für mehrere Blog-Instanzen dort Tabellen angelegt werden können. Die gesamte Multiuser-Funktionalität bringt also WordPress (inzwischen) von Hause aus mit. Und tatsächlich funktionieren inzwischen auch die meisten Plugins und Themes mit der Multiuser-Umgebung, bis auf wenige Ausnahmen, für die es aber, wenn man entsprechend sucht, auch Alternativen gibt.

Die Vorteile einer Multiuser-Umgebung überwiegen deutlich:

  • WordPress MU läuft deutlich flotter, als eine Einzelplatzinstallation. Warum das so ist und ob das tatsächlich mehr als nur ein gefühlter Eindruck ist… i dunno.
  • Eine gemeinsame Benutzerdatenbank für alle Instanzen, was sich sehr schön vor allem dort macht, wo ein Autor auf mehreren Parketts zu tanzen hat.
  • Etablierung einer einheitlichen Umgebung mit einem definierten Satz an Plugins. Jeder, der ein WordPress aufsetzt, kennt die Zeit, die man dazu verschwendet, die vielen essentiellen Plugins zu installieren, die man so braucht. Wenn ich hier ein neues Blog einrichte, greife ich auf den bereits installierten Plugin-Bestand zu und schalte mir nur das dazu, was ich in der Instanz auch wirklich brauche.
  • Es gibt nur noch eine WordPress-Installation zu pflegen, der Update-Aufwand für WordPress und die mehr oder weniger vielen Plugins beschränkt sich nur noch auf diese eine Installation.

Der Zweck dieses Spaßes, an dem ich schon zwei Wochen arbeite und bei dem, wie sich das gehört, zuerst ein Kunden-Weblog daran glauben musste, bevor der Administrator sein eigenes Spielzeug umzieht, ist das Aufblasen und der Testflug eines Versuchsballons. In der Tat ist es so, dass im Providerumfeld beim Anbieten von Diensten (dem so genannten Application Service Providing) die Wertschöpfung schon beim Hosting des Dienstes beginnt. Je effizienter das Hosting ist, desto performanter laufen die Dienste, desto schneller sind sie eingerichtet und desto weniger Pflegeaufwand hat man mit ihnen.

Tatsächlich haben auch wir mit WordPress-Einzelinstallationen angefangen (man kennt das ja, “mach’ mal schnell ein WordPress klar”), aber eine Multiuser-Umgebung ist letztendlich eine unumgehbare Pflicht. Je früher man das erkennt, desto schmerzärmer wird es.

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WordPress 3.1.

23. Februar 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Heute hat die Truppe rund um WordPress die lange erwartete Version 3.1 des beliebten CMS veröffentlicht. Nach rekordverdächtigen 5 Release Candidates dürfte die Final Version nun hinreichend stabil sein, auch sofort eingesetzt zu werden. Sicherheitshalber teste ich das aber erst mal hier in meinem privaten Blog, das dortige Herumspielen hat eine lange Tradition. ;-)

Wie inzwischen üblich, ist die Liste der neuen Features nicht besonders umfangreich, dafür jedoch interessant:

  • Verbesserte, interne Verlinkungsmöglichkeit von Blog-Artikeln
    Hierzu ist der Dialog, der sich im Artikeleditor hinter dem Linkbutton befindet, um eine Funktion erweitert worden, um interne Artikel anzuzeigen. Angezeigt werden die letzten Artikel, über eine Suchbox kann mit Stichworten nach Artikeln gesucht werden. Hinzugefügt werden kann pro Link logischerweise nur ein Artikel, will man einen weiteren Artikel verlinken, muss man einen neuen Linkbutton-Dialog beginnen. Alles in allem hört sich diese Funktion reichlich spartanisch an und das Dialogfenster sieht auch so aus, allerdings ist das dennoch erstaunlich funktional – man muss es einfach ausprobieren.
  • Vorbereitung für Post Types
    Endlich ist WordPress nun mit eigenen Bordmitteln auf Post Types, also eigene Artikeltypen, vorbereitet. Das ist vielleicht einer der wichtigsten Neufunktionen, die WordPress zu der Riege der ganz großen CMS aufschließen lässt. Nun liegt es an den Entwicklern für Themes, diese neue Funktion auch in Themes einzusetzen.
  • Eine Admin-Bar, ähnlich wie bei wordpress.com
    Ist bei mir eher in Sachen Priorität eher niedriger angesiedelt, wer aber bei wordpress.com mit einem eigenen Login angemeldet Blogs besucht, weiß die Admin-Bar dort zu schätzen. Es macht den Sprung von der “Vorderseite” der Website ins Backend sehr einfach – hoch auf die Seite und ab auf das Dashboard oder eine neuen Artikel angefangen.

Eher nicht so aufregend ist, dass das blaue Design im Backend “aufgefrischt” wurde. Das heißt, dass das Blau heller gemacht wurde und vom Kontrast her ebenso blaß daherkommt, wie das Grau. Das ist leider ein echter Rückschritt, schon der Kontrast des grauen Designs ist grenzwertig bei dunkel gedimmten Bildschirmen, nun ist das blaue Design auch so. Hätte man nicht machen sollen.

Was ich ebenfalls nicht in die Feature-Liste aufnehmen mag, ist der Versuch, die standardmäßige Ansicht des Editors dadurch zu verbessern, in dem nicht alle Boxen angezeigt werden, sondern nur die wichtigsten. Das ist grundsätzlich ein guter Schritt, ich vermisse jedoch nach wie vor eine Möglichkeit, eine entsprechende Ansicht als Administrator so definieren zu können, dass sie für mehrere/alle/neue Benutzer gilt.

Ansonsten: Gut! Installieren. Die deutsche Übersetzung lässt noch etwas warten, allerdings funktioniert die Übersetzungsdatei für 3.0+ soweit problemlos, bis auf den Umstand, dass eben neue Fenster und Dialoge noch nicht übersetzt sind. Verschmerzbar, weil sich die Übersetzungsdatei später problemlos per FTP ersetzen lässt.

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