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Über guten und schlechten Wirrwarr.

23. August 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MüllWelt

Das gestrige ZDF-Sommerinterview mit Angela Merkel war genau so, wie man es sich schon Wochen vorher vorgestellt hat: Langweilig und dröge, weil Angela Merkel es selten schafft, verbal jemanden aus dem Sessel zu hieven. Das ist Programm. Wobei… ein verbal nach Merkelscher Art kaputtgedengelter Satz blieb im Hinterkopf und transportiert ungewollt die blanke Wahrheit:

“Ich glaube, dass wir die Menschen zum Teil nicht erreicht haben, weil das Wirrwarr und die Umgangsformen nicht so waren, wie wir uns das vorstellen und deshalb wird’s da auch besser werden und deshalb werde ich mich auch genau dafür einsetzen.”

Wir stellen also fest: Der Wirrwarr war also schon geplant und halt leider nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat. Unangenehm.

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Virales Marketing, made by Siemens… *gähn*

6. August 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Was Microsoft kann, kann Siemens schon lange. Wird man sich wohl so bei Siemens gedacht haben, als man dieses Machwerk fabriziert hat. Eine Art Spiderman, der allein mit der Kraft eines Staubsaugers eine Staumauer hochklettern möchte und das natürlich schafft.

Das war es. Nur dieser eine Film. Wir fragen uns, ob es vielleicht ein (ebenfalls gefaktes) Filmchen über die Vorbereitung gibt? Oder wenigstens eine Microsite, die es dem Besucher ermöglicht, den beworbenen Staubsauger nicht unter www.siemens.de suchen zu müssen? Vielleicht wenigstes unter Facebook eine kleine Seite? Oder dann wenigstens eine auf die Kampagne abgestimmte YouTube-Sonderseite? Oder wenigstens eine Anzeige? Pustekuchen.

Nur dieser eine Film. Und ich nöhle ja nicht wirklich über die Realitäten: Wie würde ein halbwegs tragbare Akku aussehen, mit dem man einen 1.200-Watt-Staubsauger mindestens eine halbe Stunde lang betreiben will. Und der dann die 1.200 Watt Leistung auf vier Rohre verteilen soll. Und wie man auf einer Staumauer, die ja nicht glatt wie ein Babypo ist, sondern eine eher unregelmäßige Oberfläche aufweist, mit einer Saugvorrichtung hochklettern will. Wolfgang, das wäre alles in einem Gedankenexperiment eine Berechnung wert. Und das wäre dann das hochwertigste an der ganzen Kampagne.

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Unversichert.

3. August 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Vor einigen Jahren: Frau, Mitgeschäftsführerin in einem Unternehmen, hat zu Hause Probleme mit dem Internet-Zugang. Der quält sich schon mit einem T-DSL Light in die Prärie, weil die Familienresidenz draußen in der Pampa steht. Signal: Ein T-DSL-Anschluss, der mehr eiert, als läuft und im funktionierenden Zustand dann auch noch ausgesprochen lahm ist.

Tag 1: Besim installiert einen DSL-Router. Standardware eines taiwanesischen Herstellers, die auch von den hiesigen DSL-Anbietern verkauft wird. Anfänglich funktioniert alles. Der stationäre PC ist eine XP-Kiste, die per Kabel an den Router geht und sofort läuft. Das Notebook ist ein Klapperkasten mit Windows 2000, kommt aber per WLAN auch ans Netz. Der Zweit-PC ist eine alte Windows-98-Mühle, die sich gerade so durch ihre Existenz schleppt. Die Netzwerkkarte funktioniert aber, so dass das Ding auch ins Netz kommt. Dem Herr des Hauses das fertige Werk vorgeführt, er ist zufrieden.

Tag 2: Aufgeregter Anruf der Frau, die einen Schwall von Boshaftigkeiten herunterdekliniert. Die Windows-98-Mühle würde nicht mehr laufen, der Rechner sei nicht mehr funktionsfähig. Das Internet wäre auch nicht wirklich stabil. Gegenrede von mir, dass es mit T-DSL light halt so seine Tücken gibt, das aber nicht in meiner Verantwortung liegen kann. Keinerlei Einsicht von der Frau und eine klare Ansage, dass sie die Rechnung nicht zahlen werde, wenn das nicht wieder gerichtet würde. Zugesagt, morgen mal vorbeizuschauen.

Tag 3: Windows-98-Mühle vor Ort angeschaut, die kommt tatsächlich nicht mehr sofort hoch, sondern nur unter Fehlermeldungen. Die allerdings zeigen, dass jemand massiv an den Netzwerktreibern herumgefummelt hat. Den Herrn des Hauses geholt und ihn durchaus mal darauf angesprochen, dass das ja eigentlich vorgestern ging.

Herr: “Hmja, also ja, irgendwie ging es. Aber irgendwie ging es danach nicht mehr.”

Besim: “Meine Kurzanalyse besagt, dass jemand an den Netzwerktreibern gespielt hat, die Installation ist nicht mehr vollständig und es sind auch ein paar Systemdateien nicht mehr vorhanden, die von Windows beim Systemstart gesucht werden.”

Herr: “Nee, also das kann nicht sein, ich habe da gar nichts daran gespielt.”

Die Netzwerkkarte neu installiert, funktioniert. Dann noch den vorhandenen DSL-Router gegen einen anderen gebrauchten Router ausgetauscht, der in meinem Gebrauchtgerätebestand herumlag.

Tag 4: Frau ruft an. Also das mit dem Router, das sei ja eine Frechheit. Jetzt habe sie ein Gebrauchtgerät und das wolle sie nicht. Auf die Ansage von mir, dass das Gebrauchtgerät faktisch kostenlos ist und ich ja den zuerst gelieferten DSL-Router kulanterweise zurücknehmen würde, obwohl der ja nun auch nicht mehr neuwertig sei, kam nichts. Sie sehe nicht ein, dafür zu bezahlen.

Tag n+X Tage: Irgendwann wird die Rechnung bezahlt, zum Zeitpunkt der Zahlung brach bereits die übernächste Jahreszeit an. Ein Dank dafür, dass ich ihrem Stecher den Hintern gerettet habe? Oder dass sie nun einen funktionsfähigen DSL-Anschluss hätten? Pustekuchen. Und das bei einer Frau, die einer größeren, mittelständigen Maschinenfabrik vorsteht und einem Mann, der andere Firmen dazu berät, wie man ethisch im Geschäftsleben arbeitet. Beide in verschiedenen Verbänden organisiert und auch in einer Partei unterwegs, die nicht rot oder grün als Hausfarbe hat.

Die, die Wasser predigen, dass sind die, die Wein saufen und dann noch darüber jammern, wie schlecht die Welt doch ist. Und das sind dann Menschen, die ich zufällig in der Stadt treffe, sie mir leider nicht den Gefallen tun, einfach weiterzulaufen und auf meine Frage, wie es ihnen denn ginge, antworten, dass am Hang, an dem sie ihre Luxushütte hätten, vor einigen Wochen ein Abwasserrohr gebrochen sei und die Scheiße der Leute des halben Hanges ein Wochenende lang durch ihr Haus floss, während sie mit dem Familienkahn im Lago di Lugano kreuzten. Schaden im Haus: 120.000 Euro. Unversichert.

Ich musste spontan laut lachen und bin weitergegangen. Ich bin mir sicher, dass sie mich nicht mehr mögen werden und nicht verstehen, warum ich sie niemals mochte.

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Robodino.

5. Juli 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Unglaublich, was Kinder heutzutage an Spielzeug haben. Bei mir hat einst ein analoger Teddybär gereicht, mit dem ich stundenlang meine Erlebnisse austauschen konnte, heute geht ohne vernünftiges Force Feedback gar nichts mehr:

Ich hätte gern so ein Ding mit Guido-Westerwelle-Antlitz. In Sachen Töne kann man ruhig das Gejaule des grünen Wichtes übernehmen, gibt auch nicht mehr Sinn.

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Flughäfen – großes Kino!

16. Mai 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MüllWelt

Ich gehe gern auf Flughäfen. Seltener, um echte Flugdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, sondern meist um Freunde, Be- und Verwandte dort abzuladen oder aufzupicken. Da ich aber ein gewisses Faible fürs Fliegen habe und diese bestimmte Aufregung liebe, die Menschen offenbar auf Flughäfen empfinden, kann ich mich da durchaus auch noch etwas länger aufhalten, ohne wirklich Langeweile zu verspüren.

Immer wieder großes Kino: Der Check-In-Schalter. Heute war es dann ein Pärchen, es gut bepackt mit Muskelmasse, sie die Diva. Beide fallen gar nicht so sehr auf, wenn Er nicht laut schimpfend durch die Halle stampfen würde:

“Schon geht’s los mit dir! Das kann ja ein schönen Urlaub werden! Mann, mann, mann!”

So laut, dass die Stimmenschar im Terminal 3 des Flughafen Stuttgart, der heute Nachmittag wirklich nicht leer war, hörbar leiser wurde. Sowas nennt man dann wohl auch “Auftritt!”

Das Dumme hierbei: Die beiden kommen aus Pforzheim und ich kenne die auch noch. Wir waren dann wenigstens alle so professionell und haben alle gemeinsam weggeschaut und auf die üblichen Hallo-du-auch-hier?-Zeremonien verzichtet. Diese hohe Kunst der Diplomatie rechne ich ihnen hoch an.

Im übrigen: Ein Kaffee am Flughafen Stuttgart = 3,80 Euro.

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Post von der “Rechtsabteilung”.

8. April 2010 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Heute morgen, als ich mich nochmal dösend aufs andere Ohr legte, bevor der Wecker zum dritten Mal klingelte, dachte ich noch: “Mensch, Besim, jetzt bloggst du ja doch schon seit sechs Jahren in industriellen Zahlen, gelegentlich auch mit einer deutlichen Schreibweise und immer noch nicht wurdest du von einem Unternehmen abgemahnt.”

Prompt lag heute dann ein Brief im Briefkasten, von einem “Webmonitoring”-Unternehmen. Zwar keine Abmahnung im herkömmlichen Sinn, aber immerhin von einem Mitarbeiter unterzeichnet, der hinter seinen Namen offensichtlich unbedingt noch überall “(Rechtsabteilung)” geschrieben sehen wollte. Geschrieben hat dieses “Webmonitoring”-Unternehmen im Auftrag einer Versicherung, bei der ich Kunde bin. Man redet also heutzutage nicht mehr konstruktiv mit seinen Kunden, sondern haut sie gleich in die Pfanne.

In diesem handgefalteten und mit einer simplen Word-Standardvorlage formatierten Schreiben, das auf blankem Papier gedruckt war, beklagte man sich bitterlich über die “kritischen Inhalte”, die ich vor über zwei Jahren (!) über diese Versicherung hier im Blog losgelassen habe. Nämlich über den Umstand, dass es mir auch nach nicht unerheblichem Zeitaufwand nicht möglich war, online dieser Versicherung die Daten meines damals neuen Girokontos zu übermitteln und das dann doch tatsächlich mein Versicherungsvertreter machen musste, obwohl eben diese Versicherung recht ansehnlich damit warb, dass man irgendwie alles online machen könne. Vermutlich eben irgendwie.

Naheliegend bittet das “Webmonitoring”-Unternehmen um Löschung des Artikels. Dem bin ich so nicht nachgekommen, sondern habe den Namen dieser Versicherung unkenntlich gemacht. Die im übrigen demnächst einen Kunden weniger haben wird. Und ich habe mir erlaubt, dem “Webmonitoring”-Unternehmen eine Antwort via Telefax zu schreiben, das ich an den sensiblen Punkten anonymisiert habe.

Wichtige Hinweise, da man bei solchen Dingen sicherheitshalber jeden warmen Darmwind disclaimen sollte: Bitten auf Nennung des “Webmonitoring”-Unternehmens, der Versicherung oder Veröffentlichung des Anschreibens werden nicht stattgegeben. Ebenso ist im obigen PDF-Dokument die Schwärzung der diskret zu haltenden Bereiche bereits auf dem Original passiert, die Schwärzung ist also irreversibel.

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Es gab Klärungsbedarf.

12. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Aus einer E-Mail, die Angabe des Absenders spielt keine Rolle.

“Du bloggst zu viel.”

Antwort von mir:

“Du liest zu langsam.”

Dabei fällt schon mal die Ineffizienz auf, denn wozu habe ich rechts eine formspring.me-Fragebox?

(War es jetzt wenigstens kurz genug?)

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Ordnungsgemäß unordnungsgemäß.

11. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Manchmal kann sich ein Programmierer noch so gut anstrengen und konterkariert dann am Ende doch alle Bemühungen. Der 3CX-Assistant ist so ein Stück Software, die eigentlich sauber und problemlos läuft, aber durch, sagen wir, kreative Groß- und Kleinschreibung und die Nutzung von Sonderzeichen auffällt:

Man muss nicht über jeden Mist per Bubble informieren. Wirklich nicht.

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Warum hört keiner auf Soeren?

15. Dezember 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MüllWelt
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Aus einer Werbemail.

10. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Wenn man schon in einer Werbemail etwas herausstreichen will, sollte man wenigstens das einmal querlesen, bevor man es raushaut:

Rechtschreibfehler im Angebotstext.

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