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Diskettenlocher, schnell!

6. Februar 2012 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Allein weil ich schon extrem selten Faxe auf meiner Faxnummer empfangen darf, fällt bei mir alles im Posteingang auf, was von meiner Fritzbox in Sachen Telefax aus dem Äther gefischt wird. Und so auch dieses hübsche Pamphlet:

Wäre ich wirklich locker drauf, hätte ich natürlich dankend geantwortet und um Vorabüberweisung eines Rechnungsbetrages von, sagen wir, unschlagbar günstigen 399,- Euro zuzügl. Mehrwertsteuer gebeten. Immerhin haben wir ja noch keine Geschäftsbeziehung und außerdem handelt es sich ja nicht um irgendeinen Diskettenlocher, sondern um meinen Diskettenlocher.

Aber nein, ich bin unlocker drauf, denn ich will meinen Diskettenlocher gar nicht hergeben. Der ist jetzt 25 Jahre alt und bleibt bei meinen Habseligkeiten. Sorry, Peter.

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“Caradeniz”.

14. Dezember 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Timo vom Gerstelblog hat ein gutes Auge bei der alltäglichen Arbeit und da bleibt dasselbige auch mal bei Dingen hängen, die nicht so ganz ins Raster passen. So schickte er mir das nachfolgende Bild auch mit dem Betreff “Ich wusste es…”

Ich musste dann auch erst einmal staunen, denn “Caradeniz” gibt es nicht, jedenfalls ist das kein türkisches Wort. “Kara” heißt ja “Schwarz” und “Deniz” wiederum “Meer”, so dass “Karadeniz” eben für “Schwarzes Meer” steht. “Cara” gibt es aber in der türkischen Sprache nicht. Und selbst wenn man mit etwas Phantasie phonetisch herangehen wollte, funktioniert keine plausible Erklärung. Im Bayern ist ja beispielsweise der Nachname “Karafiat” durchaus geläufig, der hat aber nun gar nichts mit “Schwarz” zu tun, sondern kommt aus dem tschechischen “Karafiát”, was für “Nelkenblüte” steht.

Also auf eigene Faust recherchiert und hinter “Caradeniz” steht offenbar eine ganz banale Geschichte: Der Unternehmer heißt wohl tatsächlich “Karadeniz” mit Nachnamen und kam auf die Idee, ein Kunstwort mit dem englischen “Car” zu bilden, was ja bekanntlicherweise für “Auto” steht. Nun gut … wäre mir so nicht im Traum eingefallen, aber was macht man nicht alles, um aufzufallen. ;-)

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Neulich, im O2-Shop.

10. November 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Heute war ein Besuch in meinem O2-Shop meines Vertrauens notwendig. Als pünktlich zahlender und mit guter Bonität ausgestatteter Kunde gar kein so großes Problem, was ich immer merke, wenn der Sachbearbeiter meinen Datensatz im Computer aufruft und sich die Gesichtslage schlagartig erhellt.

Jedenfalls: Ich geshoppt, meine Dinge erledigt und an der Kasse stehend. Neben mir ein junger Mensch, freundlich aussehender Zustand, allerdings mit einem Sprachschatz von maximal 1.000 Worten ausgestattet. Die Dame an der Kasse informiert ihn gerade darüber, dass er zu seiner gekauften Prepaid-Karte noch 100 SMS kostenlos bekommt. Der folgende Dialog ist ein Gedächtnisprotokoll, das sich jedoch eingebrannt hat:

Dame: “So, da bekommen Sie zu Ihrer Prepaid-Karte noch 100 SMS zusätzlich.”

Kerl: “100 SMS? Wow.”

Dame: “Ja, genau, da können Sie dann ihrer Freundin viele SMS schicken.”

Kerl: “Meine Freundin? Die alte Fo…, die bekommt keine SMS von mir. Oder vielleicht doch, schicke ich ihr alle 100 SMS auf einmal.”

(Alle Gespräche im Shop stocken, peinliche Stille kommt auf. Alle drei Verkäufer, die um die Kasse herumschwirren, ziehen mit großen Augen die Köpfe ein.)

Kerl, dreht sich zu seinem Kumpel: “Die blöde Schlampe, drei Jahre umsonst.”

Dame, versucht den Kundenvorgang irgendwie noch freundlich abzuschließen: “Naja, was sollen da Menschen sagen, die 10 Jahre verheiratet sind?”

Kerl, mit dem Blick zur Dame: “Arme Sau.”

Wenn man jemals einmal hören wollte, wie sich herunterfallende Kinnladen im Kollektiv anhören – da war es soweit. Drei Verkäufer und ich, alle gleichzeitig.

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Gebrumme.

10. August 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MüllWelt

Ein Bekannter meines Vaters zog vor einigen Wochen um. Das ist erst einmal keine wirklich interessante Nachricht. Der Hauptgrund seines Umzuges war jedoch eine denkwürdige Geschichte, sozusagen ein Generationenkampf.

Der Bekannte gehört eigentlich zu dem Typ Mensch, der sich durch nur sehr wenig Dinge aus der Ruhe bringen lässt. Ein Nachbar wie aus dem Bilderbuch, der nie meckert, alleinstehend und ruhig ist. Für ihn änderte sich das jedoch, als die Wohnung über ihm von einem jungen Pärchen bezogen wurde und es zu Ruhestörungen kam.

Nein, nicht jetzt die Art Ruhestörung, die man von einem jungen Pärchen erwarten könnte, sondern Brummen. Mal höher, nach tiefer, tagsüber und nachts, durchgehend die Woche über. Zuerst suchte der Bekannte lauschend das Haus ab – hätte ja auch irgendein Gerät im Haus sein können – bis er die neu bezogene Wohnung über ihm als eindeutige Quelle eingrenzen konnte.

Ein freundliches Nachfragen bei den Neueingezogenen half nicht, die Nachbarn erwiesen sich als wenig kooperativ und konnten/wollten die Frage, ob sie denn irgendwie eine Maschine oder ähnliches betreiben würden, nicht beantworten. Selbst eine Intervention beim Vermieter und sogar ein Polizeieinsatz halfen nicht weiter. In der Zwischenzeit hatte auch ein weiterer Nachbar die gleichen Geräusche bei sich am Start. Letztendlich kündigte der Bekannte meines Vaters die Wohnung und suchte sich eine neue, die nun nebenbei auch noch größer ist, heller, schöner, ruhiger und auch noch billiger.

Was dann das Gebrumme war, bekamen wir ein paar Wochen später heraus. Nämlich dann, als er einmal nachmittags zu Besuch bei uns war und ich gerade zu diesem Zeitpunkt Gran Turismo 5 am Start hatte …

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*bork*

13. Mai 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Da liege ich so im Wohnzimmer auf dem Teppich vor dem Notebook (so denkt es sich am besten und deshalb liebe ich auch die Arbeit am Notebook so). Und dann höre ich ein leises Geräusch. Das stellt man sich am besten so vor wie eine leise vor sich hinklickernde 2,5-Zoll-Festplatte, also den Teilen, die in Notebooks oder in kleinen mobilen Festplatten verbaut werden. Nur: Es ist gar nicht die Festplatte meines Notebooks, die dieses Geräusch erzeugt, denn die Festplatte macht dieses Geräusch deutlich lauter. Und vor allem – Totschlagargument – ist das Geräusch auch dann noch präsent, nachdem ich im Laufe der Geräuschanalyse das Notebook testweise herunterfahre.

Also, die Suche wird nun intensiviert, diesmal mit zugespitzten Ohren. Und das Geräusch kommt aus  der Richtung des Kaminofens. Genauer: Des Holzhaufens, das neben dem Kamin gestapelt ist. Ein genüssliches, zufriedenes Geknuspere. Da lebt etwas. Und zwar eine Horde Borkenkäfer. Die sich jetzt vorläufig draußen auf der Terrasse weiter um das Holz kümmern dürfen.

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