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“Ente Chop Sui”.

2. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Für dieses erstaunliche Machwerk hat der Hobbyfilmemacher und Hauptdarsteller Andreas Nguyen gleich in drei Sparten des Jugendfilmpreises des Filmbüros Baden-Württemberg abgesahnt – “beste Ensemble-Leistung”, “beste schauspielerische Leistung” und dazu gab es dann noch einen Sonderpreis für “Komposition, Arrangement inklusive genauem Time Code, schnittvorbereitetes Master auf CD”:

Ente Chop Sui – MyVideo Schweiz

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Star Wars im Mainstream.

27. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Unsterblichkeit erreicht ein Film oder eine Filmmusik erst dann, wenn sie im Mainstream angelangt sind und damit meine ich nicht arme und geplagte Musikschüler, die auf ihrer Geige zur Motivation Filmmelodien einsägen dürfen, sondern eben Mainstream.

Sehr hübsch kann man das an der Titelmusik von Star Wars beobachten. Hier mal die Banjo-Fassung, die überraschend angenehm klingt. Könnte ich mir im Swinger Country-Club nach zehn Bier sehr gut vorstellen:

Die ganz harten Jungs geben sich das natürlich standesgemäß im Guiness-T-Shirt und Darth-Vader-Helm auf einem Dudelsack:

Der Star-Wars-Titel gehört allerdings seit Jahren auch zum Repertoire jedes besseren Orchesters, hier beispielsweise das Symphonieorchester des japanischen Fernsehsenders NHK in gewohnt japanischer Präzision:

Und wenn man vom Mainstream spricht, kann es nur eine adäquate Adelung für Filmmusik geben, nämlich eine Interpretation durch den Grossmeister des musikalischen Weichspülens, durch James Last und seinem Orchester. Das hier ist eine (sehr laute!) Interpretation aus dem Jahre 1982 aus einem Konzert auf der Berliner Waldbühne. Man beachte die Kostüme:

Durch Zufall habe ich dabei den extrem gut sortierten James-Last-Kanal auf YouTube entdeckt, der wirklich sehens- und hörenswert ist, auch wenn die Tonqualität bisweilen wirklich deutlich prellt. Das ist allerdings wirklich Musik aus meiner Jugend, ich war und bin ewig James-Last-Fan! ;-)

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Der beste James-Bond-Soundtrack? For Your Eyes Only!

6. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Ganz klar, da gibt es null Widerrede: In meiner Sammlung ALLER James-Bond-Soundtracks glänzt der Soundtrack von For Your Pyes Only einfach nur gewaltig. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Die Federführung für das Album hatte niemand anderes als Bill Conti, dem Gott für US-Fernsehserien und B-Movies, bei denen der Opener einen großen Teil der Dramaturgie übernehmen muss. Kein “Denver Clan”, kein “Falcon Crest”, kein “Cagney & Lacey”, kein “Rocky”, kein “Karate Kid”, nichts von alledem ohne den Titelsound von Bill Conti, der problemlos Jahre im Ohr bleiben konnte. Keiner beherrscht es so gut, mit fulminantem Orchester oder mit sekundenlangen Fanfarenzügen zu malen.

Im Soundtrack zu “For Your Eyes Only” kommt dann auch wirklich alles vor, was die früheren Achtziger so hergegeben haben. Der schmutzige James-Bond-Sound, übertönt von damals modernen Fanfaren und fast schon rockiger Musik, dann teilweise klassische Musik und auch so Experimente wie “Gonzales Takes A Drive”, in dem spanisch klingende Folklore mit Funk gepaart ist.

Auch wenn der Film zu den eher merkwürdigeren Bond-Filmen gehört – der Soundtrack ist sicherlich in der Top 5 aller Bond-Soundtracks.

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Kommissarin Lund und die Lösung.

24. November 2008 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Ja, zugegeben, zehn Folgen “Kommissarin Lund” an einem einzigen Fall mit je 110 Minuten langen Folgen und mehr als einem Dutzend Verdächtiger, das macht es nicht leichter, innerhalb der letzten halben Stunde dann den wahren Täter kennenzulernen. Deshalb mal hier die Lösung.

Achtung, SPOILER! Der folgende Text ist in weißer Schrift auf weißem Grund, bitte einfach den folgenden Text markieren, um ihn lesen zu können. Wer diesen Artikel als Feed liest, schnell wegblenden, wenn er die Lösung nicht wissen will.

Der Täter ist Vagn Skærbæk, der “Hausfreund” der Familie Birk Larsen. Damit man das versteht, hier mal am besten eine chronologische Abfolge, was am Todestag von Nanna Birk Larsen passiert ist:

  1. Nanna Birk Larsen (das Opfer) hatte ein Verhältnis mit Holk, einem Mitarbeiter aus dem Wahlkampfteam von Troels Hartmann. Hierzu haben sich beide immer wieder in der Parteiwohnung getroffen.
  2. Am Tage ihres Todes ist Nanna Birk Larsen in die Parteiwohnung gegangen, um dort ihren Reisepass zu holen, den sie beim letzten Treffen mit Holk vergessen hat. Beweis dazu ist das Überwachungsvideo, dass Lund zugespielt wurde und aus dem Lund durch eine Lippenleserin den gesprochenen Text von Nanna hat herauslesen lassen. Diese Fährte hat zunächst auch dazu geführt, dass Holk als Täter angesehen wurde, was nie wirklich bewiesen werden konnte, da Holk in seiner Garage in Notwehr erschossen wurde.
  3. Die Polizei nahm an, dass Holk und Nanna verschwinden wollten, was jedoch nicht sein konnte, da eine Recherche an Flughäfen ergab, dass Holk kein Flugticket hatte, sondern Amir, ein Jugendfreund von Nanna, mit dem sie eigentlich verschwinden wollte.
  4. Amir wiederum berichtete in seinem Verhör mit der Polizei, dass sie schon eine ganze Weile von jemandem beobachtet wurden, der eine rote Jacke von der Firma Birk Larsens trug.
  5. Das wiederum war eben Vagn, der angab, dass er Nanna davon überzeugen wollte, mit Holk Schluss zu machen. Nanna Birk Larsen kam also in diese Wohnung und wurde dann dort von Vagn abgefangen. Sie hat ihn ausgelacht, er ist durchgedreht, hat sie misshandelt und dann mitgenommen. Dazu hat er, weil er kein Fahrzeug hatte, die Autoschlüssel des Wahlkampfautos genommen, die dort lagen und die Troels Hartmann dort liegengelassen hat, der kurz zuvor in der Wohnung war und sich betrank. Deshalb galt Hartmann auch kurzzeitig als Hauptverdächtiger.
  6. Morten, der Wahlkampfleiter, hat, nachdem Vagn Nanna aus der Parteiwohnung mitgenommen hat, die Wohnung aufgesucht, das viele Blut gesehen, und dort hektisch Spuren der Tat verwischt, da er dachte, dass Hartmann der Täter gewesen sei.
  7. Vagn hat Nanna mit ins neue Haus der Birk Larsens genommen (dort hat sie ihren mitgenommenen Reisepass verloren), dort vergewaltigt und umgebracht. Danach hat er sie wieder in das Wahlkampfauto verfrachtet und sie komplett mit Fahrzeug im See versenkt.

That’s it! Selten einen so spannenden Krimi gesehen, mein Respekt. Und wer die zehn Folgen verpasst hat, ist selbst Schuld. :-)

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Der “Zorin-Zeppelin”.

23. November 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Manchmal frage ich mich schon, ob es nicht besser wäre, das Internet nicht zu haben, wenn man beispielsweise fernsieht.

Gestern Abend, James Bond, “Im Angesicht des Todes”. In der unrühmlichen ARD-Kinderversion, in der die Szene, in der Mayday zu James Bond ins Bett schlüpft, leicht nachbearbeitet ist, so dass der Bruchteil der Sekunde, in der der blanke Busen von Grace Jones sichtbar wäre, nicht mehr ist. Immerhin aber rückblickend betrachtet einer der spektakuläreren Bond-Filme, auch wenn Roger Moore furchtbar lächerlich aussieht, wenn er auf einem Pferdesimulator gefilmt wird.

Irgendwann gegen Ende erscheint der berühmte Zeppelin des Bösewichtes Max Zorin (gespielt vom einfach wunderbaren Christopher Walken), der aus einem kleinen Bürohäuschen entsteigt und gen Golden-Gate-Bridge fliegt, mit James Bond am Halteseil.

Nun sieht man zu Beginn recht deutlich die Kennung des Zeppelin, diese lautet G-BIHN. Was liegt also näher, als mal, rein interessehalber, mal nach dieser Kennung zu recherchieren?

Erstes Ergebnis: Der Zeppelin existierte tatsächlich und wurde 1980 von einer britischen Firma namens AirShip Industries gebaut. Die Baureihe nennt sich SkyShip 500 und als zweites, je gebautes Modell dieser Baureihe nennt sich dieses Schiff “SkyShip 500-02”. Der Bond-Kenner würde sich nun damit zufriedengeben und sich sagen, dass das so korrekt sein dürfte, denn immerhin werden die meisten Indoor-Aufnahmen und viele Spezialeffekte in den Heimatstudios der Bond-Filme, in den Pinewood-Studios gedreht und die befinden sich ebenfalls in Großbritannien, nahe London. Eine eigene Webseite zum Zorin-Zeppelin auf der Website des Airship Heritage Trust bestätigt dies auch weiterhin. Hier gibt es weiter unten auch nette Fotos darüber, wie die Nahaufnahmen auf der angeblichen Golden-Gate-Bridge entstanden sind.

Der Artikel beantwortet nämlich auch eine andere Frage: Wie entstanden denn nun die wenigen Bilder, auf denen die vollständige Golden-Gate-Bridge und der Zorin-Zeppelin zu sehen sind, denn hier war genau dieser Zeppelin mit der Kennung G-BIHN ja auch zu sehen?

Das wiederum ist eine andere Geschichte, denn genau der SkyShip 500-02, also G-BIHN, war zu Zeiten der Dreharbeiten nämlich ebenfalls in Kalifornien und zwar im Auftrag von Fujifilm, dessen Werbung er trug. Und genau dieser Zeppelin war auch ein Hauptdarsteller einer anderen Großproduktion, nämlich der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 1984 in Los Angeles am 28. Juli 1984. Dort schwirrte nämlich genau dieser Zeppelin – dem Anlass entsprechend mit dem Schriftzug “WELCOME” – durch die Lüfte:

Laut der Website der britischen Civil Aircraft Registry ist der runde Kollege seit dem 31. Januar 1991 auch nicht mehr im Einsatz und auch nicht mehr registriert.

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