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Ikea-Katalog auf dem iPad in Übergröße.

6. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Den Ikea-Katalog gibt es nun auch auf dem iPad. Nachdem der geneigte Selbstschrauber letztes Jahr schon das zweifelhafte Vergnügen hatte, den Katalog auf dem iPhone in Briefmarkengröße zu bestaunen, nun also in einem dem echten Katalog würdigeren Format. Die App selbst ist drei Megabyte groß. Der nachzuladende Katalog dann doch ein Tick größer, auch wenn nicht wirklich 1 Petabyte:

Wirklich viel angenehmer ist der Download aber auch dann nicht, auch wenn man richtigerweise das “MB” gegen “Bytes” ausgewechselt hat. Immerhin gilt der Katalog ein Jahr lang.

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Warum es egal ist, ob Android oder iOS mainstream oder premium sind.

19. August 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Da sind wir wieder, bei der immer gleichen Sau, die regelmäßig durchs Dorf getrieben wird und sich um das Thema dreht, ob nun Android oder iOS das bessere Betriebssystem ist. Aktuell sind wir bei der unglaublichen Feststellung von “Digital-Pionier” Christoph Kappes im D&W-Magazin, der sinniert, dass Android “mainstream” sei und iOS “premium”. Wollte ich mir eine Antwort sehr einfach machen, würde ich einfach mit einem Link auf einen x-beliebigen Handyshop antworten, denn diese Feststellung lässt sich dort schon allein mit den Preisen für iOS- bzw. Android-Gerätschaften darlegen. Mal so am Rande: Die Säue, die man durchs Dorf treibt und Aufregung verursachen, waren auch mal besser.

Anyway: Die Frage, ob ein Premiumprodukt, das das bessere ist, auch tatsächlich funktioniert, ist eine, die nichts, aber auch wirklich nichts mit Qualität zu tun hat. Gerade in der Unterhaltungselektronik überlebt selten das beste System, sondern allenfalls das, was die meiste Marktdurchdringung gewinnt. Solche Marktdurchdringungen werden dabei auf verschiedenste Weisen erkauft, in der Regel durch knallharte Subventionierungen. Entweder ist das Produkt gänzlich kostenlos oder es wird ordentlich günstig verscherbelt. Es wird aber gepusht und das ist das zentrale Kennzeichen.

iOS kann man allein schon dadurch zu einem Premium-Produkt zählen, dass es nur ein Hersteller für seine Geräte verbaut und der diese Monokultur auch kräftig ausnutzt. So kräftig, dass iOS bzw. iPhone und iPad letztendlich nur für einen verhältnismäßig kleinen Kreis von weltweiten Nutzern erschwinglich ist. In den meisten Staaten dieser Erde wird der Otto Normalverbraucher sich ein iOS-Gerät schlicht nicht leisten können, weil es zum einen keine “Billigversionen” von iPhone und iPad gibt und Apple auch überhaupt kein Interesse daran hat, zumindest so lange die Märkte in der “Ersten Welt” nicht gesättigt sind. Android geht den Weg über die Breite, baut also, schematisch gesehen, ein Framework, das dann Hersteller für ihre eigene Hardware adaptieren können, mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.

Ironischerweise erheblich unwichtig ist die Frage, ob nun Android oder iOS das bessere Betriebssystem ist. Grundsätzlich haben beide Betriebssysteme einen relativ hohen Grad an Benutzerfreundlichkeit erreicht und es geht in der Entwicklung von zukünftigen Versionen weitgehend nur noch um Detailfragen und um Kompatibilität zur Hardware, was Android naturgemäß vor deutlich höhere Hürden stellt, als iOS. Was Android mit diversen Bedienelementen wettmacht, die iOS (noch) nicht hat, macht iOS wiederum mit weitgehender Idiotensicherheit wieder wett und umgekehrt. Das wichtigste Ziel der Attraktivität ihrer Betriebssysteme haben beide erreicht: Eine verhältnismäßig große Softwarevielfalt in Sachen Apps.

Das wird erheblich deutlicher, wenn man sich mal die Mühen macht, die echten Kriegsschauplätze in Sachen Mobilbetriebssysteme anzuschauen, nämlich jenseits des angeblichen Kampfes zwischen Android und iOS. WebOS/Palm hat sich durch die (in meinen Augen krasse) Abkehr Hewlett-Packards von der Consumerelektronik erledigt, RIM kämpft mit seinem extrem abgeschirmten und in Consumerbereich quasi kaum sinnvoll nutzbaren Blackberry um jeden Kunden. Microsoft versucht mit Windows Mobile mit extremem Aufwand, an alte Zeiten anzuknüpfen und kann relativ bequem Blackberry-Anwender abschöpfen, die mit Windows Mobile zur “Mutterplattform” in Sachen Exchange- bzw. Active-Sync-Synchronisierung kommen. Was dann noch hinter Blackberry und Windows Mobile kommt, hat ganz schlechte Karten und kaum über homöopathisch wirkende Reichweiten kommen.

Den vielbesungenen Krieg der Mobilbetriebssysteme Android und iOS – ich bin mal so frei und behaupte, dass das vor allem ein Krieg ist, der bei den Kleingeistern dieser Welt, die schon damit überfordert sind, zwischen App, Webapp und Widget zu unterscheiden, am stärksten gekämpft wird. Und diesen Krieg, den interessiert, mit Verlaub, kein Schwein.

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Mein Android-Homescreen: “The Matrix has me!”

14. August 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Machen wir mal eine kleine Blogosphären-Sommeraktion, damit auch die Selten-Blogger mal ein Thema bekommen und bevor die Blogosphäre aufgrund Linkmangels gänzlich eingeht. Dafür ist die Sommeraktion auch heiter-einfach und es kann sich ausnahmslos jeder daran beteiligen, ob Blogger oder nicht – vorausgesetzt du hast ein Android-Phone und nutzt einen individuellen Homescreen.

Das Motto: Mache ein Bild deines Android-Homescreens, setze ihn online und setze einen Trackback oder normalen Link auf diesen Artikel hier. Jeder, der das tut, bekommt nicht nur einen Pingpack, sondern ich nehme ihn auch mit Link in diesen Artikel auf. Um die Sache etwas zu individualisieren, bitte den Titel des Artikels mit dem “Motto” deines Homescreens betiteln. Spam-Blogs bleiben außen vor, die “Link-Juice” wird nicht einfach so verschenkt…

Ich mache mal den Anfang mit meinem Homescreen auf meinem Samsung Galaxy S2 (mit Android 2.3.4). Den Hintergrund darf man sich animiert vorstellen, ist ein animierter Hintergrund im Matrix-Style. Ich bin halt ein kleines Spielkind in so Sachen…

Kurze Erläuterungen zum Homescreen: Ich brauche es übersichtlich und ich brauche vor allem die Uhr auf Seite 1, weil ich ein notorischer Nichtträger von Armbanduhren bin. Den Matrix-Buchstabensalat deshalb, weil das Paradigma hübsch passt… wer weiß schon, was “hinter” meinem Smartphone so passiert. ;-)

So, bitteschön, ihr seid gefragt!

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Nachbetrachtungen zum Samsung Galaxy S2.

1. Juli 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Nun sind gut vier Wochen nach dem Kauf meines Samsung Galaxy S2 durch und es wird Zeit für ein paar kleine Nachbetrachtungen in Sachen Mobiltelefon und auch Android, sozusagen als Fortsetzung zu meiner Erstbetrachtung, die ich ein paar Tage nach dem Kauf geschrieben habe.

Haptik und Handling

Also gut, Samsung baut keine iPhones. Es gibt deshalb wenig Metall und keinen Glasrücken. Es fühlt sich vermutlich nicht so hochwertig an, wie es einige Besitzer von ihren iPhones kennen. Ich erspare mir hier Gehässigkeiten, denn für mich sind solche Fragen einfach nicht diskutabel – ein Smartphone, das ich ständig in den Händen haben soll, braucht gute innere Werte und ein robustes Äußeres, der Rest ist mir weitgehend egal, wenn es nicht ganz so hässlich daherkommt. Das Samsung Galaxy S2 ist äußerlich sicherlich keine vollendete Schönheit, allerdings soweit ganz brauchbar. Plastik muss man nicht lieben, Plastik kann jedoch etwas aushalten.

Was bei mir tatsächlich bis an die Grenzen des Erträglichen geht, sind die Formfaktoren. Das Display ist riesig, warf aber auch wirklich keinen Millimeter mehr größer sein. Mit 0,8 Millimeter “Dicke” ist es mir bei den Dimensionen fast schon zu dünn. Und was es gar nicht ist (übrigens auch nicht das iPhone 4): Griffig. Erst die zusätzlich gekaufte Silikonhülle sorgt dafür, dass es mir quasi in der Hand klebt. Ich lege da großen Wert auf sowas.

Display

Fast immer, wenn jemand mal fragte, ob er mal mein Telefon sehen könne, war das vor allem wegen dem Display. AMOLED-Displays gibt es noch nicht so verbreitet und diese Displaytechnologie, bei der die Beleuchtung nicht mit einer gesonderten Leuchtquelle erzeugt wird, sondern mit dem Display selbst, hat durchaus ein paar Anfangsschwierigkeiten hinter sich. Die erhebliche Energieeinsparung erkauft man sich nämlich durch spezielle Eigenschaften.

Um es klar zu sagen: Wenn das Display auf voller Leuchtstärke steht oder zumindest mit 50 % das Display beleuchtet, dann ist das Display phantastisch ausgeleuchtet und brillant. Es macht Spaß, sich so beleuchtet mit dem Telefon zu beschäftigen. Wenn die Helligkeit heruntergeregelt wird (ob nun manuell oder durch einen eingeschalteten Lichtsensor), dann werden Schwächen sichtbar, nämlich in Form eines leichten Gelbstiches, der auf der linken Seite des Displays stärker ausgeprägt ist, als rechts. Alles nicht wirklich weltbewegend und ein “Systemproblem” von AMOLED-Displays, das man schlicht in Kauf nehmen muss. Und es ist wirklich ein Luxusproblem, ich liebe das Display.

Kamera

Die Kamera des Samsung Galaxy S2 macht Spaß und das kann man von wirklich nur sehr wenig Smartphones sagen. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Smartphone mit einer zwangsläufig kleinen Fitzelkamera so ein erstaunlich gutes Bild liefern kann, wie die verbaute 8-Megapixel-Kamera. Die Kamera ist schnell einsatzbereit, die Optik erstaunlich gut, die Farben brillant (und mitunter ein wenig zu gesättigt) und das Bild auch schnell im Kasten. Und als Videokamera schafft die Kamera tatsächlich 1080p in einer so erstaunlichen Qualität, die einige Camcorder locker in den Schatten stellt.

Vieles gut, aber nicht alles perfekt. Die Makrofunktion beispielsweise ist relativ bescheiden. Der maximale Annäherungspunkt liegt bei 10 bis 12 Zentimeter, das können andere Handykameras besser. Und eigentlich auch das Samsung Galaxy S2, denn der Autofokus stellt auch kurzfristig scharf, um dann eben nicht scharfstellen zu können. Auch nicht so hübsch ist die Panoramafunktion, die zwar recht gut ein Panoramabild näht, das aber nur in einer bescheidenen Auflösung vorliegt. Ebenfalls etwas mäßig ist die Bildleistung im Dämmerlicht, aber auch das ist Luxusgemecker. Die Kameraleistung ist summierend gesehen gut.

Android

Letztendlich war Android der Punkt, weshalb ich (ja, ich mag diese Logik) mich für ein Android-powered Smartphone entschieden habe. Apple iOS ist mir zu eng und zu unflexibel, die fehlende Möglichkeit dort für eine zentrale Ablage von Logins und keine zentrale Dateiablage sind schlicht Schikanen eines Herstellers, der manisch alles unter Kontrolle haben will und dabei in Kauf nimmt, dass er seinen Kunden bevormundet. Android macht es an vielen Stellen besser, nicht unbedingt einfacher, aber erheblich flexibler.

In Sachen Apps fehlt mir nichts – ganz im Gegenteil. Da ich schon vorher sehr viele Google-Dienste genutzt habe, bin ich unter Android quasi zu Hause. So Dinge wie Google Calendar, Google Contacts, Google Reader, Google Maps, Google Docs laufen mit den offiziellen Android-Apps einfach perfekt. Selbst für das immer noch von Google etwas stiefmütterlich behandelte Google Tasks, was ich so gern nutze, gibt es mit einer kostenlosen App namens “GTasks” eine funktionierende Lösung.

An Tempo gibt es nichts zu bemängeln, das Galaxy S2 und Android 2.3.3 harmonieren perfekt. Nichts ruckelt, alles blendet sauber ineinander über, die Auslastung des 1 GB großen RAM-Speichers ist moderat. Apps sind schnell aufgerufen. Ich hatte mich eigentlich darauf vorbereitet, dass es ganz zu Beginn eines solchen Flagschiffes deutlich “hinterzimmiger” zugeht, aber das Ding ist da.

Was bei Android nervt, sind ein paar undurchdachte Dinge. Zum Beispiel Töne: Ist der Akku aufgeladen, gibt es einen Signalton. Tagsüber mag das noch durchgehen, nachts ist sowas aber Käse, weil das Geräusch dazu reicht, um aufgeweckt zu werden. Oder auch die Unmöglichkeit, das Kameraauslösegeräusch abzuschalten – geht schlicht und einfach nicht. Plem-plem, um es mal direkt zu sagen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist auch die automatische Rechtschreibkorrektur der Tastatur, die man am besten schnell wieder ausschaltet. Hier ist sicherlich noch genügend Entwicklungspotential.

Die Firmware-Updatepolitik ist derzeit so, dass etwa alle vier Wochen mit einem offiziellen Firmware-Update von Samsung gerechnet werden kann. Direkt ausgeliefert werden hierbei die wenigsten Updates, es gibt jedoch genügend Boards, auf denen man Anleitungen und Links bekommt, wie man sein Smartphone upgedated bekommt.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist wohlwollend gut. Bei intensiver Nutzung kommt man sehr bequem durch den Tag, bei meinem mittelmäßigen Pensum sind zwei volle Tage locker drin. Der Akku ist zwar austauschbar, allerdings ist nicht vorgesehen, dass man zwischen Akkus schnell wechseln kann, da ist schon die Rückwandabnahme eine Bastelei. Dazu kommt, dass das Smartphone-Herunter- und Hochfahren nun mal einen Moment länger dauert, als bei einem einfachen Mobiltelefon.

Wem die Akkuleistung nicht reicht, wird wohl bald mit einem größeren Akku und einer erweiterten Rückwand rechnen können, dies wird auf der Samsung-Website zumindest schon mal angekündigt.

Nochmal kaufen?

Absolut, ja. Das Samsung Galaxy S2 ist sicherlich nicht perfekt, macht aber Spaß. Aktuell pendelt es sich preislich auf 500 Euro ein. Bei 450 Euro würde ich es als gut angesiedelt sehen.

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Samsung Galaxy S2 im Alltagstest.

6. Juni 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Der Kurzurlaub nach Berlin war lange geplant. Der Kauf des Samsung Galaxy S2 nicht ganz so lange. Und eigentlich widerstrebt es mir, mit wichtigen Instrumenten in die Prärie zu fahren und sie erst dort kennenzulernen. Denn meist wird es dann schlimm und nervig, vor allem, wenn man bestehende Workflows hat, die man nahtlos weiterpflegen will. Wir können uns gern bei Gelegenheit darüber streiten, ob Twittern und flickrn als Workflow zu bezeichnen sind, aber ist nun mal so.

Vermisst habe ich mein altes iPhone 3GS tatsächlich nicht eine Minute lang und ich hatte es noch nicht einmal dabei. Zwar war es bis gestern noch voll installiert und sozusagen im Notfall-Standby-Modus, das ist aber seit gestern Abend auch Geschichte. Mein Samsung Galaxy S2 hat sich bewährt.

Handling und Phoning.

Nun, das iPhone 3GS liegt nicht wirklich hart in der Hosentasche – das Samsung Galaxy S2 allerdings auch nicht. Es ist zwar etwas breiter und höher, als das iPhone, dafür deutlich dünner und insgesamt recht angenehm in der Handhabung. Aus meiner Sicht nicht wirklich super, es dürfte ruhig etwas dicker sein. Und von Hause aus gern auch etwas griffiger. Ich habe mir damit beholfen, dass mein SGS2 eine Silikonhülle verpasst bekommen hat. Damit ist es nun griffig und liegt gut in der Hand. Und wird hoffentlich genauso mackenlos bleiben, wie das iPhone.

Die Bedienung ist fast so eingängig, wie auf dem iPhone. Von der Lockscreen-Variante mit den Linien werde ich mich allerdings verabschieden, weil das mit dem Daumen auf dem großen Schirm nicht wirklich intuitiv aus dem Handgelenk heraus kommt. Ansonsten ist es bedienbar, hakt nicht und ist souverän am Start. Ein Smartphone, das einfach “fertig” ist und so stabil funktioniert, wie ein Wählscheibentelefon. Hätte ich nicht erwartet, haben die Folks von Samsung jedoch sauber abgeliefert.

Ein paar Android-Sachen.

Wobei es so ein paar Dinger in Android gibt, die nicht so richtig fertiggedacht sind. Zum Beispiel das kurze Klingelsignal, wenn der Akku voll ist. Sicher hübsch, aber ich würde das gern ausschalten können, denn nachts, wenn das Handy am Ladegerät hängt, ist es mir herzlich egal, wenn der Akku voll ist. Ebenso finde ich es nicht gut, dass das Telefonklingeln anschwellend beginnt – ich hätte es gern sofort in vernehmbarer Lautstärke. Und etwas übersichtlicher darf es bei der Einstellung der Lautstärke von Telefon, Media, System und Benachrichtigungen auch wirklich sein.

Es gibt eine deutlich zu spürende Lernkurve. Sicher tut alles, wenn man es sich einstellt und es ist nicht so, dass das Telefon beim ersten Einschalten völlig unbrauchbar ist – das ist es nicht – aber Android ist noch nicht ganz “weichgebügelt”.

Fotos

Das Thema “Fotos machen mit Handy” war eine Zeitlang gar nicht auf meinem Radar, seit dem iPhone dann so etwas, aber erst mit dem SGS2 macht es sogar richtig Spaß. Ein Tapser auf die Kamera-App und die Kamera ist nach einer gefühlten Sekunde sofort am Start. Die Voreinstellungen sind gut, der eingebaute (bescheidene) Blitz auf Automatik und auch das GPS-Fixing beginnt ab diesem Moment.

Und das, was das SGS2 als Fotos in versprochenen 8 Megapixeln abliefert, ist erstaunlich gut und sehenswert. Kein Vergleich mit den eher dunklen und kontrastarmen Bildern der iPhone-Phalanx, sondern reich an Farben, klar und brillant. Die Kontrastausbeute ist deutlich besser und bei hellen Bildelementen traut sich das SGS2 deutlich mehr in die Helligkeit, als das iPhone, ohne auch nur im Ansatz irritierende Ergebnisse abzuliefern. Und ebenso mutig und souverän kommt die deutlich markanter ausgeprägte Weitwinkeligkeit. Weitwinkel ist für Digitalkameras die echte und wahre Kunst und man merkt spätestens hier, dass Samsung seine jahrelange Erfahrung im Bau von Digitalkameras einbringt. Ich hatte meine “große” Kamera dabei, die blieb aber, auch weil ich keine so rechte Lust hatte, das Ding die ganze Zeit durch die Stadt zu schleppen, einfach mal zu Hause.

Eine Bilderauswahl des Trips gibt es auf meinem flickr-Stream im Berlin-2011-Album. Ah, und in Sachen flickr-App ist meine Entscheidung auf “Flickroid” gefallen. Kostenlos und einfachster Upload.

Akku?

Ist in Ordnung, kommt mit iPhone & Co. locker mit. Mir fehlen zwar noch die richtigen Vergleichswerte, das SGS2 bewegte sich jedoch gefühlte zwei Ticks besser in Sachen Akkuleistung, als mein iPhone 3GS. Ich habe keine wirklichen Bedenken mehr. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass in der Kiste ein Dualcore-Prozessor mit annehmbaren 1,2 GHz vor sich hinwerkelt.

In Berlin kann man eine gute Akkuleistung allerdings auch brauchen, zumindest wenn man bei O2 ist, denn es gibt ständig eine Umbucherei zwischen UMTS und GSM und hier dann auch noch zwischen HSDPA und EDGE. Das sorgte dann gelegentlich auch dafür, dass für einen Moment gar nichts mehr ging, beispielsweise direkt vor der Türe bei den Arkaden am Potsdamer Platz. Zentraler geht es wohl kaum noch, aber das O2-Netz beschäftigte da sicher nicht nur mein Handy vollauf mit reinen Netzgeschichten. Aber das ist ein anderes Thema.

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