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Die Zune-fizierung von Windows Mobile.

16. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Ich muss zugeben, dass ich schon eine gewisse Sorge habe, dass Microsoft den Relaunch von Windows Mobile als "Windows Phone 7" gehörig vereiert. Denn nach all den Gerüchten und den wenigen wirklich bestätigten Tatsachen nimmt man das Anpassen des nach wie vor ältesten Mobilbetriebssystems an die Konkurrenten wie iPhoneOS und Android so furchtbar genau, dass einige bisherige Meilensteine möglicherweise auf der Strecke bleiben.

Das, was ich bisher an(teilweise unbestätigten) Informationen zusammenhabe:

  • Neue Benutzeroberfläche, angelehnt an den Zune-Player (das ist bekannt)
  • Keine Abwärtskompatibilität für Windows-Mobile-Programme (schlecht, damit schneidet man sich einen jahrelang gewachsenen Markt an Software ab)
  • Programme … nennen wir es lieber so, wie es wird … Apps müssen im hauseigenen Silverlight-Framework entwickelt sein und werden auf dem Gerät interpretiert (vermutlich garantenmäßige Performance-Einbußen werden das Ergebnis sein)
  • Kein Multitasking (das wäre brutal schlecht und ein herber Rückschritt)
  • Keine direkte Installationsmöglichkeit von Apps, sondern nur über den Windows Market Place (das wäre ebenfalls brutal schlecht und auch ein Rückschritt)
  • Keinen Slot mehr für Speicherkarten, die vom Benutzer auszutauschen sind (damit wäre dann wohl auch der Zugriff auf das Filesystem, wie es unter Windows Mobile möglich ist, gestorben)

Hallo, Erde an Redmond! Schaut ihr euch eigentlich die Märkte an, die ihr bedienen wollt? Wollt ihr als Nachzügler nicht wenigstens das in die neue Welt retten, was Windows Mobile bisher ausgezeichnet hat? Es sieht gerade so aus, als ob Microsoft auf dem besten Wege ist, die grandiose Nullnummer des Zune-Players, der ja mal tatsächlich als Konkurrent zur iPod-Welt gedacht war, mit einem neuen Mobilbetriebssytem zu wiederholen.

Es wird mit ziemlicher Sicherheit schlimm, aber wenn es sich Microsoft mit Business-Kunden verscherzt, die derzeit immer noch stark auf Windows Mobile setzen, dann ist das Ding tot, ob es nun Windows Mobile heißt, Windows Phone oder sonstwie.

Ich ahne dunkles.

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Tim Bray über das iPhone.

15. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Selten hat es jemand geschafft, in einer Handvoll Sätze das zu beschreiben, was am iPhone schlecht ist. Tim Bray ist einer, der das schafft:

“The iPhone vision of the mobile Internet’s future omits controversy, sex, and freedom, but includes strict limits on who can know what and who can say what. It’s a sterile Disney-fied walled garden surrounded by sharp-toothed lawyers. The people who create the apps serve at the landlord’s pleasure and fear his anger.

I hate it.

I hate it even though the iPhone hardware and software are great, because freedom’s not just another word for anything, nor is it an optional ingredient.”

Tim Bray selbst kennen vermutlich nur harte Insider, er ist allerdings in der Web-Welt kein Unbekannter, da er in der Vergangenheit immer wieder an der Weiterentwicklung von XML beteiligt war. Aktuell macht er Schlagzeilen dadurch, dass er nun bei Google anheuert, um dort am hauseigenen Betriebssystem Android zu arbeiten. Gute Wahl, die aufhorchen lässt.

[via Golem.de]

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KeePass für das iPhone: MyKeePass.

20. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Auf einmal waren es zwei: Für das iPhone gibt es nun zwei KeePass-Implementierungen. Während die Entwicklertruppe von iKeePass vor einigen Tagen ihr erstes Update zur im Oktober 2009 veröffentlichten Initialversion veröffentlicht hat und immer noch das Problem hat, dass iKeePass offiziell nur im amerikanischen App-Store erhältlich ist oder, wenn jemand ein entfesseltes iPhone besitzt, in Cydia als “JBiKeePass”.

Das ist umso erstaunlicher, da nun mit MyKeePass eine weitere KeePass-Implementierung die Bühne betreten hat und die auch in App-Stores außerhalb des nordamerikanischen Kontinents erhältlich ist. Sprich: Der MyKeePass-Entwickler Qlang Yu hat es offensichtlich problemlos geschafft, seine Applikation durch die US-Exportbeschränkungen für Verschlüsselungssoftware durchzuschleusen und so gibt es das Ding für 79 Cent auch im deutschen App-Store.

Auf den ersten Blick hat MyKeePass auch technisch die Nase vorn. Ein eingebauter Webserver ermöglicht ein bequemes Übertragen einer Schlüsseldatei innerhalb eines WLAN-Netzwerkes. Eine so übertragene Datenbank ist selbst dann, wenn sie größer ist, schnell geöffnet lässt sich durchsuchen und Passwörter lassen sich mit einem Tippser in den Zwischenspeicher übernehmen. Einzig die Übersicht lässt etwas zu wünschen übrig, wenn man auf Piktogramme schwört, denn die gibt es in MyKeePass nicht. Das soll aber das kleinste Problem sein, so dass der Preis von 79 Cent für MyKeePass angemessen ist.

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Badware “iPad”.

28. Januar 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Wenn es einen besseren Indikator dafür gibt, ob Steve Jobs’ Messias-Anwandlungen angekommen sind oder nicht, dann ist es der Aktienkurs von Apple. Und der ist einen Tag nach der Vorstellung des iPad, der angeblich neuen Revolution aus dem Hause Apple, mal eben um über 4 % heruntergeknallt. Selbst die Analystenberichte, die sonst nicht damit sparen, der Steve-Jobs-Verkaufsförderung gehörig auf dem Leim zu gehen, sind eher ernüchternd. Im groben Vergleich kommt im Nachhinein sogar das von Microsoft-Chef Steve Ballmer Anfang Januar vorgestellte Tablet von HP kaum schlechter weg, immerhin soll dieses Tablet mit einem richtigen Windows 7 daherkommen.

Und tatsächlich ist das iPad eigentlich eine atemberaubende Nullnummer, die so gar nichts mit den einstigen Vorstellungen von MP3-Player, Macbooks und iPhones zu tun haben scheint. Ein aufgeblasenes iPhone, ausgesprochen unschön, einem 4-zu-3-Bildschirm und dem bekannt kaputtreglementierten iPhone-OS als Betriebssystem, mit allen bekannten Schwächen, die schon auf dem iPhone nerven. Aber sich nun hinzustellen und ein Surftablett als noch nie dagewesene Neuerung hinzulamentieren, das nur Kindergarten-Programme abspielen kann, kein Multitasking beherrscht und einen flash-losen Webbrowser mitbringt? Das ist nicht innovativ, das lebt nur vom Namen und der Hoffnung, dass die “iSekte” das Gerät wenigstens kauft, weil hinten ein Apfel klebt. Das scheint auch Apple zu dämmern, was letztendlich dadurch zu erkennen ist, dass das iPad offenbar bewusst nicht als neues Biotop mit eigener Software-Welt und den iPhone-üblichen Providerlock-Sperren daherkommen soll.

Meine Vermutung ist die, dass die Innovationskraft von Apple letztes Jahr vor allem durch den längeren Ausfall von Steve Jobs sehr deutlich gelitten hat. Das Ergebnis dieses Stillstandes könnte das iPad gewesen sein.

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Auf dem iPhone: smsO2.

10. Januar 2010 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Es gibt sie, die kleinen App-Juwelen, man muss nur etwas suchen. Ein solches App-Juwel heißt “smsO2”, kostet 79 Cent und ist eine Geldsparmaschine, wenn man einen (deutschen) O2-Vertrag besitzt und für das Internet ein Internet-Pack-Zusatzpaket gebucht hat, meist das Internet-Pack-M, mit dem eine Handy-Flatrate daherkommt.

Was die meisten Nutzer eines solchen Internet-Pack nicht wissen, ist der Umstand, dass neben der Internet-Flatrate noch zusätzlich 50 kostenlose SMS pro Monat verbunden sind – wenn diese über das “O2 Communication Center” auf der O2-Homepage gesendet werden. Das mag jetzt nicht sonderlich viel sein, aber wenn man bedenkt, das zumindest bei meinem Vertrag jede herkömmliche SMS 19 Cent kostet, sind das schon bei kleineren SMS-Zahlen durchaus ein paar Euro.

“smsO2” umgeht den Weg über die Homepage und ermöglicht es, über die App direkt SMS zu schreiben, die dann eben nicht per GSM bzw. UMTS vom iPhone gesendet werden, sondern einen Umweg über die O2-Homepage machen. Und die ersten 50 SMS, die auf diese Weise monatlich versendet werden, kosten den Nutzer eines Internet-Pack dann eben keinen einzigen Cent.

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Quo vadis, iKeePass?

6. Januar 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

Beim Thema iKeePass, der Portierung der Passwortverschlüsselungssoftware für das iPhone, nicht von einem Drama zu sprechen, fällt schwer, denn als etwas anderes kann man es inzwischen gar nicht mehr bezeichnen.

Aus deutscher Sicht ist die iPhone-Welt seit dem Projektstart von iKeePass im März 2008 praktisch am gleichen Ort, wie damals – iKeePass ist im deutschen App-Store nicht verfügbar. Genaugenommen ist es außerhalb der USA und Kanada nirgendwo verfügbar, weil jegliche Software, die Verschlüsselungskomponenten enthält, eine gesonderte Zertifizierung benötigt, um aus den USA exportiert werden zu können. Da alle App-Stores von Apple idiotischerweise in den USA stationiert sind, ergibt sich der skandalöse Zustand, dass Software, die gar nicht in den USA entwickelt wurde, dennoch für die USA eine Zertifizierung benötigt, um außerhalb der USA auf iPhones genutzt werden zu können.

Immerhin gibt es iKeePass 1.0 nun seit Oktober 2009 im US-App-Store und wer sich die Mühen macht, einen Account im US-App-Store anzulegen (dazu benötigt man eine Anschrift in den USA) kann tatsächlich iKeePass für 99 US-Cent erwerben und auf sein iPhone installieren. Alternativ können Besitzer eines gejailbreakten iPhones anhand Cydia einen Fork von iKeePass (und zwar schon der Version 1.1) namens JBiKeePass herunterladen und installieren (das übrigens auch außerhalb den USA).

Die Version 1.0 von iKeePass offenbart dann allerdings eine herb enttäuschende Software, die in meinen Augen selbst die 99 US-Cent, die iKeePass im US-AppStore kostet, derzeit keinesfalls wert ist. Passwortdateien müssen umständlich über einen externen Webserver importiert werden, die Entschlüsselung von größeren Datenbankdateien dauert und alle geöffneten KeePass-Dateien sind darüberhinaus read-only – es gibt keine Schreibfunktion. Dazu kommen dann noch so Dinge wie der fehlende Support der TAN-Listenfunktion (keine Einblendung des Benutzernamenfeldes in der Übersicht) und kein Support der Zwischenablage (behoben ab der Code-Basis 1.1, die Zwischenablagefunktion funktioniert also mit JBiKeePass). Im Grunde genommen lassen sich KeePass-Dateien einfach nur öffnen und betrachten. Für die KeePass- und auch für die iPhone-Idee und vor allem nach fast zwei Jahren Entwicklungsdauer ein mageres Produkt.

Was wirklich mehr als dürftig ist, ist die Kommunikation, denn die ist quasi nicht vorhanden. Der letzte Artikel im Projekt-Weblog stammt von Ende November und berichtet davon, dass die Version 1.1 von Apple nicht zugelassen wurde, da von der Version 1.1 undokumentierte API-Aufrufe benutzt werden, die von Apple so nicht gewünscht sind. Gut, kein Thema, könnte man ja fixen. Oder zumindest darüber diskutieren – wenn man denn wollte. So sammeln sich in jedem der wenigen Artikel jeweils viele Dutzend Kommentare von Nutzern, die wissen wollen, in welchem Stadium das Projekt ist, wie die Bemühungen um Zertifizierung zwecks Exportmodalitäten der Verschlüsselung aussehen, ob die Version 1.1 inzwischen denn mal resubmitted wurde und und und. Resonanz: Null. Hier und da werden vereinzelt Fragen zu einzelnen Benutzerproblemen geklärt, der Rest bleibt unbeantwortet.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich verstehe, dass iKeePass – ebenso wie KeePass und die anderen Portierungen – weitgehend Projekte sind, die in der Freizeit entstehen und gepflegt werden. Es spricht jedoch überhaupt nichts dagegen, iKeePass als kostenpflichtige Software anzubieten oder einen PayPal-Button zum Spenden hinzupappen, bei denen selbst ich nicht einfach vorbeigehe, sondern meinen Obolus entrichte. Ich erwarte jedoch auch bei Entwicklern von Open-Source-Projekten, die auf bestehenden Projekten aufbauen, eine gewisse Professionalität und Verantwortung und es ist sicherlich nicht zu viel verlangt, mit seinen Nutzern oder Interessenten zu kommunizieren oder einfach einmal ein Forum einzurichten, wo sich eine Community bilden könnte. Schafft man das nicht, sollte man als Maintainer eines Projektes, das wirklich einen Bedarf nachweisen kann, wirklich so fair sein und sich bemühen, das Projekt auf eine größere Entwicklerbasis zu stellen oder in andere Hände zu geben. Oder, so fürs erste, einfach mal einen Statusbericht und Projektausblick zu geben.

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Ein iPhone jailbreaken.

1. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Auf den Artikel von letzter Woche mit meinen persönlichen Top-7-Jailbreak-Anwendungen kam eine Fülle von Feedback, die eine andere Frage beantwortet haben will: Nämlich die, wie man eigentlich ein iPhone jailbreakt. Das ist (zumindest mit der derzeitigen iPhone-OS-Version) herzlich einfach. Hier mal die Anleitung unter Windows:

  1. iPhone an den Rechner anschließen und mit iTunes ganz normal synchronisieren. So bald die Synchronisierung beendet ist, iTunes schließen und das iPhone angeschlossen lassen.
  2. Unter http://blackra1n.com/ die Datei “blackra1n.exe” herunterladen (auf der blackra1n-Website auf das Windows-Symbol klicken und die Datei auf dem lokalen Rechner abspeichern, am besten auf den Desktop).
  3. Die gerade eben heruntergeladene Datei “blackra1n.exe” einfach ausführen. Das Programm schickt das iPhone in den DFU-Modus, schiebt vorübergehend ein Bild des Programmierers auf den Bildschirm und führt im Hintergrund das Jailbreaking durch. Nach diesem Vorgang startet das iPhone neu.
  4. Ist das Jailbreaking erfolgreich gewesen, findet sich auf dem iPhone eine neue App namens “blackra1n”, mit der wir einen Installer (idealerweise Cydia) installieren müssen. Das iPhone kann, wenn die blackra1n-App auf dem iPhone vorhanden ist, übrigens nun vom PC abgestöpselt werden, denn die restlichen Installationen werden über die normale Internet-Anbindung des iPhones aus dem Internet heruntergeladen.
  5. Die blackra1n-App antippen, um sie aufzurufen. Es öffnet sich ein Bildschirm, der ingesamt zwei Installer (Cydia und Rock) zur Auswahl anbietet. Die dritte App namens “sn0w” ist zum Unlocken des iPhones gedacht, also zum Aufheben der Carrier-Sperre:

    Um Cydia zu installieren, einfach die Cydia-Zeile antippen, es erscheint ein grüner Haken und rechts oben ein Button namens “Install”. Diesen Button antippen und Cydia wird installiert.

  6. Ist auch Cydia erfolgreich installiert, findet sich im Springboard nun eine weitere App namens “Cydia”. Auch hier bitte Cydia einmal starten und dem sofort erscheinenden Hinweis, dass der Installer aktualisiert werden soll, zustimmen.

Fertig. Will man den Jailbreak übrigens wieder loswerden, geht das kurz und schmerzlos: Das iPhone über iTunes einfach wiederherstellen. Es wird dann komplett zurückgesetzt und das Betriebssystem wieder vollständig neu installiert – eben ohne Jailbreaking.

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Meine Top-7 der iPhone-Jailbreak-Anwendungen.

27. Dezember 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

In Cydia nach den App-Juwelen zu suchen, kann zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. Und dabei ist es schade, nicht nach diesen Juwelen zu suchen, denn einige Programme fügen dem iPhone Funktionen zu, die man bei einem modernen Smartphone schmerzlich vermisst.

Alle die hier empfohlenen Anwendungen sind “nutzbar”, also mit vernünftigem Anwendungszweck, weder Spiele, noch kostenpflichtig. Das heißt nicht, dass ich für gute Software nicht bezahlen würde, sondern das ist eher dem Umstand gemünzt, dass man beim iPhone leider nie so richtig weiß, ob es nach dem nächsten OS-Update noch einen Jailbreak für die Kiste gibt.

  • Backgrounder
    Eigentlich reicht nur ein Satz, um Backgrounder zu erklären: Willkommen in der Welt des Multitaskings. Denn das macht Backgrounder so, wie man es eigentlich vom iPhone von Hause aus erwarten würde. Möchte man eine laufende App nicht beenden, sondern in den Hintergrund verschieben, drückt man nicht einfach nur auf den Home-Button, sondern hält diesen so lange gedrückt, bis gemeldet wird, dass die jeweilige App nun im Hintergrund läuft. Nach dem Sprung zurück ins Springboard kann nun einfach eine weitere App aufgerufen werden, ohne dass es zu Prozesskrawall kommt. App aus dem Hintergrund wieder herausholen? Rein in die App, Home-Button wieder gedrückt halten und Backgrounder meldet, dass die App nun “richtig” beendet wird. Mit einem Manko: Alle laufenden Apps teilen sich die rund 160 Megabyte freien Arbeitsspeicher, damit muss man auskommen. Das ist aber kein Problem, wenn man sich auf die Kernkompetenzen beschränkt. Beispiel: Im Safari surfen und vor einem Login-Screen stehen. Safari in den Hintergrund schieben. iKeePass öffnen, Passwort auslesen. iKeePass schließen. Safari wieder hervorholen. Alles erheblich schneller, als wenn jedes Mal die betreffenden Apps geschlossen und neu aufgerufen werden müssen. Natürlich funktioniert es auch, eine App dauerhaft im Hintergrund zu belassen, beispielsweise Skype. Allerdings geht das auf Kosten des Akkustroms und der ist, wie man weiß, auf dem iPhone ein rares Gut. Sehr nützlich ist übrigens die einstellbare Option, dass Anwendungen, die sich im Hintergrund befinden, mit einem kleinen Symbol im Springboard angezeigt werden können. Und auf diese Weise sieht man dann recht schön, dass das iPhone das mit dem Multitasking ja eigentlich schon von Hause aus beherrscht, denn Mail, iPod und Safari machen es schamlos.
  • CyDelete
    CyDelete ist ein kleines Hilfsprogramm, dass es auch Anwendungen, die über Cydia installiert wurden, ermöglicht, auf herkömmlichen Wege gelöscht zu werden, also auf dem Springboard eine App getappt halten, bis alle anfangen zu tanzen und dann sieht man schon, dass nun auch die Cydia-Apps ein Deinstallationssymbol haben. Zur besseren Unterscheidung haben Cydia-Apps ein rotes Deinstallationssymbol, im Gegensatz zu einem schwarzen Symbol wie bei den herkömmlichen Apps.
  • Five Icon Dock
    Bitte zusammenrücken! Und zwar auf dem Dock, das ist auf dem Springboard die unterste Buttonreihe, in der sich üblicherweise die Telefon-, Mail-, Safari- und iPod-App befinden. Mit dieser App gibt es hier nun Platz für fünf Apps, wovon bei mir normalerweise iPod den Weg zu den normalen Apps antritt und dafür die AppStore- und die Cydia-App einzieht. Ehre dem, dem Ehre gebührt.
  • PrivaCy
    PrivaCy ist ein sehr kleines Progrämmchen, das noch nicht mal ein eigenes Symbol mitbringt, sondern nur über die iPhone-Einstellungen konfiguriert werden kann. Es sorgt dafür, dass das iPhone daran gehindert wird, zu einigen datensammelnden Diensten Kontakt aufzunehmen, wenn eine App das möchte. Das sind im Falle von PrivaCy vor allem Dienste, die Bewegungsabläufe innerhalb einer App aufzeichnen und weitergeben wollen (im Klartext sind das die Dienste Flurry, Medialets, Mobclix und Pinch Media). So bald eine App einer dieser Dienste nutzen will, meldet PrivaCy dies dem Benutzer und bietet zwei Möglichkeiten: App trotzdem nutzen oder Rückwärtsgang nach draußen.
  • SBSettings
    Bluetooth aktivieren auf dem iPhone? Einfach? Tap auf “Einstellungen”. Tap auf “Allgemein”. Tap auf “Bluetooth”. Schalter aktivieren. WiFi zu aktivieren, ist ähnlich unergonomisch zu aktivieren. Hier setzt SBSettings an und macht den Zugriff zu einem Kinderspiel: Kurz über die Statusleiste oben streichen und schon blendet sich von oben eine Einstellungsleiste, die so Dinge die Bluetooth, WiFi, GSM, 3G mit einem Tap aktiviert. Zusätzlich gibt es auch Möglichkeiten zum Steuern der Bildschirmhelligkeit oder ein Prozessmonitor (der auch ganz nett mit der Backgrounder-App arbeitet).
  • SMS Helper
    Bei keinem anderen Telekommunikationsdienst ist es ein so großes Thema, mit möglichst wenig Buchstaben auszukommen, wie bei SMS. 160 Zeichen. Ein Zeichen mehr und es wird sofort eine zweite SMS fällig, das man auf dem iPhone jedoch nicht signalisiert bekommt. SMS Helper modizifiert den Senden-Button so um, dass dort nun die noch freie Zeichenzahl steht und die Anzahl der benötigten SMS. Siehe auch: Weshalb man ein iPhone jailbreaken muss.
  • Winterboard
    Einem Bisher-Einfach-Handy-Benutzer muss man das erst mal erklärt bekommen: Auswahl aus zwei Hand voll beschränkt origineller Klingeltöne, eine stark reglementierte Importmöglichkeit für eigene Klingeltöne, keine Möglichkeit von Hintergrundbilder, ebenso lässt sich der der Rest der Benutzeroberfläche herzlich wenig konfigurieren. Hier setzt Winterboard an und macht die Hintertüre auf. Die Bedienung ist nicht ganz einfach, allerdings ist Cydia brechend voll mit Themes, Klingeltönen, Hintergrundbildern, Button-Sets und weiteren Schriftarten, so dass dieses Manko mehr als wettgemacht wird.
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Auf dem iPhone: Doodle for iPhone.

26. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Wer das erste Mal auf die schweizerische Website Doodle.com kommt, macht das meist aus der Intention, dass er dazu eingeladen wurde, einen gemeinsamen Termin mit anderen Nutzern auszuhandeln. Und dann steht man tatsächlich auf der Website, kreuzelt die Terminmöglichkeiten an, an denen man kann und fragt sich tatsächlich, wieso man auf die Idee, die hinter Doodle.com steckt, nicht selbst gekommen ist. Termin anlegen, Termin aushandeln, abstimmende Personen informieren und den ausgehandelten Termin in die eigene Kalenderanwendung importieren – Doodle.com macht diese augenscheinlich einfachste Aufgabe der Welt unwiderstehlich einfach.

Zwar hat Doodle.com unter http://m.doodle.com/ eine für mobile Endgeräte vorbereitete Website, aber irgendwie ruft das alles nach einer eigenen App für Smartphones, die nun zumindest für das iPhone existiert und im App-Store gekauft werden kann. Die ebenfalls schweizerische Firma Neoos GmbH hat sich diesem Thema angenommen und die Doodle-App für das iPhone geschrieben, zunächst als nichtöffentliche App im Rahmen eines Programmierwettbewerbs der Doodle AG, die nun aber seit dieser Woche erhältlich ist.

Die Ansicht ist in der App zwar teilweise deutlich anders, als auf der Doodle.com-Website, die Ergebnisse führen aber zum gleichen Ziel. Nach dem Starten der App möchte sie zunächst auf das “Dashboard” und eine Übersicht anzeigen, wenn man selbst einen Doodle.com-Account hat (der sich “MyDoodle” nennt). Ein Doodle-Account ist für die Nutzung zwar nicht unbedingt nötig, macht jedoch Sinn, weil man mit MyDoodle seine eingerichteten Terminfindungen und auch Terminabstimmungen später wieder editieren kann. Nutzt man also MyDoodle, kann man der App seine Zugangsdaten verpassen (die standardmäßig einen Monat “halten”, bis zur nächsten Nachfrage, außer wenn Doodle.com zwischendurch Wartungsarbeiten durchführt), die durch eine Umleitung in den Safari direkt auf Doodle.com eingegeben werden und danach wieder zurück in die App führt. Nutzt man MyDoodle nicht bzw. hat keinen Doodle.com-Zugang, kann man der App dies in den Einstellungen mitteilen und wird fortan nicht mehr nach Zugangsdaten gefragt.

Das Dashboard sieht folgendermaßen aus und zeigt, wenn man sich bei Doodle.com angemeldet hat, die gleiche Übersicht, wie auf MyDoodle unter Doodle.com auch:

Doodle for iPhone - Startscreen

Mit einem Tippser auf einen Termin kommt man in die Terminansicht, die die einzelnen Termine aufführt, die in der Terminfindung zur Verfügung stehen. Wer Doodle.com kennt, findet sich zurecht:

Doodle for iPhone - Terminansicht

Anzumerken ist, dass alle Funktionen von Doodle.com auch in der App nutzbar sind. Die Kommentarfunktion funktioniert, Administratoren einer Terminfindung können ihren Termin bearbeiten. Was alles bisher auf der mobilen Website etwas frickelig war, funktioniert in der App so, wie man es vom iPhone-Benutzerinterface kennt. Die Doodle.com-Macher haben übrigens daran gedacht, dass nun auch eine App am Start ist und fragen beim Aufruf eines Doodle.com-Terminlinks von einem iPhone aus nach, ob auf die Doodle.com-App umgeschaltet werden soll oder ob man die sich, falls man sie noch nicht hat, vom App-Store holen möchte.

Hübsche App, die genau das tut, was sie tun soll, nicht mehr und nicht weniger, nicht überfrachtet, sondern übersichtlich. Einzig der Preis von 2,39 Euro ist für meinen Geschmack schon nah am oberen Limit, das wird so vermutlich nur für Hardcore-Doodler interessant sein. Aber kommt Zeit, kommt Rat, die App zumindest macht einen guten und funktionierenden Eindruck, bei deren Entwicklung sich jemand was dabei gedacht hat. Das ist bei der Fülle an Apps im App-Store leider keinesfalls eine Selbstverständlichkeit mehr.

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iKeePass nun im (US-)AppStore.

25. Oktober 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MobileWelt

iKeePass, der iPhone-Verschnitt der KeePass-Verschlüsselungssoftware, hat nun endlich nach über einem Jahr den Gang in den AppStore geschafft. Über Details schweige ich gnädigerweise an dieser Stelle, das Projekt galt in den letzten Monaten durchaus eine Weile als tot, der Programmierer hat es dann aber doch noch geschafft.

Allerdings gibt es weiterhin einen großen Nachteil, denn als Software, die Verschlüsselungskomponenten enthält, hat Apple iKeePass nur für den US-amerikanischen und kanadischen AppStore freigegeben, für den Rest der Welt ist zunächst noch ein Audit notwendig, der vom Programmierer durchgeführt und nachgewiesen werden muss. Nach den bisherigen Erfahrungen mag ich keine Prognose dafür geben, wann das durchgeht.

Wer in den USA oder in Kanada lebt, kann sich jetzt zumindest iKeePass für schlappe 99 US-Cent auf sein iPhone laden. Meine persönliche Meinung: Für die bisherigen Schlampereien auch noch einen US-Dollar zu verlangen, ist frech.

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