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Don’t use IE6 anymore!

14. Mai 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Genau das. Bitte, falls ihr tatsächlich noch den Internet Explorer 6 nutzen solltet und die Installationsgewalt über euren Computer habt: Werdet den Browser los und aktualisiert ihn! Dafür sprechen gleich eine Reihe von Gründen:

  1. Der Internet Explorer 6 ist uralt, veröffentlicht wurde er tatsächlich im August 2001, ist also fast neun Jahre alt. Tatsächlich kommt er also noch aus einer Zeit, in der Windows 2000 und Windows ME (wer erinnert sich tatsächlich noch an Windows ME?) als Betriebssysteme aktuell waren. Okay, Windows 2000 war für damalige Verhältnisse gar nicht so schlecht, aber pardon, lieber Leser: Danach kamen Windows XP, Windows Vista und jetzt haben wir Windows 7.
  2. Der Internet Explorer 6 hielt sich damals schon an einige Standards, war aber auch schon damals weit davon entfernt, sich großflächig an HTML- oder CSS-Konventionen zu halten. Logischerweise ist er das heute immer noch und das Problem hat sich im Laufe der Zeit erheblich verschlimmert, da die Entwicklung im Bereich von HTML, CSS, aber auch dem Document Object Model (DOM) und anderen Bereich weitergegangen ist.
  3. Der Patchsupport für den Internet Explorer 6 ist eingestellt, Microsoft pflegt dieses Ding nicht mehr. Man könnte da im ersten Moment auf Microsoft schimpfen, allerdings ist das unberechtigt, denn kein Browserhersteller pflegt alte Versionen ewig. Firefox
  4. Für den Internet Explorer gibt es aktuell mit dem Internet Explorer 8 einen würdigen Nachfolger, der viele Dinge kann, die man dem Internet Explorer 6 nur mit viel Einsatz von externen Tools beibringen konnte. Denken wir da nur mal an das Tabbed Browsing, dem Lesezeichenmanagement, den verbesserten Sicherheitseinstellungen etc. Und ja, der Internet Explorer 8 lässt sich auch problemlos unter Windows XP installieren.

Der Internet Explorer 6 war nie wirklich gut, er war nur zufällig bei Windows XP von Hause aus dabei. Und nun lasst ihn bitte gehen. Echt jetzt. Hier geht es zum Internet Explorer 8.

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Website archivieren.

8. August 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Heute hatte das Wahlkampfteam um den neuen Pforzheimer Oberbürgermeister Gert Hager seinen letzten Auftritt als Wahlkampfteam, in dem wir zu viert einen Termin beim Pforzheimer Stadtarchiv hatten, um einen Haufen Wahlkampfmaterialien für die Pforzheimer Geschichtsschreibung abzugeben. In der Tat sind selbst in unserer modernen und augenscheinlich so dokumentierten Zeit gerade solche Sachen wie Wahlkampfmaterialien ein höchst zu archivierendes Gut, denn Wahlkampf spiegelt auch immer ein Stück Zeitgeist und gesellschaftlichen Diskurs.

Nun gut, in Sachen von Plakaten, Prospekten, Aufklebern, Flyern, Briefpapier und so weiter ist das alles kein Problem -man zweigt von Anfang Material ab, packt das in eine Kiste und trägt das ins Stadtarchiv. Bei klassischen analogen Fotos ist das auch kein Problem, sowas überdauert bei vernünftiger Archivierung seine Jahre und Jahrzehnte.

Anspruchsvoller wird es dann schon mit digitalen Fotos und digital vorliegenden Materialien, beispielsweise Druckvorlagen. Hier gilt die Maßgabe tatsächlich auf PDF-Dateien, gebrannt auf CD oder DVD.

Das alles beantwortete dann aber nicht meine Frage, was denn mit der Wahlkampfhomepage zu machen wäre zwecks Archivierung. Denn dahinter steckt eine WordPress-Installation und das ist alles andere als flach.

Hier haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die Seiten und Artikel in Form von Monatsarchiven angezeigt und dann als PDF-Dateien ausgegeben werden sollten. Das lässt sich nämlich dann wieder elektronisch archivieren, aber auch ausdrucken und binden.

Und binden ist tatsächlich eine gute Idee, denn es wird viel. Nach den ersten Seiten habe ich einen Zielwert von 50 bis 80 Seiten hochgerechnet. Erstaunlich, was da alles an Content zusammengekommen ist in einem halben Jahr.

Es ist aber andererseits auch höchst interessant zu sehen, was an Wahlkampfberichterstattung schlicht wegfallen würde, wenn wir eben den schnellen Löschfinger machen und nicht daran denken, dass man in möglicherweise ferner Zukunft den Krempel nochmal anschauen oder zumindest nachvollziehen will.

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Webdesign auf Breitbildschirmen.

6. April 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in World Wide Web

Ich will in der Zwischenzeit meinen echten 16:9-HD-Bildschirm, den ich an meinem PC einsetze, nicht mehr missen und auch nicht mehr hergeben. Zu schnell habe ich mich an das überaus angenehme Bildformat gewöhnt und habe nun auch Platz für mehrere Fenster und Anwendungen mit viel Fensterinhalt.

Was mir aber auch aufgefallen ist, ist der Umstand, dass das Breitbildformat ungeheuer das Formatgefühl des Benutzers beeinflusst. Zum Beispiel kam mir das Format des Bildschirmes deutlich breiter vor, als das meines HD-Fernsehers. Da ich meinen Forscherdrang befriedigen musste, habe ich beide Bildschirme genauestens nachgemessen – beide haben absolut identische Formatdimensionen, der eine ist eben nur 28 Zoll diagonal groß, der andere kommt mit 42 Zoll daher.

Der zweite, gefährliche Effekt betrifft das Abschätzen von Größenverhältnissen. Bei einer Bildschirmbreite von 1.920 Pixel kann man ein Browser-Fenster nicht in voller Breite betrachten, wenn nicht die meisten, betrachteten Web-Seiten albern nur klein in der Mitte angezeigt werden sollen. Also arbeite ich mit einem Browser-Fenster, das etwa 1.200 Pixel Breite hat. Schaue ich dann aber bei einem 4:3-Bildschirm mit meinetwegen echter Bildschirmbreite von 1.280 Pixel Breite die Seite nochmal an, haut es mich vom Hocker, wie riesig die Seite dann daherkommt.

So habe ich auf einer Kandidatenseite mit einem sehr großen Kopf des Kandidaten gearbeitet und bin fast vom Stuhl gefallen, wie riesig das auf einem "normalen" Bildschirm daherkommt. Nun gut, das war so gewollt, aber es ist gewöhnungsbedürftig, dass man aufpassen muss – das Bildformat macht der Intuition und dem Ästhetikgefühl durchaus zu schaffen.

Ich habe übrigens am Samstag in das noch geheime Ding schauen dürfen, was einmal die Kandidatenseite von Frank-Walter Steinmeier zur Bundestagswahl sein wird – das Ding wird der absolute Hammer und bestätigt einige Dinge, die ich auch als zentrale Ansätze von Politik 2.0 ansehe und danach arbeite. Ich konnte kaum ruhig sitzenbleiben.

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Google AdSense mit enthülltem Ariadnefaden.

13. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Der Ariadnefaden, den der gemeine Websurfer so durch sein Online-Leben zieht, wird nun – naja, nicht wirklich mehr größer, sondern eher deutlicher. Und offenbar muss Google nun mit deutlich mehr Mühe seine Schäfchen im Trockenen behalten. So von wegen “don’t be evil”.

Fakt ist, dass AdSense-Nutzer heute Elektropost bekommen haben, in denen folgendes lapidar befohlen wird:

“Aufgrund dieser Einführung ist es erforderlich, dass Sie die Datenschutzbestimmungen Ihrer Website überprüfen und gegebenenfalls ändern.”

Worum geht es? Um Ausnutzung der Business Intelligence, die Google mit AdSense dadurch ermittelt, in dem auf praktisch jedem halbwegs lesbaren HTML-Furz im Web ein AdSense-Banner hängt. Diese im ganzen Web verlegten Tretminen zeichnen nämlich durch ihre benutzereindeutige Verankerung mit, wo ein Benutzer im Laufe seines Online-Tages alles hinsurft. Und genau diese gesammelten Informationen will Google nun auch dazu nutzen, den Inhalt für AdSense-Banner auf den folgenden, zu besuchenden Seiten zu spezifizieren.

Beispiel: Ein Benutzer war auf zehn Websites mit Autozubehör. Wenn es auf diesen Websites AdSense-Werbebanner gab, wird AdSense höchstwahrscheinlich autospezifische Werbeinhalte präsentiert haben. Geht nun der Benutzer nach dem Besuch dieser zehn Websites auf eine Website mit Kochrezepten, will Google nun nicht einfach dort kontextsensitive Banner zum Thema Kochrezepte anzeigen dürfen, sondern vielleicht weiter autospezifische.

Technisch ausgeführt wird das wie üblich mit Cookies, die im Browser des Benutzers gesetzt werden wollen und eine eindeutige Benutzeridentifikation darstellen. Interessanterweise macht Google das nun aber nicht mehr allein, sondern mit einem altbekannten Partner im Werbe-Profiling, nämlich mit DoubleClick. Von dort wird nämlich nun auch ein Cookie gesetzt bzw. abgefragt, wenn ein AdSense-Banner geladen wird. Und mit DoubleClick haben da nun zwei der größten (wenn nicht gar die beiden größten) Bannerverchecker eine gar wundervolle Zusammenarbeit zur Fast-Perfektion gebracht.

Also, lieber Websurfer, bitte nicht wundern, wenn deine Frau/Freundin sich bei dir beschwert, dass nach dem Start des Webbrowsers eindeutige Inhalte in AdSense-Bannern erscheint: Möglicherweise ist nicht Google daran schuld, sondern du selbst, der vorher auf Ferkel-Websites gegangen bist.

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Umfragen manipulieren für Anfänger.

31. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Über das Umfragensystem der Pforzheimer Zeitung habe ich mich ja schon vor einigen Tagen köstlich amüsiert. Höchste Eisenbahn also, das Ding mal etwas näher anzuschauen, wie denn so die Abwehr von Missbrauchversuchen aussieht.

Denn auch wenn ein Voting-System an sich relativ einfach ist – man muss halt ein Script haben, dass verschiedene Zähler auf Benutzerinteraktion korrekt um eine Stelle nach oben verschiebt und das Ergebnis auf Knopfdruck anzeigen – muss es vor allem eine Sache können: Wiederholte Stimmenabgaben erkennen und verhindern. Online-Umfragen sind schon per default weit von jeglicher Repräsentation entfernt, da will man sich nicht gleich von jedem Deppen, der die Zurück-Funktion im Browser entdeckt hat, die Umfrage gleich von Anfang an ruinieren lassen.

Es gibt da zwei logische Ansätze: Client-seitige und server-seitige Prüfung. Erstere ist einfach, weil man den Benutzer gleich bei der Interaktion erwischen kann, beispielsweise per JavaScript, Cookies und AJAX-Abfragen, letzteres ist jedoch erheblich fundierter, weil man auf dem Server beispielsweise IP-Adressen, Browserkennungen, eindeutige Session-ID etc. mitloggen und diese nach Stimmabgaben sperren kann. Idealerweise baut man sich aus beiden Ansätzen ein System zusammen. Empfehlungen, Anleitungen und Beispiel-Scripte gibt es wohl in jedem Handbuch für Webdeveloper. Das System, das die Pforzheimer Zeitung einsetzt ist, mit Verlaub, dumm wie ein Päckchen ATA, denn es setzt nur auf einen Cookie-Check.

Ist in einer Seite das Umfragemodul eingebunden, prüft ein erstes Script zunächst einmal, ob das Speichern von Cookies im besuchenden Webbrowser möglich ist. Das macht es durch das Setzen eines Cookies namens “PZ_Allow_Survey_XXX” (“XXX” steht hierbei für eine Zahl, die die Umfrage kennzeichnet). Dieser Cookie verschwindet nach Schließen des Webbrowsers übrigens auch wieder sang- und klanglos, weil seine Gültigkeit in die Vergangenheit datiert ist und Cookies in so einem Fall nach Sitzungsende des Webbrowsers gelöscht werden müssen.

Der Besucher kann nun an der Umfrage teilnehmen, also den passenden Radiobutton auswählen und auf “Absenden” drücken. Die Übertragung erfolgt hierbei per AJAX im Hintergrund, so dass die Seite komfortablerweise nicht neu geladen werden muss. Hat er nun seine Stimme abgegeben, setzt das Votingscript einen weiteren Cookie namens “PZ_Survey_XXX” mit einer Gültigkeit von etwa fünf Monaten in die Zukunft. Das ist dann der Cookie, den das Script zum Abstimmen sucht; findet er dieses Cookie, lässt es die Stimmabgabe nicht zu. So lange, bis eben das letztere Cookie schlicht gelöscht wird. Und das geht zum Beispiel beim Firefox kinderleicht, in dem man bei der Cookie-Suche lediglich “pz-news” eingibt und auf den Löschbutton klickt. Fertig. Und weil man im Firefox eleganterweise das Fenster zum Verwalten von Cookies schön neben das Browser-Fenster drapieren kann, muss man auch gar nicht so viel herumklicken.

Die wirklichen Noobs würden sich natürlich ein hübsches Batchscript schreiben und den Cookie-Besitz schlicht über die die HTTP-Anfrage faken. Solche pupsigen Sachen sind dann aber nichts mehr für Nerds, das ist schlicht unter unserer Würde. :-)

Warnung: Reißt euch zusammen und haltet eure Griffel weg.

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Warum die Welt Google Chrome nicht braucht.

3. September 2008 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Eigentlich kann man die Frage, warum die Welt Google Chrome nicht braucht, sehr einfach beantworten: Warum nutzen wir Firefox? Genau, weil der Internet Explorer von Microsoft ist und Microsoft den Internet Explorer schamlos als Marketingplattform für seine eigenen Dienste nutzt. Abgesehen davon, dass der Internet Explorer einfach nur dämlich ist, schon immer dämlich war und auch immer dämlich bleiben wird.

Der ganze Marketing-Firlefanz, dass Google Chrome deshalb geschrieben hat, um dem User endlich einen stabilen Browser hinzustellen… sorry, Crap. Es geht darum, mit Google Chrome noch deutlicher, noch universeller und noch ungestörter möglichst nur die Google-Dienste schmackhaft zu machen und sonst nichts. So lustig bunt und sauber Google auch daherkommen mag – der Kampf auf dem Desktop (beileibe nicht nur unter Windows) ist beinhart und da ist Präsenz gefragt. Google-Präsenz ist in Firefox und dem Internet Explorer austauschbar, also bleibt die einzige Alternative, selbst einen Browser zusammenzubasteln, der natürlich immer besser als die Konkurrenz ist. Wenn es nicht ganz so penetrant und bodenlos wie mit der Religionsmethode von Steve Jobs läuft, kann man es zumindest tolerieren.

In diesem Sinne weiß ich partout nicht wirklich auch nur ein einziges Argument, weshalb ich Firefox aufgeben sollte und weshalb dieser Planet Google Chrome braucht.

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Alexa.com – Do not feed the competitor.

13. August 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Der Alexa-Rank lebt, im Gegensatz zum Google-Pagerank, unmittelbar von den Interaktionen der Benutzer, die Alexa.com aktiv nutzen. Das tun sie über Alexa.com-Werkzeuge, hauptsächlich der Alexa.com-Toolbar oder dem Firefox-Add-on namens “Sparky”. Diese Werkzeuge rufen den jeweiligen Alexa.com-Rank der aufgerufenen Domain ab und übermitteln gleichzeitig im Hintergrund die Domains der im Browser aufgerufenen Domains an Alexa.com.

An sich ein grundsätzlich vernünftig, allerdings mit einem Haken versehen. Wer sich besonders für eine bestimmte Website interessiert und diese regelmäßig aufruft, beispielsweise eben die Website eines Wettbewerbers, unterstützt auf diese Weise – wenn er ein Alexa.com-Werkzeug installiert hat – natürlich den Wettbewerber. Und dummerweise haben die die offiziellen Alexa.com-Werkzeuge keine Möglichkeiten intus, eine frei einstellbare Liste von Websites aus dem Abfrage-/Meldemechanismus herauszunehmen.

Für Firefox empfiehlt sich das Add-on SearchStatus, das genau dies kann: In den Optionen lässt sich eine frei definierbare Liste von Domains eintragen, die fortan nicht an Alexa.com übermittelt werden. Das verzerrt genau genommen zwar die Rank-Ermittlung, aber es ist ja nicht unbedingt verboten, etwas nicht zu melden. Und den Konkurrenten muss man ja nicht unbedingt kostenlos beflügeln. ;-)

Das Web ist in der Zukunft angelangt!

12. August 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Es ist soweit, die Zukunft des Webs ist heute, am 12. August 2008, angebrochen. Es wird nichts mehr so sein, wie bisher, alles wird nun gut und nur noch besser: Der Heise-Newsticker hat sein neues Aussehen heute vorgestellt und auch gleich umsetzt. Und die Weltrevolution: Man hat die Schriftart Times New Roman offenbar eingestampft!

Vorbei die Zeiten, in denen der handgeschmiedete Content eingebettet war zwischen einer Navigation links und den Artikeln rechts, die wiederum eingezwängt in eher konservativ wirkender Werbung. Nun ist der Content knallhart links, die Navigation mit den Meldungen eng zusammengerutscht in der Mitte, danach der Heise-Guide und ganz rechts, etwas vereinsamt und vergessen, der Google-AdSense-Banner. Sieht alles etwas aus wie die Homepage eines Großklinikums, aber hey: Weltrevolution, bitteschön!

Liebe Folks von Heise: Herzlichen Glückwunsch! War allerdings auch dringend notwendig. ;-)

Ein Blick auf die “größte” Suchmaschine Cuil.

28. Juli 2008 | 5 Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Also ich weiß nicht so recht, was das Unternehmen Cuil Incorporated, gegründet von ehemaligen IBM- und Google-Mitarbeitern, damit meint, mit der neuen Suchmaschine Cuil die größte ihrer Art auf der Welt zu präsentieren. Dass sie “121 Millionen Webseiten” viele Webseiten kennt, sei dahingestellt, nachzählen kann es ein Nicht-Cuil-Mitarbeiter nicht. Dass Cuil eine hübsche Oberfläche hat, sei ebenfalls dahingestellt, das ist Geschmackssache. Ob die magazinartige Anzeige der Suchergebnisse mit mehreren Spalten auch im Praxisalltag nützlich ist, sei ebenfalls dahingestellt.#

Dass Cuil versucht, aus Webseiten Beziehungen herauszuleiten, sieht zumindest auf den ersten Blick hübsch aus, ist aber in dem löchrigen Zustand, wie sich das beispielsweise mit dem Suchbegriff “Pforzheim” darstellt, einfach nur schlecht. Welchen Zusammenhang hat Pforzheim mit den “Regiments Of The Royal Corps Of Signals” (was ist das überhaut?). Was für einen Sinn hat es, wenn die Querverbindung “Regierungsbezirke” nur drei von vier baden-württembergischen Bezirken kennt, dafür aber “Dresden”?

Das ist sicherlich alles nett gemeint, in der Praxis jedoch weitgehend untauglich, vor allem, wenn man das alles schon  mit einem Blick in die Wikipedia weitgehend vollständig haben kann.

Zweifellos: Konkurrenz belebt das Geschäft. Bei dem jetzigen Zustand von Cuil gehören da aber noch einige Dutzend Eselsohren rangemacht. Und warum man eigentlich bei der Kategorisierung nicht die Wikipedia mit ins Boot nimmt, in der ja schon seit einigen Jahren gerade bei systematischen Begriffen recht erfolgreich versucht wird, eine maschinenlesbare Semantik einzubinden, ist mir ein Rätsel. Wieso nicht Nägel mit Köpfen machen, anstatt jedes Mal etwas halbherziges neu erfinden?

Nun ist er da, der Firefox 3.

17. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Okay, müssen wir uns ein Kleinwenig einarbeiten. Zwar ist das Browsen weitgehend gleich und auf meiner Dualcore-Kiste nicht wirklich als bedeutend schneller zu bezeichnen – dafür war der Firefox 2 schon schnell genug – aber irgendwie sieht die GUI nun noch stärker aus, wie beim IE. Diese kugeligen Vor/Zurück-Tasten im Aero-Design (dieses Design nennt sich bei Mozilla “Strata”) sind jedenfalls nicht wirklich nötig und drängen es quasi auf, sich sofort nach einem passenden Theme umzuschauen.

Dafür ist die Lesezeichenverwaltung wirklich gelungen. Endlich mal ein Satz von Möglichkeiten, in das heillose Chaos einer Lesezeichenverwaltung etwas Ordnung hineinzubringen. Das ist zwar bei einer bestehenden Lesezeichenverwaltung ein undankbarer Job, allerdings vermutlich mehr als lohnenswert.

In den Einstellungen hat endlich auch jemand aufgeräumt und es endlich ermöglicht, dass man einmal zugeordnete Anwendungen wieder umdefinieren kann. Das war vorher nur mit einem Plugin oder auf mühsame Weise in der Konfiguration zu ändern. In Sachen Privacy mißfällt mir jetzt mal auf den ersten Blick die Dauer der Chronik mit 90 Tagen. Das ist schon heftig lang für den Ariadnefaden, der mit Firefox 3 nun erheblich mehr einem Ariadnefaden entspricht. Kann man aber netterweise problemlos herunterdrehen. Schön (und mehr als überfällig) sind nun die verschiedenen Signalisierungen in der Adresszeile, wie man es schon beim IE her kennt. SSL-Sites mit vertrauenswürdigem Zertifikat erscheinen leuchtend grün, so dass man nun endlich auch mit dem Firefox einheitliche Erklärungen schreiben kann, auf was es bei SSL-gesicherten Websites ankommt.

Ergo: Ladenswertes Update, leider etwas maues Aussehen, ansonsten aber Pflichtprogramm.