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Landesmedienanstalten und das Internet.

11. Juli 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netzpolitik

Forderungen von Landesmedienanstalten nach Regulierung des Internet gewinne ich inzwischen nur noch amüsiertes Lächeln ab. In praktisch allen diesen Äußerungen, über die ich mich früher durchaus ärgern konnte, glänzen immer noch herrliche Unwissenheit und notorische Ignoranz gegenüber elektronischen Medien. Als aufgeklärter Mensch kann man immer weniger etwas mit den kläglichen und inzwischen höchst albernen Versuchen anfangen, das starre Gebilde des Rundfunks in Deutschland mit Gewalt auf das Internet abzubilden, bis die Späne fliegen.

Da ist die Äußerung von Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen, nichts weiter als eine Episode mehr in einer jahrelangen Phalanx von Dummschwatz: Seiner Meinung nach “braucht es im Internet auf Dauer ein vollziehbares Verbot von Pornografie, von Kinderpornografie sowieso.” Das ist ein hehres Ziel und scheitert vielleicht nur an dem selbstverständlich nur klitzekleinen Problem, dass das Internet nicht nur aus Deutschland besteht. Dass das Internet vermutlich auch bestens auf Deutschland verzichten könnte. Und dass so Leute wie Norbert Schneider das im Zweifel vermutlich sogar gar nicht so schlecht finden würden, wenn Deutschland auf das Internet verzichten würde, wenn die Sitzheizungen der breiten Sessel gefährdet sind.

Denn letztendlich geht es bei den Landesmedienanstalten schon längst nur noch um die Frage, warum wir uns in Deutschland eigentlich genau vierzehn solcher GEZ-finanzierten Institutionen leisten müssen, um das kleine Häufchen privaten Rundfunk und Fernsehen, die schon längst damit Geld verdienen, virtuelle Hundehaufen zu vermarkten, zu beaufsichtigen. Die Idee des Föderalismus in der Rundfunkaufsicht war vor Jahrzehnten vielleicht durchaus ein diskussionswürdiges Thema - heutzutage ist es eine Lachnummer. Jeder halbwegs talentierte Schuljunge kann heute problemlos einen Radiosender im Internet aufziehen und wenn er das ohne große Nennung von Namen über ausländische Dienste im Internet sendet, mag das zwar moralisch lizenzpflichtig in Deutschland sein, niemanden interessiert das jedoch wirklich. Auch das hat Norbert Schneider sehr gut erkannt, denn aus dem Privileg, Rundfunk zu gestalten, werde “ein bezahlbares Jedermann-Prinzip”. Dies sei für Regulierer ein Albtraum, da “der Wert der Lizenz absackt”. Verzweifelter Schutz des Gesterns durch Verteufeln des Morgens. So als ob der Pay-TV-Markt nicht von Pornografie leben würde.

Das Internet ist ein Stückweit so One-to-Many-gerichtet, wie der klassische Rundfunk. So lange jedoch die Greise in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, in den Landesmedienanstalten, in der GEZ und der verantwortlichen Politik nicht begriffen haben, dass Internet eben nicht nur One-Way ist, sondern Multi-Way, so lange werden wir genau diese Leute weiterhin eifrig mit Gebührengeldern bezahlen müssen, um uns diesen Stuss auch zukünftig anzuhören.

Da hilft in der Tat nur noch amüsiertes Lächeln. Die Gestrigen bekämpft man am besten dadurch, dass man ihnen mit so einfachen Antworten zeigt, was man von ihren Gedankengebäuden hält.

AVM Fritzbox aufbohren.

11. Juli 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netztechnik

Was mich an meiner AVM Fritzbox 7170 wirklich stört, sind die fehlenden Analysefunktionen. Ich vermisse auf ihr einen Bereich in der Webkonfigurationsoberfläche, mit der ich beispielsweise pingen könnte. Oder einfach mal aktuell den Status der DHCP-Leases abprüfen. Alles so Dinge, die Router früher alle von Hause aus mitgebracht haben und auch die Fritzbox hinter der Webkulisse kann - wenn man bei AVM eben wollen würde, dies auch in die Weboberfläche einzubauen.

Also muss ich die Fritzbox eben aufbohren. Aktuell steht SSH und WakeOnLAN auf meiner Wunschliste und da gefällt mir der Ansatz von The Construct gut. Man nimmt einen USB-Stick, lädt dort das bereitgestellte Datenpaket hoch und erzeugt dann über die Website von The Construct ein Pseudo-Image, das dann in die Fritzbox hochgeladen wird und die gewünschten Funktionen aktiviert. Das werde ich mal am Wochenende ausprobieren.

Alternativ gibt es auch die Alternativ-Firmeware vom Freetz.org-Projekt. Allerdings vermisse ich da eine Linux-DAU-Anleitung. Die Dokumentation, die Freetz auf der Website stehen hat, ist mir für meinen Linux-Kenntnisstand eindeutig zu overloaded.

Fällt Montag das Internet in Europa?

6. Juli 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netzpolitik

Das darf man ruhig fragen, denn innerhalb des Europaparlaments fallen am Montag im Industrie-Ausschuss (ITRE) Entscheidungen über einige Änderungsanträge von vor allem konservativen Politikern, die den Internet-Nutzern in Europa nichts anderes als einen geladenen Gewehrlauf in den Nacken stoßen wollen und sich dabei vermutlich auch noch richtig gut und sexy fühlen.

Basis der diversen Anträge sind solche wohlklingenden Verfahren wie “Three-Strike-Out”. Einer mehr als stinkenden Idee einer Warnschussphalanx, in der im ersten Schritt jeder Internet Provider den Datenverkehr seiner Kundschaft mit einer staatlich autorisierten Software nach Urheberrechtsverstössen scannen und bei wiederholten Verstössen dann die Internet-Anbindung des Kunden sperren soll. Diese Sperrung soll dann in einer zentralen Datei verzeichnet werden, so dass der Miesling nicht einfach zu einem nächsten Internet Provider springen kann, sondern seinen Internet-Arrest absitzt. Ideen aus dem finstersten Mittelalter. Eingebracht von stockkonservativen Politikern, offenkundig perfekt gesteuert von hochbezahlten Lobbyisten. Und denen deine Privatsphäre, pardon, einen Scheißdreck wert sind.

Grundsätzliche Idee hinter dieser derzeit recht hastigen Vorgehensweise ist, dass unbeliebte Entscheidungen, die man unbedingt durchgepaukt haben will, gerne kurz vor der Sommerpause des Europaparlaments durch die Gremien schickt, während kurz vor Ende einer Legislaturperiode des Europaparlaments der Laden mit beliebten Entscheidungen, die man nicht durchgepaukt bekommt, überflutet wird, weil mit jeder neuen Legislaturperiode automatisch alle alten Anträge verfallen. So praktisch ist Europa. Wenn man nicht aufpasst, kommt der nächste GröFaZ nicht mit seiner eigenen Politbibel, sondern mit der europäischen Verfassung, in der unsere geliebten Politiker aus der konservativen Schublade dankenswerterweise alle notwendigen Maulkörbe für Repressalien fest eingebaut haben. Und wir schimpfen über China?

Was tun? Sich informieren, weiter informieren und bei einem zuständigen Europaparlamentsabgeordneten beschweren. Das sind deine Interventionsrechte!

Das Grüne Licht der ICANN.

2. Juli 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in DNS

Dass sich die ICANN nicht gerade leicht tut mit der Einführung neuer, “offener” Top-Level-Domains, ist aus mehreren Gründen verständlich: Zum einen gab es im Jahr 2000 mit der Einführung von “.biz” und “.info” teilweise chaotische Verhältnisse in den Landrush-Phasen und weitgehend ungeklärte Vorgehensweisen bei Namensrechtsstreitigkeiten und zum anderen fehlt nach wie vor ein Leitfaden, warum man eigentlich eine bestimmte Top-Level-Domain genehmigen soll bzw. nach welchen Kriterien man die Sinnhaftigkeit bzw. Sinnlosigkeit messen mag.

Im letzte Woche stattgefundenen ICANN-Meeting in Paris hat man sich zumindest weiterhin darauf geeinigt, dass eine Bewerbung für eine neue Top-Level-Domain teuer bleibt - aktuell stehen 100.000 US-Dollar als Bewerbungsgebühr im Raum, die wohlgemerkt nicht zurückerstattet werden, egal ob eine Bewerbung erfolgreich oder erfolglos bleibt. Diese Gebühr wird fällig, damit sich überhaupt erst einmal jemand bei der GNSO - der Generic Names Supporting Organization, die die DNS-Aktivitäten der ICANN bündelt - sich die Bewerbung annimmt. Wie dann genau die Verfahren für die Beantragung und deren Prüfung aussehen, wird noch (langwierig) zu klären sein.

Ob nun der große Bewerbungsboom für offene Top-Level-Domains kommt, bleibt abzuwarten. Ob überhaupt Bedarf nach weiteren, offenen Top-Level-Domains wie “.com”, “.biz”, “.info” etc. besteht, ebenfalls, denn ich finde nach wie vor die so genannten sponsored Top-Level-Domains mit einem scharf begrenzten Nutzungsrahmen wie beispielsweise “.museum” für Museumsbetriebe oder “.travel” für Domains aus der Reisebranche erheblich interessanter. Würde man das konsequenter für weitere Industrie- und Dienstleistungszweige ausbauen und auch entsprechend propagieren, wäre hier sicherlich einiges an Luft drin. Man denke dabei zum Beispiel an eine Top-Level-Domain “.bank”, in der ein Bankinstitut auch explizit der Registrierungsstelle ihre Existenz als Bankinstitut nachweisen muss und die Möglichkeiten böten, dass Banking-Anwendungen explizit überprüfen, ob eine Online-Banking-Seite einer Bank auch tatsächlich von einer Bank mit einer “.bank”-Domain stammt.

Mit Sicherheit wird man damit der Existenz von offenen Top-Level-Domains nicht gänzlich den Boden absprechen können, allerdings könnte man damit dem Domain Name System endlich wieder etwas mehr Sinnhaftigkeit und tatsächlich eine gewisse Katalogfunktion zukommen lassen und nicht einfach nur als praktischen Ersatz für IP-Adressierung ansehen.

Von Obama lernen heißt, modernen Wahlkampf lernen.

25. Juni 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Netzleben

Ich muss neidvoll zugeben, ich liebe die Website von Barack Obama und seiner Obama-’08-Kampagne. Diese wunderbar aufgeräumte Website, das zahnpastfarbene Logo, die Einbindung klassischer Wahlkampfmaterialien wie Logos, Fotos, Spendenaufruf, Wahlkampfmaterial - all das ist einfach perfekt und streamline. Und dazu dann der keinesfalls übertriebene Einsatz ausgewählter Web-2.0-Anwendungen wie Flickr, dem Wahlkampf-Blog, Twitter, Facebook und MySpace. Großes Kino und sehr spannend dargeboten.

Am bemerkenswertesten ist jedoch die konsequente und konsistente Wahlkampfbegleitung. Keine Rede, die nicht perfekt inszeniert mitgeschnitten und auf YouTube hochgeladen ist und jeder Wahlkampfauftritt ist sorgfältig medial fotografiert und zu einzelnen Fotoalben verbunden. Und das alles eben in einem von vorne bish hinten durchgestylten Design, das leicht den Eindruck erweckt, es wäre zu wenig Content am Start, was jedoch nicht der Fall ist. Unter “Issues” findet sich zentnerweise das Regierungsprogramm, aufgefächert in die einzelnen Themenpunkte.

Man kann von alledem, was im Wahlprogramm steckt, halten was man will. Perfekt medial aufbereitet ist es einfach, ich staune jedes Mal, wenn ich mir das anschaue. Und sicherlich kann man die Art des US-Präsidentschaftswahlkampfes nicht 1:1 in einen deutschen Wahlkampf übernehmen. Man kann jedoch eine Wahlkampf-Website bauen, die perfekt eine mediale und inhaltliche Wahlkampfbegleitung abbildet und maßgeschneidert sitzt. Ein Viertel von diesem Engagement bei uns…

Krisenmanagement in elektronischen Medien.

25. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netzleben

Aktuell verfolge ich zwei Online-Foren, in denen es heiß her geht. Das eine Forum ist das Online-Forum der Pforzheimer Zeitung (davon hatten wir es kürzlich), das andere ein Forum, das ich jetzt aus Sicherheitsgründen weder nenne, noch verlinke, weil dort die Grenze zur Strafbarkeit weit überschritten wurde.

In beiden Fällen fällt jedoch auf, dass es weder eine Policy in Sachen Diskussionsinhalte gibt, noch eine funktionsfähige Moderation. Letztere wird meist halbherzig unter dem großen Damoklesschwert der Meinungsfreiheit zu lasch getan und während man eigentlich mit einer Moderation versucht, die Balance zwischen sinnvoller und unsinniger Diskussion zu erhalten, führt eine zu lasche Hand genau zum Gegenteil. Vor allem, wenn zu diesem Mangel noch der Fehler dazukommt, dass Zeitungsartikel als themeneinleitende Inhalte genommen werden und darunter auch sehr kontroverse Themen sind, beispielsweise eine kürzlich geschehene Messerstecherei mit Migrationshintergrund in Pforzheim. Aktueller Stand ist, dass inzwischen in Pforzheim einschlägig bekannte Rechte unverblümt im Online-Forum der Pforzheimer Zeitung schreiben und andere Leser mit ihren Thesen aufstacheln. Für eine lokale Tageszeitung, die vom lokalen Anzeigengeschäft und von der Verwurzelung in der weitgehend klar denkenden Gesellschaft lebt, imagemäßig ein SuperGAU.

Das bringt uns zu einem zentralen Punkt: Online-Medien können falsch eingeschätzt werden und werden es auch oft. In Online-Foren können sich innerhalb kürzester Zeit schon kleinste Belanglosigkeiten und Kontroversen zu unglaublichen Flamewars entwickeln. Im Usenet oder in Chats packt man solche Dinge schlicht weg, nachdem man sich wieder beruhigt hat, im öffentlichen Raum erzeugen aber solche Diskussionen nicht selten Verstörung unter Verantwortlichen, Offiziellen, Kunden. Und alles liegt immer an einem Punkt: Viele Leute sind sich nicht bewußt, dass sie nicht immer nur mit sich selbst sprechen, wenn sie an ihrem Computer etwas schreiben, sondern - bei einem Forumsbeitrag - unter Umständen mit hunderten, tausenden oder noch mehr Menschen. Und viele Betreiber von Foren sind sich offenbar oft nicht im Klaren, dass nicht nur sie mitlesen, sondern ebenfalls viele hunderte, tausende oder noch mehr Menschen.

Damit kommen wir dann zum Ansatz einer Lösung: Wir brauchen ein Krisenmanagement. Nicht einfach nur irgendeines, bei dem man eine Pressemeldung losläßt und danach den Normalstatus zur Generalität erklären, sondern ein Krisenmanagement für elektronische Medien. Was tun, wenn ein Online-Forum aus dem Ruder läuft? Einfach schließen? Benutzer herauswerfen? Artikel löschen oder eher überarbeiten? Stellungnahmen abgeben? Oder einfach aussitzen und warten, bis ein anderer Leser sich meldet oder das LKA vor der Türe steht? Da ist gar nicht mal so sehr das Monitoring gefragt, also das Erkennen solcher Situationen, sondern eher die Frage zu klären, mit welcher Art Florett solche Krisen gemeistert werden könnten.

Das ruft eigentlich alles nach einem Thema, mit dem ich mich in netplanet beschäftigen sollte. Je mehr ich darüber nachdenke, desto interessanter finde ich das und frage mich, warum ich nach 10 Jahren netplanet erst jetzt auf die Idee komme, es interessant zu finden, was eigentlich passieren soll, wenn jemand die Netiquette eben nicht beachtet.

100 MBit/s LAN versus 100 MBit/s WAN.

20. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Netztechnik

Jedes vernünftige Netzwerkgerät, das heutzutage seinen Käufer findet, unterstützt mindestens 100 MBit/s auf der Ethernet-Schnittstelle. Idealerweise auf allen, also bei Routern sowohl auf der LAN- als auch auf der WAN-Seite. Und wenn dann auch das richtige Ethernet-Kabel eingesetzt wird, schafft man sogar, dass das gesprochene Ethernet auf der Strecke tatsächlich in 100 Mbit/s formatiert ist.

Bei einem Kunden habe ich mich gewundert, dass mit seinem neuen Router auf der WAN-Schnittstelle zwar 100 MBit/s angezeigt wurde, aber nur halbduplex, obwohl fullduplex wünschenwert wäre. Der Unterschied hierbei ist, dass bei halbduplex immer gesendet oder empfangen werden kann - beispielsweise auf einem Kupferkabel, während bei fullduplex beides gleichzeitig geschehen darf, beispielsweise wenn die Anbindung über zwei Glasfaserstrecken läuft, für jede Richtung eine.

Desweiteren wunderte mich, dass der eingesetzte Router auf der WAN-Schnittstelle einen sehr bescheidenen Durchsatz brachte. Ich gab mir da sogar die Peinlichkeit, den Hersteller zu fragen, ob das wirklich so sei. Nach der Antwort kam ich mir mit den gegebenen Rahmenumständen etwas dümmlich vor.

Denn an der WAN-Schnittstelle hängt nicht einfach nur ein ADSL oder ein SDSL mit 2, 6 oder 16 Mbit/s Bandbreite - sondern eine Anbindung, die nach dem nächsten Hop am X-WiN-Backbone des Deutschen Forschungsnetz hängt und das an einem Ort, der ein zentraler Knoten im X-WiN-Backbone darstellt. Mein kleiner, süßer Router, der auch noch einen IPSec-Tunnel verwaltet und sowohl von der Marke her und auch von der Stabilität einwandfrei ist, kommt da sehr schnell aus der Puste. Er raucht nicht mal. Vermutlich schafft er das noch nicht mal, weil er dafür keine Prozessorzeit hat.

Analogisch betrachtet wäre der jetzige Zustand in etwa so, wenn ich zu einem Formel-1-Rennen zwar mit Slicks antrete, die jedoch an einem Bobbycar montiert sind.

Projektverfolgung: Sehr schnell einen kräftigeren Router besorgen.

Perfide Hoax-Mail.

18. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in E-Mail

Was ist denn das jetzt schon wieder? Eine neue Hoax-Mail, diesmal mit einem Foto eines Babys, das entsetzliche Verbrennungen im Gesicht hat und einer Geschichte, dass dieses Baby in Polen leben würde, starke Verbrennungen im Gesicht und “beschädigte Gehirnknochen [sic!]” und dessen Eltern sich die Operation nicht leisten könnten.

So weit, so schlecht. Geld käme jetzt aber zusammen, in dem diese E-Mail weitergeleitet würde, denn für jede Weiterleitung würde ein Spender 3 Cent zahlen. Ach.

An den Autor dieser Hoax: Idiot.

Nun ist er da, der Firefox 3.

17. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Okay, müssen wir uns ein Kleinwenig einarbeiten. Zwar ist das Browsen weitgehend gleich und auf meiner Dualcore-Kiste nicht wirklich als bedeutend schneller zu bezeichnen - dafür war der Firefox 2 schon schnell genug - aber irgendwie sieht die GUI nun noch stärker aus, wie beim IE. Diese kugeligen Vor/Zurück-Tasten im Aero-Design (dieses Design nennt sich bei Mozilla “Strata”) sind jedenfalls nicht wirklich nötig und drängen es quasi auf, sich sofort nach einem passenden Theme umzuschauen.

Dafür ist die Lesezeichenverwaltung wirklich gelungen. Endlich mal ein Satz von Möglichkeiten, in das heillose Chaos einer Lesezeichenverwaltung etwas Ordnung hineinzubringen. Das ist zwar bei einer bestehenden Lesezeichenverwaltung ein undankbarer Job, allerdings vermutlich mehr als lohnenswert.

In den Einstellungen hat endlich auch jemand aufgeräumt und es endlich ermöglicht, dass man einmal zugeordnete Anwendungen wieder umdefinieren kann. Das war vorher nur mit einem Plugin oder auf mühsame Weise in der Konfiguration zu ändern. In Sachen Privacy mißfällt mir jetzt mal auf den ersten Blick die Dauer der Chronik mit 90 Tagen. Das ist schon heftig lang für den Ariadnefaden, der mit Firefox 3 nun erheblich mehr einem Ariadnefaden entspricht. Kann man aber netterweise problemlos herunterdrehen. Schön (und mehr als überfällig) sind nun die verschiedenen Signalisierungen in der Adresszeile, wie man es schon beim IE her kennt. SSL-Sites mit vertrauenswürdigem Zertifikat erscheinen leuchtend grün, so dass man nun endlich auch mit dem Firefox einheitliche Erklärungen schreiben kann, auf was es bei SSL-gesicherten Websites ankommt.

Ergo: Ladenswertes Update, leider etwas maues Aussehen, ansonsten aber Pflichtprogramm.

F-Day.

17. Juni 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Heute ist Firefox-3-Tag, wenn auch, wie üblich, nach amerikanischen Zeitrechnungen. Will heißen: Erst ab heute abend gibt es die neueste Firefox-Version zum Herunterladen.

Wer will, mag auch etwas an der Folklore teilnehmen, die solche Launches inzwischen regelmäßig umweht. Die Marketingabteilung der Firefox-Truppe hat den heutigen Tag gar zum Download Day 2008 erkoren, mit dem man ins Guinness Buch der Rekorde kommen möchte.

Und für die wirklich ganz harten Jungs und Mädels gibt es unbezahlte Adjutantenjobs, beispielsweise den Firefox Campus-Vertreter. Naja, wer so Albernheiten mag, lässt sich bestimmt auch das Firefox-Logo auf den Arm tätowieren.

Übrigens ist heute nur Firefox an der Reihe; Thunderbird 3 ist noch in der Entwicklung und kommt heute zumindest nicht mehr.