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Migration meines Instant Messaging.

28. Juli 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Chat & Messaging

Das hat mich wirklich eine ganze Weile genervt: Zwar funktioniert Miranda als Multiprotokoll-Instant-Messenger soweit ganz zufriedenstellend, wenn auch nicht immer richtig vertrauenerweckend, allerdings ist er als Instant Messenger simpel, leichtgewichtig und funktioniert prima ohne Installation, direkt vom USB-Stick herunter. Multi-Protokoll heißt aber, wenn man wirklich zu jedem einzelnen Dienst Verbindung aufnimmt, vier Verbindungen über verschiedene Ports, vier manchmal recht hartnäckig zickende Dienste und leider unterschiedliche Userverwaltungen.

Die Jabber-Entwicklergemeinde kennt dieses Problem und hat schon vor Jahren das Konzept der so genannten Transports implementiert - Gateways zu anderen Diensten aus dem Jabber-Netzwerk heraus. Das hat den angenehmen Effekt, dass man sich einmalig mit seinem Jabber-Benutzernamen bei entsprechenden Transports registriert und dann über diese Gateways beispielsweise auf ICQ zugreifen kann. Und eben nur per Jabber direkt zu einem Server verbunden ist.

Der Tipp von Frank mit dem Jabber-Server swissjabber.ch kam da wie gerufen. Ein top-gepflegter Jabber-Server, auch erreichbar per SSL auf Port 443 (die Insider wissen, was für einen Nebeneffekt das hat..) und mit Transports zu ICQ, Yahoo, AIM und MSN. Und da dieser Server (inzwischen wieder) wirklich in der Schweiz steht, beißt auch Wolfgang Schäuble auf besten, schweizerischen Granit, wenn er mitlesen wollte. ;-)

Miranda: Security by default. Fast.

23. Juli 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Chat & Messaging

Im Changelog des Multiprotokoll Instant Messengers Miranda findet sich für die Version 0.7.8, die vorgestern veröffentlicht wurde, folgendes:

Enhancements:
 - SSL library included to provide ssl support
 - ICQ: Improved client detection
 - Jabber: Enable StartTLS by default

Die Jungs haben nun tatsächlich die Jabber-Einstellungen so voreingestellt, dass standardmäßig bei jedem Verbindungsaufbau eine SSL-verschlüsselte Verbindung probiert wird. Und damit das auch genutzt wird und funktioniert, liegt nun im Installationspaket ein Datei namens winssl.dll.

Coole Sache. Dachte ich zumindest auf den ersten Blick. Der zweite Blick zeigte mir nämlich, dass diese winssl.dll nur schlappe 6 Kilobyte groß ist - für eine SSL-Bibliothek reichlich dünn, wenn man bedenkt, dass die echten OpenSSL-Bibliotheken unter Windows (libeay32.dll, libssl32.dll und ssleay32.dll) zusammen rund 600 Kilobyte auf die Waage bringen.

Die Lösung ist relativ einfach, wenn auch bescheuert: Die Datei winssl.dll enthält nämlich gar keinen eigenen SSL-Stack, sondern sorgt dafür, die SSL-Implementierung von Windows für die Jabber-Verbindung zu nutzen. Ziemlich einfallslos, da kann man die Logausdrucke ja auch gleich ausdrucken, binden und an das Innenministerium schicken. Zumal es genügend Dokumentation und sogar Windows-Binaries der originalen OpenSSL-Bibliotheken gibt, die man lediglich in das Miranda-Programmverzeichnis hineinkopieren muss (deutsche Anleitung im Miranda-Wiki).

Hinweis: Bevor die originalen OpenSSL-Bibliotheken in das Programmverzeichnis kopiert werden, zuerst die vorhandene winssl.dll löschen. ;-)