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Weihnachten und mit Baum?

25. Dezember 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Inzwischen nicht mehr ganz so häufig wird die Frage gestellt, ob wir eigentlich Weihnachten in der Familie feiern. Als Kind hatte ich die Frage gegenüber Spielkameraden (und vor allem ihren Eltern) häufiger zu beantworten, aber schon damals war die Antwort dieselbe: Im Prinzip nicht, aber wir tun’s doch.

Tatsächlich nehmen wir (fast) jedes Jahr zu Weihnachten auch einen armen, frierenden und seiner Wurzel beraubten Tannenbaum in die Wohnung, lassen ihn noch ein paar Tage im Wasser leiden, behängen ihn in seinem Todeskampf noch mit allerlei grässlich aussehendem Schmuck und beleuchten ihn auch noch. Einfach des Fetischs eben. Meine Schwester und ich sind zwar auf dem Papier, laut dem Selbstverständnis des türkischen Staates, der einfach behauptet, dass Kinder von moslemischen Eheleuten auch für immer und ewig Moslems sind, dem Islam zugehörig; allerdings ist Weihnachten eben ein höchst feierlicher, besinnlicher Brauch und dem zu widerstehen, ist als Kind, das mit ansieht, wie andere Kinder in christlichen Familien einfach mal so fett Geschenke abstauben, nicht in wenigen Silben zu argumentieren. Eigentlich gar nicht. Und dazu kommt die Anekdote, dass meine Schwester in jüngsten Jahren einen guten Bekannten des Hauses einfach mal so gebeten hat, einen Weihnachtsbaum zu bringen. Dieser Bekannter war so perplex über diesen Wunsch, dass er dies auch nach über 25 Jahren immer noch tut.

Sprich: Wir feiern Weihnachten ohne “Weih”, ohne uns jedoch darüber lustig zu machen. Jedenfalls keinen Deut mehr als die Leute, die das Kraft ihrer Kirchensteuerpflichtigkeit tun dürfen.

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Getting to life.

21. November 2010 | 7 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Da ich in den letzten Tagen und Wochen immer häufiger die Frage zu beantworten hatte, ob ich krank sei, wird es wohl Zeit, ein paar offizielle Worte darüber zu verlieren. Nein, ich bin nicht krank. Ganz im Gegenteil, ich habe mich selten so gesund gefühlt, wie aktuell. Und das liegt an dem einfachen Umstand, dass ich seit einigen Monaten daran arbeite, mein Übergewicht abzubauen.

Der Auslöser für diesen Schritt ist relativ einfach zu erklären: Bei einer Körpergröße von 1,74 Metern waren die in der “Rekordphase” gemessenen 128 Kilogramm definitiv weit über dem, was akzeptabel ist. Sich mit Übergewicht wohl zu fühlen, ist eine reine Gewohnheitsangelegenheit und selbst wenn die Gewohnheit bemerkt, dass es zu viel ist, dann sollte man etwas dagegen tun. Eine ärztliche Forderung nach Gewichtsabnahme gab es übrigens nicht, meine Blutwerte waren dank ausgewogener Ernährung in akzeptablen Bereichen. Es fehlte die Bewegung. Gerade in Sachen Bewegung hatte ich nach meinem Ende des Angestelltendaseins die größten Befürchtungen, wenn ich nicht konkret etwas dagegen antun wollte. Ein Homeoffice-Job ist nun mal in der Regel mit noch deutlich weniger Bewegung verbunden als wenn man im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses zumindest morgens irgendwie ins Büro kommen muss. Und letztendlich stellte sich auch die Frage, wie man es eigentlich mal bewerkstelligen möchte, für das andere Geschlecht in ein körperlich akzeptableres Format zu kommen, so dass Zuneigung nicht mit Mitleid verbunden sein muss um eine Beziehung aufzubauen.

Also wurde der Mai, der unter anderem einschneidende berufliche Änderungen mit sich brachte, auch dazu genutzt, das Thema Übergewicht anzugehen und ich habe mir einen Ergometer gekauft, ein Kettler X7. Das ist ein mit 800 bezahlten Euro nicht unbedingt billiges Ding, allerdings gehörte dieser Anschaffungspreis zum Konzept, es tatsächlich ernst zu meinen. Zudem hat das X7 mit seinem eingebauten “Bordcomputer” ein paar sehr hübsche Spielereien und Trainingsprogrammmöglichkeiten, die den inneren Schweinehund eines Technikbegabten durchaus leiser bellen lassen.

Tatsächlich steht man mit fast 40 Kilogramm Übergewicht am Anfang vor drei Problemen: Einerseits muss man zuschauen, weniger Energie zuzuführen, andererseits sollte man beginnen, sich körperlich zu betätigen. Dem steht allerdings am Anfang entgegen, dass man in der Regel eine quasi nicht vorhandene Fitness hat und sich einigen Sportarten, bei denen Gelenke beansprucht werden, nur mit deutlich angebrachter Vorsicht nähern sollte. Joggen fällt für Übergewichtige beispielsweise aus, da ein untrainiertes Joggen sehr zuverlässig dafür sorgt, dass man sich die Gelenke ruiniert und das merkt man in der Regel erst dann, wenn es schon zu spät ist.

Ein Ergometer setzt genau da an, wo begonnen werden muss, nämlich beim Aufbau der Fitness und beim Verlieren der ersten Pfunde. Und dass es mit der Fitness tatsächlich nicht gut bestellt war, zeigte die eingebaute Fitnessmessung, die mich anfänglich bei ziemlich desolaten 4,6 (Schulnotensystem) einnordete. Der Puls raste bei Belastung dann auch dementsprechend nach 10, 20 Minuten in die Region von 180 Schlägen in der Minute, was einfach suboptimal ist und auch keinen Spaß macht. Aller Anfang ist wirklich übel. Es geht aber halt auch gar nicht anders.

Immerhin ist es in Sachen Fitness so, dass der Mensch relativ schnell Ergebnisse zeigt. Nach anfänglichen 10 Minuten überlebte ich nach kurzer Zeit dann auch schon 30 Minuten. Und die individuell anpassbaren Trainingsprogramme ermöglichen es, eine Leistungskurve anzulegen und die dann nach oben oder unten anzupassen. Mein aktuelles Programm beginnt mit 80 Watt, geht dann im Laufe der halben Stunde auf 140 Watt für ein paar Minuten, pendelt sich für ca. 10 Minuten bei 110 Watt ein und geht dann in den letzten vier Minuten wieder zurück auf 80 Watt. Im Durchschnitt sind das dann etwa 110 Watt und bei meiner Trittfrequenz von 90 bis 100 Tritten pro Minute verbrauche ich am Ende etwa 200 Kilokalorien in dieser halben Stunde, bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 150 Schlägen pro Minute. Damit kann man etwas anfangen und das zeigte sich dann auch nach einigen Wochen in einer deutlich verbesserten Fitness, die sich aktuell bei etwa 2,0 bis 2,3 einpendelt.

Die besser werdende Fitness und die ersten weggeschmolzenen Pfunde ermöglichen es dann, tatsächlich auch mal draußen etwas zu tun, nämlich zu laufen, im Sinne von schnellem Wandern… Stechschritt durch den Wald sozusagen. Da Pforzheim ein bergiges Stückchen Erde ist, ist eine halbwegs funktionierende Fitness schon eine Bedingung, wenn man nicht ständig im Kreis laufen möchte. Fängt aber die Fitness an, zu halten, funktioniert es und der Weg zum “Impact” ist greifbar: Du kannst dich länger bewegen, du verlierst an Gewicht und mit jedem Kilogramm weniger macht es potentiell weniger Mühe, weil du eben eine bessere Fitness hast und weniger Kilogramm herumschleppst.

Und das macht sich bemerkbar. Aktuell habe ich nach einem halben Jahr (wovon die letzten drei Monate dann eigentlich die richtig intensive Trainingszeit ist) einen Pegel von genau 110 Kilogramm. Das ist zwar immer noch ein deutliches Übergewicht und auch noch nicht der Punkt, an den ich im ersten Schritt kommen möchte, allerdings sind das schon mal 18 Kilogramm weniger. Das sind zwei Sixpacks mit jeweils sechs 1,5-Liter-Getränkeflaschen und jeder, der zwei solche Gebinde vom Auto in die Wohnung tragen muss, kann sich vorstellen, was für eine Plackerei es ist, das eben mal von der Stadt nach Hause zu tragen. Macht keiner. Habe ich aber mit mir herumgetragen, was allein schon eine Hochleistung ist.

Der besagte nächste Schritt sind jetzt erst mal die 100 Kilogramm. Das ist aus heutiger Sicht machbar. Und dann wird erst einmal zugeschaut, dieses Gewicht auch zu halten.

Also: Alles im Lot. Ich bin gesund. :-)

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Flattereien.

5. November 2010 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Eigentlich habe ich heute vorgehabt, das Thema flattr auf diesem Blog zu beenden. Fünf Monate nach dem Teststart in diesem Blog ist das Thema flattr nämlich eines, das eigentlich gar keines ist. Die Einnahmen bewegen sich bisher in einem Bereich, bei dem Betteln auf der Straße mit Sicherheit effektiver ist.

Mein Twitter-Follower @TheMaDav alias David Freund hatte heute einen Hinweis darauf, woran es liegen könnte, dass ich wider Erwartens noch nicht wirklich Millionär geworden bin. Nämlich daran, dass das verwendete flattr-Plugin, das ich in WordPress für den Einsatz im RSS-Feed einsetze, gar nicht funktioniert und bei einem Klick auf den flattr-Button nur Fehlermeldungen produziert. Tatsache.

Offensichtlich hat flattr bzw. das flattr-RSS-Plugin irgendetwas so geändert, dass nun eine Anmeldung des Plugins und der Website, auf dem dieses Plugin den flattr-Button anzeigt, bei flattr notwendig ist. Ohne diese Anmeldung läuft nichts außer einer hässlichen Fehlermeldung. Ich habe das nun korrigiert und nun funktioniert auch im Feed der flattr-Button unter jedem Artikel.

Falls ihr also in den vergangenen Wochen oder gar Monaten vergeblich in eurem Reader auf den flattr-Button gedrückt habt, dann holt das bitte in genau der Zahl ab, wie ihr das versucht habt, damit ich doch noch zum Millionär werde, ja? Und wenn nicht, fliegt flattr eben irgendwann in den nächsten Monaten heraus …

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Experiment: Ein bebildertes Tagebuch.

27. Oktober 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Interna

Zu meiner Praktikumszeit anno 1995 beim ZDF hatte ich einige Zeit mit einem Kameramann zu tun, der ein damals skurriles Hobby hatte. Er tat das, was wir heute “fotobloggen” nennen würden, allerdings auf dem Stand damaliger Technik. Er hatte in seiner Tasche immer eine Pocketkamera mit Film dabei und er hatte den Vorsatz, jeden Tag mit der Kamera ein Bild zu machen.

Gut, für Kameraleute sollte so ein Hobby eher weniger skurril sein, als für einen Otto Normalverbraucher, allerdings war es trotzdem skurril, den Kamera beim Fernsehen hat in den meisten Fällen wenig mit künstlerischer Arbeit zu tun, sondern eher mit industrieartiger Produktion unter Zeitdruck, was dazu führt, dass man, wenn man richtig in der Fernsehmaschinerie angelagt war, heute schon nicht mehr sagen konnte, was man eigentlich gestern produziert hat. Genau das ärgerte diesen Kameramann jedoch, weil er glaubte, dass er sich sein Leben dadurch bereichern kann, in dem er eben zu jedem Tag seines Lebens ein Bild macht. Ich habe ihn damals nicht ausgelacht und war zwei, drei Mal sogar das Motiv, allerdings hätte ich heute, 15 Jahre danach, nicht gedacht, dass mir diese Faszination noch einmal im Leben begegnen könnte.

Dazu spulen wir in Sachen Technik mal ganz schnell nach vorne:

  • Heute haben wir Digitalfotografie und heute haben wir Mobiltelefone, die in etwa die gleiche fotografische Qualität liefern können, wie damalige Pocket-Knipsen, allerdings mit dem großen Vorteil, dass das Mobiltelefon deutlich öfters dabei ist, als eine externe Kamera.
  • Heute haben wir Internet, über das wir sehr schnell ein fotografiertes Bild von einem Mobiltelefon aus ins Netz stellen können, verbloggen, vertwittern, verflickern oder verfacebooken können.
  • Heute haben wir flickr, mit dem sehr einfach Bildergalerien im Internet angelegt werden können und die mit RSS genau das mitbringen, was chronologische Sammlungen ausmachen.

Also ruft das nach einem Experiment, das sich im Grunde genommen nicht von dem Projekt meines damaligen Kameramannes unterscheidet: Jeden Tag ein Bild, das jedoch nicht auf Film gebannt und in irgendeinem Bilderalbum verschwindet, sondern per Internet kurz nach Fotografieren auf meinen flickr-Account und dort in eine eigenes Album hochgeladen wird. Angefangen habe ich damit schon letzte Woche Montag. Schauen wir mal, wie lange ich das durchgehalten bekomme und was am Ende dabei herauskommt. :-)

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www.flickr.com
besimk's The pictured diary photosetbesimk’s The pictured diary photoset

An einer vernünftigen Einbindung des bebilderten Tagebuchs in dieses Blog arbeite ich. Wie das am Ende genau aussehen wird, weiß ich noch nicht, aber kommt Zeit, kommt Rat.

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Vortrag auf dem BlogCamp Switzerland.

2. September 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Am Samstag findet in Zürich das fünfte BlogCamp Switzerland statt. Oliver Sigrist und ich nehmen erstmals daran teil und werden am Samstag in tiefster Frühe unsere Pferde satteln und hinreiten.

Da das Barcamp-Konzept von der aktiven Partizipation der Teilnehmer lebt, bringen wir etwas mit, nämlich einen Vortrag. Dieser Vortrag wird sich um ein schon etwas älteres Thema drehen, das mir nach wie vor sehr am Herzen liegt, nämlich das Bloggen im Bürgermeisterwahlkampf. Bei 20 bis 30 Minuten Vortragszeit wird das zwar ein Schnellsprechmarathon, aber am Thema soll es nicht scheitern. Die Vortragsunterlagen werden dann am Samstag hier noch veröffentlicht, derzeit bin ich noch dabei, die letzten Dinge einzuarbeiten und das Ding noch etwas aufzuhübschen.

Und für diesen Vortrag ist es ausnahmsweise noch gut, dass die alte Wahlkampfseite des schon längst gewählten Oberbürgermeister Gert Hager noch online ist, was sich jedoch, so viel sei verraten, demnächst ändern wird. Wer also noch klauen will, so wie das einst die CDU Pforzheim etwas unprofessionell getan hat: Jetzt ist die beste Gelegenheit dazu.

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