Tschüss 2016, war nett mit dir.

Ein Besim-Jahresrückblick, kurz und gut. Im Gegensatz zu vielen in meinem Freundeskreis und in den Social Networks ist das Jahr 2016 eigentlich gar kein so übles Jahr gewesen aus meiner Sicht.

Gesundheitlich.

Fangen wir gleich mit dem langweiligsten Thema an, denn eigentlich ist in Sachen Gesundheit alles weiterhin im Lot. Pumpe arbeitet weiterhin zufriedenstellend, mein ICD hat dieses Jahr wieder nichts tun müssen (Batteriestand 55 %) und die gut 6.000 Euro bezahlten Euro Krankenkassenbeitrag sind immer noch gut für die Solidargemeinschaft angelegt. Offiziell bin ich jetzt schwerbehindert, das liegt aber vor allem eben daran, dass ich einen ICD mit mir herumtrage.

Ah, doch, es gab Kollateralschaden, nämlich in Form eines angebrochenen Backenzahns. Der wurde aber zum Sparpreis vom Zahnarzt geflickt.

Beruflich.

Gibt auch hier nichts zu jammern, das Jahr lief gut. Umsatz um ca. 10 % gesteigert, Gewinn gleichbleibend. Ein paar langfristige Anschaffungen getätigt. In Sachen Projekte gab es vor allem eine Reihe von mittelgroßen Geschichten. Immer stärker wird jedoch der Bereich Wartung für Websites (vor allem WordPress und DokuWiki). Ein besonderer Teil meines Geschäfts ist immer noch für einen besonderen Kunden, denn das Autohaus Gerstel ist nach wie vor ein Ankerkunde. Für das Autohaus gab es erst vor wenigen Stunden ein Update des Gerstelblog-Kleids, denn immerhin hat mit diesem Corporate Blog auch meine Selbstständigkeit angefangen. Da war das Redesign eine echte Ehrensache.

Elektronisches.

Ein Blick auf meine neuen Gadgets ist relativ einfach: Eine Smartwatch in Form einer Sony SmartWatch 3, die es zum Spottpreis von knapp 100 Euro gab. Und eine wirklich epische Anschaffung ist mein kleiner Amazon Kindle Paperwhite 7. Nun, denkt man sicher, warum kauft man sich einen 6-Zoll-Kindle, wenn man ein 6-Zoll-Smartphone hat und ein normales Tablet? Sehr einfach: Das Lesen ist auf dem Paperwhite einfach grandios und die Akkulaufzeit ist gigantisch. Auch wenn ich auf dem Smartphone schon viele E-Books gelesen habe – auf dem Kindle hat sich mein Lesepensum verdoppelt. Selten waren die 109 Euro so gut investiert, wie hier.

Smartphone und Tablet sind unverändert: Das Hauptgerät ist immer noch mein Google Nexus 6, Ersatz ist das LG G3 und der stellvertretende Vize das Samsung Galaxy S2, beide mit CyanogenMod. (Okay, das Galaxy ist eigentlich nur noch reine Show.)

In Sachen PC/Laptop gibt es weiterhin keine Änderung: Seit 2012 verrichtet mein HP Desktop beste Arbeit zu Hause und seit 2011 mein HP Elitebook 8440p in Büro und Mobil. Beides läuft mit Windows 10 so eingespielt, dass ich dieses Jahr nur etwas Geld in Ersatzteile für das Elitebook investiert habe, für den Fall der Fälle. Das Laptop ist schlicht der Burner, ich hatte nie ein besseres Gerät.

Eine Investition gab es in Sachen NAS, da habe ich nun meine kleine Synology und meine alte Buffalo-NAS gegen eine moderne Synology DS716+II ausgetauscht. Sehr gutes Gerät mit sehr gutem Preisleistungsverhältnis. Ebenfalls ausgetauscht wurde im Homeoffice der Router, dort werkelt jetzt eine Fritzbox 7580 und ersetzt meine frühere 7490, die nun Ersatzgerät ist. Beide Geräte beherrschen VDSL-Vectoring. Die 7270, die nun als Ersatz ausgemustert wird, hat ein neues Zuhause bei einer rüstigen Kundin gefunden.

Meine Hardware läuft übrigens im Durchschnitt 5,8 Jahre bei mir, das ist schon enorm. Freut zwar weniger meinen Steuerberater, weil ich zu wenig investiere, aber so lange das Zeug läuft, läuft es halt. 🙂

Gelesen.

Ich schrieb ja schon, dass der Kindle Paperwhite meinen Lesekonsum enorm gesteigert hat. Dazu gehörten neben einigen Science-Fiction-Büchern (die Krankheit der Indie-Romane werde ich wohl nie wieder los) auch die komplette Harry-Potter-Reihe, von denen ich bisher nur den ersten Band gelesen hatte. Schön geschrieben, okay. Weltliteratur? Nun ja…

Das für mich spannendste Buch lese ich gerade, nämlich das Sachbuch „Cosa Nostra“ von John Dickie und damit die Geschichte der Ur-Mafia auf Sizilien. Eine atemberaubende Dokumentation, geschrieben wie ein Krimi-Sampler und sehr erläuternd darüber, wie Sizilien und in weiten Teilen auch Italien funktionieren.

Besonders beeinflusst worden?

Sicherlich von der US-Präsidentschaftswahl, die dann mit ihrem unrühmlichen Ende für eine Art Katerstimmung bei mir sorgt. Das Diskussionsniveau in Social Networks hat schon deutlich gelitten und ich befürchte, dass wir den echten Tiefpunkt noch gar nicht erreicht haben. Ich mache mir inzwischen größere Sorgen darüber, dass uns das Prinzip Hoffnung in wenigen Jahren so derartig abhanden gekommen ist.

Unbestreitbar ist, dass hier das Internet und Social Media eine sehr unrühmliche Katalysatorfunktion für Müllnachrichten, extreme Strömungen und das plötzliche Geltungsfieber des Kleinen Mannes darstellt. Wegfiltern lässt es sich nicht, ignorieren dürfen wir es auch nicht, aber sich den Schneid abkaufen lassen von Populisten? Wir werden uns da überlegen müssen, wie wir das kontern.

Was in 2017 zu tun wäre.

Selbstverständlich Berufliches, netterweise sind einige Projekte schon in der Pipeline und vielversprechend. Außerdem fährt hier immer noch ein zu ca. 30 % geschriebenes Manuskript für ein (ich nenne es mal) Buch zum Thema Corporate Blogging herum, das ich eigentlich mal fertigschreiben sollte. Ob es am Ende dann auch ein Buch auf Totholz werden soll, bleibt dahingestellt, aber es muss auf jeden Fall zu Ende gebracht werden.

Jetzt aber erst einmal meine beste Wünsche für einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das Ende des freien Kommentierens in der Blogosphäre

Ich habe soeben leider etwas tun müssen, was ich eigentlich nie machen wollte – das freie Kommentieren hier im Blog beschnitten. Es ist nämlich leider so, dass sich das Problem mit Kommentarspam in den letzten Wochen und Monaten gewaltig verschärft hat und inzwischen ein Großteil des Datenverkehrs, der in diesem Weblog entsteht, nur durch Spamroboter ausgelöst wird. Deren Zugriffe werden sich vermutlich auch weiterhin hier finden lassen, aber zumindest ist es nun so, dass alle Artikel, die Älter als ein halbes Jahr sind, nicht mehr kommentiert werden können. Vermutlich werde ich in den nächsten Wochen diesen Zeitraum noch weiter herunterdrehen müssen.

Das Spamproblem in der Blogosphäre.

Kommentarspam gibt es schon seit vielen Jahren und obwohl alle gängigen Blogsysteme mit Spam recht gut umgehen können, ist die Branche mehr denn je aktiv. Das wohl schlicht deshalb, weil es einfach nichts kostet, Bloggern weltweit auf die Nerven zu gehen und wenn man doch irgendwo einen Artikel mit einem Backlink eingeworfen bekommt, ist das immer noch besser als nichts.

In Gesprächen mit anderen Bloggern zeigt sich aber, dass sich das Problem mit Kommentarspam in den letzten drei Monaten gewaltig verschärft hat. Hatte ich im Februar noch rund 14.000 Kommentarspam-Versuche, so waren es im April glatte 29.000 Versuche. Zur Zeit bin ich für diesen Monat am 19. Mai schon bei 24.000 Versuchen, so dass eine Notlösung einfach unumgänglich wurde. Es zieht mir schlicht die Power aus dem Server und hier vor allem aus dem Datenbankserver. Da ich nicht nur ein Blog betreue, sondern einige mehr, ist das Problem gleich an mehreren Fronten latent und ich habe auch schon mal erlebt, was es bedeutet, wenn ein MySQL-Server vollends die Grätsche macht. Deshalb geht leider die technische Funktionsfähigkeit vor der von mir ansonsten sehr hoch gehaltenen Kommentarfreiheit.

Wir Blogger werden uns irgendwann einmal Gedanken darüber machen müssen, ob wir nicht endlich mal konzertiert und nachhaltig die Betreiber und Hosting-Provider solcher Spamroboter an die Eier nehmen wollen und durchs Dorf treiben sollten. Von allein wird sich das Problem nicht lösen können und es ist eine Frage der Zeit, bis die ersten Blogs in die Knie gehen werden, ob nun vor lauter Datenverkehr von Spamrobotern oder weil der Besitzer irgendwann keine Lust mehr hat.

Ein Monat Non-Bloggen.

Spannend – ich habe es doch tatsächlich geschafft, den gesamten April hier nicht zu bloggen. Während einige Leser möglicherweise glauben, das wäre das Ende dieses Weblogs – pardon, nein. Mir fehlt derzeit einfach die Zeit, da ich „nebenher“ Geld verdienen und Verträge erfüllen muss. Vielleicht ist ein größerer Round-Up der beste Wiedereinstieg:

Das Geschäft.

Ich bin auch weiterhin selbstständig tätig und das inzwischen auch so, wie ich mir das finanziell einst vorgestellt habe. Von meinem ehemaligen Compagnion und unseren bis dato gemeinsamen Engagements habe ich mich bereits Ende letzten Jahres offiziell getrennt. Die Gründe sind mehrschichtig und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Nun also eben wieder auf eigene Rechnung, was insofern eine gute Entscheidung ist, weil es meinen Kopf von einigen unnützen Dingen freimacht.

In Sachen Projekte kann ich mich derzeit nicht beklagen. Neben meinem Autohaus-Hauptkunden gibt es eine Reihe von kleineren Projekten in Sachen Web und auch EDV-Dienstleistungen und es sind auch ein paar Projekte in der näheren Pipeline, die mich ganz hoffnungsfroh stimmen.

Und ja, ich müsste endlich auch mal eine richtige Website für meinen Laden aufsetzen. Irgendwie kommt man dazu immer am allerwenigsten.

eBolide.

Mein kleines Elektromobilitätsblog existiert auch, allerdings zur Zeit auch auf Sparflamme. Das liegt auch hier leider an der fehlenden Zeit für das Schreiben und Recherchieren von Artikeln, aber leider auch an fehlenden News. Es gibt vermutlich nur sehr wenige Themenfelder wie die Elektromobilität, die zwar sehr große Zukunftsperspektiven haben, aber die meisten Autohersteller einfach nichts öffentlichkeitswirksames tun. Bisweilen arbeite ich daher hier eher gelegentlich, lasse mal Google & Konsorten das Blog ordentlich einordnen und schreibe an einigen technischen Themen weiter.

Blogthemen hier.

Auch da gibt es eine ganze Latte von Themen, die ich mal anfassen müsste. Das liegt vor allem daran, dass ich meine inzwischen ziemlich wild gewordene ToDo-Sammlung auf Basis von Google Tasks dringend aufräumen und vor allem sortieren müsste. Da liegen einige Juwelen herum, die mal gehoben werden müssen oder auch für andere Zielorte gedacht waren. Eine Reihe von Themen zum Thema Corporate Social Media beispielsweise liegen da schon seit einigen Monaten auf Halde. 😮

Gadgets.

Zum Thema elektronischem Kleinzeug kann ich derzeit nicht sonderlich viel beitragen – ich kaufe schlicht und einfach nix. Die letzte größere Anschaffung war vor drei Monaten eine AVM Fritzbox 7490, die mich allerdings nicht sonderlich begeistert, zumindest nicht aus der Sicht meiner guten, alten Fritzbox 7270. Die WLAN-Performance der neuen Box ist leider sehr bescheiden, außerdem ärgere ich mich zur Zeit mit einem Satz AVM-Powerline-Adaptern herum, die mehr schlecht als recht funktionieren, trotz an sich guter Voraussetzungen im Home-Netzwerk.

Ach doch, ich habe mir einen Google Chromecast gekauft (lässige Hardware zum schmalen Preis) und einen – Tamagotchi der Serie 4, inzwischen auch schon zehn Jahre alt, aber immerhin originalverpackt. Sozusagen etwas Vintage-Elektronik. 🙂

10 Jahre Bloggen.

Exakt vor zehn Jahren, am 28. März 2004 um 14 Uhr 21, begann der „erste Zyklus“ meiner Blogger-Existenz, damals mit dem „BesimBlog“. Das war damals noch nicht so leuchtend rot, sondern weiß und grau und anfangs ziemlich sinnfrei. Am Ende im Sommer 2007 übrigens weitgehend auch.

Viel übriggeblieben ist davon im Web nicht mehr, das halbwegs beste davon ist rechts im eBook eingegangen. Immerhin existieren aber noch zwei XML-Dateien, nämlich mit den Inhalten und mit den Kommentaren dazu. Die wenigen Bilder und Fotos allerdings sind alle ersatzlos verlorengegangen. Keine Ahnung, warum ich die nicht archiviert habe.

Nach dem BesimBlog startete dieses Blog hier und das ist damit schon deutlich länger am Leben und hat mit knapp 2.000 Artikeln auch schon mehr Artikel auf dem Buckel. Die sind auch zum großen Teil halbwegs seriöser als der Quark aus dem ersten Zyklus, also sei’s drum – das BesimBlog kommt so nicht wieder, jedenfalls nicht in der vollen Packung. 🙂

Ein Wiki auf karadeniz.de.

Das Thema Wikis gehört ja eigentlich ebenfalls zu einen meiner „Geschäftsbereichen“, wenn auch zu einem deutlich kleineren. Ich maße mir nicht an, ein Wiki-Gott zu sein, das sind andere. Mir geht es aber auch gar nicht darum, irgendwie Wiki-Weltmeister zu werden, sondern mir geht es beim Thema Wiki sehr konkret darum, kleine Wiki-Projekte anzustoßen. Dokumentationsgeschichten mit Etats, mit denen man gerade einmal einen Manntag eines „Sharepoint-Consultants“ bezahlt bekommt.

Für kleine Wiki-Projekte verwende ich gern DokuWiki. Das kommt im Gegensatz zu seinen großen Brüdern ohne gesonderte Datenbankverbindung aus, hat aber weitgehend alles, was ein Wiki ausmacht: Versioning, Benutzerverwaltung, Namespaces, Plugins. Mit DokuWiki lässt sich sehr schnell ein Wiki aufbauen und auch sofort produktiv im Unternehmen einsetzen und antesten. Und: DokuWiki ist Wiki pur. Keine Blogs, keine Projektverwaltung, keine ToDos. Vieles kann man sicherlich nachrüsten, aber man muss nicht.

Drei DokuWiki-Projekte betreue ich derzeit, ein viertes ist gerade in der Angebotsphase. Hier im Office habe ich auch noch ein DokuWiki als Testlab und vorgestern stellte sich mir die Frage, warum ich eigentlich auf karadeniz.de kein DokuWiki einsetze. Dort fand sich nämlich seit dem Ende des BesimBlog nur eine hässliche HTTP-200-OK-Seite mit einigen Links auf Projekten, die nach wie vor auf karadeniz.de gehostet bleiben müssen, aber sonst eben nichts.

Also … say Hello to DokuWiki auf karadeniz.de. Schreiben dürfen Besucher da leider nichts, aber dafür werde ich da nach und nach mal alles das dokumentieren, was da so alles auf dem Server liegt und was noch kommen mag. Und ich habe jetzt endlich auch mal mein echtes, eigenes Wiki „draußen“, im Web.

Feedback zur Geburtstagsaktion.

Da mein Vater mit einer deftigen Erkältung aus der Türkei zurückgekehrt ist, gab es das große Hallo mit seiner Mailbox erst heute Abend. Schlappe 31 Geburtstagsgrüße haben sich seit meinem Aufruf dort gesammelt und das auch durchaus von Menschen, die meinem Aufruf gefolgt sind, ich die Menschen aber gar nicht kenne, noch nicht mal vom Namen her. 🙂

Jedenfalls, jede Mail wurde aufmerksam und freudig gelesen und wir werden auch angemessen antworten. Nur heute nicht mehr …

Kleine Bitte: Gratuliert meinem Vater per Mail zum Geburtstag. :-)

Mein Vater hat am heutigen 20. Januar Geburtstag und wird dieses Jahr 74 Jahre alt. Die regelmäßigen Blogleser wissen, dass er im Besitz eines iPad ist und darauf seit nun zwei Jahren jeden Tag seine Lieblingszeitung – die Hürriyet – liest. Und obwohl das iPad ja eigentlich viel mehr ist als eine reine Zeitungsabspielstation – zu mehr reicht es nicht. Wie Maximilian Schell mal so schön in einem Interview sagte: „Das Internet ist nicht greifbar für mich. Wissen Sie, wo das Internet ist?“

Auch zum regelmäßigen Mailen reicht es nicht so recht, obwohl er ja auch eine Mailadresse besitzt, sogar eine richtig nette unter meiner Domain karadeniz.de. Immerhin, die Autoversicherung schreibt jetzt per Mail, das ist zumindest nützlich. Aber Mail zur persönlichen Kommunikation und den Kindern, die hin und wieder eine Mail zur Bespaßung schicken, auch antworten? Nee.

So, und nun kommt ihr Leser ins Spiel, egal von wo ihr diesen Aufruf lest und ob ihr mich persönlich kennt oder nur „einfache“ Leser hier seid: Schreibt meinem Vater eine einfache E-Mail und schickt ihm einen kleinen Geburtstagsgruß. Das muss nichts großes sein, gern auch einfach nur ein Satz, gern noch zusätzlich einen zweiten, in dem ihr kurz schreibt, von wo ihr mich kennt. Ihr könnt natürlich auf deutsch schreiben, gern aber auch auf türkisch, wenn ihr es könnt. Google Translate kann auch türkisch, allerdings ziemlich radebrechend. 😉

Eure Mail schickt ihr an folgende Mailadresse: erkan (at) karadeniz.de

Das landet dann alles in seinem Postfach und ich werde ihn dann mal darauf hinweisen, dass er mal sein Postfach abrufen sollte. Zur Zeit ist er zwar in der Türkei und erst am Dienstag wieder zurück, aber die Glückwünsche gehen ja nicht verloren. Ich halte euch auf dem laufenden, was dann nach dem Öffnen der Mailbox passiert. 😀

73 Tage eBolide.

Mein kleines Blog-Baby nebenan, mein Elektromobilitätsblog eBolide, ist nun 73 Tage online, mit immerhin schon 49 Artikeln. Ein kleiner Zwischenbericht:

  • Eine vorherige Themensammlung ist echt das A & O. Glücklicherweise hatte ich schon zu Beginn eine, aus der ich mich immer dann bedienen konnte, wenn absolut nichts zu schreiben war. Und eine Themensammlung hat man einfach zu führen, denn viele Artikelideen passieren unterwegs oder beim Schreiben eines anderen Artikels. Wenn man die nicht festhält, sind sie weg.
  • Google News ist in Sachen Recherche ein echter Freund. Ich plappere zwar nicht jeden Unsinn nach, der über Elektromobilität geschrieben wird (und es wird sehr viel Unsinn über Elektromobilität geschrieben), aber für einen Nachrichtenüberblick reicht es allemal.
  • Das echte Gekrätz ist die ständige Suche nach Bebilderung. Das verwendete Theme wünscht zu jedem Artikel ein Artikelbild und das ist auch mein Anspruch, denn Textwüsten sind für ein Magazine-Theme unbrauchbar. So ein Pensum ist dann aber mitunter echte Recherchearbeit, denn nicht immer kann man auf Pressefotos von Autoherstellern zurückgreifen oder bei Pixelio & Co. ein funktionales Foto finden, so dass man dann schon selbst kreativ werden muss. Und das vielleicht auch schon beim Schreiben des Artikels.
  • Hatte ich schon mal geschrieben, dass ich WordPress mag? Ja? Dann schreibe ich das sicherheitshalber nochmal: Ich mag WordPress! Flexibel und zuverlässig, gerade für kleinere Projekte. Und es ist einfach die Blog-Software.

Ansonsten sind die Zugriffszahlen derzeit eher mager, 20 Besucher sind aktuell so der Durchschnitt, Tendenz leicht steigend. Ich übertreibe es allerdings mit Blogwerbung auch derzeit nicht sonderlich, denn erst einmal will ich noch weiter am Content-Haufen arbeiten. In Google ist eBolide bereits recht gut sichtbar mit einigen Suchbegrifflichkeiten, die ich nicht erwartet hätte, aber Google ist bei neuen Websites bekanntlicherweise anfangs recht konservativ unterwegs. Das soll mir recht sein, wie immer kümmere ich mich um SEO nicht explizit, das macht der Content schon recht gut auch allein.

Was mich am meisten bewegt, ist natürlich die Elektromobilität selbst. Wenn man selbst über ein Thema schreibt und recherchiert, erfasst sich einem das Thema in einer unglaublichen Tiefe und das ist ja letztendlich auch der Sinn der Sache. In Sachen Elektromobilität weiß ich ja schon von der Arbeit mit dem Weblog meines Autohauskunden, dass es bei vielen Herstellern viel Schein und relativ wenig Sein gibt. Das ist bei Elektroautos genau so. Viel Geblubber, die deutschen Autohersteller übertreffen sich mit ihren Behauptungen, sie seien die besten, aber eigentlich bekommen sie außer Konzeptfahrzeugen und fragwürdigen Definitionen von Umweltbewusstsein nicht sonderlich viel selbst auf die Reihe. Gäbe es nicht Elon Musk, der mit Tesla einen sehr anderen Weg des Autobauens geht, würden wir auch heute noch nur die immer gleichen Konzeptfahrzeuge mit Bleiakkus sehen.

Ich habe das mal, als politisch Beleckter, mit einem „Manifest“ umschrieben, das man so auch sehr problemlos als Klagelied singen könnte: Ein Manifest zu Elektroautos

Dennoch: Das Thema Elektromobilität ist heiß. Und eigentlich ist der Trend dahin unumstößlich, ich frage mich wirklich regelmäßig, warum gerade die deutschen Autohersteller – vielleicht mit Ausnahme von BMW und auch von Opel – diesen Trend so komplett verschlafen und entweder gar nichts in Deutschland anbieten oder Autos, die eine lächerliche Reichweite und/oder einen völlig inakzeptablen Preis haben. Für das „Autoland“ Deutschland ist das alles hochnotpeinlich.

Perfider Kommentar-Spam.

So richtig will mir nach wie vor nicht in den Kopf, warum dieses bescheidene Blog so beliebt ist bei Typen, deren Kunden so bescheuert sind, sie zu engagieren und damit zu beauftragen, die Kunden-Webadresse möglichst breit und unkoordiniert ins Web zu blasen. Denn wenn diese Typen das Kleingedruckte hier lesen würde, würden sie zwei Dinge verstehen:

  • Alle Links, die in Kommentaren und auch in der Web-Adresszeile angegeben werden, werden als No-Follow-Links verlinkt, sind also für jegliches Ranking bei den gängigen Suchmaschinen völlig wertlos.
  • Außerdem habe ich eine Zero-Spam-Tolerance-Policy (hört sich gut an, nicht?) gegenüber Spam und alles, was halbwegs wie Spam aussieht, geht direkt in die Akismet-Tonne, zur Not auch manuell. Ohne Ausnahme, ohne Mitleid, sondern mit diebischem Vergnügen.

Sprich: In Kommentaren einen Link zu integrieren, damit ich möglicherweise so doof bin und ihn freischalte, ist nahezu hoffnungslos. Ich habe für Kommentar-Spam und Typen, die sowas unterbringen wollen, inzwischen einen ganz guten Riecher.

Den braucht man auch, denn das Unterbringen von Kommentar-Spam ist inzwischen ein richtiger Schlampenjob (oder Schlamperjob, je nach Auffassung) geworden. Der Schreiber, der vermutlich den ganzen Tag nichts anderes macht, hängt sich halbwegs in den Opfertext, versucht irgendwie einen Kontext zu verstehen und schreibt dann einen Kommentar, der irgendwie so scheinheilig sein muss, damit er unter die Spam-Hürde rutscht.

Das war heute zum Beispiel ein Artikel zu einem Fritzbox-Artikel, in dem der Spammer behauptete, eine bestimmte Funktion, die ich beschrieben hätte, sei für ihn nicht auffindbar. Ich, von Hause aus liebenswürdig und hilfsbereit, wollte gerade ansetzen, mir das Thema wirklich auf meiner Fritzbox anzuschauen, bis ich einen Blick auf die Angabe der Web-Adresse riskierte und sich dahinter eine Website versteckte, die Silikonarmbänder fabriziert und verkauft. Ein Spam-Kommentar. Tonne. Akismet. Viel Spaß, da wieder herauszukommen, Dude. Und mögen dir die Finger dabei abfallen.

Ein persönlicher Jahresrückblick und ein Dank.

Vor genau vier Jahren habe ich es schon mal gebloggt und es gilt heute immer noch: Jahresrückblicke sind nicht mein Ding. Ich stehe zwar zu all dem, was ich in der Vergangenheit hier und da angerichtet habe, aber auch noch ein dickes Schlusswort für ein Jahr zu finden, ist eben – nicht mein Ding.

Ich könnte es dieses Jahr aufgrund eines unvorhersehbaren Ereignisses anders handhaben und vielleicht mit so Sprüchen auftrumpfen wie „Hey, hätte auch alles schiefgehen können!“ (es kann immer alles irgendwie schiefgehen), hier die aktuellen Parameter meines ICD auflisten (sehr langweilig) oder mein letztes EKG (noch langweiliger) einkleben.

Es ist hier, wie immer, die gebührende Portion Sarkasmus notwendig: Schon wieder ein Jahr vorüber und schon wieder haben wir es überlebt. Manche hatten nicht so viel Glück.

Und übrigens: Danke!

Dieser Dank ist ausnahmsweise mal anlasslos, ultimativ und an viele Menschen gerichtet, nämlich einfach mal alle, die das hier lesen und im Mai an meinem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt, persönlich, mit Worten und gedanklich teilgenommen haben.

Es ist ein großer Unterschied, ob man sich auf einen Krankenhausaufenthalt vorbereiten kann oder ob man als Notfall per Rettungswagen hereingerollt wird. Über ein paar Dinge braucht man da direkt nach der Einlieferung nicht nachzudenken, was dann aber ein, zwei Tage später nachgeholt werden darf. Und dann kommt es meist gleich ziemlich dick, denn neben dem Verarbeiten darf man sich die ganzen Untersuchungen antun, eine Menge Papierkram ausfüllen und sich mit einigen Dingen, die die Zukunft betreffen (nicht die Vergangenheit), auseinandersetzen. Dass man irgendwann einmal ein Ende hat, das wird einem in so Momenten bewusst, auch wenn ich mit so Dingen wie Midlife-Crisis oder dem Tod (inzwischen) keine sonderlich großen Probleme habe. Ist halt so. Kommt irgendwann. Wäre aber blöd gewesen, wenn es schon dieses Jahr passiert wäre.

Da war es gut, dass ich per Twitter und Facebook immer wieder einmal „nach dem Rechten“ schauen konnte und es umgekehrt auch so war. Das Internet ist nicht bei mir zu Hause und auch nicht auf dem Smartphone, sondern es ist irgendwo zwischen den ganzen Endgeräten und unseren Köpfen. Liegen erst einmal 600 Kilometer zwischen den Menschen, die sicherlich zum Krankenbesuch kommen würden, dann hebt diese ganze Mikrokommunikation einiges an Barrieren im Zusammenleben auf und es macht keinen Unterschied, ob man persönlich da war oder eben nur auf Facebook.

Einigen Menschen, die sehr nahe bei mir waren, waren das gar nicht physisch und tatsächlich habe ich immer noch einige der Gesprächspartner, zu denen ich mich besonders verbunden fühlte, immer noch nicht persönlich kennengelernt. Das gehört alles zu dem Phänomen Internet und wer diese Art von menschlichen Beziehungen nicht kennt, kann da einfach auch nicht mitreden. Ich habe zumindest keine Probleme mehr mit so Aussagen, dass viele meiner Freunde „im Internet“ sind. Der „kleine“ Unterschied zu echten persönlichen Treffen ist in den Fällen, wo es darauf ankommt, herzlich egal.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch und selbstverständlich alles Positive für das Jahr 2013, das auf euren geistigen und schriftlichen ToDo-Listen steht. Einigen Menschen wünsche ich das mehr und einigen vielleicht auch etwas weniger, aber unterm Strich kommt es auf das Gleiche heraus: Dem Schicksal sind meine Wünsche relativ egal und wir lesen uns auch 2013 wieder alle gegenseitig im Internet und wissen so, auf welchen Böden wir stehen.

Hatte ich erwähnt, dass Familie und Freunde sehr wichtig sind? Ist so.