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Providerwechsel.

14. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Dass die Ära der Zusammenarbeit des netplanet-Imperiums mit 1&1 enden würde, hat der geneigte Blog-Leser schon die letzten Wochen erahnen können. An der Geschichte mit den Logfiles-Manipulationen hat sich leider nachträglich nichts mehr geändert und richtig interessiert hat das bei 1&1 auch keinen. Selbst nicht den Menschen, der meine Kündigung an der Hotline bearbeitete, dem war die Feststellung, dass mein Vertrag zwei Tage vor dem Start der Fußball-WM endet, viel wichtiger. Nun denn.

Nun läuft die Kiste bei Greatnet.de als Webhosting-Paket und das ist bis jetzt nicht schlecht. Der Umzug der Domains ging verhältnismäßig flott und das Einrichten des Web-Paketes nicht sonderlich kompliziert. Sehr angetan war ich von WordPress, denn außer dem Bearbeiten der wp-config.php musste ich gar nichts machen. Die Datenbank bei 1&1 exportiert und bei Greatnet.de wieder importiert und sofort lief das ganze Ding wieder.

Aktuell sind schon alle Domains bis auf netplanet.org umgezogen. Die Domain ist deshalb die allerletzte, weil hier immerhin eben das Blog läuft und ich erst einmal alle unkritischeren Domains umgezogen und konfiguriert habe. Die nächsten Tage wird also auch netplanet.org umziehen. Wenn es kurzfristig Probleme mit dem Abruf dieses Blogs geben sollte, ist das also kein Zeichen für das Ende des Blogs, sondern lediglich eine kurze Störung.

An allen Adressen wird sich nichts ändern, es bleibt alles so, wie es bisher ist.

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re:publica 2010.

4. Februar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Den durchgeknallten 374 Typen, die meinem Twitter-Stream followen, wird schon vor einigen Tagen aufgefallen sein, dass mein Profilbild nun auch die vier lustig-bunten “Böppel” hat, die schon seit einigen vorherigen Tagen bei anderen Twitterern erschienen sind. Die Auflösung dazu findet sich rechts, die Böppel gehören zur re:publica, einer Social-Media-Konferenz, die im April nun zum vierten Mal in Berlin stattfindet und die Böppel macht sich der darauf, der mit seiner Teilnahme besonders herumprollen will.

Bisher habe ich mich erfolgreich um jedes Barcamp herumdrücken können, was beweist, dass man mehr als zehn Twitter-Follower, zehn Facebook-Kontakte oder zehn Blog-Leser haben kann, ohne auf solche Veranstaltungen herumzutanzen. Damit will ich keinesfalls Barcamps diskreditieren, irgendwie fehlte mir dazu Zeit und Muße.

Nun, also, re:publica 2010 als Premiere. 70 Euro für das Blogger-Ticket sind für eine dreitägige Konferenz günstig angelegtes Geld und meine edlen Freunde in Berlin rücken zusammen, um meiner armseligen Existenz und einigen meiner Habseligkeiten ein vorübergehendes Dach über dem Kopf.

Und weil Premieren unvergesslich sein sollen, habe ich auch gleich mal ein eigenes Thema vorgeschlagen, das sich mit Politik 2.0 beschäftigt. Vielleicht wird es ja etwas und es kommt mit aufs Programm. Wobei ich zugeben muss, dass ich erst nach der Einreichung gelesen habe, dass letztes Jahr 1.800 Leute dabei waren und die re:publica also eine richtig große Konferenz ist. Könnte noch heiter werden, aber wenn man sich keine nicht nur kinderleicht erreichbaren Ziele setzt, macht es nur halb so Spaß. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis dato: Anmelden! Blogger-Tickets gibt es nicht mehr so viele und Blogger sind immer noch die Königsklasse des Web 2.0. Sorry, ihr 374 Durchgeknallten, ich liebe euch trotzdem. :-)

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Liste der im Blog verwendeten Plug-Ins aktualisiert.

3. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Auch so eine Altlast… wenn man einmal die Geister ruft. Nun aber ist die Liste mit den in diesem Weblog verwendeten WordPress-Plug-Ins wieder auf aktuellem Stand, nachdem ich vorhin endlich ein neues Plug-In für die Erstellung von Social Bookmarks installiert habe (nun Sociable anstatt Sociallist). Und auch das Plug-In, mit dem die mobile Ansicht für iPhone & Co. erzeugt werden (WPtouch) ist in dieser Liste mit von der Partie, es muss also keiner mehr per Mail fragen.

An dieser Stelle ein Dank an Vlad, der allerletzte Fragestellungen zu Sociable zur ungöttlichen Zeit von 2:39 Uhr beantwortet hat. Irgendwie scheint auch er nichts besseres zu tun zu haben, als um diese Zeit online zu sein. ;-)

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Einen guten Rutsch und so!

31. Dezember 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Interna

Jetzt, knapp dreieinhalb Stunden vor Neujahr, bleibt eigentlich kaum mehr zu sagen, dass ich euch, den Lesern dieses Blogs, einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche und ein supergutes, erfolgreiches, gesundes Jahr 2010. An die Schreibweise des zukünftigen Datumsjahres muss ich mich auch erst mal gewöhnen, wobei Neujahr ja schon mal sehr homogen mit 01.01.10 fast binär daherkommt.

Und erinnern wir uns zurück, heute vor zehn Jahren, am 31. Dezember 1999, waren wir Systemadministratoren mit durchaus fühlenden Bauchschmerzen unterwegs, denn obwohl man die Y2K-Problematik schon längst ausgetestet hatte, wusste man nicht so recht, ob um 0:00:01 Uhr alles noch so bleiben würde wie vorher, oder ob der Planet schon auf dem Weg war, aus seiner Umlaufbahn zu schleudern. Nun, es passierte – nichts.

Auch heute bzw. auf dem Weg nach Morgen wird eher nichts passieren, versprochen. Wir sehen uns drüben, selbstverständlich wieder in altbekannten Schreibweisen. Wer mich dieses Jahr schon nicht leiden konnte, der sei getröstet: Nächstes Jahr wird es sicherlich nicht besser. ;-)

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Die Gewinnspielauflösung.

14. Dezember 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Interna

So, das Gewinnspiel hat gestern Punkt 20 Uhr geendet und es haben doch tatsächlich immerhin 32 Teilnehmer genau 28 Mal das korrekte Lösungswort namens "Livvagterne" geschickt – der dänische Originaltitel der Serie “PROTECTORS – Auf Leben und Tod”. Sooo schwer hat es nicht sein können, immerhin habe ich damit genügend korrespondierende Artikel hier im Blog getagged.

Kommen wir zum interessanteren Part, nämlich der Auslosung. Ich habe also 28 Lose gebastelt und drei Stück gezogen, die die Nummern 2, 24 und 16 tragen. Und diese Losnummern stehen für folgende Gewinnspielteilnehmer: Ersan Y., Jan K. und Bärbel R. Alle drei Gewinner erhalten in den nächsten Minuten eine E-Mail mit der Bitte um Angabe ihrer Anschrift, damit die DVD-Boxen auf die Reise gehen können.

An alle anderen Teilnehmer: Nicht traurig sein, den Verlosungsspaß werden wir wiederholen. Macht Fun, wenngleich die Teilnahmequote sicherlich noch ausbaufähig ist. ;-)

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Gewinnspiel zu “PROTECTORS – Auf Leben und Tod”.

3. Dezember 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Hinweis: Das Gewinnspiel ist beendet!

So, kommen wir zum Eingemachten: Wie vor einigen Tagen angekündigt gibt es hier nun ein kleines Gewinnspiel zur gerade im ZDF gesendeten Serie “PROTECTORS – Auf Leben und Tod”. Die erste Staffel gibt es seit Ende November auf DVD und Edel Records war so nett, drei DVD-Boxen zur Verfügung zu stellen.

Was gibt es zu gewinnen?

Genau drei DVD-Boxen mit fünf DVD, die die fünf Folgen der ersten Staffel der Serie “PROTECTORS – Auf Leben und Tod” enthalten, einer dänisch-deutschen Co-Produktion des ZDF und des dänischen Rundfunks DR. Jede Box hat einen Wert von rund 20 Euro. Alle drei Boxen sind selbstverständlich nagelneu und originalverpackt und sehen so aus:

DVD-Boxen "PROTECTORS - Auf Leben und Tod"

Der Versand der DVD-Boxen erfolgt per Briefpost.

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Fehlender Kundenservice gegenüber Kommentarspammern.

1. Dezember 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Ich bin nicht gut zu Kommentarspammern. Eigentlich sogar regelrecht hässlich. Darüber kann man sich selbstverständlich beschweren und an sich interessiert mich jegliche Kritik an meinen Ticks durchaus, allerdings juckt es mich an der Stelle herzlich wenig. Ich kann es ja sagen: Der mangelnde intellektuelle Anspruch so manchen Kommentar-Spams ist eine Beleidigung für jeden Verstand.

Ausgerechnet meinen Blog-Artikel vom April letzten Jahres, in dem ich mich eher sarkastisch mit dem Umstand befasst habe, dass zum damaligen Zeitpunkt verhältnismäßig wenig Kommentarspams eingeworfen wurden, hat ein Zeitgenosse nutzen wollen, um heute morgen kurz vor zwei Uhr einen Kommentar einzuwerfen. Wortlaut, inklusive aller Rechtschreibfehler:

“…ich habe das Blog gelesen, weshalb ich hoffe dass dieser Akt halbauthenitischer Interaktion ausreicht, um einen Kommentarlink abzugraben. Grüße ;O)”

Nein, es reicht nicht aus. Zum einen landete der Kommentar in der Warteschlange und zum anderen pflege ich Spam auf Blogs, die weitgehend nur aus Affiliate-Links bestehen, nicht zu veröffentlichen, selbst wenn er mit dieser originellen Begründung daherkommt. Wann hat man schon einen Kommentarspammer, der sich gar nicht erst die Mühen macht, sein Werk in prosaisches Gefasel zu stenographieren, sondern es einfach mal auf die direkte Art probiert?

Nach dem ersten Kommentar scheint es dem Absender jedoch aufgefallen sein, dass er da etwas vergessen hat, vorher zu prüfen, denn Sekunden später kam ein weiterer Kommentar in die Warteschlange, vom gleichen Absender:

“…und muss auch gleich sagen: Warum denn noFollow? Ich habe in meinm BLog alles auf Follow gestellt, denn ich wüsste nicht was dagegen spricht, Linkjuice abzugeben wenn ein Kommentar (Mit Link) weder akismet noch meiner Zensur zum Opfer fällt! Ist dass nicht etwas, das mitunter eine funktionierende Blogosphäre ausmacht?”

Warum werde ich das mit den No-Follow-Links in Kommentaren wohl gemacht haben?

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Hausmitteilung: Austritt aus der SPD. [Updated]

15. August 2009 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Den ursprüngliche Text gibt es an dieser Stelle nicht mehr.

Damit das alles hier nicht ganz unnütz war: Was habe ich gelernt und was empfehle ich anderen B-Bloggern in vergleichbaren Situationen mit Artikelveröffentlichungen, die solche brandheiße Überschriften wie oben haben?

  1. Öfters mal die Klappe halten.
  2. Falls Punkt 1 nicht beachtet wurde: Akzeptiere, dass alles, was du schreibst, bei allen Lesern grundsätzlich überall anders ankommt, niemals aber so, wie du denkst.
  3. Bloggen über kritische Parteiangelegenheiten ist nur was für ganz, ganz harte Leute, möglichst mit jahrelanger Usenet-Erfahrung. Wer nicht weiß, was Usenet ist, lässt es bleiben.
  4. Du warst immer der Meinung, du hättest bisher viele Besucher gehabt? Du wirst diese Meinung bald revidieren.
  5. Wer es auf die ganz krasse Tour braucht, twittert seinen Blog-Artikel noch. Wer auf Schmerzen steht und Fleisch grundsätzlich roh isst, jagt das dann auch noch über seinen Friendfeed- und Facebook-Account.
  6. Postings mit Parteiaustritten etc. nicht für Kommentare freigeben, wenn man nicht Angebote für andere Parteien bekommen will.
  7. Falls Punkt 6 nicht beachtet wurde, nicht darauf hinweisen, in keine andere Partei einzutreten, wenn man nicht mindestens doppelt so viele Angebote bekommen will.
  8. Zeitungen und Verlage strafen Blogger so lange mit zelebrierter Missachtung, bis die passende Story über den RSS-Feed kommt, die ins Sommerloch passt.
  9. Mache dich mit dem Gedanken vertraut, wieder einmal das Gefühl zu empfinden, das man in der Kindheit hatte, wenn man mal richtig großen Mist gebaut hat. Du redest wie ein Padre im Beichtstuhl, läufst in etwa auch so gebückt und wagst keinen Blick aufs Mobiltelefon, das du vorsorglich schon mal auf Lautlos gestellt hast.
  10. Nimm dir dennoch viel Zeit, du wirst viele Telefongespräche führen müssen.

Wer sich bis hierhin von seinem Vorhaben immer noch nicht hat abbringen lassen und die Welt informieren muss: Viel Spaß … und erzähle es besser sofort deinen Eltern, bevor sie es am nächsten Tag aus der Zeitung lesen und dich fragen, was du da eigentlich machst.

Frequently asked Questions

  • Frage: Bist du jetzt aus der SPD ausgetreten?
    Antwort:
    Ja, bin ich.
  • Frage: Trittst du jetzt in eine andere Partei ein?
    Antwort:
    Nein.
  • Frage: Willst du etwa irgendwann wieder in die SPD eintreten?
    Antwort:
    Ich habe mein Parteibuch abgegeben, nicht meine politische Überzeugung. Und meine politische Erdung ist weiter sozialdemokratisch. Das beinhaltet die Möglichkeit, auch wieder in die SPD eintreten zu wollen.
  • Frage: Hat es Spaß gemacht mit dem ursprünglichen Text in diesem Artikel und der Reaktionen?
    Antwort:
    Nein, gar nicht.
  • Frage: War dumm von dir und nicht wirklich gut durchdacht, die Blog-Aktion, ha?
    Antwort: Ja.
  • Frage: Wie war das mit dem ehernen Gesetz, das du selbst mal 1998 in deine Fassung der Netiquette geschrieben hast: “Achte beim Schreiben immer darauf, dass du zwar nur auf einen Bildschirm schaust, dahinter aber unter Umständen viele tausend Menschen sitzen und das lesen, was du schreibst.”
    Antwort:
    Der Satz ist sowas von korrekt, ich habe das Gefühl, als ob ich ihn heute nochmal erfinden müsste. Sowas von korrekt …
  • Frage: Hörst du jetzt mit dem Bloggen auf?
    Antwort: Nein.
  • Frage: Bestellst du jetzt die Pforzheimer Zeitung ab?
    Antwort:
    Nein, ich lese sie schon seit über einem Jahr nicht mehr. Und das ist gut so.
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Kleine Ankündigung: Star Trek in der Internet-Geschichte.

24. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in Interna

Eigentlich wollte ich nur einen kleinen Blog-Artikel darüber schreiben, wie Star Trek in der Geschichte des Internets ein eigenes Zuhause fand und eine eigene Subkultur bildete. Das vor allem aus dem Hintergrund heraus, um darzustellen, dass das Internet nicht einfach eine von Mediengiganten gestylte Web-Wüste ist, sondern dass es in vielen Fällen genau umgekehrt läuft. Es wäre auch schlicht albern, zu glauben, dass sich heutzutage Produzenten, die sich naturgemäß immer in einem viel zu kleinen Ideenuniversum befinden, nicht inspirativ im Fankreisen bewegen und schauen, was die innersten Fans so denken. Star Trek gehört da vielleicht zu den Serien mit der stärksten Fangemeinschaft, die auch den Rückkanal zu Produzenten und Darstellern pflegen.

Mit der kleinen Recherche ist es so, wie es eben mit anfänglich kleinen Recherchen ist: Ein Detail, dann noch ein Detail, noch eines, eine Verbindung und schon ist man mittendrin. Da Star Trek mit seiner “Hochtechnisierung” und seinem Zeithorizont in der Zukunft naturgemäß vor allem Technikbegeisterte, Kosmopoliten und Intellektuelle anspricht und zudem die neueren Serien von 1987 bis 2005 auch noch im Beginn des Internet-Zeitalters produziert wurden, ist das ein Faß ohne schnell sichtbaren Boden, allerdings extrem spannend.

Aus diesem Grund kommt hierzu nicht ein Blog-Artikel, sondern eine kleine Serie, die ich nächste Woche starten werde. Stay tuned.

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Raritäten.

16. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Okay, ich gebe zu, ich bin derzeit etwas unter Druck in Sachen Bloggen und mache mich gerade etwas rar. Um präziser zu sein: Etwas unter Druck in Sachen privatem Bloggen. Wir sind nämlich hier in Baden-Württemberg und im speziellen in Pforzheim in der nun heißen Wahlkampfphase zur Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl. Für beide Wahlkämpfe laufen zwei Kampagnenplattformen im Web, wobei der derzeitige Arbeitsschwerpunkt derzeit eindeutig auf der Website des OB-Kandidaten Gert Hager liegt. Das Ding hatte ich ja Anfang Januar gestartet, flankierend zur Ankündigung von Gert Hager, als Oberbürgermeister in Pforzheim zu kandidieren.

Ich gebe zu, meine damalige These, dass kommunale Wahlkämpfe das eigentliche Zuhause von Politik 2.0 sind, war damals gewagt und hatte mehr mit dem Prinzip Hoffnung zu tun, als mit den Tatsachen, die es nach wie vor kaum gibt. In der Zwischenzeit habe ich meine Lektionen gelernt und alle, wirklich ausnahmslos alle Lektionen bestätigen meine Thesen dermaßen deutlich, dass ich Respekt vor meiner Kühnheit habe, die ich da vor rund fünf Monaten an den Tag gelegt habe.

Politik 2.0 ist in der Kommunalpolitik ein hochspannendes Werkzeug, das problemlos einige Dinge massiv auf den Kopf stellen kann, wenn man es vom Kopf aus beginnt. Gerade in der Kommunalpolitik herrscht auch nach wie vor die Arbeitsweise vor, dass man vornehmlich eine Pressemeldung schreiben und adäquat in der Lokalpolitik unterbringen muss, um publik zu werden – mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen.

Politik 2.0 mit dem Paradigma der engen Wahlkampfbegleitung sprengt diese Fesseln auf eine schwer widerstehliche Art, wenn man sich darauf einläßt. Man kann als Politiker im Web das ausdrücken, was man tatsächlich tut bzw. gemacht hat und der Wähler kann sich darauf einlassen, Aspekte von politischer Arbeit aus direkten Quellen zu erfahren. Das hört sich oft genug gestelzt an und eben auch nach “Wahlkampf”, aber auch genau da sind wir ja auch. Es müssen in der Politik zuvorderst Menschen überzeugt werden und Politik 2.0 bietet genau hier eine ultraschnelle Verbindung zum Wähler und das in direktester Luftlinie.

Es fängt träge an, man zweifelt am Anfang durchaus und bekommt vor allem von den beteiligten Wahlkampfmanagern fast schon mit ein wenig Mitleid Terminankündigungen und ein paar Bilder zur Zweitverwertung auf der Website. Da aber Politik 2.0 und vor allem ein Weblog nicht nur von aktuellen Nachrichten, sondern auch von allen anderen, bis dato dort veröffentlichten Texten und Bildern lebt, kommt der Punkt der “kritischen Masse” zwar gemächlich, dafür dann aber mit Warp 8. So deutlich, dass  sich sogar die Kampagnenleiter, die sich schon im gesetzteren Alter befinden und eine Menge traditioneller Wahlkampferfahrung an den Tisch bringen, dabei von mir erwischen lassen, dass sie die Wahlkampfaktivitäten plötzlich so mehrgleisig medial planen, wie man es ein paar Ebenen höher kennt. Plötzlich sind Bilder bereit, Stichworte geliefert, der Kandidat bloggt zwischen Tür und Angel einen Entwurf, der Terminkalender wird zentral mit Google Calendar verwaltet und fallweise ins Weblog importiert. Die Masse an Content erzeugt den Wunsch, noch mehr Content zu liefern und genau damit läuft der Reaktor.

Da geht was, Folks. Was genau, ist schwierig zu definieren und auch die Frage steht noch unbeantwortbar im Raum, wohin uns das alles hinführt. Aber wir haben mit der Kampagnenseite im Januar bei genau Nullkommanull angefangen und haben jetzt mehr Visits, als mein gar nicht ganz so selten gelesenes Blog. Wer sich dahinterklemmt und seine Aufgabe in der Kommunalpolitik als “Aufgabe” erkennt, die er immer im Konsenz mit anderen angehen muss und die er gern mit der interessierten Bevölkerung diskutieren möchte, der ist immerhin schon mal da, wo wir im Januar angefangen haben.

Für den nächsten Schritt muss man entweder experimentieren und durchaus auch Spass dabei haben. Oder bald zwei Leute fragen, die sich damit auskennen und tragfähige Konzepte liefern. ;-)

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