Einer …

… müsste den kleinen Stinkern hier mal sagen, dass sie nicht so viel rennen sollen.

Running Dogs

Wenn es mal so richtig stressig und übel ist, hilft ein Blick auf dieses GIF übrigens herrlich. Was haben wir damals nicht für Zeit mit solchen GIF-Animationen verschwendet. Ich hatte Kollegen, die haben solche Sachen gigabyteweise gesammelt.

Mein großer Bruder.

Rund ums Haus wohnen einige ältere Menschen. Die meisten sehr nett und da sie oft dann zu Hause sind, wenn ich nicht da bin, wird in der Nachbarschaft gern mal die Paketpost ersatzweise angenommen.

So gestern auch von einer Nachbarin, immerhin schon 93 Lenze jung und weitgehend fit im Verstand. Ich hole also gestern ein dort ersatzweise abgegebenes Paket ab. Danach kam die Frage der Fragen:

„Sagen Sie, Ihr älterer Bruder, der dickere, ist er weggezogen? Den habe ich lange nicht mehr gesehen.“

Ich musste kurz nachdenken. Bruder? Welcher Bruder? Bis ich dann merkte: Sie hat mich mit meinem Alter Ego vor ein paar Monaten verwechselt. Der war tatsächlich dicker und unrasiert im Gesicht.

Faustdick hinter den Ohren, die alte Frau. Faustdick. 😉

Die Spinne auf Abwegen.

Ein echter Spinnenfreund bin ich ja nicht wirklich. Allerdings lebe ich nach dem Grundsatz, dass mich nicht viel stört, was mich nicht fressen kann und dazu gehören auch Spinnen bis zu einer gewissen Größe.

Das Spinnenleben ist zur Zeit rau und hart, zumindest draußen. Wäre mir als Spinne auch unangenehm. Wo spinnen um diese Zeit normalerweise sind, weiß ich gar nicht so recht. Eine Spinne zumindest, etwa daumennagelgroß (mit den Fühlerchen…) hat es sich im Scheißhaus alias Toilettenraum „gemütlich gemacht“. Das ist insofern ein ebenfalls nicht sehr angenehmer Raum, nicht wegen der mitunter vorherrrschenden strengen Odeurs, sondern weil dieser Raum ein Fenster hat und nach größeren Geschäften dadurch notgelüftet wird. Bei draußen vorherrschenden Minusgraden dann sicherlich auch für eine im Toilettenraum zu überwintern versuchte Spinne keine angenehme Angelegenheit.

Und so kam es dann auch, dass ich dann schon richtiges Mitleid für dieses arme Spinnentier empfand. Vor einigen Tagen verkroch sie sich in eine Ecke, unglücklicherweise jedoch genau über dem Fenster, das dann auch mal gekippt blieb über Nacht. Am nächsten Morgen machte die Spinne dann einen eher toten Eindruck. Keine ausgestreckten Beinchen mehr, sondern eher alle in eine Richtung verdreht. Seltsam. So blieb das den ganzen Tag, aber abends war dann die Spinne nicht mehr da, sie schien also entweder heruntergefallen zu sein oder lebte noch.

Sie lebte noch. Denn zwei Stunden später offenbarte sich schon das nächste Maleur der Spinne – sie war ins Handwaschbecken gefallen. Das war zwar trocken, die Wände aber sind glatt, so dass die Spinne ewige und hoffnungslose Versuche unternahm, aus diesem Handwaschbecken herauszukommen. Da kam mir dann erste Mal ein „Oje“ über die Lippen. Mit einer alten Kreditkarte ließ sich dann Agathe widerstandslos aus dem Handwaschbecken angeln (und zwar wirklich ohne Widerstand, sie zog einfach alle Beinchen an den Körper und ließ es geschehen) und wurde in einen Topf einer ebenfalls im Toilettenraum überwinternden Pflanze befördert. Das funktionierte soweit, ein paar Minuten später hatte sich die Spinne in einen nebenstehenden Kaktus verzogen.

Das zweite „Oje“ kam dann heute, als ich entdeckte, dass die Spinne ein Netz gespannt hatte, direkt über der nur auf kleiner Stufe heizenden Heizung. Das ist insofern ziemlicher Quatsch, weil zwar die Wärme der Heizung der Spinne offenbar vorgaukelte, dass es sich lohnt, ein Netz zu spannen, es jedoch jahreszeitlich bedingt eher keine Fliegen gibt, die sich darin verfangen könnten.

Das macht so keinen Spaß. Die Spinne wurde heute umgezogen, in den Waschkeller. Dort gibt es zwar meiner Erfahrung nach auch keine Fliegen, da ist es aber zumindest warm und feucht und man kann dort mehr Unsinn machen. Vielleicht hilft es. Frühling ist bald, halte durch, kleine Spinne.

Samstags vor elf.

Normalerweise ist ein Anruf bei mir an einem Samstag vor zehn Uhr eine gefährliche Angelegenheit, die nur in besonders begründeten Ausnahmefällen ohne bleibende Schäden für den Anrufer geduldet wird. Mein Bekanntenkreis ist sich dessen auch bewusst und vermeidet es, eben samstags vor zehn Uhr bei mir anzurufen.

Das Schöne an meiner kleinen Telefonanlage ist, dass nach 25 Sekunden Klingeln der Anrufbeantworter anspringt. Das Unschöne dabei ist, dass die Sprachaufzeichnung hörbar ist. Und zwar sehr gut. Und wenn der Anrufer das weiß, passiert folgendes:

Anruf Andi

*hrmpf* 🙂

Der Todeswalzer.

Meine heimliche Liebe sind ja Warteschleifenmelodien, die noch richtig „handmade“ sind und in Zweikanal-Piezo-Gepiepse daherkommen. Technisch unzerstörbar, ingenieursmäßig genau durchprogrammierter Ablauf und mangels künstlerischer Tragweite jenseits von einer GEMA-Abgabepflicht. Beispiel:

Das ist so gräßlich, so dass es wieder kultig genug ist, es mit der Mitschneidefunktion meines Telefons aufzuzeichnen, es in eine MP3-Datei zu konvertieren und dem geneigten Leser in die Tagesration Blogs hineinzupressen. Schaut halt zu, wie ihr den Ohrwurm wieder loswerdet.

Nö.

Kurzes Gespräch mit dem Nachbarsjungen Henry, sechs Jahre alt und ein kleiner Klugscheißer:

Besim: „Du, Henry, wann wirst du denn eingeschult?“
Henry: „Dieses Jahr, im Herbst.“
Besim: „Und, freust du dich schon?“
Henry: „Nö.“

Sprach er und machte sich wieder fort. Ein wunder Punkt, wie mir scheint. 😉

Wenn das Parken etwas länger dauert.

Den buchhalterischen Jahresabschluss zu machen, endet immer mit dem Highlight, der modernen Fassung der Panini-Sammelalbenleidenschaft für Erwachsene: Das chronologische Sortieren und Kleben der Parkscheinquittungen. Ein Job, der für stille Einkehr sorgt, vor allem in die Sinnlosigkeit eines solchen Geschäftes, wenn man nicht gerade jeden Tag am Flughafen Stuttgart in der teuersten Parkzone P7 parkt, wo das Tagesticket schlappe 32 Euro kostet.

Bei einer Parkquittung des Pforzheimer Sparkassenparkhauses musste ich dann aber doch mal kurz innehalten und staunen. Nicht wegen dem eher günstigen Zahlbetrag von 50 Cent, sondern wegen der Parkdauer von nicht ganz üblichen 33 Jahren, 6 Monaten, 8 Tagen, 17 Stunden, 3 Minuten und 59 Sekunden:

Mit einem Auto, das erst 30 Jahre später gebaut wird, einem Autofahrer, der zu diesem Zeitpunkt zwei Jahre alt ist und das in einem Parkhaus, das zum Zeitpunkt der Einfahrt noch gar nicht gebaut ist. Für 50 Cent.

Des Rätsels Lösung ist allerdings simpel und die Sparkasse Pforzheim Calw hat nur sehr indirekt schuld an diesem Lapsus. Das Problem entstand nämlich nicht durch diesen Parkvorgang, sondern dem davor. Einige Tage zuvor war ich schon mal im Parkhaus parken und habe wie gewöhnlich ticketlos bezahlt, als die Schranken bei der Ein- und Ausfahrt mit meiner Geldkarte geöffnet und direkt bei der Ausfahrt an der Schranke bezahlt. Das heißt: Ich wollte eigentlich zahlen, der Automat zog aber meine Maestro-Karte ein und spuckte sie nicht mehr aus. Beziehungsweise konnte sie nicht mehr ausspucken, weil mein Vorgänger intelligenterweise sein Parkticket nicht in den dafür vorgesehenen Schlitz steckte, sondern in den Schlitz für die Maestro-Karte. Da steckte sie dann und zusammen mit meiner Maestro-Karte ging dann nichts mehr. Der herbeigeeilte Parkwächter öffnete den Automaten, verblüffte mit einem selbstgebauten Werkzeug für genau solche Fälle, gab mir die Karte zurück und öffnete die Schranke manuell.

Da ich die Penetranz moderner EDV kenne, fragte ich ihn noch, ob das denn kein Problem geben würde, dass meine Karte im System nun mit einer Einfahrt verzeichnet ist, aber mit keiner Ausfahrt. Nein, nein, so der Kollege, kein Problem. Gut, zumindest hat es kein fiskalisches Problem gegeben. Und so zahle ich also für die 33 Jahre, 6 Monate, 8 Tage, 17 Stunden, 3 Minuten und 59 Sekunden nicht die hochgerechneten 146.000 Euro, sondern eben nur 50 Cent. 😉

Kermit, sein Bruder und sein Schauspieler.

CNN International ist dem phänomenalen Werk mit den zwei „singenden“ Kermits, die gemeinsam „Under Pressure“ von Queen und David Bowie interpretieren, nachgegangen und hat zumindest einen Teil der Geschichte aufgeklärt – der Schauspieler ist ein Schauspieler und „derzeit nicht obdachlos“. Immerhin ist das Schild und auch der Standort, an dem das Video produziert wurde, echt, der Schauspieler ist es jedoch nicht:

http://www.youtube.com/watch?v=_R8Id6LSOdA

Gut, sei verziehen. Das Video ist dennoch ein Meisterwerk der Muppet-Philosophie und immerhin wird aktiv dafür geworben, einigen gemeinnützigen Organisationen, die sich um Obdachlose kümmern, Geld zu spenden. Unterhaltung ist das Machwerk allemal.