Die eingebauten Übungs- und Flugstunden im Microsoft Flight Simulator 10 kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen. Es ist schon etwas grundsätzlich anderes, mal eben so geschwind einen Vogel irgendwie auf einen Flugplatz zu legen, als in einer Mission sich mit deutlichen Ansagen des Towers in den Flugbetrieb eines belebten Flughafens einzureihen und neben der Geschicklichkeit, den Vogel korrekt zu landen, auch die Zeit einzukalkulieren.
Für meine Flugstunde Nr. 8, einen Jet von Edinburgh nach Glasgow zu fliegen und am Flughafen Glasgow keine landungstechnische Katastrophe ausgelöst zu haben, habe ich soeben das Flugabzeichen in Eisen erhalten. Ich kann mich nicht zusammenreißen, ich bin darauf stolz wie Oskar!
Ich habe mir heute endlich mal die aktuelle Distribution von Yellow Dog Linux (6.0) heruntergeladen, um diese mal auf meine PS3 zu installieren. Gestern habe ich das mit Ubuntu probiert, allerdings relativ bald wieder aufgegeben, nachdem ich doch von einigen Problemen gelesen habe, deren Lösung wohl diverse Frickelarbeit bedeutet. Da ich als Linux-Noob nun nicht gleich bei meiner jemals ersten Linux-Installation gleich eine Dissertation schreiben möchte, habe ich mit Yellow Dog Linux auf das zurückgegriffen, was Sony selbst empfiehlt. Also ISO-Image gezogen, auf DVD gebrannt und mal in die PS3 eingeworfen. Den nötigen Platz auf der PS3-Festplatte hatte ich bereits letzte Woche mit einem Systembackup und einer Neupartitionierung freigeräumt. Die zwingend notwendige Tastatur für Texteingaben habe ich auch schon seit einer Weile und ebenso einen Full-HD-Fernseher, da ein normaler SD-Fernseher in Sachen Auflösung absolut nicht herankommt.
Die grundlegende Installation nach der Kurzanleitung ist absolut problemlos und weitgehend menügeführt. Idealerweise sollte die PS3 dabei per Ethernet-Kabel am Netzwerk angeschlossen sein, per DHCP erhält sie dann problemlos vom Netzwerkrouter IP-Adresse und restliche Netzwerkparameter. Einer der ersten Dinge, die dann nach der Installation gemacht werden sollten/müssen, sind die Anpassungen bezüglich der Zeichengröße der Benutzeroberfläche, das muss unbedingt größer.
Nach der Installation zeigt sich eine hübsch aufgeräumte Benutzeroberfläche und bereits ein paar vorinstallierte Anwendungen wie Firefox, Thunderbird und OpenOffice. Unter der Benutzeroberflächenhaube finden sich allerlei Krempel, den ich noch eruieren muss. Ich bin jetzt allerdings erst einmal beschäftigt, dem Linux beizubringen, per WLAN ins Netz zu gehen. Wer aber Anfang der 90er Jahre es schon geschafft hat, einen SoundBlaster unter Windows 3.1 zum Laufen zu bekommen, sollte hier nicht völlig dumm herumstehen wie eine Kuh, wenn es donnert.
Auf der ansonsten eher mauen Playstation-Website gibt es einen netten Vergleich mit Bildschirmfotos aus der London-Strecke von Gran Turismo 5 Prologue und gleichen Bildausschnitten aus der so genannten Realität.
Naja, eigentlich nicht wirklich neues, denn es wird weiterhin noch nicht kommen. Nun muss schon der Chef von Sony Computer Entertainment, Kazuo Hirai, persönlich um Entschuldigung für weitere Verzögerungen bitten, was für japanische Unternehmensbosse bekanntlicherweise eine wirklich richtige Schmach ist. Demnächst soll der geschlossene Betatest etwas weiter geöffnet werden, im Herbst ist dann ein offener Betatest geplant (wie auch immer offen der dann sein wird), so dass vermutlich dieses Jahr auch wieder PlayStation-Home-frei bleibt.
Ob die sich wirklich sicher sind, dass das keine Vaporware wird? Ich traue dem Glück/Pech wirklich nicht mehr so recht.
Ich muss doch noch etwas nachbloggen, den Sony Entertainment Europe hat das PS3-Update 2.30 heute an den Startplatz geschoben. Über die Inhalte habe ich ja schon vor ein paar Tagen gebloggt, allerdings bleibt zu sagen, dass der Relaunch des Playstation Store wirklich gelungen ist. Übersichtlich, schnell (da nun die wichtigsten Elemente vorinstalliert sind und nur die Inhalte heruntergeladen werden) und einfach zu bedienen. Endlich führt nun der Kreis-Knopf auch tatsächlich jeweils nur einen Schritt zurück und will nicht jedes Mal komplett den Store beenden.
SCEE, lass dich ausnahmsweise mal knuddeln: Habt ihr gut gemacht!
Im PS3-Blog gibt es einen aktuellen Artikel, der die Neuerungen des PS3-Updates 2.30 vorstellt. Im Grunde genommen gibt es nur zwei große Änderungen, nämlich ein Relaunch des Playstation Store (dazu gibt es ein Walkthrough als Video, das doch sehr ansehnlich ist) und die Möglichkeit der Ausgabe DTS-HD Master Audio bei entsprechend ausgestatteten Bluray-Discs.
DTS-HD Master Audio soll - wenn man denn eine entsprechende Heimkinoanlage hat - gewaltige Soundkapazitäten nach Hause bringen, die so ziemlich alles in den Schatten stellen, was an sich gängig ist. Wer also die Bude wackeln lassen will, hat wieder ein neues Spielzeug.
Veröffentlichungsdatum des PS3-Update 2.30 ist noch unbekannt.
Ich habe mich heute Nacht mal etwas vertieft mit den Online-Funktionen von Gran Turismo 5 Prologue beschäftigt und muss wirklich sagen, dass ein Redesign des Online-Spiemodus wirklich dringend notwendig ist. Es ist ätzend, im Netzwerkspiel nur auf zusammengewürfelte Gegner zu treffen, von denen ein Drittel offenkundig noch nie auf der jeweiligen Strecke war, ein weiteres Drittel aus Crashhard Bangers besteht und das restliche Drittel dann versucht, einigermaßen sinnvoll an den ganzen Pfeifen vorbeizukommen. Macht so wirklich keinen Spaß, wenn man die ganze Zeit den Kindergarten beaufsichtigen muss - ich würde viel lieber mit einigen Freunden meine Kreise ziehen, die wenigstens fahren können.
Erstaunlich ist, dass wenigstens Vorurteile der Realität im Cyberspace auch gelten. Die besonders rücksichtslosen Fahrer sind nämlich die, die in einem BMW sitzen.
Da in GT5 zwei neue, trackbare Strecken dazugekommen sind (London und Daytona), habe ich meine Gran-Turismo-Streckensammlung für Google Earth auf die Version 2.5 aktualisiert. Das dürfte nun so ziemlich vollständig sein, zumindest mit den Strecken, die tatsächlich nachgefahren werden könnten.
Die Strecke an der Eiger Nordwand in der Nähe der Kleinen Scheidegg ist übrigens nur teilweise als Straße vorhanden, der Rest sind Wanderwege, die die GT-Macher inspiriert haben, daraus Straßen zu basteln. Da diese Wanderwege jedoch in Google Earth nicht sichtbar sind, gibts die Strecke bei mir demzufolge auch nicht. Müsst ihr also schon selbst hinlatschen.
Gut, haben ja nun einige Leute darauf gewartet, dass ich mich diesem Thema nicht nur beiläufig nähere, sondern direkt. Here we go:
Um es mal in einem Satz zu schreiben: Schön, aber so richtig vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Gran Turismo 5 Prologue ist tatsächlich nur das: Ein Prolog. Die Grafik ist sehr ausgereift und macht großen Spaß, allerdings erlaubt sich GT5 Prologue doch tatsächlich Bildruckler. Wer die Philosophie von Gran Turismo nachvollziehen kann, wird schnell merken, dass das ein Fanal ist.
Das ist es aber gar nicht mal, was mich stört. Mich stört, dass die Benutzerführung behäbig ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Trotz der schönen Oberfläche will die Vorfreude auf die Rennen nicht herüberspringen, ja es tut sich irgendwie gar kein Sinn auf, jetzt mal eben die Nacht zum Tage zu machen. Bei den “großen” GT-Versionen gab es mehrere hundert Rennen und Missionen zu fahren, da war das wenigstens klar, dass man richtig viel vor sich hatte, aber der Prologue ist beim Gameplay einfach schwach. Vermutlich ist daran auch die GT-Preview Schuld, die seit Monaten herunterladbar ist, denn der Prologue ist von der Benutzerführung darauf aufgebaut.
Die neue Strecke London: Tja, könnte man meinen, da kommt ein Höhepunkt. Ist es aber gar nicht. Die Londoner Strecke ist eng, schattig, unübersichtlich und erinnert an eine Fußgängerzone im Bayrischen. Nun hat London wirklich ein paar sehr nette Straßen, teilweise sogar ein paar sehr weitläufige und wirklich schön gelegene, aber das scheint man wirklich übersehen zu haben. Das, was die GT-Macher da als Rundkurs genommen habe, ist so ziemlich das müdeste, was bisher an Strecken dazukam, was vielleicht nur durch die alte Rom-Strecke frühere Gran-Turismo-Versionen unterboten wird. Die Jungs haben es in GT4 mit der Strecke “George V” in Paris so schön geschafft, eine stimmungsvolle Strecke zu zeichnen und nun das. Kein Glanzpunkt. Viel weniger im medialen Interesse steht die Strecke von Daytona, die immerhin eine schöne Raserstrecke ist und gut für Sekundenjagden. Unterm Strich verlieren die sieben mitgelieferten Strecken jedoch schnell ihren Reiz, zumal ja fünf schon alte Bekannte sind und lediglich grafisch auf PS3-Welten aufgemotzt wurden.
Fahrzeuge: Siebzig Karren dabei, das ist in Ordnung. Und die sind auch allesamt schön modelliert und nun gibt es auch endlich eine Ansicht aus der Fahrerkabine, die, wie in Gran Turismo üblich, den Fahrer auf der rechten Seite zeigt. Bei den Ansichten erlaubt sich Gran Turismo, abgesehen von den seltsamen Rucklern manchmal, keine weiteren Baustellen. Schön ist natürlich wie immer die Wiederholungsansicht, die aus der TV-Perspektive in einer anderen Bildwiederholrate gezeigt wird, als aus der Fahreransicht. Grafisch gelungen.
Die Netzwerkfunktionen glänzen mit ein paar guten Lösungen für altbekannte Probleme. Was passiert, wenn ein Netzwerkspieler mit seiner Anbindung nur schwerlich mitkommt und sein Fahrzeug aus der Sicht der anderen Netzwerkspielern repositioniert werden muss? Es wird sichtbar an die andere Stelle katapultiert und die Reifen qualmen. Das ist natürlich für Anhänger der Realität nicht sonderlich überzeugend, dennoch eine bessere Lösung, als wenn das Fahrzeug plötzlich ganz woanders erscheint. Allerdings haben die GT-Programmierer auch an den Netzwerkfunktionen ein paar Dinge schlicht nicht gemacht, denn es gibt beispielsweise keine Möglichkeit, mit Freunden private Netzwerkrennen zu fahren, die Gegner werden per Zufallsgenerator zusammengewürfelt. Das wird zwar, wenn man Gerüchten glauben darf, noch per Update nachgeliefert, aber das ist schon wirklich Kreisklasse, wenn man das in einer Simulation weglässt. Daran krankt z.B. auch Colin McRae DiRT gewaltig, dessen Netzwerkfunktionalität im Hinblick auf das Spiel selbst schlicht und einfach unter aller Sau ist.
Stichwort Update: Beim erstmaligen Einlegen der Disc ist erstmal Installation angesagt. Insgesamt 6 Gigabyte Daten werden von der Disc auf die Festplatte geschaufelt und installiert, das sind die ersten 15 Minuten GT5 Prologue. Und danach ist auch noch nicht Ruhe, denn dann wird erstmal ein Update gezogen, dessen Installation auch gut und gerne 10 Minuten verschlingt. Also Zeit mitbringen.
Zu guter Letzt der Preis: Im Playstation-Store kostet GT5 Prologue schlappe 39,99 Euro, im Handel gibt es die Disc-Variante für rund 36 bis 38 Euro, vermutlich eine Reminiszenz an den Handel, um deren Geschäft nicht vollends zu ruinieren. Wie auch immer man das sieht: Ich finde, dass der Prologue maximal gefühlte 30 Euro wert ist.
Kauftipp? Für nicht eingefleischte GT-Fans als einzeln gekauftes Spiel nicht wirklich. Es genügt, ein paar Wochen einen Fan daran austoben zu lassen und sich dann die Disc für ein paar Tage auszuleihen. Kauftipp im Bundle mit einer neuen PS3? Auch nicht wirklich, gibt besseres. Wenn das Bundle nicht teurer ist, als das Einzelgerät, würde ich von einem PS3-GT5-Prologue die Finger weglassen und ein anderes Bundle wählen, falls verfügbar.
Spaßeshalber hatte ich gestern abend mal probiert, eventuell schon einen Tag vorher Gran Turismo 5 Prologue zu kaufen, was eigentlich erst heute herauskommt. Da ich in der Stadt war, hatte ich mich auf die üblichen Kaufhäuser und Spielwarenhandlungen gestürzt, allerdings allesamt negativ. Der hiesige Kaufhof hatte noch nicht mal GT5 bestellt, was davon zeugt, dass da nicht sonderlich kundige Leute die Konsolenabteilung führen.
Eine erstaunliche Begründung lieferte ausgerechnet der Verkäufer eines Geschäfts, der nur Computerspiele verkauft und eigentlich ja mit der Materie bewandert sein sollte: Sony Computer Entertainment hätte den Veröffentlichungstermin zurückgezogen, weil man beschlossen habe, Gran Turismo 5 Prologue nur in einem Bundle mit einer Konsole verkaufen wolle.
Diese Feststellung ist nicht nur falsch, sondern logisch gesehen schlicht hirnlos:
Das Killerargument: Sony Computer Entertainment hat die Veröffentlichung von Gran Turismo 5 Prologue für den 28. März angekündigt. Wenn die sich so genau festlegen, wird das auch so sein, wenn nicht gerade wirklich Katastrophales dies verhindert.
Zur Zeit ist keine Saison für den Verkauf von Spielekonsolen. Die Sommerferien sind weit, Weihnachten ebenfalls und die ersten Frühlingstage sorgen eher dafür, in den Biergarten zu gehen, als an die Spielekonsole.
Welchen verkaufsfördernden Sinn hätte das Zwangsbundeling mit einer neuen Konsole? Besitzer von einer PS3 werden wegen Gran Turismo mit ziemlicher Sicherheit nicht noch eine weitere PS3 kaufen.
Das, was heute als GT5 herauskommt, ist ein “Prologue”, also eigentlich nur eine kleine Fassung von dem, was später noch kommen soll. Ein Prologue nur mit einem Zwangsbundle zu verkaufen, wäre relativ bescheuert, weil der einzige Vorteil eines solchen Paketes, nämlich ein günstigerer Preis im Verhältnis auf die gekaufte Ware, nur ansatzweise herübergebracht werden kann.
Gran Turismo ist als Konsolenspiel ein Selbstläufer und verkauft sich auch ohne Zwangsbundeling wie geschnitten Brot.
Oder anders gesagt: Da war gestern ein Verkäufer massiv deppert drauf und ist offenkundig noch nicht mal stellvertretender Meister in der Kreisklasse des Erzählens von ganz schlechten Geschichten.
Dies ist das Weblog von Besim Karadeniz, dem Autor von netplanet. An dieser Stelle finden Sie Dinge und Undinge aus meiner Arbeit an netplanet, zu Themen rund um das Internet und durchaus auch aus anderen Geschehnissen aus meinem Leben.