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Dumm, dümmer, Victoria Versicherungen.

8. März 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in FinanzWelt

Der Preis für die dümmste Versicherung geht von mir an die Victoria Versicherung. Nicht dafür, dass sie es nicht fertigbringen, trotz gesichertem Online-Zugang auch online die Änderung der Kontoverbindung zu akzeptieren; auch nicht dafür, dass man selbst herausfinden muss, welche Niederlassung zuständig ist für Änderungen, sondern dafür, dass sie selbst dazu zu doof sind, das zugesendete Formular zu bearbeiten und mir nun heute relativ pampig erklären, dass ich das mit dem beigelegten Überweisungsformular inklusive 7 Euro Rücklastschriftgebühren nachholen darf. Besonders dümmlich ist dabei der Umstand, dass das von mir ausgefüllte Formular zwei Versicherungsverträge enthielt und für die eine Versicherung der Kontowechsel funktioniert hat und für die andere nicht. Mir missfällt so eine Inkompetenz in der digitalen und anscheinend auch in der analogen Welt massiv.

Da wird sich am Montag bestimmt mein Victoria-Versicherungsonkel darüber freuen, der das mit seinem Mutterhaus abklären darf.

Update: Sie haben es begriffen.

Comdirect Bank: Die ersten vier Wochen.

19. Februar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Irgendwie ist es schon ein seltsames Gefühl, Kunde bei einer Bank zu werden und nicht gleich zu einer großen Na-was-können-wir-dir-denn-noch-andrehen-Sitzung eingeladen bzw. gedrängt zu werden. Keine Angebote für Bausparverträge, Lebensversicherungen, Sparbriefchen, Krediten (nachdem diskret der Schufa-Score abgerufen wurde) oder liechtensteiner Stiftungen, sondern eine dezente Beilage im Begrüßungspaket (Betonung auf “Paket”), in der ein Beratungsservice angeboten wird. Ansonsten.. nicht ein einziger Anruf, bisher noch kein Werbeschreiben, dafür jedoch - und das lässt sich wohl auch bei einer Direktbank nicht vermeiden - viel Post. Ich denke, das wird sich dann aber mal legen, nachdem die alte Bank und das alte Wertpapierdepot abgewickelt ist. An was man sich auch erst einmal gewöhnen muss, ist, dass es ein Forum gibt, die Berater dort “Community-Team” heißen und die Kundschaft duzen. ;-)
Girokonto: Nun, in Sachen Girokonto kann man als Bank vermutlich kaum noch etwas richtig falsch machen. Wobei… man kann. Die Comdirect Bank hat die etwas unangenehme Angewohnheit, im Verwendungszweck von ausgehenden Überweisungen eine laufende Nummer hinzuzufügen. Offenkundig beschweren sich schon seit fast zwei Jahren Kunden darüber, geschehen ist da bisher noch nichts. Das zumindest ist ein deutlicher Minuspunkt, denn eine von der Bank hinzugefügte Information zum Verwendungszweck ist technisch ein Ärgernis und rechtlich durchaus ein diskutabler Punkt, beispielsweise bei platzenden Zahlungszielen. Das werde ich mir mal intensiv auf dem Leuchttisch behalten.

Was sofort funktionierte, war die Einräumung eines Dispokredites. Gewünschte Summe angeben und nach einigen Stunden ist das bewilligt. Natürlich ist mir klar, dass das natürlich abhängig ist von der Bonität, wenn ich mir aber anschaue, dass es die GE Money Bank nach über zwei Jahren immer noch nicht fertig gebracht hat, einen Dispo auf den Kontoauszug da zu drucken, wohin die Summe hingehört, ist das ein anderer Blickwinkel.

Wertpapierdepot: Da kann man kaum meckern, denn das ist praktisch die Kernkompetenz der Comdirect Bank. Die Übersichtlichkeit der Depotübersicht ist vorbildlich, der An- und Verkauf von Wertpapieren einfach. Das Autorisierungssystem ist, wie im ganzen Onlinebanking, eine indizierte TAN-Liste. Es wird also bei der Notwendigkeit einer TAN-Eingabe eine bestimmte TAN angefordert, die entsprechend aus der TAN-Liste abgelesen und eingegeben werden muss. Schön finde ich die Analysemöglichkeiten des Wertpapierbestandes. Das ist zwar mit nicht wenig Lernaufwand verbunden, allerdings ist im Begrüßungspaket ein recht interessantes Börseneinsteigerhandbuch beigepackt, zudem ist die online verfügbare Hilfe recht brauchbar. Schön sind die Trainings zu den unterschiedlichsten Themen, auch zu so Dingen wie Hedgefonds und Termingeschäften. Diese Geschäfte, also mit denen man richtig sein Vermögen aufs Spiel setzen kann, sind auch möglich, allerdings will sich die Comdirect Bank durch gesonderte Anmeldungen diese Wünsche nochmal bestätigen lassen. Das ist in Ordnung.

Ansonsten machen die Preise die Musik. Und weil alle ständig fragen: Die Visa-Karte ist eine Debit-Karte. Alle Posten werden also sofort bzw. zeitnah beglichen und nicht zentral zu einem Zeitpunkt im Monat. Also genau genommen keine richtige Kreditkarte, dafür ist mit der Karte aber der Geldbezug im Ausland an Geldautomaten kostenlos.

Kontowechsel halb so schlimm.

2. Februar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Eigentlich habe ich mir das jetzt alles schlimmer vorgestellt. Von 30 zu ändernden Lastschrifteinzügen sind nur noch fünf übrig, die ich von Hand behandeln muss. Ansonsten scheint es aber so zu sein, dass praktisch jede Versicherung inzwischen einen Online-Bereich hat, in dem man seine Daten online ändern kann. Freilich habe ich jetzt insgesagt sieben Online-Zugänge beantragen dürfen, der Briefkasten dürfte also in den nächsten Tagen recht voll werden.

Bei der Gelegenheit habe ich mir nun auch mal das kleine Minenfeld angeschaut, das ich mir vor zwei Jahren als so genanntes “Fondsparen” von der GE Money Bank habe aufschwatzen lassen. Das ist nämlich ein sehr indirektes Fondssparen, weil es tatsächlich eine glasklare Lebensversicherung ist, die, nicht wie versprochen, nicht vorzeitig ohne Verluste kündbar ist. Da ich mich noch sehr genau an die Worte des Beraters erinnern kann, halte ich das einfach mal für einen kleinen Nepp am Nachmittag. Für die zu schnell gegebene Unterschrift könnte ich mich noch heute ohrfeigen.

Naja, mal die Online-Zugangsdaten abwarten und das Ding im Zweifelsfall beitragsfrei einfrieren. So viel ist da nicht zusammengekommen.

Was für ein Geschäft…

1. Februar 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Ich hatte ja fast schon wieder vergessen, was für ein Geschäft das Wechseln einer Girokontoverbindung ist. In Zeiten von herstellerübergreifenden API und einheitlichen XML-Definitionen ist das händische Heraussuchen von Lastschriften über Kontoauszüge und dann das mühsame Ermitteln, wie ich denn dem Empfänger mitteilen kann, dass ich jetzt unter einer anderen Kontonummer residiere, eigentlich eine steinzeitliche Angelegenheit.

Dass die Politik sonst ja nun wirklich keine Scham aufbringt, auch die dämlichsten Vorgänge zu regulieren, aber gerade hier, wo es wirklich genügend Leuten wehtut, keine Daumenschraubenwerkzeuge anlegt, ist irgendwie schade. Die Banken hätten es für ihre unermüdlichen Maßnahmen zur Konkurrenzabwehr verdient.

Online-Banking.

28. Januar 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Eigentlich, so sollte der geneigte Besim-Kenner meinen, müsste ich jemand sein, der schon seit Jahren eingefleischt einer Bank das Vertrauen schenkt, von der sie noch nie einen Mitarbeiter jemals in Real gesehen hat und mit der sie nur online kommuniziert.

Sollte man meinen. Doch irgendwie habe ich es nie zu diesem Schritt geschafft, obwohl ich seit nun über zehn Jahren meine Bankgeschäfte ausschließlich online verrichte. Und seltsamerweise hat es die Sparkasse Pforzheim 1997 geschafft, mich als internet-affinen Menschen an sich zu binden, weil sie zu dieser Zeit einen eigenen Internet-Zugang anbot. Das mit der Sparkasse ging auch dann noch gut, als ich längst nicht mehr diesen Internet-Zugang nutzte, aber ein guter Bekannter dort Berater war und natürlich nicht einfach so die Kundschaft weglaufen lässt. Da dieser Freund aber nun seit einer Weile nicht mehr dort beschäftigt ist und die Sparkasse es dann auch noch fertigbrachte, das eigens kostenlose Online-Girokonto mit abstrusen Konditionen kostenpflichtig zu machen, marschierte ich zur GE Money Bank, die das kostenlose Gehaltsgirokonto wenigstens noch mit Guthaben versüßt - allerdings eben auch noch eine Filialbank ist, die es auch nach zwei Jahren irgendwie immer noch nicht geschafft hat, mir einen Dispositionskredit so zuzusichern, dass das dann auch im entsprechenden Feld auf meinem Kontoauszug steht. Abgesehen davon, dass sie treu und gütig regelmäßig versuchen, mir eine Lebensversicherung aufs Auge zu drücken, aber nicht imstande sind, eine Haftpflichtversicherung zu vermitteln.

Letzte Woche habe ich mich spaßeshalber bei der Comdirect Bank angemeldet, weil mich das Wertpapierdepot lockte. Das ist auch so ein Thema: Entweder man verwaltet seine Wertpapiere oder lässt es bleiben. Es ist aber nicht einzusehen, dass ich wegen jeder Transaktion zu meiner Bank trottele oder das am Telefon in Auftrag gebe und dann doch nicht alle Wertpapiere nutzen kann. Von den teilweise wirklich unverschämten Preisen für Wertpapiertransaktionen ganz zu schweigen.

Jetzt muss ich erstaunt feststellen, was eine echte Direktbank tatsächlich für Konditionen anbietet: Kostenloses Girokonto, Wertpapierdepot, Tagesgeldkonto. Dazu kostenlos die Maestro-Karte und auch kostenlos die Visa-Karte, mit der darüber hinaus kostenlos im Ausland an jedem Geldautomat Geld abgehoben werden kann. Und ab einer gewissen Anlagensumme sinken die Handelskosten für Wertpapiere um schlappe 35 %. Wertpapiere können kostenlos von Depots bei anderen Banken geholt werden, das Geldabheben funktioniert kostenlos an Bankautomaten von zig Banken und dort ist selbst das Geldkartenaufladen kostenlos. Selten habe ich so kopfschüttelnd ein Preisverzeichnis gelesen. Äh, warum sehe ich das alles eigentlich erst jetzt?

Banken verschenken doch!

10. November 2007 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Gerade beim Blick auf die Kontoauszüge gesehen: Wenn ich als Kunde der GE Money Bank bei der SEB-Bank Geld abhebe - das geht kostenlos, da beide Banken im CashPool miteinander arbeiten und die jeweiligen Kunden aus allen CashPool-Geldautomaten gebührenfrei Geld ziehen können - wird dieser Auszahlungsposten erst zwei Tage später verrechnet. An sich kein Problem. Der Clou ist aber, dass nicht auch die Wertstellung rückdatiert ist.

Sehr unüblich für eine Bank, Menschen Geld zu schenken, die noch nicht mal Kunden des eigenen Hauses sind. ;-)