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T-Aktie wirklich nichts für Schwache.

11. Mai 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Die T-Aktien meines Vaters, ein Relikt aus Zeiten, in denen mein Vater noch an Aktienmärkte (und die Reden seiner Hausbank) glaubte, sind nun in meinem Depot gelandet. Zum einen aus rein ökonomischen Gründen, da es einfach kein Sinn mehr machte, wegen den Papieren ein einzelnes Wertpapierdepot für schlappe 8 Euro im Jahr zu halten und zum anderen auch deshalb, weil mein Vater die Teile nicht mehr sehen mag. Immerhin, den zaghaften Versuch, mir in einem bierseligen Moment das Versprechen abzuschwatzen, dass ich ihm für seine Stücke mal eben so geschwind auch nur ansatzweise das bezahle, was die T-Aktie in den besten Zeiten mit fast 105 Euro kostete, konnte ich unverzüglich abwehren. Familienehre hat seine Grenzen - sehr weite, aber doch welche.

Nun liegen die Papiere in meinem Depot und man muss sich wirklich jeden Schritt gut überlegen, den man damit tut. Das fängt schon bei der internen Bewertung an:

Für jeden Wert in einem Wertpapierdepot führt ein interner Zähler die Summe, die man für Papiere dieses Wertes bezahlt hat. Sinn dabei soll sein, auf diese Weise schnell überblicken zu können, was man mit dem aktuellen Depotinhalt verdient bzw. verloren hat. Überträgt man Werte in sein Depot, stehen diese Zähler logischerweise auf Null, da das neue Depot ja nicht wissen kann, was man ursprünglich für die importieren Papiere bezahlt hat. Deshalb kann man in besseren Depots diesen Wert bei übertragenen Werten selbst eintragen, wenn man den/die Kaufpreis(e) weiß bzw. nachvollziehen kann. Würde ich dies nun mit den T-Aktien machen, hätte ich ein Problem: Ich würde vermutlich niemals mehr aus den roten Zahlen herauskommen. ;-)

Naja, ich schaufle die jetzt mal in die hinterste Ecke im Depot, da wo sie mir nicht jeden Tag ins Auge scheinen. Ich persönlich glaube, dass die T-Aktie so lange noch unter Druck bleibt, bis sich der Kundenabfluß konsolidiert hat. Nach wir vor halte ich die Telekom in vielen Bereichen für den einzig wirklich fähigen und glaubwürdigen Anbieter. Bis dahin.. nun ja, ich hätte niemals zu 66,50 Euro das Stück gekauft, aber mein Vater wollte ja nicht hören.

Gern gemachte Tests.

2. Mai 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Die sezierte Aktienorder, die ich Anfang April mit einem Kauf von Comdirect-Bank-Aktien gemacht hatte, macht im Nachhinein richtig Spaß, ist doch der Kurs von damals 8,14 auf nun 9,60 Euro gestiegen. Mal eben geschwind 18 % Rendite innerhalb von vier Wochen, allerdings *hüstel* auf einen eher bescheidenen Betrag.

Aber die Jungs strengen sich an und veröffentlichen bemerkenswert detaillierte Quartalszahlen mit einem soliden Kundenzuwachs. Geht doch..

Der Siemens-Schmiergeldskandal.

27. April 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Schon sehr krass, wie im Hause Siemens jahrzehntelang der Filz nur so blühte und das Vergeben von so genannten “Provisionen” über ein ausgeklügelt weitreichendes Netz an Banken und Konten abgewickelt wurde und wie schamlos es Despoten fertigbrachten, selbst auf einer Deutschlandreise mal eben so in der Siemens-Zentrale aufzutauchen, um sich etwas Urlaubsgeld abzuholen. Es hat fast schon Klasse, ein Produkt so teuer zu preisen, dass es nur mit Bakschisch über den Ladentisch geht und die überteuerten Preise dann indirekt auch dazu verwendet werden müssen, den Bakschisch wieder zu refinanzieren.

Der Artikel im SPIEGEL diese Woche beschreibt das alles sehr schön und detailliert und vergleicht diese ehrenwerte Gesellschaft vortrefflich mit dem Original, der italienischen Mafia. Wirtschaftskriminalität auf dem besten Niveau, flankiert von deutscher Genauigkeit. Und am Ende weiß keiner von nichts.

Altlasten der Finanzplanung 1.0.

8. April 2008 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Was mir zur Zeit noch richtig Kopfschmerzen verursacht, ist mein Bausparvertrag, den ich mir anno 1996 habe aufschwatzen lassen. Man kennt das: Ehemaliger Schulkamerad, nun in einem bausparfinanzierenden Institut, etwas Gesäusel und schon hat man seinen Karlgustav unter ein Ding gesetzt, dass man in vielen Fällen später gar nicht braucht und bei dem in erster Linie andere verdienen. Das wäre nicht das grundsätzliche Problem, wobei man schon sagen muss, dass die aktuelle Verzinsung des Bausparkontos mit 2,5 % eher mager ist.

Das Problem sind die Sperrfristen für die erhaltenen, vermögenswirksamen Leistungen und die Wohnungsbauprämie. Letztere habe ich zwar nur einige Jahre einsacken können, bis ich dann irgendwann mit dem Bruttolohn über die Bemessungsgrenze kam, allerdings liegen auf beiden Geschenken des Staates jeweils eine Sperrfrist von sieben Jahren, aus der ich nur herauskomme, wenn ich entweder sofort für mindestens ein Jahr arbeitslos werde, umgehend versterbe oder das Bausparguthaben für Wohnungsbauzwecke nutze. Alle drei Möglichkeiten sind derzeit ausgeschlossen bzw. nicht beabsichtigt und das lässt mir eigentlich nur zwei Wege:

Weg 1: Bausparvertrag kündigen, Bausparinstitut meldet das alles dem Finanzamt, ich erhalte das Bausparguthaben überwiesen und das Finanzamt schickt mir irgendwann wenige Minuten später einen saftigen Zahlungsbescheid.

Weg 2: Ich lasse das weiter laufen zu wirklich unangenehmen 2,5 % Zinsen.

Ich muss dringend einen Termin mit der Bauspartante machen, die mir mal sagen soll, wie ich a) umgehend aufhören kann, das Ding weiter zu besparen, b) wie ich das von mir eingezahlte Geld da herausbekomme und c) das gesperrte Geld möglichst auf andere Weise irgendwo verbunkern lassen kann, so dass das in Ruhe - wenn vermutlich auch zu katastrophalen Zinsen - aus seiner Sperrfrist herauswächst.

Mal sehen, was das wird. Ich ahne unangenehmes.

Eine Aktienorder seziert.

4. April 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in FinanzWelt

Jetzt wollte ich es aber dann doch mal genau wissen: Sieht man es tatsächlich, wenn ich in Echtzeit trade oder nicht? Kurzum: Ja, man sieht es. Und zwar überraschend deutlich. Um das zu beweisen, muss ich allerdings von einer kleinen Grundregel abweichen, nämlich über Geld sprechen. Zumindest indirekt, man sieht jedenfalls, was ich bezahlt habe.

In meinem Beispiel habe ich um 11:33 Uhr 100 Papiere meiner Hausbank gekauft. Da ich das genauer sehen wollte, bei der Wertpapierbörse Stuttgart, bei der bis dato heute schon 173 Stücke gehandelt wurden. In der so genannten “Tradermatrix”, das ist bei der Comdirect Bank ein Realtime-System, wurde der Kauf zwei Sekunden später sichtbar, in dem der Handelszähler auf 273 Stück sprang.

Im Handelsbuch der Wertpapierbörse Stuttgart war der Handel dann einige Minuten später auch ersichtlich. Der Kaufpreis pro Stück lag bei 8,14 Euro pro Stück, der Kurs ist daraufhin an der Wertpapierbörse Stuttgart auf 8,17 Euro gestiegen.

Selbstverständlich muss der Kursanstieg nicht unmittelbar mit meiner Order zusammenhängen. Allerdings ist im Gegenzug das Handelsvolumen für diese Aktie an diesem Tag in Stuttgart gering, der Handel deshalb überschaubar. Zudem gab es heute keine Nachrichten aus dem Hause.

Das ist letztendlich auch gar nicht der Punkt, denn ich will nur darstellen, dass Aktienkurse in der Tat direkte Pulsmessungen sind und Echtzeit-Order auch tatsächlich sichtbare Beeinflussungen auslösen können.

Fondskauf aus dem Handgelenk.

1. April 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Ich bin beeindruckt, wie das mit dem Fondskauf bei einer echten Direktbank funktioniert. Einen Kauf avisieren, kurz schauen, ob es aktuell an einer deutschen Börse die gewünschten Papiere gibt, den Kauf eingeben und eine halbe Stunde später sind diese im Depot. Abrechnung gibt es einen Tag später als PDF und die Valuta zwei Tage später.

Der Kauf an einer Börse ist übrigens bei einer Direktbank richtig lohnend. Kostet der Kauf eines besseren Fonds zusätzlich zum Kaufpreis zusätzlich gern mal 5 % der Verkaufssumme, gibt es Direktbanken, die eine Reihe von Fonds zur Hälfte verkaufen. Dieser Verkaufspreis ist aber in der Regel nur dann fällig, wenn diese Fonds direkt bei der Fondsgesellschaft gekauft werden. Schaut man hingegen, ob es den gewünschten Fonds in einem ausreichenden Volumen aktuell bei einer Börse gibt, so ist dies oftmals schon vom Kurs her deutlich billiger und es fällt meist nur die normale Maklergebühr an.

Nehmen wir ein Beispiel mit einem Kaufvolumen von 2.000 Euro. Das würde bei 5 % Verkaufsgebühren zusätzlich 100 Euro kosten, wenn man die Papiere direkt bei einer Fondsgesellschaft kauft. Bei reduzierten 2,5 % sind es immerhin nur noch 50 Euro und beim Kauf an einer Börse bewegen sich die Maklergebühren - je nach Direktbank bzw. Onlinebroker - bei 10 bis 20 Euro.

Mein Vater ist jetzt übrigens aktiengeheilt. Vermutlich morgen treffen seine 150 Telekom-Aktien in meinem Depot ein, die frei zur Deponierung (damit meine ich dann eher die abfallmäßige…) sind. Was habe ich ihm gut zugeredet, bloß keine weiteren T-Aktien in der zweiten Tranche zu phantastischen 60 Euro zu kaufen. ;-)

Banken- und Versicherungshelden.

15. März 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in FinanzWelt

Meine Helden von der GE Money Bank.. da habe ich nun mein Konto nach gut zweieinhalb Jahren gekündigt und habe auch das restliche Geld auf dem Konto mit dem Hinweis “Kontolöschung” auf mein neues Konto überwiesen bekommen und nun flattert heute ein Brief ins Haus, in dem man sich freut, mir nun einen Dispokredit einräumen zu können. Nachdem ich übrigens vor rund einem Jahr gefragt hatte. Und der ungefähr bei einem Viertel von dem liegt, den ich mir bei meiner jetzigen Bank selbst vorgeschlagen hatte. So werde ich leider meine alte Bank damit behelligen, mir nochmal schriftlich zu bestätigen, dass sie auch wirklich mein Konto gelöscht haben.

Bei der Victoria-Versicherung und dem vergeblichen Versuch, den aktuellen Beitrag meiner Lebensversicherung von meinem alten Konto abzubuchen, weiß nach Analyse des Vorganges keiner so recht, wie das eigentlich passieren konnte, denn angeblich steht die neue Kontoverbindung auch im Computer. Jaja, der Computer mal wieder. Genau der hat mir aber auch die Rechnung mit der zusätzlich eingebauten Rücklastschriftgebühr geschickt und das macht der ja sicherlich nicht, weil Frühling ist. Ich solle jetzt am besten gar nichts machen, man wolle nochmal versuchen, den Beitrag vom neuen Konto einzuziehen. Das wäre angebracht, ja.

Frech.

14. März 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Gestern morgen hatte die Arzthelferin leider kein Wechselgeld parat, um meine 50-Euro-Schein ordentlich kleinzubekommen, um die Praxisgebühr zu bezahlen. Ich bot daraufhin das einzig sinnvolle an, nämlich schnell runter zum Bankautomaten der Volksbank zu flitzen und dort etwas Geld zu ziehen.

Nun wusste ich zwar, dass die Volksbank Pforzheim kein Freund von fremden Banken ist und das Geldabheben mit meiner Comdirect-Karte elend bestrafen würde: Schlappe 3,98 Euro für 30 gezogene Euro. Über 13 % Gebühren. Es wundert mich da nicht wirklich, weshalb der Trend weg vom Bankschalter und hin zum Geldautomaten geht - bei so Gebühren kann auch der größte Halsabschneider einem nicht in die Augen sehen.

Bei der nächsten Genossenschaftsversammlung der Volksbank Pforzheim wünsche ich eine lobende Erwähnung für diese Spende.

Weg damit.

13. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Nennen wir es mal “Konsolidieren”. Ich verkaufe gerade die Fondsanteile im Depot, die auf US-Dollar laufen und recht volatil sind. Irgendwie kommt mir das alles, was da drüben auf der anderen Seite des Teiches passiert, doch recht spanisch vor.

Man mag zwar darüber spekulieren, ob in Amiland der große Knall nun kommt oder nicht, aber mir ist das einfach zu unheimlich geworden, was die Amerikaner da an Immobilienblase haben wachsen lassen. Das wird nix.

Dumm, dümmer, Victoria Versicherungen.

8. März 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in FinanzWelt

Der Preis für die dümmste Versicherung geht von mir an die Victoria Versicherung. Nicht dafür, dass sie es nicht fertigbringen, trotz gesichertem Online-Zugang auch online die Änderung der Kontoverbindung zu akzeptieren; auch nicht dafür, dass man selbst herausfinden muss, welche Niederlassung zuständig ist für Änderungen, sondern dafür, dass sie selbst dazu zu doof sind, das zugesendete Formular zu bearbeiten und mir nun heute relativ pampig erklären, dass ich das mit dem beigelegten Überweisungsformular inklusive 7 Euro Rücklastschriftgebühren nachholen darf. Besonders dümmlich ist dabei der Umstand, dass das von mir ausgefüllte Formular zwei Versicherungsverträge enthielt und für die eine Versicherung der Kontowechsel funktioniert hat und für die andere nicht. Mir missfällt so eine Inkompetenz in der digitalen und anscheinend auch in der analogen Welt massiv.

Da wird sich am Montag bestimmt mein Victoria-Versicherungsonkel darüber freuen, der das mit seinem Mutterhaus abklären darf.

Update: Sie haben es begriffen.