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Es ist geschafft.

3. November 2009 | 10 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Der morgentliche Blick in mein Wertpapierdepot bei der Comdirect Bank war nichts für schwache Nerven. Rein gar nichts. Die Begrifflichkeit “Über Nacht reich geworden” trifft es nicht ganz:

Intrigantische Summen bei der Comdirekt Bank

92 Billiarden Euro. Damit kann man vermutlich den ganzen Planeten kaufen. Wer fährt mit, das Geld zu holen, wir müssten nach Quickborn. :-)

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Tipps fürs schöne Steuernzahlen.

2. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Ich bin ja nun durchaus keiner, der nicht ungern Steuern zu bezahlen hat. Die von mir zu bezahlenden Steuern sorgen dafür, dass die Straße vorm Haus repariert wird, Ulla Schmidt einen Dienstwagen hat, Ursula von der Leyen immer genügend Papier im Drucker und so weiter. Warum aber, zum Teufel, macht es der Staat auch noch zu einem einzigen Leiden, seine zu zahlenden Steuern zu deklarieren?

Deshalb ein paar niedergeschriebene Punkte, die ein Unbedarfter als Hoffnung sehen würde. Der Realist weiß jedoch, dass man hier vermutlich gegen den Wind singt:

  1. Macht das Schreiben einer Steuererklärung endlich zu einem Erlebnis!
    Ja, das ist tatsächlich ernst gemeint – unangenehme Dinge werden nämlich selten angenehmer, wenn ihre Verrichtung noch viel unangenehmer ist. Mir ist es immer ein unbegreifliches Phänomen geblieben, warum der Staat es seinen Finanzbehörden verboten hat, auch eine gewisse beratende Funktion für die Steuerzahler zu übernehmen. Warum mag das Finanzamt beispielsweise Werbungskosten in ElsterFormular nicht in Form eines Assistenten praxisnah abfragen? Bezahlt hat es der Steuerzahler doch sowieso schon, zumindest mit der Mehrwertsteuer. Macht eure Köpfe endlich mal frei und macht Dienstleistung – nicht einfach nur Zuschauen, wie die Menschen von der Klippe springen!
  2. Schreibt Deutsch!
    Mal ehrlich: Versteht eigentlich jemand auszufüllende Formulare zur Steuererklärung? Warum kann man nicht vernünftige deutsche Sprache anwenden, die nicht nur grammatikalisch richtig ist, sondern auch lesbar? Warum muss hinter jeder Zeile auch gleich der korrespondierende Paragraph des jeweils korrespondierenden Gesetzes stehen und das Elend noch realitätsferner gestalten? Und warum bringt beispielsweise ElsterFormular eine Hilfe mit, die ein paar Dinge erklärt und immer mit der Drohung endet, dass man an dieser Stelle keine Auskünfte geben mag?
  3. Freundlichkeit ist das Geheimnis jeden Friedens!
    Wenn ich mir ein Schriftstück des Finanzamtes anschaue, dann sticht daraus Unsympathie und Erniedrigung heraus. Man tut offenbar alles, damit die meisten Briefe und Bescheide auch so aussehen, als ob man nur dem Kollegen Computer zugestehen konnte, mit dem Bürger zu kommunizieren. Das fängt schon mal mit dem schrecklichen Ökopapier an, das man heutzutage auch schon in Weiß in gleicher Ökobilanz bekommen könnte und endet mit der Computertypografie und einem Ton, der eher an Musterungsbescheide erinnert, als an die eigentliche Intention, mit dem Bürger um die Anlage seines Geldes zu diskutieren.
  4. Software für alle!
    Wir leben in einer modernen Computerwelt, in der es nicht nur ein plattformübergreifendes Framework gibt, sondern eine ganze Reihe. Warum gibt es ElsterFormular immer noch nur für Windows, obwohl beispielsweise das Absenden einer Umsatzsteuervoranmeldung zwingend nur über das Internet funktioniert?
  5. Warum jedes Jahr das Spiel von neuem?
    Warum gibt es ElsterFormular jedes Jahr in einer komplett neuen Installation, die im übrigen dann vieles kann, aber nicht mehr die Steuererklärungen der vergangenen Jahre öffnen? Warum kann man nicht einen modularen Formular-Browser entwickeln, den für verschiedene Betriebssysteme anpassen und der dann sehr sinnvoll einfach die jeweils gültigen Formularsätze eines Jahres anbieten kann, die man ausfüllt?
  6. Verkettet eure Formulare!
    So bald man nicht nur einfach Geld bei einem Arbeitgeber verdient, sondern bei mehreren, oder nebenbei noch weitere Geldquellen hat, Kinder großzieht, Häuser besitzt, Firmen verkauft, beginnt das Drama mit den Anlagen in der Steuererklärung. Keine Frage – jede Gesellschaft verdient das Einkommensteuersystem, das es fordert und je mehr Ausnahmen wir haben wollen, desto komplexer wird es. Aber warum können Werte, die in einzelnen Anlagen gemacht werden, nicht einfach in andere Anlagen übernommen werden? Warum haben noch nicht mal die Beschreibungen für die Felder einheitliche Bezeichnungen?
  7. Warum kann ich den laufenden Status nicht einsehen?
    Steuererklärung eingereicht – wie lange dauert es? Hat überhaupt jemand damit angefangen? Warum kann ich online nicht mal schauen, ob meine Kontodaten für den Bankeinzug korrekt sind? Warum kann ich nicht nachschauen, ob eine bestimmte Korrespondenz oder ein bestimmter Antrag eingegangen ist? Ich muss für all diese Dinge tatsächlich den Telefonhörer in die Hand nehmen und mit dem Sachbearbeiter telefonieren.
  8. Kommuniziert auch endlich mal online!
    Wir schreiben das Jahr 2009 und kommunizieren mit dem Finanzamt weitgehend one-way. Ich schicke meine Steuererklärung elektronisch qualifiziert signiert und damit rechtverbindlich ohne Unterschriftsblatt – und wenn ich dem Finanzamt was zusätzlich als Erläuterung senden möchte, muss ich mir erst einmal einen Drucker suchen, um ein Papier zu bedrucken, das in einen Briefumschlag zu stecken und in deren Briefkasten einzuwerfen. Warum kann man gerade die ansonsten unsäglich feature-arme Anwendung ElsterFormular nicht mit einem “Kommunikator” ausstatten, um damit dem Finanzamt ebenso rechtsverbindlich zu schreiben, wie man – wenn man elektronisch signiert – schon die Steuererklärung auf das Türbrett legt? Und jetzt sage mir bitte niemand, dass würde mit dem zukünftigen elektronischen Personalausweis besser werden…
  9. Schafft euch endlich mal vernünftige Rahmenbedingungen!
    Ich würde mir wünschen, dass das Finanzamt ein offener Laden wird, deren Homepages endlich einmal informativ und auch durchaus offen ist, die Menschen, die dort arbeiten, zu ihrem Job stehen. Ich gehe in das Finanzamt, werde durch milchglasgetrübte Fenster begrüßt. Ich ziehe eine Nummer, werde aufgerufen, sitze gegenüber einer sehr jungen Dame, die sich mir nicht vorstellt, die auf die Bitte nach eine Formular sich gelangweilt nach hinten dreht, ein Formular zieht, mir herüberreicht und deutlich hörbar seufzt, als ich um ein weiteres Formular bitte. Würde ich mir sowas in einem Restaurant gefallen lassen wollen? Wo bitteschön bleibt in unserer ach so deutlich beschworenen Dienstleistungsgesellschaft der Staat?
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Die Santander Bank will kein Geld.

17. Juni 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Bin ich froh, dass ich schon vor eineinhalb Jahren die Waffen gestreckt und die GE Money Bank verlassen habe. Denn diese (also die GE Money Bank Deutschland) wurde von der Santander Bank aufgekauft und die haben ganz abenteuerliche Schilder an der Türe, mit denen eigentlich nicht anderes getan werden soll, als Gewinner – also Leute, die noch Geld besitzen – abzuwehren:

"Wichtige Informationen" der Santander Bank

Was macht eine Bank, die kein Geld nimmt oder gibt, eigentlich sonst so? Fußmassage? Professionelle Zahnreinigung? Oder einfach einen Mister Minit?

(Disclaimer: Ich bin großer Fan von Mister-Minit-Shops. Es gibt wenig Dinge, die man dort nicht repariert bekommt.)

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Tagesgeldkonto versus Verrechnungskonto.

4. Juni 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Kunden der Comdirect Bank haben seit heute ein neues Konto namens "Verrechnungskonto". Das ist eigentlich nicht neu, sondern der neue Name des bisherigen Tagesgeldkontos, das, so die Comdirect Bank, zur besseren Unterscheidung zum "echten" Tagesgeldkonto (das "Tagesgeldkonto PLUS" heißt) umbenannt wurde.

Möglicherweise heißt es aber nun auch nur noch deshalb Verrechnungskonto, weil der Zinssatz, der vor einigen Wochen immerhin noch gewaltige 0,1 % p.a. betrug, inzwischen bei genau 0,0 % p.a. gelandet ist. Da von Tagesgeldkonto zu sprechen, ist in der Tat eher infam.

Das "echte" Tagesgeldkonto wird mit derzeit 2,0 % p.a. noch einigermaßen vernünftig verzinst, allerdings inzwischen auch gestaffelt, so dass es für größere Geldsummen keine sinnvolle Parkmöglichkeit mehr ist. Das ist aber auch nicht Sinn eines Tagesgeldkontos.

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Überraschung vom Telekom-Aktionärsservice.

3. April 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Dass mich die Telekom umfassend überrascht und verblüfft, kommt inzwischen eher selten vor. Das liegt ausdrücklich nicht daran, dass ich nicht zufrieden wäre mit den Dienstleistungen, die ich von der Deutschen Telekom in Anspruch nehme, sondern ausnahmsweise mal mit dem Aktionärsservice der Deutschen Telekom.

Der Aktionärsservice bietet schon seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich Einladungen zur Hauptversammlung nicht mehr per Briefpost, sondern per E-Mail zukommen zu lassen. Das kommt mir durchaus so entgegen, dass ich mir eigentlich Hinweise darauf, auf der Website des Aktionärsservice vorbeizuschauen, weil dort nun eine Einladung zur Hauptversammlung vorliegt, selbst dann zuschicken lassen würde, wenn diese nicht verschlüsselt in der Mailbox landen würden.

Man kann aber optional eine E-Mail-Verschlüsselung anfordern. Und das wirklich überraschende: PGP-verschlüsselt, wenn man seinen Public-Key in sein Aktionärsprofil aufnimmt. Das habe ich in spontaner Ergriffenheit und der traurigen Gewissheit, einer von den ungefähr 17 Menschen in Deutschland zu sein, die regelmäßig PGP/GnuPG einsetzen, sofort getan und tatsächlich: Die Bestätigungsmail darauf kam PGP-verschlüsselt. Es geschehen Zeichen und Wunder. Und das auch bei der Lufthansa, denn dort funktioniert es ganz genauso.

Zufall ist das übrigens keiner, denn beide Aktiengesellschaften nehmen, wie einige andere Aktiengesellschaften auch, für die Aktionärsregisterverwaltung die Dienstleistungen eines Unternehmens namens Adeus – ein Tochterunternehmen der Allianz AG – in Anspruch, das genau diese Dinge im Auftrag übernimmt.

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Ein Steuergeschenk.

4. Februar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

An mich adressierte Post vom Finanzamt begegne ich immer mit etwas Respekt. Ich habe mir zwar nach wie vor nichts vorzuwerfen, habe an sich auch nur gute Erfahrungen mit “meinem” Finanzamt gemacht, allerdings ist das eben das Finanzamt und die Behörde, mit der ich am meisten zu tun habe.

So wie viele andere auch, kam heute unaufgefordert ein korrigierter Bescheid für das Steuerjahr 2007 nach Hause, bei dem die Pendlerpauschale entsprechend angepasst wurde, nachdem das Bundesfinanzministerium für seine wackelige Gesetzgebung, erst ab 20 Kilometer Anfahrt zum Büro die Pauschale zu genehmigen, abgestraft wurde. Eingebracht hat mir dieses einkassierte Gesetz, so wie bei vielen anderen auch, genau: Nullkommanull Euro.

Grund: Arbeitnehmer-Pauschbetrag. Erst wer diesen komplett übersteigt, darf sich über eine Rückzahlung des eh schon mikrigen Betrages freuen. Der Rest darf sich dann gern darüber ärgern, dass der Spass jetzt wieder Geld gekostet hat, den der Steuerzahler letztendlich wieder blechen muss. Schön, wenn sich Steuermacher so dezent in der Gesetzgebung verrechnen, das dann eine gewaltige Maschinerie beim Rückbau erzeugt und am Ende nichts mehr übrigbleibt.

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Wenn der Staat Software schreibt.

15. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

So wichtig ElsterFormular für Gewerbetreibende ist, so blöd ist es leider auch. Was mich seit Anfang an stört und vermutlich historisch bedingt immer das Problem bleiben wird, ist der Umstand, dass ElsterFormular nicht abwärtskompatibel ist. Mit jeder neuen Version gibt es eine neue Dateiendung und wer abgespeicherte Elster-Dateien auch zukünftig nochmal prüfen möchte, muss entweder die alten Setup-Dateien abspeichern oder in weiser Voraussicht alles, was ans Finanzamt abgesendet wird, nochmal separat als PDF abspeichern. Was würden wohl all die Büroarbeiter weltweit sagen, wenn eine neue Word-Version plötzlich Dateien der Vorgängerversion nicht mehr öffnen könnte?

Leider sind die ElsterFormular-Entwickler aber noch an anderen Stellen sehr fundamentalistisch. Beispiel: Umsatzsteuervoranmeldung Dezember 2008 bzw. 4. Quartal 2008, die ja bis zum 10. Januar 2009 eingereicht werden muss (außer, man hat eine Fristverlängerung). Eigentlich, so denkt der erfahrene, edv-kundige Mensch, könnte man doch diese auch mit der aktuell im Januar erschienenen ElsterFormular-Version 2008/2009 absenden.

Aber nein, das geht nicht, denn diese Version kann nur Umsatzsteuervoranmeldungen für das Jahr 2009 senden. Will man (bzw. muss man) die obige Umsatzsteuervoranmeldung senden, muss man zwingend ElsterFormular 2007/2008 installieren. Und so richtig bescheuert ist das dann, da man ja auch durchaus mal eine Berichtigung loslassen müsste, denn auch das geht nur mit der jeweils für das Jahr veröffentlichten ElsterFormular-Version. Also musste ich mir doch tatsächlich nochmal ElsterFormular 2007/2008 herunterladen und installieren und dann die Voranmeldung auch noch ohne elektronische Signatur übers Netz jubeln, weil diese ElsterFormular-Version partout nicht dazu überredet werden konnte, mit meiner Signaturanwendung zu kommunizieren, während die neue ElsterFormular-Version das kann.

Warum kann man denn nicht ElsterFormular als eine Art Browser entwickeln und sich die entsprechenden Formularsätze der jeweiligen Jahre inklusive einer Art Interpretermodul separat und nach Wunsch herunterladen? Oder wieso kann man nicht wenigstens einen Web Service anbieten, der ältere ElsterFormular-Dateien öffnen und interpretieren kann? Warum kann man als Finanzbehörde sich nicht einfach einmal anstrengen und bei einem so wichtigen Thema, das man eh nur über das Internet abwickeln kann, nützliche Software schreiben, anstatt nur Software, die gerade eben mal so funktioniert und doch jedes Jahr als Installationsdatei immer größer wird? Das Steuerrecht soll vereinfacht werden? Ich kann darüber nicht wirklich mehr lachen.

In so Momenten kann ich übrigens sehr ungehalten werden. Der Staat will einen Bundestrojaner entwickelt haben und zuverlässig den Bundesbürger vor so genannten “schädlichen” Inhalten aus dem Internet schützen? Ich glaube, der Staat hat noch gar nicht so recht begriffen, wie es eigentlich um ihn geschieht.

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ElsterFormular 2008-2009 ist da.

8. Januar 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in FinanzWelt

Seit heute gibt es wieder auf der Website von ELSTER die kostenlose Software ElsterFormular, die der geneigte Steuerzahler für seine Einkommensteuererklärung 2008, die Umsatzsteuererklärung 2008, die Umsatzsteuer-Voranmeldung 2009, die Lohnsteuer-Anmeldung 2009 sowie die Lohnsteuerbescheinigung 2008 und 2009 brauchen wird.

Wie üblich gibt es das wieder nur für Windows-Versionen von 2000 bis Vista und diesmal sind schlappe 51 Megabyte herunterzuladen, während das letztes Jahr noch 33 Megabyte waren. Ob da der so genannte Bundestrojaner schon frei Haus mitkommt?

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Finanzkrise? Wo?

6. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

So ein nicht bundesweiter Feiertag ist sehr nett, um mal die Finanzwelt etwas näher zu beobachten. Ich habe deshalb meine alten Metal-Scheiben in den CD-Player geworfen und mich mal etwas dichter im Wertpapierbereich meiner Hausbank umgeschaut und mit etwas durch den Nachrichtenbereich gequält.

Fakt ist wohl: Alle reden von der Krise, viele sind eigentlich in gar keiner, beschließen aber, den Gürtel enger zu schnallen und lösen die Krise eigentlich dadurch erst aus. Sozusagen das Spielen einer Katze mit ihrem eigenen Schwanz, was sie möglicherweise tatsächlich für eine Weile unterhalten kann.

Was die Börsen nämlich derzeit machen, ist folgendes:

  • Überaus viele Papiere sind derzeit mit einem Signal für einen bevorstehenden Kursanstieg (“U1″) markiert und vor allem machen gerade aggressive Fonds mit Hebelwirkungen deutliche Anstiege.
  • Die Nachrichtenlage ist eher mau.
  • Die Handelsvolumina an den Börsen ist eher durchschnittlich, wenn nicht gar unterdurchschnittlich.

Sprich: Es ist offensichtlich Kapital da und dafür werden – sicherlich auch wegen des stark gesunkenen Zinsniveaus – Anlagen gesucht.

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Projekt “Geldrettung”.

31. Dezember 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in FinanzWelt

Gut, ein dümmlicher Name für den konzertierten Wertpapierkauf zum Ende des Jahres, aber irgendwie musste ich das Musterdepot als Einkaufszettel ja benennen. Ein paar weitere Dinge habe ich nun gelernt:

  • Fondsanteile direkt von einer Fondsgesellschaft zu kaufen, mag zwar kostenlos sein, wenn die Bank und die Fondgesellschaft auf den Ausgabeaufschlag verzichtet, dafür dauert der Kauf lange. Sehr lange. Ich habe in weiser Voraussicht meine Kauforder am 18. Dezember aufgegeben und die letzte Fuhre Fondsanteile kamen heute auf das Depot. Bin ich wirklich nicht gewohnt, da ich ansonsten direkt über die elektronische Handelsplattform XETRA ordere, meine 9,90 Euro Handelsgebühr zahle und dafür aber den Wertpapiereingang auch weitgehend sofort sehe.
  • Neben dem Verzicht auf Ausgabeaufschläge ist bei allen ein sehr krummer und jedes Mal sehr anderer Wert als Bonifikation verzeichnet, dessen Grund mir partout nicht deutlich wird. Freuen die sich einfach, dass doch noch jemand Fondsanteile kauft?
  • Das Musterdepot als “Einkaufszettel” macht auch nach dem Kauf noch Sinn, da der im Wertpapierdepot angegebene Einkaufspreis in keinem Fall der sechs gekauften Fondswerte wirklich identisch ist. Letztendlich geht es da weitgehend immer nur um Kommawerte, aber Spesen, die beim Kauf von Fondsanteilen fällig werden, sind nun mal Spesen und die verteuern den Kaufpreis.
  • Mein Wertpapierdepot sind nun aus wie bei Hämpels und mir muss so schnell keiner mit dem Ratschlag der Diversifizierung kommen.
  • Es macht nun Sinn, ab dem neuen Jahr ein Zweitdepot zu starten, was bei vielen Depotanbietern kostengünstig oder gar kostenlos möglich ist, um nach einem Kauf im neuen Jahr zwischen Käufen vor und nach der Einführung der Abgeltungssteuer unterscheiden zu können. Das vor allem dann, wenn man von einen Wertpapierwert im neuen Jahr noch nachkaufen sollte.
  • Meine sorgsam berechnete und heilig gepflegte Quote zwischen Wertpapieranlagen und verzinslichen Anlagen ist nun schwer aus dem Gleichgewicht geraten und das ist trotz meinem nicht sonderlich getrübten Optimismus eine nicht gute Sache. Der Wertpapierkauf hat also vorerst ein Ende.

Wer übrigens mit dem Gedanken spielt, der Abgeltungssteuer noch ein Schnippchen zu schlagen, hat weitgehend Pech gehabt, wenn nicht gerade Papi einen Stapel Wertpapiere zu verschenken hat: An Silvester findet traditionell kein Börsenhandel statt.

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