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Empfangsprobleme.

11. Februar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Der gestrige Sturm, der über halb Deutschland gezogen ist, ließ mich schon wieder Dunkles erahnen. Wir haben auf dem Dach zwei Satellitenschlüsseln stehen, eine 80-cm-Schüssel auf Astra und gar eine 100-cm-Schüssel auf 42° Ost, um damit den West-Beam des Türksat-Satelliten zu empfangen. Genau diese Schüssel steht natürlich buchstäblich gut im Westwind. Beim letzten Sturm im Januar haben wir danach einen Techniker kommen lassen, der die Dinger da oben wieder richtig ausgerichtet hat. Heute Abend war mir das dann schlicht zu blöd und ich habe mir das Elend da mal selbst angeschaut.

Was der Herr Techniker offensichtlich genau gewußt hat, dennoch aber ordentlich Zeit auf dem Dach vertrödelt hat, ist der problematische Umstand, dass zwar die Schüsseln gut am Mast verschraubt sind, dafür jedoch der Mast mit ordentlich Gewalt gedreht werden kann. Bei lauen Lüftchen ist das eher kein Problem, beim Sturm dann aber offensichtlich schon. Denn die erste Hilfsmaßnahme – den Mast innen mit einem ordentlichen Ruck durch einen Schraubenschlüssel in Richtung Uhrzeigersinn zu bewegen, führte auf einen Schlag zum Ergebnis, dass der Satelliten-Receiver wieder Empfang hatte – und zwar von beiden Satellitenpositionen. Das spricht dafür, dass nicht die Schüsseln einzeln gewandert sind, sondern der gesamte Mast.

Nach diesem Notfalleingriff (man glaubt ja gar nicht, wie einem ein Vater vorwurfsvoll und hilflos zugleich mit solchen Dingen auf den Ohren liegen kann) habe ich nun mit meinem unglaublichen™ Netzwerk telefoniert und jemand Kundigen gefragt, wie man denn das am besten befestigt. Ich staune: Mit einer Metallwanne, in der ein Metallkreuz einbetoniert ist (!) und auf dieses Metallkreuz wird dann für gewöhnlich der Mast montiert. Am Sonntag kommt nun jemand und schaut sich das mal an. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was das wird.

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Warum selbst moderne Blitzgeräte bei Digitalkameras versagen.

10. Februar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Ich hielt es ja lange Zeit für einen Marketinggag, dass selbst modernste Blitzgeräte, die ursprünglich für analoge Spiegelreflexkameras gebaut wurden, nicht gut mit Digitalkameras zusammenarbeiten und deshalb alle gängigen Hersteller für digitale Spiegelreflexkameras gleich eine eigene Kollektion an Blitzgeräten auf den Markt gebracht haben und nach wie vor pflegen. Inzwischen bin ich weiser und das Problem ist sogar herzlich einfach zu definieren.

Bessere Blitzgeräte arbeiten mit modernen Kameras im so genannten TTL-Modus. Die Abkürzung “TTL” steht hierbei für “Through the lens” und beschreibt damit weitgehend, wie es funktioniert: Dieser Blitzmodus ist relativ einfach: Kamera wird ausgelöst, Verschluss wird geöffnet, Blitz erzeugt Licht, strahlt das zu fotografierende Objekt an, dieses wirft Licht zurück, Licht fällt durch das Objektiv auf die Filmoberfläche und belichtet ihn, teilweise wird das Licht jedoch auch vom Film zurückgeworfen. Im Boden der Kamera sitzt nun ein Sensor, der dieses zurückgeworfene Licht misst und unter anderem damit das Blitzlicht steuert. Rein faktisch gesehen hört der Blitz einfach auf, weiter Licht zu machen, so bald der Sensor meldet, dass es nun genug ist.

Dieser TTL-Modus eines Blitzgerätes, das ursprünglich einmal für die analoge Fotografie entwickelt wurde, funktioniert nun deshalb nicht bei digitalen Spiegelreflexkameras – weil es keine Filmoberfläche mehr gibt, deren zurückwerfendes Licht man messen könnte. Digitale Kameras können zwar mit Blitzgeräten, die für digitale Kameras entwickelt sind, ebenfalls per TTL-Modus kommunizieren, allerdings aber eben nur mit diesen. Hat man ein Blitzgerät, das einen TTL-Modus für analoge Fotografie besitzt, fotografiert man mit diesem Blitzgerät im TTL-Modus gefährlich (weil daneben) oder auch gar nicht, wenn beispielsweise ein Systemblitzgerät, auf dem der TTL-Modus eingestellt ist, schlicht den Auslöser der Kamera sperrt. So macht es mein gutes, altes Systemblitzgerät Nikon SB-28 mit der D700.

Dann bleiben faktisch nur noch der manueller Modus, was einem modernen Blitzgerät nun gar nicht gerecht wird, oder der automatische Modus, bei dem das Blitzgerät mit einem eigenen Sensor die zurückgeworfene Lichtmenge ermittelt und den Blitz steuert. Auch das ist an sich einer Spiegelreflexkamera nicht wirklich würdig. Immerhin hat die D700 einen eingebauten Blitz, der zwar im Vergleich zu einem richtigen Blitzgerät mehr oder weniger ein Taschenlämpchen ist, aber lieber ein Taschenlämpchen, wenn gar kein Licht.

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Sie ist da.

5. Februar 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Meine Traumfrau. Blond, groß, intelligend, anspruchsvoll, unterhaltsam, witzig. Meine Nikon D700. Ich habe leider erst am Wochenende wirklich Zeit am Stück, so dass es heute, morgen und übermorgen bedauerlicherweise immer nur häppchenweise zum Ausprobieren reicht und das dann auch immer nur dann, wenn draußen die Große Lampe ausgeschaltet ist.

Kurzum: Es ist erstaunlich viel (analoge) F100 an der D700. Keine Motivprogramme, sondern Bedienung für Handwerker. Und erstaunlicherweise ist an der D700 praktisch alles dort, wo es bei der legendären F100 aufgehört hat. Ich habe jetzt nach eineinhalb Stunden Herumspielen noch nicht ein einziges Mal das Bedürftnis gehabt, das Handbuch auszupacken. Die Menüführung ist selbsterklärend, wenn man mal mit einer Digiknipse jeglicher Bauart längere Zeit in einem Zimmer verbracht hat. Der Rest ist nackte Fotografie und Blenden Arithmetik.

Das Display… mein lieber Scholli, das Display! 3,1 Zoll, ich komme mir vor, als ob das ein Fernseher wäre. In der Infoansicht gibt es die Informationen aus dem Systemdisplay, die bei mir schon so das Herz höher schlagen lassen. Die Bilderansicht ist jedoch so umwerfend, dass ich vor Staunen weglaufen und in der Heide Polka tanzen könnte. Es fehlt eigentlich nur noch ein eingebauter DVB-T-Empfänger und die obligatorische Google-Suchbox.

Was wirklich erfreut, ist die Systemtreue. Meine bisherigen Nikkor-Objektive – dank F-Bajonett und Formattreue zum Kleinbildformat kein Problem. Mein bisheriges Systemblitzgerät – passt wie angegossen und kommuniziert mit der Kamera, als ob nichts gewesen wäre. Selbst so Kleinzeug wie mein liebgewonnener Fernauslöser – passt und funktioniert. Und an einer ganz sensiblen Geschichte raunt vermutlich die halbe Welt der Nikon-Gemeinschaft auf: Der Deckel für den Objektivanschluß. Der ist nämlich von Hause aus tatsächlich “der stabile Schwarze zum Einschrauben” und nicht mehr “der schlabberige Weiße zum Aufstülpen und leicht Verlieren”. Das war in der analogen Zeit immer der Gang nach Canossa für den Neubesitzer, denn “der Schwarze” hat immer nochmal 12,50 DM extra gekostet, egal ob da ein Besitzer einer F90 oder einer superteuren F5 daherkam. Nach langen Jahren habe ich dann auch gelernt, dass der Besitz des richtigen Objektivdeckels (und das konsequente Nicht-Jammern darüber) der ultimative Proletentest ist. Dieses Unterscheidungsmerkmal gibt es nun wohl nicht mehr. Einen hochwertigen Schulterriemen gibt es auch hier, allerdings keine CompactFlash-Karte. So ganz hat man den Traditionen von Zuckerbrot und Peitsche dann wohl doch noch nicht abgeschworen.

Allerdings, man sollte es durchaus sagen: Man sollte schon wissen, wie Fotografie funktioniert. Das beste Mittel zur Abwägung ist da immer, dass man als Anfänger bzw. Wenigpeiler, der sich bisher eher an Motivprogramme hielt, sich mal zeitweise eine Kamera ohne dergleichen ausleiht und testet – wenn man denn jemanden findet, der freiwillig seine Kamera verleiht.

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Nikon D700.

27. Januar 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Auf Nikon war ja jahrelang in der Hinsicht Verlass, dass sie sich konsequent weigerten, in der Sparte der digitalen Spiegelreflexkameras bei der Größe des CMOS auf das Format 36 mal 24 Millimeter zu gehen, wie man es vom klassischen Kleinbildformat aus der Zeit des analogen Filmes noch kennt. Stattdessen wurde lange Zeit das DX-Format beworben, was deutlich kleiner ist und den unangenehmen Nebeneffekt hatte, dass sich bei vorhandenen Objektiven, die zwar über das F-Bajonett anschließbar waren, die Brennweite verlängerte. Mit der professionellen D3 und der semiprofessionellen D700 geht Nikon meiner Meinung nach wieder den korrekten Weg und nutzt für den CMOS das Kleinbildformat.

Ich gebe zu, es war wieder ein grober Fehler, die D700 getestet zu haben, denn sie ist eine überzeugende Kamera . Nikon-typisch gut durchdacht, einfach griffig, mit einem zusätzlichen Handgriff, der gleichzeitig als Akkupack dient, erweiterbar und da ist die D700 plötzlich dort, wo meine legendäre F100 ist: Nicht das allerschärfste Teil auf der Welt, allerdings mit nur wenigen Abstrichen auf einem hohen Level. Und meine F100 habe ich – obwohl ich aus Zeitgründen nicht sehr viel fotografieren konnte – in wirklich jede rotzige Pfütze reingehalten, die sich ergab: Keine Mucken. Ebenso die Nikkor-Objektive, die ja nun ein deutliches Stück teurer sind, als die Scherben der Dritthersteller, aber auch nach Jahren so funktionieren, wie am ersten Tag, ohne Wackeleien bei der Friktion.

Das wirklich Blöde an der Sache ist, dass ich als potentieller Käufer mit einer bestehenden Ausrüstung praktisch Null Verhandlungsbasis habe. Beim Kauf einer Kamerabodys und einem Markenobjektiv, das nicht gleich die letzte Scherbe ist, ist es üblich, dass man verhandeln kann. Beim Kauf meiner F100 waren damals zehn Prozent Rabatt drin, als ich den Body zusammen mit einem Nikkor 24-120 gekauft habe (einem übrigens wirklich universellen Zoom-Bereich).

Ich brauche aber weder ein Objektiv, noch brauche ich einen Blitz, noch brauche ich einen Trageriemen, noch brauche ich eine Tragetasche. Selbst mit dem allerletzten Notnagel, dem Schenken eines größeren Gutscheinpaketes für Film und Entwicklung, kommt man heutzutage im Zeitalter der digitalen Kameras nicht mehr sehr weit.

Mal abwarten und Tee trinken, es pressiert ja keinen Meter. :-)

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Telefonanlagereien.

21. Dezember 2008 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Ich muss zugeben, ich habe mich sehr von der AVM Fritzbox 7270 infizieren lassen. Netzwerktechnisch bewegt sie sich auf Basis der Fritzbox 7170, von der ich mehr als zufrieden bin. Die 7270 ist jedoch zusätzlich eine echte DECT-Telefonanlage und das hat zusammen mit dem Fritzfon MT-D, einem echten DECT-Mobilteil, seinen ultimativen Charme.

Beispielsweise lässt sich auf der Fritzbox ein zentrales, über das Web bedienbares Telefonbuch anlegen und verwalten und auf das die Fritzfon-Mobilteile standardmäßig zugreifen – in der DECT-Mobilteilszene fürwahr keine Normalität, was mich als gestandenen Netzwerker wirklich unglaublich nervt. Ich habe einen massiv vernetzten Haushalt und kann wirklich keine Kommunikationsgeräte gebrauchen, die nur nomadisch zu steuern sind. Wo sind wir denn?

Dazu kommt leider nur die – ich muss es ganz trocken sagen – beschissene Bedienung der Telefone. Die Siemens-Anlage, die ich vor zwei Jahren gekauft habe, ist nun wirklich nicht die billigste gewesen, die Bedienung ist jedoch für Ungeübte nicht intuitiv. Und das ist vor allem dann ärgerlich, wenn meine Eltern telefonieren oder innerhalb der Anlage vermitteln sollen. Der Sinn einer Telefonanlage kann ja nicht sein, dass man am Ende trotzdem die Gespräche per pedes herumtragen muss, weil die Bedienung der Telefone kryptisch ist.

Deshalb, es läuft darauf hinaus, dass zusammengehören soll, was eigentlich zusammengehört. Und wenn die Bellheads das mit dem vernünftigen Telefonbauen nicht hinbekommen, müssen das eben die Netheads machen.

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