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Audioausgänge schwergemacht.

12. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Moderne Fernseher sind nicht für Schwerhörige gemacht. Oder es muss überraschend für die meisten Fernsehhersteller sein, dass in Haushalten, in denen Schwerhörige wohnen, noch Normalhörige wohnen könnten.

Anders kann ich es mir nicht erklären, wieso der Monolith zwar einen Kopfhörerausgang mit kleiner Klinke hat, ein eingesteckter Kopfhörer aber sofort die Lautsprecher des Fernsehers deaktiviert. Das ist vielleicht gut gemeint, leider aber dumm, wenn über diesen Kopfhörerausgang ein Funkkopfhörer für einen Schwerhörigen versorgt werden soll und der Rest des Haushaltes dann nicht um den Schwerhörigen stehen möchte, um noch etwas vom Programm zu hören. Unsere alte Röhre von ITT-Nokia (als die Nokia-Deutschlandzentrale tatsächlich noch in Pforzheim war) konnte das überraschenderweise von Hause aus.

Um das Malheur nun gerichtet zu bekommen, bedarf es diverser Kunstgriffe. Das Audiosignal muss ich nun über den zentrale Audioausgang per Cinch abholen, mit dem Nachteil, dass dieser Ausgang nicht regelbar ist. Glücklicherweise hat aber der Funkkopfhörer eine Lautstärkeregelung, dafür kostet aber eben dieser Cinch-Kleine-Klinke-Adapter schlappe 9 Euro.

42 Zoll Fernsehen.

6. März 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

So, der Toshiba 42 X3030D ist geliefert, angeschlossen und thront nun da, wo bisher der alte Nokia Röhrenfernseher - immerhin doch auch schon 71 Zentimeter Bildschirmdiagonale - stand.

Der Formfaktor von 42 Zoll (107 Zentimeter) Bildschirmdiagonale ist schon ein Ding. Der Apparat ist kaum mehr ein Fernseher, sondern konkurriert eigentlich eher mit einem Fenster. Und die schiere Größe tut ein ihriges: 35 Kilogramm ist das Ding schwer, der Fuß ist mit einem Stahlkern versehen, die Schrauben zum Montieren des Bildschirmes kann man nach Ausmustern des Fernsehers vermutlich auch noch dazu nutzen, um Flugzeugtriebwerke an Flügel zu schrauben. Damit ist aber auch eines klar: Nur mit zwei Leuten ist so ein Ding ausgepackt und aufgebaut und das ist im Zweifelsfall, wenn man sich das aufbauen lässt, ein zu beachtender Kostenfaktor.

Da die Kiste Full HD kann, also mit 1080 Bildzeilen daherkommt, fächere ich mal die Bildeindrücke etwas auf:

  • DVB-S: Also wenn ich mir mal überlege, wie genial DVB-S auf einem analogen Fernseher im Gegensatz zu analogem Satellitenfernsehen ist, so muss ich erstaunt feststellen, wie katastrophal selbst das teilweise doch recht saubere MPEG vieler Fernsehsender aussieht, die über DVB-S ausstrahlen. Man sieht schon sehr deutlich, dass MPEG vor allem den Umstand ausnutzt, das normale Röhrenfernseher die üblichen MPEG-Artefakte schlicht überstrahlt und nicht anzeigt; auf einem LCD ist solcher Müll sofort zu sehen. Dazu kommt, dass der DVB-S-Receiver über Scart am LCD-Schirm hängt und das sein übriges dazu beiträgt. Der Normalbürger, der sich an Fischen im Bild nicht sonderlich stört, mag damit klarkommen, ich finde das ätzend und muss mir mal in Ruhe anschauen, wie per HDMI angeschlossene Receiver an vergleichbaren LCD-Schirmen aussehen.
  • DVB-T: Habe ich nicht getestet, da nichts zu empfangen in unserer Region, allerdings ist da nichts gutes zu erwarten, da DVB-T noch geringere Datenraten hat, als DVB-S. Mit DVB-C (also Digital-TV via Kabel) dürfte vermutlich ein Zwischending zwischen DVB-S und DVB-T herauskommen, aber da viele Kabelkopfstationen ihr einzuspeisendes Material ebenfalls via DVB-S aus dem All angeln, ist da nichts weltbewegend frischeres zu erwarten. Ausnahmen sind auch hier sicherlich Fernsehsender, die in HD oder gar Full HD senden.
  • VHS-Video: Nur ein Satz: Don’t do it. Wenn man sich schon den Geist in Form eines solchen Fernsehers ins Hause holt, ist spätestens nach dem Kauf angesagt, die alten VHS-Schätzchen auf DVD zu übertragen. Viele Programme zum Konvertieren pfuschen noch ein paar Bildverbesserungen hinein, was bei der miesen Qualität von VHS nun wirklich nicht schwer ist.
  • DVD: Geht so. Allerdings wirklich gerade so. Die Bildschärfe leidet natürlich gewaltig darunter, dass der Player (in meinem Fall die PS3) gewaltig das Bild heraufrechnet. Wo keine Daten sind, kann halt kein Player und auch kein Fernseher etwas hinzaubern und das merkt man bei einer DVD eben wirklich, vor allem, wenn die MPEG-Datenströme nicht in Premium-Qualität daherkommen, sondern aus Platzgründen in schlechteren Datenraten. Das rächt sich sofort.
  • PS3: Da wirds dann schon spannender, wobei es erst mal sehr langweilig anfängt: War die PS3 vorher per Scart an einem analogen Fernseher angeschlossen, so ist als letzte Amtshandlung dort notwendig, in den AV-Einstellungen die PS3 auf HDMI-Anschluss umzuschalten. Ansonsten darf man schön den alten Fernseher wieder heraufholen und die PS3 nochmal anschließen. *hüstel* Danach geht allerdings sofort die Post ab, denn per HDMI wird die Bildschirmauflösung erkannt und danach findet sich der PS3-Bildschirm mit 1920 x 1080 Pixel wieder. Und das hat es wirklich in sich, denn erst hier ist die Konsole wirklich zu Hause. Das Menü der Bedienoberfläche erscheint nun fein gezeichnet, die Icons der Spiele und Videos kommen detailiert daher und die ganzen Trailer, die als HD heruntergeladen werden können, sind eine Augenweide. Eine Augenweide sind auch Spiele in HD, dazu aber mal später mehr.
  • Bluray: Ließ sich nicht vermeiden, ich brauchte zumindest mal eine Bluray-Disc, um mitzureden. Da die Auswahl im Kaufhof nicht gerade berauschend war, blieb ich mit “2001″ bei Bewährtem, zumal ich den auch noch auf DVD zum Vergleichen habe. Die Bluray-Version schlägt sich aber superior, denn gerade so Filme wie von Stanley Kubrick, die vor allem von Details leben, die man im Pantoffelkino schwer oder gar nicht sieht, sind diese in der Mega-Auflösung erkennbar. Plötzlich kann man die Schriftzüge auf Knöpfen erkennen oder den Umstand, dass praktisch auf jedem wichtigen und visionären Gerät “IBM” als Logo steht. Ich kann mich aber noch sehr deutlich an das erste Mal erinnern, als ich “2001″ im Kino gesehen habe, das kommt mit der Glotze schon sehr, sehr nahe.
  • HDV: Mit meinem HDR-HC7E-Camcorder, der in HDV aufzeichnen kann, also Full HD mit 1080i, sieht das Bild auch schon ganz ordentlich aus - im Gegensatz zu früheren Videokameras wirklich Welten, allerdings bin ich doch nicht so ganz zufrieden über die Auflösung des Camcorders. Sah das auf einem normalen Fernseher noch klasse aus, so ist das nun bei voller Auflösungsanzeige etwas mau. Aber okay, ich will jetzt mal nicht völlig übertreiben. ;-)

Generell ist der Apparat nach dem erstmaligen Einschalten ziemlich grell eingestellt. Die Farben leuchten nicht nur, sie spritzen förmlich aus dem Bildschirm, weshalb man gut daran tut, diverse Spielereien erst einmal abzuschalten. Als erstes bitte die Automatik, bei dunklen Bildern nachzuleuchten. Das sorgt nämlich nur dafür, dass eine Szene mit vielen Helligkeitskontrasten ständig “pumpt”. Danach den Schwarzwert herunterdrehen und danach den Farbkontrast. Allein schon mit diesen paar Einstellungen ist das Bild deutlich “realer”.

Der Klang des LCD-Fernsehers ist übrigens okay. Kein Ersatz für eine Heimkinoanlage, allerdings gibt es technische Spielereien, dem Sound noch zusätzliche Räumlichkeit einzupusten. Man wirbt zwar damit, dass Onkyo-Lautsprecher verbaut wurden, aber sagen wir mal so: Bestimmt sind das nicht die Gerätschaften, die Onkyo in die eigene Spitzenklasse verbaut.

Kleiner Tip zum Konsum.

1. März 2008 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Wer mit dem Gedanken spielt, sich so langsam einen vernünftigen Fernseher zu kaufen: Nun scheint die ideale Zeit gekommen. Es ist deutlich nach Weihnachten, die Konsumbereitschaft in Deutschland stagniert, obwohl es wirtschaftlich nicht wirklich schlecht läuft, viele Hersteller von Fernsehern bereiten Modellwechsel vor und die größeren Geräte gehen generell schlechter, als die kleineren - in vielen Haushalten ist halt oftmals die Wohnzimmerschrankgarnitur das begrenzende Maß.

Das Ergebnis ist unter anderem dann, dass es bei Amazon.de einen 42-Zoll-LCD-Fernseher von Toshiba in Full HD (!) mit DVB-T-Tuner (Toshiba 42 X 3030) für rund 1.040 Euro inklusive Versand per Spedition gibt. Reiner Zufall, dass ich darauf gestoßen bin, bei Otto kostet die Kiste noch mehr als 1.200 Euro und das ist schon recht annehmbar.

Da ist gerade ein richtiger Drive drin. Also überlegen, ob der Aktienfond dank stagnierender Börse vielleicht angeknackt werden sollte oder nicht. ;-)

Filme "drehen".

26. Februar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Ich finde es amüsant, wie die Phrase “Filme drehen” selbst in der modernen Welt noch gilt. Wie dreht man Filme auf Handys? Mit oder gegen den Uhrzeigersinn?

“Gedreht” werden Filme da, wo sich auch wirklich etwas dreht, beispielsweise eine Filmrolle oder ein Cassettenband. Das ist bei klassischen Filmkameras so, bei Bandkameras, aber auch bei Kameras, in denen sich neumodisch eine Mini-DVD dreht. Mit Kameras, die auf Speicherchips oder eingebautem Speicher speichern, kann man nicht mehr wirklich etwas “drehen”.

Vielleicht eher etwas “schreiben”. Aber einen Film zu “schreiben”, hört sich längst nicht so cool an. ;-)

Der letzte macht den Laser aus.

19. Februar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Also, Feierabend, HD-DVD ist tot. Wer es noch nicht glaubte, dem machte Toshiba, der Erfinder der HD-DVD heute morgen den Rolladen zu, denn sie verkündeten in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, dass das HD-DVD-Experiment gescheitert ist und die Produktion entsprechender Hardware sukzessive zurückgefahren wird.

Damit ist der Formatekrieg beendet. Ich hätte ja noch darauf gewettet, dass beide Formate verlieren und man sich am Ende auf ein neues Format einigt, aber Verdrängungswettbewerb scheint ja nach wie vor zu funktionieren. Die Bluray-Folks haben ihr Produkt einfach sexier verkauft.

Funkuhrensynchronisation.

23. Januar 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Schon mal gewundert, wieso Funkuhren (also Uhren, die per Funk über das DCF-Signal mit der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig synchronisiert werden) meist immer zur vollen Stunde seltsam blinkende Zeichen auf dem Display haben?

Alle Funkuhren sind an sich normale Quarzuhren, haben also einen eingebauten Quarz-Kristall, dessen Schwingungen dazu genutzt werden, den Takt der Uhr vorzugeben. Gängige Quarz-Kristalle sind da schon recht genau und schaffen es ohne Probleme, dass sie nur wenige Sekunden Fehllauf pro Jahr produzieren.

Um Strom zu sparen, sind praktisch alle gängigen, batteriebetriebenen Funkuhren nicht ständig auf Empfang, sondern nur in zeitlichen Abständen, um mit dem so empfangenen Zeitdatagramm die eigene Quarzuhr zu synchronisieren. Das passiert normalerweise eben stündlich oder dann, wenn man die Uhr manuell neu synchronisieren möchte.

Warner gibt HD-DVD den Laufpass.

6. Januar 2008 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Pünktlich zur Consumer Electronics Show in Las Vegas hat heute Warner eine regelrechte Bombe gezündet und angekündigt, dass Warner im Laufe des Jahres die Produktion von Filmen auf HD-DVD einstellen und sich nur noch der Blu-Ray Disc widmen wird. Warner war bis zuletzt das einzige Filmstudio, das beide HD-Formate unterstützte, das aber, ähnlich wie alle anderen Filmstudios, recht zaghaft tat. Keiner der Filmstudios wollte sich die Finger wirklich schmutzig machen.

Und das, obwohl die Verkäufe schon seit Wochen eine klare Sprache hatten, da potentiell mehr Blu-Ray Discs über den Ladentisch gingen, als HD-DVD. Das ist allerdings immer mit gewisser Vorsicht zu genießen, da das natürlich auch stark von der Filmauswahl abhängt.

Nun sieht die HD-Welt folgendermaßen aus:

HD-DVD

  • Dreamworks
  • Paramount
  • Universal

Blu-Ray

  • 20th Century Fox
  • Disney
  • Metro-Goldwyn-Mayer
  • Sony Pictures
  • Warner