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Die Tablet-Vision von Microsoft: Courier.

21. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Glaubt man Analysten, die in Firmen arbeiten, die nichts anderes wie Analysieren der Wirtschaft tun, dann wird das Jahr 2010 nicht das Jahr, in dem die Russen die Leonov hoch zum Jupiter schicken, um den die Discovery kreist, sondern das Jahr der Tablets. Während Analysten begeistert von Apples Tablet schwadronieren und es zu diesem Gerät weder ein Statement von Apple gibt, geschweige denn Bilder, haben andere da schon länger Erfahrung. Man denke da an den höchst legendären Compaq TC 1000, einem Gerät, das an sich recht schmuck aussah, die Leistung eines kleinen Notebooks hatte, mit Akku gut drei Stunden lief und eben schon 2003 mit Gestik zu bedienen war, wenn auch mit Stift. Das Ding anno 2002 zu besitzen, hat mich ein Heidengeld gekostet, aber es war einfach cool und es funktionierte.

Die Vision, die hinter “Courier” steckt, schlägt jedoch alles bisher gesehene und macht den Tablettcomputer haus-, hof- und taschenfähig. Die Idee dabei ist, dass “Courier” nicht als wirkliches Tablett daherkommt, sondern als aufklappbares Buch, dessen zwei innere Seiten jeweils aus einem Bildschirm besteht:

Auf der Website von Gizmodo.de/PC Professionell, die die Materialien zu “Courier” angeblich zugespielt bekommen haben wollen (ich glaube bei solchen Projekten allerdings nicht an Leaks, sondern glaube, dass das bewusst zugespielt wurde), gibt es auch noch eine Reihe von Fotos der Studie, die den Kleincomputer unter anderem in zugeklapptem Zustand zeigen.

Die Idee hinter “Courier” hat dabei eine andere, höchst faszinierende Geschichte, sie kommt nämlich aus dem Projekt “Codex”, in dem die Macher folgenden, durchaus etwas unförmigen Klumpen gebaut haben:

Wer jedoch genau hinschaut, weiß, warum das so ein Apparat ist, denn beide Hälften des Prototyps bestehen aus jeweils einem eigenständigen Taschencomputer des Herstellers OQO, auf dem nicht irgendein heruntergestripptes Not-Betriebssystem arbeitet, sondern ein vollständiges Windows, in dem seit Windows XP die Tablettfähigkeiten fest eingebaut sind.

2010 wird spannend in den Taschen – und nicht nur dort. Denn im Gegensatz zu Apple wird Microsoft zeigen müssen, wie sie mit solchen Hardwarekonzepten dann in der Produktionsphase umgehen, denn wenn es aus der Tablet-PC-Geschichte eine Sache zu lernen gab, dann den Umstand, dass das Projekt von der Idee über den Prototypen bis zum fertigen TabletPC eine kleine Ewigkeit dauerte, weil zu viele beteiligte Hersteller mit unterschiedlichem Engagement an das Thema herangingen.

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Das Profi-Business-Werkzeug namens “iTunes”.

19. November 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Mit iTunes Termine zu Outlook zu synchronisieren, funktioniert augenscheinlich kinderleicht. Augenscheinlich. Denn hinter den Kulissen schafft es iTunes tatsächlich, Termine nicht korrekt zu synchronisieren, so dass immer wieder folgendes mit ganztägigen Kalenderdaten passiert:

Synchronisationsfehler Termine Outlook-iPhone

Ganztägige Termine, die Geburtstage nun mal für gewöhnlich sind, sind nach einer Synchronisation auf dem iPhone plötzlich nicht mehr ganztägig, sondern beginnen erst um 23 Uhr und enden um 23 Uhr am nächsten Tag. Oder auch schon um 1 Uhr nachts. Und das nicht bei allen Geburtstagen, allerdings immer nur Geburtstagen und ohne erkennbare Systematik. Und wenn man das nicht schnell genug merkt und fatalerweise das iPhone das nächste mal wieder an den Rechner hängt, synchronisiert das von offensichtlichen Kindern programmierte Gerät die verpfuschten Termine mit gleicher ID wieder zurück in den Outlook, so dass keine Langeweile bei der händischen Terminpflege aufkommt.

Was iTunes unter Windows richtig gut kann? Ressourcen fressen, sich nicht an Rechtevergaben von Windows halten und Leuten auf den Sack gehen.

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Microsoft Office Labs Vision 2019.

5. November 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich habe ja schon wirklich genügend Visionen gesehen (meine eigenen und die vieler anderer), das hier von den Microsoft Labs “blows me up”, wie der Amerikaner vortrefflich zu sagen pflegt und für das es einfach keine adäquate Übersetzung gibt. Knapp sechs Minuten, die derartig inspirierend sind, dass einem die Tränen kommen:

So stelle ich mir das vor. Da kommt es mir gar nicht auf das Handy an, die Funksteuerung im Haus, die digitale Zeitung oder die Kaffeetasse. Nein, es ist das nahtlose, das ineinandergreifende, was es ausmacht. Ich muss nicht erst im nomadischen iPhone eine Anwendung einen Webserver starten lassen, um es dann in ein WLAN-Netzwerk mit einem anderen Gerät einzubinden, damit ich von diesem Gerät zum iPhone eine Datei verschieben kann. Sondern ich schubse es rüber zu einem anderen Gerät, die alle in einem Netzwerk verbunden sind und von Hause aus zusammenarbeiten und im Idealfall kann man sogar produktiv damit arbeiten.

Es gibt wenig Firmen, denen ich den so großen Spagat zwischen Funktionalität, Produktivität und Moderne zutraue und ich bin sehr gespannt darauf, was daraus im Hause Microsoft wird. Die Jungs und Mädels, die bei Microsoft in den Office Labs arbeiten und die ich extrem schwer um diese Jobs beneide, haben noch ein paar andere visionäre Filme auf Lager, wobei das obige mit Abstand das eindrucksvollste ist.

[via Steffen]

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Öffnen von alten Dateiarchiven.

3. Oktober 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Wenn es in Zukunft einen wirklich lukrativen Job in der EDV geben wird, dann wird es mit Sicherheit im Berufsfeld eines “Dateiarchäologen” zu suchen sein. Was wir im Laufe eines Lebens an Dateien speichern und für die Nachwelt festhalten, ist nicht nur gewaltig groß, sondern schon nach wenigen Jahren höchst spannend, überhaupt an die Inhalte heranzukommen.

Beispiel: Ich habe vor ca. drei Jahren eine Software gekauft, die aus einem proprietären Dateiformat EPS-Grafikdateien exportieren kann. Schon damals, also im Jahre 2006, war das Programm relativ altbacken, was sich auch schon an der Setup-Datei zeigte, denn die darin enthaltenen Dateien waren teilweise aus dem Jahre 1997. Aber damals ließ sich das installieren und gut war es. Nun habe ich wieder eine Datei umwandeln wollen und wollte mit der Setup-Datei die Software installieren: No way, es ging nicht.

Nach etwas Recherche offenbarte sich die Misere: Die Setup-Datei wurde einst mit InstallShield gepackt. An sich auch heute kein Problem, da InstallShield nach wie vor ein wichtiger Platzhirsch im Feld der Installationsprogramme ist. Allerdings wurde damals die Version 3 genutzt und die arbeitete als 16-Bit-Anwendung. Für 32-Bit-Betriebssysteme kein sonderliches Problem, da sie 16-Bit-Programme in einem eigenen Modus ablaufen lassen können, das funktioniert jedoch nicht mehr mit heute immer weiter verbreiteten 64-Bit-Betriebssystemen, die ich ausschließlich einsetze. Die Problemstellung war also die, an ein Programm heranzukommen, dass in einem unausführbaren Setup-Programm liegt. Moderne Packprogramme können heute übliche Setup-Archive wie CAB- oder MSI-Dateien problemlos öffnen, allerdings eben nicht mehr in diesem Dateiformat, wie sie einst InstallShield 3 verwendete.

Nach nicht wenig Suche bin ich auf ein Programm namens Universal Extractor gestoßen, das genau dies kann und nebenbei auch noch viele andere Archive öffnen, von denen ich teilweise noch nie etwas gehört habe. Die Bedienung ist dabei sowas von Understatement, wie es sich für ein Programm, das viel drauf hat, gehört:

Screenshot "Universal Extractor"

Das Freeware-Tool gehört wirklich in jeden Werkzeugkasten eines Windows-Benutzers.

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SIMAP-User des Tages.

5. September 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Tatsächlich bin ich noch für wenige Augenblicke der SIMAP-Benutzer des Tages. Davon kann ich mir leider nichts kaufen und außer drei Besuchern auf dem Blog hat mir das nichts weiter gebracht, dennoch ist man als Mitrechner einfach mal stolz, dass nun ich an der Reihe war. :-)

Hier der Fotobeweis (ein Klick macht es groß):

Besim ist der SIMAP-User des Tages am 5. September 2009

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Unfreiwillig volle Speicherkarte.

12. Juni 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

RAW-Formate brauchen Platz. Viel Platz. Wenn meine Nikon D700 alle Register zieht, landet ein 12 bis 14 Megabyte großer Datenkavenzmann auf der Speicherkarte und bei meiner 16 Gigabyte schweren Speicherkarte gehen davon – laut hochrechnender Zähler, rund 600 Stück drauf.

Heute war die Speicherkarte voll. Randvoll. Das überrascht dann doch, da ich ja nun nicht gerade zu der Fraktion der Fotoamateure gehöre, die alle technischen Eventualitäten eines Motives dadurch abfangen, indem der Finger minutenlang den Auslöser gedrückt hält. Ein einziges, lumpige Bild fand sich nach einem doch etwas erschrockenen Blick auf den Wiedergabemonitor auf der Speicherkarte. Etwa die nächste Speicherkarte kaputt?

Des Rätsels Lösung fand sich erst am PC: Die ganze Speicherkarte war voller Musik. Offenbar habe ich es geschafft, weitgehend unbemerkt meinen Windows Media Player dazu zu bringen, meine halbe Musiksammlung per USB-angeschlossener Kamera auf die Speicherkarte zu synchronisieren, mit der die Kamera logischerweise nichts anfangen konnte. Einmal kurz nicht aufgepaßt und schon steht man draußen in der Prärie vor einer vollen Speicherkarte.

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Probleme mit Firefox, WordPress und Google Gears.

29. Mai 2009 | 15 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Gestern habe ich ein höchst merkwürdiges Problem beobachtet. Ich schreibe einen Artikel im WordPress-Editor und möchte ein Bild einfügen. Dazu klicke ich auf das Bild-einfügen-Symbol über dem Editor und danach stürzt sofort Firefox ab. Gut, denke ich, kann passieren. Nochmal Firefox starten, zwischengespeicherten Artikel hervorholen, Bild-einfügen-Symbol klicken und schon wieder Firefox-Absturz. Na klasse. Ich habe dann gestern nicht mehr weiter daran geschustert, sondern den Artikel unsäglicherweise mit dem Internet Explorer 8 geschrieben.

Umso erstaunter war ich gerade, als ich genau das gleiche Verhalten nun auch mit meinem Firefox im Büro beobachte. Artikel schreiben, Bild-einfügen-Symbol klicken, Absturz. Okay… mal eine andere WordPress-Installation testen, ich habe ja genügend. Und siehe da: Seit gestern stürzt nun Firefox (aktuelle Version 3.0.10) bei allen WordPress-Installationen (sind alle bei 2.7.1), die ich unterhalte, an genau der gleichen Stelle ab! Nett, nicht?

Also, ran ans Gebälk und die Firefox-Installationen verglichen, hier vor allem die Add-Ons. Dazu sei allerdings angemerkt, dass in den letzten Wochen in beiden Browser-Installationen keine Add-Ons hinzukamen oder signifikant geändert wurden. Der erste Griff führte dann auch aus dem Tunnel heraus, als ich testweise Google Gears deaktiviert habe. Siehe da: Firefox hält wieder.

Google Gears ist ein Werkzeug, mit dem Web-Applikationen dafür sorgen können, Teile ihrer Installation auf lokale Rechner abzulegen und dort auszuführen, beispielsweise JavaScript-Bibliotheken oder ständig zu ladende Grafiken von Administrationsbereichen. Daraus ergibt sich dann in der Regel ein durchaus spürbarer Geschwindigkeitsgewinn. Die Gears-Unterstützung von WordPress kam mit der Version 2.6 und funktionierte eigentlich auch prima bei mir, allerdings nun eben seit gestern nicht mehr.

Es hilft übrigens auch nicht, die betreffenden WordPress-Installationen in den Gears-Einstellungen aus dem Caching wieder herauszunehmen. Ich muss tatsächlich Google Gears total im Firefox deaktivieren, erst dann führt ein Klick auf das Bild-einfügen-Symbol im Firefox wieder zum Auswahlfenster und nicht mehr zum Absturz.

Beobachtet jemand derzeit ähnliches?

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Formulare am PC mit Windows Journal ausfüllen.

19. Mai 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich bin durch und durch einer, der bedrucktes Papier nur als Buch oder Zeitschrift erträgt, nicht unbedingt aber als handschriftlich auszufüllende Formulare, die man dann möglicherweise auch noch faxen muss. Denn dazu braucht man einen Drucker (den ich nicht besitze), ein Faxgerät (das ich auch nicht besitze) und Papier (was ich als Träger von nur wenigen Minuten auf Papier bereitzuhalten Informationen für zu schade halte).

Eine feine Sache ist hier das PDF-Format, wenn der Ersteller eines Formulars sich die durchaus mühselige Arbeit gemacht hat, ausfüllbare Felder in das Formular einzuarbeiten. Formular herunterladen, im Adobe Reader am Bildschirm ausfüllen und ausdrucken, entweder auf Papier oder per Druckertreiber auf ein virtuelles Faxgerät (beispielsweise per Fritz!Fax).

Leider sind ausfüllbare PDF-Formulare eher die Seltenheit. Die meisten Formulare sind einfach nur in PDF gegossene “dumme” Formulare und wenn es schon ausfüllbare PDF-Formulare gibt, haben die gern noch gelegentlich die Eigenschaft, dass nicht alle Felder auch am Computer ausgefüllt werden können, beispielsweise Unterschriftsfelder. Doch hier bringt Windows Vista eine hauseigene Lösung mit und die nennt sich Windows Journal.

Windows Journal ist ein Programm, das eigentlich ursprünglich aus der TabletPC-Welt von Windows XP kommt und dazu dient, dass an einem TabletPC mit einem Stift bequem via Bildschirm handschriftlich auf virtuelles Notizpapier geschrieben werden kann. Das funktionierte sogar richtig gut, so dass Windows Journal fest im Lieferumfang von Windows Vista dabei ist. Es findet sich im Startmenü im Zubehör-Ordner und dort im Unterordner TabletPC. Falls dieser Unterordner nicht vorhanden ist, müssen die “optionalen TabletPC-Komponenten” als Windows-Funktionen unter “Programme und Funktionen” in der Systemsteuerung nachinstalliert werden. Ist aber eine Sache von wenigen Minuten.

Der Weg eines auszufüllenden Formulars zu Windows Journal funktioniert über einen virtuellen Drucker namens “Journalnotizdruck”, der installiert wird, wenn Windows Journal erstmals gestartet wird:

Windows Journal: Installation des Druckertreibers

Und danach wird es einfach: Einfach das gewünschte Formular auf den Bildschirm holen (in meinem Beispiel ist es das nicht direkt ausfüllbare GEZ-Abmeldeformular), Drucken, als Drucker den “Journalnotizdruck” auswählen und in der Dateiauswahl den Standort der zu erstellenden Datei angeben:

Windows Journal: JNT-Datei erzeugen via Druck

Erzeugt wird dann eine Datei mit der Dateiendung “.jnt”, was eine Windows-Journal-Datei kennzeichnet. Mit einem Doppelklick lässt sich das dann in Windows Journal öffnen und kann dort mit dem Stift direkt am Bildschirm ausgefüllt werden. Wer keinen TabletPC bzw. Grafiktablett hat, hat natürlich hier nur wenig Chancen, kann sich aber immerhin (recht umständlich) mit Textfeldern behelfen. Wer damit fertig ist, kann das so ausgefüllte Formular abspeichern und ausdrucken, entweder auf Papier oder beispielsweise eben auf einen virtuellen Faxdrucker.

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Fliegen wie ein Vogel für 50 Euro.

27. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Die Maussteuerung von Google Earth ist – gelinde gesagt – bescheiden und ein wirklicher Schwachpunkt. Zugegeben, es ist auch ein Ding der Unmöglichkeit, eine dreidimensionale Umgebung mit einem zweidimensionalen Zeigegerät zu steuern. Ein Flugzeug bekommt man immerhin auch schlecht mit einem Lenkrad gesteuert.

Eher aus Gründen der Neugier habe ich vor einigen Jahren deshalb ein Gerät namens SpaceNavigator eines Unternehmens namens 3DConnexion gekauft, einem Tochterunternehmen von Logitech. Ich muss zugeben, ich habe aus Zeitgründen mit dem Ding kaum gespielt und irgendwann recht bald nach dem Kauf wieder eingemottet. Vermutlich deshalb, weil Google Earth noch nicht die phänomenale Akzente bot, wie es heutzutage der Fall ist und ich damals auch noch keine vernünftige Grafikkarte hatte.

Denn mit dem SpaceNavigator ist die dritte Dimension buchstäblich greifbar. Neben Vor-Zurück und Rechts-Links gibt es mit dem Steuerkopf auch ein Hoch-Runter, so dass man mit etwas Übung praktisch wie ein Helikopter in Google Earth steuern kann. Mit einer ruhigen Hand sind die spektakulärsten Kameraflüge möglich, von denen jeder Kameramann nur träumen kann.

Entwickelt wurde der SpaceNavigator eigentlich für professionelle 3-D-Anwendungen wie AutoCAD oder Maya, um beim Modellieren von dreidimensionalen Objekten die Maus oder das Zeichentablett weitgehend auf das Bearbeiten des Objektes zu konzentrieren und dem SpaceNavigator die Ansichtssteuerung zu überlassen. Ein zugegebene sehr cleverer Schachzug des Marketings war jedoch, eben diesen SpaceNavigator auch in einer Personal Edition mit einem attraktiven Preis anzubieten und ambitionierte Privatnutzer anzusprechen, die damit neben Google Earth auch die 3-D-Anwendungen Blender und SketchUp nutzen können, die immerhin kostenlos sind bzw. in einer kostenlosen Version existieren.

Der Preis von 50 bis 60 Euro ist es jedenfalls wert: Der SpaceNavigator ist hervorragend verarbeitet, liegt mit seinem schweren Metallfuss fest auf dem Tisch und ist angenehm zu bedienen. Und wer damit seine ersten “Flüge” absolviert hat, will ihn nicht mehr hergeben.

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Mehr RAM – und deine Kiste steht!

20. Februar 2009 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ich war gerade doch nicht wenig verblüfft. Da sitzt man munter am Tisch mit Leuten, dröhnt herum, dass mein Notebook jetzt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher hat, will das Ding anwerfen und dann dauert es und dauert es und dauert es. Das Hochfahren dauert wirklich unangenehm lange. Und das hat einen sehr einfachen Grund: Hibernation. Oder wie wir in der deutschen Sprache sagen: Ruhezustand.

Im Gegensatz zum Standby-Modus, bei dem ein Notebook nicht gänzlich heruntergefahren wird, sondern der Arbeitsspeicher weiter mit Strom versorgt wird und damit das Herunter- und Hochfahren sehr schnell geht, wird im Hibernation-Modus das Notebook tatsächlich heruntergefahren. Damit dann beim Hochfahren nicht ein komplett neuer Windows-Start fällig wird, wird der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte geschrieben und beim Starten wieder in denselbigen eingelesen. Das waren bis heute Nachmittag eben noch zwei Gigabyte und das sind nun vier. Und das ist nur bedingt witzig, weil es den Ruhezustand wirklich massiv ausbremst.

Sprich: So geht das ja mal gar nicht – ohne Hibernation stehe ich mir so die Füße in den Bauch. Und deswegen werde ich die vier Gigabyte morgen wieder ausbauen und gegen zwei Gigabyte austauschen. Zumindest so lange, bis ich so reich bin wie Göksi-Man und der Kiste wohl oder übel etwas vorgezogen eine Solid State Disk anstatt der bisherigen Festplatte gönne. Rein faktisch gesehen wäre dieses Tuning dann aber wirklich die absolute Oberlatte, denn die Preise für Solid State Disks sind sowas von hochexplosiv, das ist der regelrechte “Ober-Burner”, um mal in der Sprache meiner Cousinen zu sprechen.

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