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Maschinenschreiben galore.

16. Juni 2012 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Eine der wirklich fundamentalen Dinge, die ich in der Berufsschule gelernt habe, ist das Maschinenschreiben, also das Tippen auf eine Tastatur im Zehnfingersystem. Das lernt man in fast allen kaufmännischen Berufen in den Berufsschulen und was da anfangs wirklich eine böse Qual ist, ist am Ende doch eine Sache, die einen vermutlich bis zum Lebensende begleitet.

Bis zum Lernen des Zehnfingersystems war ich geübter Zweifingertipper. “Geübt” deshalb, weil ich mit zwei Fingern gar nicht so langsam tippen konnte. Dennoch ist das Zweifingersystem natürlich nicht ansatzweise mit dem Zehnfingersystem zu vergleichen. Man schafft nicht im Traum die Schreibgeschwindigkeit und muss vor allem ständig auf die Tastatur schauen, um die Tasten zu treffen.

Eine der zentralen Dinge des Maschinenschreibens ist nämlich, dass man eine Grundstellung der Hände hat (man beachte die fühlbaren Markierungen auf den allermeisten Tasten bei den Tasten “F” und “J”) und von dieser Grundstellung alle Buchstabentasten und die obere Zahlenreihe erreichen kann. Und zwar mit dem jeweils genau dafür festgelegten Finger. Mit etwas Übung trifft man dann diese Tasten dann, ohne auf die Tastatur schauen zu müssen und kann sich so erheblich besser auf den zu schreibenden Text konzentrieren.

Ich bin mal so frei und sage, dass ich vermutlich eher nicht in der IT-Branche arbeiten würde, wenn ich das Maschinenschreiben nicht gelernt hätte. Von der Art der Texteingabe hängt zwar nicht unbedingt die intellektuelle Aufnahmefähigkeit ab, allerdings ist es schon ein großer Unterschied, ob man beim Entwickeln eines Programmes oder Textes auch noch ständig auf die Tastatur schauen muss oder sich eben besser auf das konzentrieren kann, was auf dem Bildschirm zu stehen hat. Ich merke das immer wieder dann, wenn ich mal absichtlich in den Zweifingermodus schalte und dazu dann auf die Tastatur schauen muss. Da geht das Schreibtempo so herunter, dass ich das Zweifingersystem sogar ab und an gern dazu nutze, einfach mal kurzfristig geistig “herunterzufahren”, weil ich dann bewusst nicht so viel Input tippen kann.

Um mal ein paar Zahlen zu nennen: Ein normaler Zweifingerschreiber schafft pro Minute zwischen 80 und 150 Tastenanschläge pro Minute. Geübtere Tipper können dies auch mal kurzfristig auf 200 Tastenanschläge pro Minute hinaufschrauben, das sind aber keinesfalls dauerhaft erreichbare Tippleistungen.

Im Zehnfingersystem sind 100 bis 300 Tastenanschläge pro Minute problemlos auch für Anfänger erreichbar. Mit viel Übung kann man das dann deutlich hochdrehen. Aktuell schaffe ich 450 Tastenanschläge pro Minute und kann damit sicherlich 80 % aller Maschinenschreiber locker in die Tasche stecken. Im Vergleich mit echten Profis sind aber auch meine 450 Tastenanschläge pro Minute eher nichts, denn echte Profis bringen es auf mindestens 800 Tastenanschläge und die echte Rekordzone beginnt erst jenseits der 1.200 (!) Tastenanschläge pro Minute. Da muss dann tatsächlich auch die Textverarbeitungssoftware mitspielen, wobei echte Rekordmessungen mit ganz eigenen Erfassungsprogrammen vorgenommen werden, bei denen der Eingabepuffer eben sehr zügig ausgewertet wird.

Lohnt es sich, Maschinenschreiben auch später noch zu lernen? Eindeutig ja. Das Schreiben wird flüssiger, weniger anstrengend und man hat an Tipparbeit deutlich mehr Spaß bzw. empfindet überhaupt erst Spaß. Und man schafft es, sich mit der Tippleistung deutlich näher an die Sprech- und Denkleistung des menschlichen Gehirnes anzunähern, wobei dieser Vergleich seeeehr dehnfähig ist. So langsam, wie selbst die schnellsten Maschinenschreiber tippen, denken nur wenige Menschen.

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Kinder dürfen nicht auf die CeBIT. Und?

11. März 2012 | 15 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ein Blogartikel von Systemadministrator Lars Reineke mit einem persönlichen Erfahrungsbericht zur CeBIT bzw. zu einem missglückten CeBIT-Besuch hat mir gestern eine Menge Amüsemang beschert. Reineke wollte am gestrigen Samstag auf die CeBIT und hatte die Familie im Gepäck, was an der Kasse offenbar zu einer Diskussion darüber führte, da er mit seinem Kleinkind aufgrund Messeregularien nicht auf die CeBIT durfte. Kinder unter acht Jahren haben keinen Zutritt auf die Messe. Das übrigens nicht erst seit diesem Jahr.

Und dabei will ich gar nicht mal die Frage beantworten, welchen Sinn es hat, an einem Wochenende einen Familienausflug mit Kleinkind ausgerechnet zur weltgrößten Computermesse nach Hannover zu machen, wo man doch als Systemadministrator sehr sicher wissen dürfte, dass eben gerade am Messewochenende dort nicht weniger als die Hölle los ist. Ich habe keine Kinder, mir fehlt die Entscheidungsgrundlage, auch wenn meine Tendenz zur Antwort in so einer Fragestellung sehr eindeutig gegen einen Messebesuch geht.

Zuerst einmal ist die CeBIT eine … Achtung, zentrale Argumentation … Fachmesse. Sprich: Da geht es weniger um Unterhaltung im Sinne des unbeschwerten Durchlüftens von Gehirnwindungen, sondern es geht um das Business. Und zwar ganz gehörig. Die CeBIT ist nun mal die weltgrößte Computermesse, sie ist brutal kurz, extrem weitläufig, Hannover ist eine schreckliche Stadt, das Wetter ist zur CeBIT in der Regel desolat, die Anfahrt zum Messegelände mit Auto, Bahn, Flugzeug und Viehtransport gleichermaßen beschwerlich, wenn man es mit den Horden tun muss, die eben an so einem Wochenende zur CeBIT wackeln. CeBIT ist nicht Expo, auch wenn die vor zwölf Jahren dort stattfand.

Was man bei so einer Fachmesse wirklich am “allerbesten” gebrauchen kann, sind Sonntagsausflügler und Souvenirjäger. Die gibt es schon genügend in Form von gelangweilten Computerbesitzern, die sehr gern dem Fachpersonal von Geldautomatenherstellern die dollsten Geschichten von ihren Geldautomatenbenutzungen erzählen oder in Form von eben Souvenirjägern, die alles abgreifen, was nicht niet- und nagelfest ist. Die CeBIT ist all das, was die Computerwelt ausmacht und die ist in vielen Fällen nicht sehr schön. Die Messe kostet für alle Beteiligten ein Schweinegeld und zerrt an Gesundheit und Nerven.

Ich habe allerdings auch kein Verständnis für das inzwischen legendäre CeBIT-Gejammer von Leuten, die nicht ausdrücklich dort hin müssen, weil sie Standpersonal sind oder anderweitig für die CeBIT arbeiten müssen. CeBIT ist harte Arbeit und wird nur vom Marketing schöngeredet, weil man natürlich unmöglich damit werben kann, kilometerweit durch stickige Hallen wandern zu müssen, horrend viel Geld für Verpflegung zahlt und in den zweifelhaften Genuss von den seltsamsten Anzug-Hemd-Krawattenkombinationen kommt, die es auf dem Planeten gibt.

Und dass da keine Kleinkinder hineindürfen und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen, das ist kein böses Verbot, das ist tatsächlich praktizierter Jugendschutz. Es gibt schönere Plätze auf Erden, als das hannoversche Messegelände zur CeBIT-Zeit. Für Kinder und auch für Erwachsene. Manchmal muss man das Eltern auch mit Verboten erklären, so sehr ich auch Verfechter einer möglichst verbotsarmen Gesellschaft bin.

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Warum haben Notebook-Akkus keinen Ladestecker?

10. Januar 2012 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Das ist wirklich mal so eine Frage, auf die ich keine Antwort finde, wie ich gerade in einem längeren Telefon festgestellt habe. Gut, bei Handy-Akkus könnte ich mich noch auf die Argumentation einlassen, dass für einen Stecker kein Platz ist und bei modernen Smartphones in der Regel der Akku-Ausbau – wenn überhaupt möglich – nur sehr umständlich möglich ist und zudem die wenigsten Menschen tatsächlich auch einen Ersatzakku dabeihätten. Aber bei Notebook-Akkus ist das nun wirklich so eine Frage. Zumal es bei vielen Notebooks inzwischen üblich ist, dass zwei Akkus mitgeliefert werden und mit einem Ladegerät logischerweise auch nur ein Notebook geladen werden kann. Mit zwei Ladegeräten übrigens dann eben auch nur, denn zum Laden brauche ich ja, mangels eigenem Ladestecker des Akkus, eben immer das Notebook dazwischen.

An der Ladeelektronik kann es kaum, die ist bei Lithium-Ion-Akkus entweder direkt im Akku mit verbaut oder extern im Notebook, kann aber nicht so teuer sein, dass man sie nicht auch in einem Netzteil, eben im Akku oder mindestens in einem dazwischenschaltbaren Adapter integrieren könnte.

No idea. Keine Ahnung, warum Notebook-Akkus keinen eigenen Ladestecker haben.

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Mein erstes Zeitungsabo auf dem iPad.

14. Dezember 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Und es ist noch nicht einmal eine Zeitung, die ich lese, sondern die türkische Tageszeitung Hürriyet, die mein Vater täglich liest und auch immer noch täglich auf seinem iPad. Und da ist gestern die dreimonatige Probezeit zu Ende gegangen, was ich von meinem Vater auch nicht sofort mitgeteilt bekommen habe, da er dachte, da sei einfach irgendetwas mit der App oder dem Internet kaputt. Tja, das Probeabo ist halt kaputt und zwar planmäßig kaputt. :-)

Der Kauf des Abos läuft über den iPadschen AppStore und kostet für das Jahresabo 25,99 Euro. Das ist, wie bereits schon einmal geschrieben, ein Spottpreis gegenüber den rund 360 Euro, die man hierzulande für ein Jahr Hürriyet auf Totholz bezahlt und dazu auch noch täglich zum Kiosk zu latschen hat. Sprich: Die fünf Monate, die er nun die Hürriyet auf dem iPad gelesen hat (2 Monate zunächst auf meinem und dann 3 Monate auf seinem) haben bis jetzt 150 Euro gespart und allein mit der Ersparnis ist sein gebrauchtes iPad schon zur Hälfte bezahlt. Amortisiert hat sich das Ding dann schon im April nächsten Jahres.

Eine kleine Fußfalle gibt es beim Abo-Kauf: Das Abo verlängert sich automatisch, wenn nicht 24 Stunden vor Ablauf des Abos gekündigt wird. Das lässt sich aber dankenswerterweise abschalten, wenn man sich die nach dem Abo-Kauf zugesendete Mail genau anschaut und dem Link zu iTunes folgt. Dort landet man nämlich dann auf der Abo-Seite und kann dort die automatische Verlängerung folgenlos deaktivieren. Dann gibt es nach Ablauf des Abos eben wieder eine entsprechende Meldung, dass eine Abo-Verlängerung wieder fällig wird. Ist mir so immer lieber, als irgendwelche Geldeinzugsautomatismen.

Und einen netten Nebeneffekt habe ich bei der Aktion dann auch noch gefunden: Schließt man anstatt eines Monats-Abos ein Jahres-Abo ab, gibt es als Zugabe noch einen Monat dazu. Effektiv kostet dieses Hürriyet-Jahres-Abo jetzt also tatsächlich 2 Euro im Monat, niemand muss mehr zeitig zum Kiosk laufen, mein Vater bekommt nun auch tatsächlich die türkische Ausgabe der Hürriyet und wir tragen ungefähr 3 kg weniger Altpapier monatlich vor die Türe.

Wie man allerdings mit einem Einzelverkaufspreis von gerade einmal 7 Cent auch für türkische Verhältnisse zukünftig ein überregionales und auch weltweit stationiertes Redaktions- und Korrespondentennetz und noch einen Verlag finanzieren will, das ist für mich ein Rätsel. Draufzahlen tut da vermutlich vor allem die deutsche Niederlassung der Dogan Mediengruppe, die in Deutschland eine durchaus ansehnliche Niederlassung mit eigenen Redaktionen und einem eigenen Druckhaus in Mörfelden-Walldorf unterhält. Aber das kann nicht mein Problem sein.

Aber, Steve Jobs, während ich dir ja nie so recht über den Weg traute, hast du mit meinem Vater einen großen Fan gewonnen. Das muss man auch erst einmal schaffen.

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Elterliche iPad-Erfahrungen, Teil 2.

18. November 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Zwei Monate hat mein Vater sein iPad nun und es wird Zeit, ein paar weitere Erfahrungen dazu ins Web zu kippen:

  • Mein Vater ist inzwischen zu einem eingefleischten E-Paper-Leser geworden. Inzwischen sind es zwei Tageszeitungen, die er täglich darauf konsumiert, weiterhin die Hürriyet und nun auch noch zusätzlich die türkische Tageszeitung Sözcü. Letztere ist ein regierungskritisches Blatt und ist in Europa gar nicht in gedruckter Fassung erhältlich. Das tägliche Ritual läuft also so, dass mein Vater morgens das iPad aufschlägt und beide Tageszeitungen über ihre Apps aus dem Internet herunterlädt und liest. Die Zeitung Sözcü gibt es, ebenso wie die Hürriyet, dabei als E-Paper, die Zeitungsseiten sind also als zoombare Seiten angelegt.
  • Das Hinein- und Hinauszoomen aus einem E-Paper macht ihm nach wie vor Spaß und das ist eigentlich das wirklich interessante dabei. Denn während wir Digital Natives das wirklich als “old school” begreifen, bringt mein Vater da ganz andere Vorteile an. Er weiß nämlich grundsätzlich, welche Seiten für ihn interessant sind und holt sich nur die dort verteilten Inhalte heran und zoomt sich zudem die Artikel immer genau in die Größe, wie er sie gern lesen möchte. “Zeitungstext zu klein” ist da gar kein Thema.
  • Der Nachrichtenkonsum wird, wie erwartet, nicht stärker, aber selektiver. Man kann nun eben mal nicht vier Tageszeitungen gleichzeitig lesen, also fallen andere Zeitungen weg. Erstes Opfer – mir tut das ja nicht sonderlich leid – ist die Bild-Zeitung. Und obwohl es ja ein Abo für das iPad gäbe, will mein Vater sie nicht mehr.
  • Eine weitere Killerapplikation: Online-Banking. Eine Lizenz für iOutbank besitze ich ja, also wurde das auch auf das väterliche iPad installiert. Und das funktioniert, der tägliche Blick auf das Konto ist schon angelernt.

Auf ein paar technische Unzulänglichkeiten sind wir auch schon gestoßen:

  • Mit der Bildschirmtastatur tat sich mein Vater schwer. Und nachdem ich das mal etwas näher analysiert habe, ist da wohl das fehlende Tastenfeedback das Problem. Das visuelle Feedback durch das kurze Dunkelgrauwerden des Buttons hat er gar nicht registriert und das iPad-typische Tastaturklicken ist einfach zu leise. Man kann das zwar lauter machen durch das generelle Hochdrehen der allgemeinen Lautstärke, das rächt sich aber spätestens dann, wenn ein Video gestartet wird.
  • Was auch fehlt, ist die Einstellmöglichkeit einer “Sekundärsprache”. Beispiel: Als Standardsprache habe ich ja Türkisch eingestellt. Die iPad-Bedienoberfläche ist komplett eingetürkischt, damit kein Problem. Viele Apps sind das aber nicht und nehmen in so einem Fall, wenn es keine Übersetzung für die Standardsprache des iOS-Gerät gibt, eben Englisch. Englisch verstehen aber meine Eltern wiederum nicht. Wenn man nun als Sekundärsprache Deutsch hinterlegen könnte und sich Apps an diese Einstellung im Zweifelsfall erinnern, könnten sie die eBay-App zur Not eben in Deutsch bedienen, da es keine türkische Übersetzung gibt.

Das Web

Das Web ist für mein Vater immer noch eine Geschichte, die derzeit nicht weiter interessant ist. Die Auswahl an expliziten Nachrichten-Apps in türkischer Sprache ist rar, immerhin haben wir jetzt mal eine Handvoll gefunden, die er nun auch täglich anschaut, aber tatsächlich nur zum Nachrichtenüberblick. Die Tageszeitung ist immer noch die Hauptinformationsquelle.

Meine Mutter ist da schon mutiger, was daran liegt, dass sie sich für Handarbeiten interessiert und sie schon eine ganze Sammlung von Web-Adressen hat, die nun besucht werden. Wer hat so nicht mit den ersten Schritten im Web angefangen? Neben dem “Hand-Surfen” ist aber inzwischen auch Google das Standardwerkzeug. An Google Fragen stellen, das geht erstaunlicherweise sehr flott. :-)

Was wir jetzt noch alles üben werden: E-Mail, Telefonbuch und Wikipedia.

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iPad Nr. 2

14. September 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Nein, wir reden nicht davon, dass ich schon wieder einen iPad-Austausch forcieren muss (das wäre dann nämlich iPad Nr. 5), sondern das mein Vater seit gestern nun stolzer Besitzer eines eigenen iPad ist. Reine Notwehr, denn sonst hätte ich meines nicht mehr zurückbekommen. Da mein Vater von so Dingen wie Gigabytes, 3G, schnellem Prozessor etc. keine Ahnung hat, ist nun ein gebrauchtes Nur-WLAN-iPad 1 mit 16 GB am Start, das mit 340 Euro ganz anschmiegsam ist.

Zum Einstand habe ich ihm sein Frühstücksbrettchen auf Türkisch konfiguriert und mit einigen türkischsprachigen Nachrichten-Apps ausgestattet. Wichtig ist natürlich das Hürriyet-ePaper, das wir nun dank einem neuen iPad nochmal drei Monate kostenlos bekommen. Immerhin kostet danach das Abo der türkischen Tageszeitung nur 25 Euro – pro Jahr. Allein mit der Ersparnis gegenüber der Printausgabe ist das iPad nach rund 13 Monaten schon wieder refinanziert.

Mit den installierten Nachrichten-Apps brach dann die Revolution hier aus, denn aus denen kommt er nun schon seit Stunden nicht mehr heraus. CNN Türkei und der türkische Ableger von MSNBC stellen in ihren Apps einzelne Clips aus ihren Nachrichten bereit, was nun die etwas unangenehme Nebenwirkung hat, dass mir hier gerade die Bandbreite ins Internet fehlt. Sehr ausgiebig besucht wurde auch Google Maps und die totale Sensation – eBay. Und Englisch lernen wir nun auch, jetzt wissen wir alle, was zum Beispiel “Loading” heißt.

Schauen wir mal, wie das die nächsten Tage weitergeht und ob ich hier anfangen muss, die Netzneutralität im Haus infrage zu stellen. ;-)

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Entstörung in Sachen Bluetooth-Maus.

9. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Dass ich jemals außerhalb der Telefonwelt mal den Begriff “Entstörung” verwende… :-)

Anyway… ich habe mir vor einer Weile eine Bluetooth-Maus für mein Notebook gekauft. Anforderung dabei war, dass die Maus ohne Bluetooth-Dongle zu kommen hat, immerhin hat mein HP Elitebook einen eingebauten Bluetooth-Empfänger und wegen eigenwilliger Produktpolitik eines Mausherstellers baue ich hier keine zusätzlichen Bluetooth-Netzwerke auf. Die Wahl fiel daher auf eine Microsoft-Maus, nämlich eine “Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000 v1.0″, die ich stolz für schlappe 5 Euro bei eBay ersteigert habe. Dort verkauft mit dem Hinweis, dass sie Spirenzien machen würde und deshalb als kaputt verkauft wird.

Die Maus selbst war dann tatsächlich nagelneu und unbenutzt und funktioniert seitdem auch einwandfrei. Das Problem war auch sehr einfach einzugrenzen und dürfte so vermutlich häufig auftreten. Es hat nämlich etwas mit Stand-By, Hibernation und der Energieverwaltung zu tun, also dem Wiederauferstehen einer schlafengelegten Windows-Sitzung.

Das Problem macht sich folgendermaßen bemerkbar: Hat man eine Windows-Sitzung frisch gestartet, funktioniert die Maus ohne Probleme. Die Probleme tauchen erst auf, wenn eine Windows-Sitzung mit Stand-By oder Hibernation eingefroren und wieder gestartet wurde. Da funktionieren Mäuse ohne Dongles nicht mehr so zuverlässig und verlieren gern einmal die Verbindung. Das kann man dann akut nur noch dadurch beheben, in dem man die Bluetooth-Schnittstelle in der Windows-Sitzung hardware-seitig und dann auch noch die Bluetooth-Maus neu startet. Und selbst dann dauert es meist nicht lange, bis die Maus schon wieder nicht funktioniert.

Das Rätsels Lösung ist ein rein notebook-technisches, nämlich das Energiesparen. Standardmäßig sind auch die Netzwerkschnittstellen in die Energiesparpläne von Windows eingebunden und werden beispielsweise bei Nichtnutzung – je nach Energiesparplan – vorübergehend deaktiviert. Das mag mitunter nicht jede Bluetooth-Maus, weshalb übrigens einige Maushersteller gern eigene Dongles liefern, um genau hier nicht in solche Schwierigkeiten zu tappen.

Dabei ist die Lösung eigentlich sehr, sehr einfach. Im Geräte-Manager lässt sich für jedes Peripheriegerät die Berechtigung für Windows in Sachen Energieverwaltung separat konfigurieren. Und erfahrungsgemäß ist die Bluetooth-Schnittstelle kein wirklicher Energiefresser, zumal sich bei allen gängigen Notebooks die Funkschnittstelle nochmal gesondert deaktivieren lässt und das auch für die Bluetooth-Schnittstelle gilt, unabhängig davon, ob sie aus der windowsschen Energieverwaltung genommen wurde oder nicht.

Aber nun eine Kurzanleitung für Windows Vista und 7, wie man die Bluetooth-Schnittstelle aus der Windows-Energieverwaltung nimmt:

  1. Klick auf den Start-Button.
  2. Im Startmenü rechte Maustaste auf “Computer”.
  3. Dort “Eigenschaften” auswählen, es öffnet sich das “Basisinformationsfenster”.
  4. In diesem Fenster dann links auf “Geräte-Manager”, es öffnet sich derselbige.
  5. Im Geräte-Manager gibt es dann eine Gruppe namens “Bluetooth-Funkgerät, die mit einem Klick auf das vorangehende Pluszeichen aufklappen.
  6. Das Bluetooth-Gerät des Notebooks mit der rechten Maustaste anklicken, “Eigenschaften” auswählen.
  7. Im Eigenschaftsfenster ganz rechts den Reiter “Energieverwaltung” auswählen.
  8. Dort gib es dann den Punkt “Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen”. Hier den Haken raus, alles mit OK bestätigen, Geräte-Manager wieder schließen.
  9. Glücklich sein.

 

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Ein verhängnisvolles RAM-Update.

11. August 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Mitte Juli habe ich meinem PC ein größeres Arbeitsspeicher-Upgrade gegönnt. Die bis dato installierten 2 Gigabyte haben sich immer häufiger als Engstelle in der Arbeit erwiesen. Ich bin nun mal jemand, der punktuell sehr heftig arbeitet und wer schon mal Photoshop, Illustrator, Sony Vegas (Videoschnitt), nebenbei dann auch Firefox, Thunderbird und Tweetdeck geöffnet hält, merkt sehr schnell, dass 2 Gigabyte Arbeitsspeicher nicht mehr viel sind. Zuletzt machte dann auch der Nvidia-Grafiktreiber immer häufiger die Grätsche wegen Speichermangels.

Bei den aktuellen Speicherpreisen habe ich dann kurzfristig beschlossen, gleich den ganz großen Hammer zu holen und den Rechner auf volle 8 Gigabyte Arbeitsspeicher aufzurüsten. Vier mal 2 Gigabyte-Riegel und das dann mit einem netten Preis meines Haus-und-Hof-Hardwarelieferanten und gut. Da ich meinen Dualcore-Rechner schon von Anfang an mit einem 64-Bit-Windows betreibe, ist der Speicher soweit auch nutzbar. Und ich merke dieses Upgrade sehr deutlich, denn der PC ist zwar nicht schneller in seiner Verarbeitung (Dualcore 2,1 GHz reichen mir allerdings noch), allerdings läuft einfach mehr gleichzeitig.

Was ich allerdings nicht bedacht habe, ist der Umstand, dass RAM-Riegel defekt sein können. Und das war dann auch einer der vier Riegel. Gemerkt habe ich das gar nicht mal so direkt, sondern eher an subtilen Symptomen – unvermittelte Programm- und Diensteabstürze, merkwürdige Verarbeitungsfehler und heute Mittag dann mal ein inzwischen extrem selten gewordener Besucher – ein Bluescreen. Immerhin gingen keine Daten verloren.

Der lotste mich dann immerhin auch in die richtige Richtung. Die Meldung “PFN_LIST_CORRUPT” ist ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass der Arbeitsspeicher an einer Stelle fehlerhaft arbeitet. Also, Speicherriegel nacheinander und einzeln mit dem Memorytest im BIOS überprüft und tatsächlich einen Riegel gefunden, der Speicherfehler hat.

Immerhin war der Umtausch des Riegels bei der Firma Arlt mehr als unkompliziert. Ein kurzer Anruf, kurz vorbeigeschaut, freundlich bedient, eine Garantierechnung unterschrieben und schon gab es einen neuen Riegel. Der nun auch funktioniert. Warten wir es mal ab.

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Reparieren der defekten Kalender-Minianwendung unter Windows 7.

31. März 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Dinger gibt es, da fasst man sich wirklich gelegentlich an den Kopf. Beispielsweise begrüßte mich heute morgen mein Windows-Desktop folgendermaßen in der Sidebar. Man beachte das orangefarbene Kalenderblatt, das normalerweise das aktuelle Datum anzeigt.

Kurzum, es hat nichts geholfen, was man akut in solchen Fällen machen würde: Minianwendung entfernen, den sidebar.exe-Prozess abschießen, Benutzer abmelden, Rechner neu starten. Es hätte übrigens, wenn man sehr auf Schmerzen steht, auch nicht geholfen, in der allergrößten Paranoia Windows neu aufzusetzen. Denn wenn der folgsame Benutzer dann irgendwann, nach einem Tag Windows-, Service-Pack- und Hotfixes-Installieren letztendlich den Internet Explorer 9 installiert hätte, wäre das Problem wieder aufgetaucht – der Internet Explorer 9 scheint nämlich das Problem zu verursachen. Wie genau er das schafft? Keine Ahnung, direkt nach der Installation funktionierte die Kalender-Minianwendung zumindest noch. Dass die Minianwendung zumindest mit dem Internet Explorer verbandelt sein könnte, lässt sich daraus schließen, dass die Windows-Minianwendungen in Wirklichkeit keine echten Programme, sondern Widgets sind, also in JavaScript gescriptete Anwendungen. Und dazu bedient sich Windows eben dem Internet Explorer bzw. dessen JavaScript-Umgebung.

Der Fix von Microsoft

Das Problem mit der nicht funktionierenden Kalender-Minianwendung scheint so häufig aufzutreten, dass es im Support-Bereich von Microsoft sogar schon einen Knowledge-Base-Artikel dazu gibt, inklusive einem Hotfix. Dieser Hotfix besteht dabei aus einer Anwendung, die lediglich einen Eintrag in der Windows-Registry abändert, der den Fehler verursacht.

Sprich: Auf der obigen Seite mit dem Knowledge-Base-Artikel gibt es weiter unten einen Button zu einer “Fix-it”-Anwendung. Diese Datei herunterladen, auf dem betreffenden Windows-7-Rechner ausführen, Windows neu starten und dann sollte die Kalender-Minianwendung wieder das aktuelle Datum anzeigen.

Manchmal kann man über so manch Windows-Problem und dessen Lösung nur staunen. Und das vor allem deshalb, weil das so eine Kategorie von Problemen ist, wo man ein halbes Wochenende darüber brüten könnte, wenn man nicht sofort mal eine Suchmaschine des Vertrauens damit betraut, Lösungen zu suchen.

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Network Attached Storage mit der Fritzbox 7270.

26. März 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Meine AVM Fritzbox 7270 kann sich nicht darüber beklagen, dass ich nicht alle Bordmittel, die das Ding anbietet (und die mit jedem Update der Firmware immer umfangreicher werden), auch ausgiebig nutze. So gehört die Möglichkeit, die Fritzbox mit dem Einstecken einer mobilen Festplatte oder eines handelsüblichen USB-Stick zu einem echten Network Attached Storage auszubauen, zu einem Klassiker, bei dem ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie ich denn früher eigentlich von PC zu Notebook und umgekehrt Daten verschoben habe.

Auf dem PC tagsüber arbeiten und sich dann noch eben schnell Dateien, die ich auf dem Bauch liegend am Notebook fertigbearbeiten möchte, auf das Netzlaufwerk verschieben – Check! Oder Dateien, auf die ich auch von extern zugreifen möchte, auf das Netzlaufwerk legen und dann von unterwegs aus per VPN Verbindung zur Fritzbox herstellen und darüber dann auf das Netzlaufwerk zuzugreifen – Check! Es tut einfach und zwar per FTP, Secure FTP und auch per SMB, also dem, was man landläufig unter “Windows-Freigabe” versteht. Und auch einen Passwortschutz gibt es, wenn leider hier mit dem Manko, dass es nur einen einzigen Benutzer gibt. Das ist jedoch nur ein Mini-Problem, die Fritzbox ist ja auch nicht dazu da, ein Corporate Network abzudecken.

Flott ist flott, aber manchmal nicht flott genug.

Obgleich die NAS-Funktion problemlos funktioniert, darf man jedoch keine Geschwindigkeitsweltwunder erwarten. Bei meiner Fritzbox 7270 habe ich bei einem angesteckten USB-Stick (Corsair Voyager GT) eine durchschnittliche Schreibrate von 690 Kilobyte/Sekunde und eine Leserate von 840 Kilobyte/Sekunde. Das ist nicht schlecht für einen extrem multifunktionalen Router, aber natürlich weit davon entfernt, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Mein PC ist mit der Fritzbox per Homeplug verbunden, das erreicht auf dieser Strecke durchschnittlich 10 Megabyte/Sekunde. Mein verwendeter USB-Stick hat eine Schreibrate von rund 20 Megabyte/Sekunde, ist also sicher auch nicht das Nadelöhr. Das ist hier in dieser Konstellation tatsächlich die Fritzbox, der man einen größeren Datentransport auch durchaus im Leistungsmonitor auf der Web-Oberfläche ansieht. (Besser soll es anscheinend mit der Fritzbox 7390 sein, die habe ich jedoch nicht und kann dazu auch nichts sagen.)

Für das Auslagern von Daten ist die NAS-Funktion der Fritzbox jedoch durchaus brauchbar, wenn man nicht gerade sehr große Dateien ständig zu verschieben hat. Und wenn man berücksichtigt, dass man mit dieser Lösung kein externes NAS-Gerät braucht, was zusätzlich Strom frisst, wird das alles schon sehr, sehr attraktiv.

Aus dem Besim-Labor: Fritzbox-NAS und Media Streaming.

Gleich vorweg: Alles, was ab hier negativ formuliert ist, rechne ich ausdrücklich nicht der ansonsten hervorragenden Fritzbox an. Die AVM-Leute können ja schließlich nichts dafür, dass ich gerne experimentiere. ;-)

Die NAS-Funktion der Fritzbox 7270 regt natürlich meine Phantasie an und in meiner Phantasie hätte ich gern meine Audiodatenbank zentral im Netzwerk, um darauf nicht nur mit meinem PC, sondern auch per Notebook und externen Media Playern zugreifen zu können. Ich habe zwar eine “echte” NAS mit zwei spiegelnden Festplatten, die auf diesem Weg 1 Terabyte Speicherplatz im Netzwerk bereitstellen, allerdings habe ich auch Energiespargründen diese NAS nicht ständig am Start. Selbst im Energiesparmodus ist mir der Spaß für Privatzwecke einfach zu kostspielig und reine Energieverschwendung.

Die Fritzbox 7270 liefert einen UPnP-fähigen Media Server in der aktuellen Firmware mit, der ist jedoch im jetzigen Zustand (März 2011) eher mau. Der Media Server lässt keine Einschränkung auf bestimmte Verzeichnisse zu und kann darüber hinaus nur MP3-Dateien indizieren. Da aber meine Mediathek aus AAC-Dateien besteht, ist der Media Server für mich unbrauchbar. Und ohne Media Server fällt schon mal die Möglichkeit flach, sich die Musik, die auf einem angeschlossenen NAS-Medium liegt, mit einem UPnP-fähigen Client streamen zu lassen.

Und da wird es jetzt zu einem Problem, denn wenn das Netzlaufwerk bzw. das NAS sich nicht selbst um die Musikverwaltung kümmern kann, muss das der Client selbst tun und das heißt, dass sehr viel Netzkommunikation laufen muss. Ein eigentliches Lied zu laden, ist dabei noch das geringste Problem, aber jeder Player will natürlich beim Aufbau einer Mediendatenbank die Informationen eines jeden Musikstücks lesen und laden. Und das heißt, dass mal eben die gesamte Mediendatenbank durch das Netz gezogen möchte – mit den obigen Datenübertragungsraten. Bei meinem Versuch habe ich nach zwei Stunden aufgegeben, weil iTunes für solche Zwecke absolut nicht zu gebrauchen ist, aber immerhin noch eine andere architektonische Baustelle aufzeigt: Musik, die auf externe MP3-Player möchte, muss ja auch über das Netzwerk bezogen werden. Das Befüllen eines großen MP3-Players, das ja auch auf normalem Wege gut und gern eine Stunde und mehr dauern kann, wird mit unserem kleinen Flaschenhals hier eine Wochenendaktion.

Test abgebrochen. Das Netzlaufwerk meiner Fritzbox macht also weiterhin brav und gut meinen Dateiaustausch, dient aber vorläufig nicht als Medienserver. Eine andere NAS-Lösung für mein “USB-Stick-Monster” mit seinen 64 Gigabyte Speicherkapazität bahnt sich jedoch an, dazu in den nächsten Tagen mehr. Das “Besim-Labor” hat also noch etwas vor. ;-)

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