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Der Lack ist ab. Aber sowas von.

4. Januar 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Und ich habe es gemacht. Das Auto verkratzt. Mein Auto!

Vor einigen Tagen habe ich heimlich etwas darüber gelächelt, wie eine gute Freundin von mir, frisch nach dem Umzug, ihre Haustüre hat zuknallen lassen, allerdings mit dem Umstand, dass sie außerhalb der Wohnung die kurzfristig entflohene Katze suchen gehen wollte und zur Safari den falschen Schlüssel gegriffen hat. 130 Euro kostet eine Türöffnung außerhalb der Geschäftszeiten inzwischen. Tja, 130 Euro fort. Ich habe zwar nicht wirklich laut gelacht – man ist ja Gentlemen und lacht nur, wenn man dazu aufgerufen wird – aber wer den Schaden hat, braucht sich bekanntlicherweise um den dazugehörigen Spott nicht zu scheren, der kommt dann von allein.

So, und was mache ich am letzten Donnerstag, um den gewaltigen Schnee von meinem Auto wegzuräumen? Vermeintlich clever sein und die Schneeschaufel holen. Das Ergebnis sieht man dann wenigstens (eine echte Win-Win-Situation im absoluten Loose-Dilemma) im Kundenblog des Autohauses Heinrich Gerstel, das ich betreue: Schneeräumen auf die Brachialtour.

Das werden jetzt sicherlich mehr als 130 Euro und ich werde jetzt nicht mehr über Menschen lachen, die ihren Hausschlüssel zu Hause vergessen. BAH!

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Opel Insignia OPC.

22. März 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Auf die sehr kurzfristige Frage meines Lieblingsautohauses, ob ich mal bei einer bestimmten Aktion aushelfen könnte, musste man mich nicht lange bitten. Nämlich bei der Überführung eines Opel Insignia von Pforzheim nach Rüsselsheim.

Das war dann nicht einfach nur ein Opel Insignia, der heute morgen nach Hause gefahren werden wollte, sondern ein Insignia “OPC”. Das steht für “Opel Performance Center” und ist der Haustuner von Opel. Und der hat aus dem Auto einen Hobel gemacht, dessen Leistung schon mir nicht mehr ganz geheuer sind: 325 PS, 2,8 Liter Hubraum, Vierradantrieb, ein Spitzentempo von 250 km/h und in 6 Sekunden von 0 auf 100. Eine Pferdekutsche mit 325 Pferden vornedran, irgendwo jenseits von 50.000 Euro Kaufpreis.

Erster Eindruck: Kein Stadtauto, absolut nicht. Ich bin es mit meinem Serien-Astra gewohnt, etwas “draufzudrücken”, bei so ziemlich allem, was man machen will. Das ist kein Problem, wenn man von einem smart kommt, sehr wohl aber eines, wenn man mal eben ein anderes Auto fährt. Die ersten Kilometer bis zum Tankstopp 1 bin ich daher auch weitgehend wie auf Eiern gefahren, so vorsichtig ist man. Einmal etwas beherzter auf’s Pedal und schon sind wir bei 50 km/h. Und netterweise hat es eine Anfahrhilfe für den Berg, so dass ich als miserabler Bergkuppler es sogar aus dem Pforzheimer Tal schaffte, ohne das Auto an jeder Ampel ständig absaufen zu lassen.

Nach Rüsselsheim sind es rund 160 Kilometer, die man grob in drei Teile aufteilen kann. Der Zubringer namens “A8”, die Rennstrecke A5/A6/A67 und dann der Rest auf der A60. Auf der A8 von Pforzheim nach Karlsruhe geht nichts, hier ist weitgehend ein Tempolimit angesagt, außerdem ist die Strecke zu weiten Teilen vierspurig.

Auf der A5 habe ich mich dann hinter Karlsruhe mal vom vorausfahrenden Timo leiten lassen, das Gaspedal im sechsten Gang etwas auf Durchgängigkeit zu testen. Der Aufkleber der Winterreifenherstellers bat darum, möglichst die 240 km/h nicht zu überschreiten, daran hielt ich mich. Okay, ich habe schon bei lausigen 220 km/h aufgegeben, immerhin ist mein normales Richttempo meiner Nach-smart-Phase beim Astra zwischen 140 und 160 km/h. Und 220 km/h hat gereicht, um mich mal bei den ganzen Audis, BMWs, Mercedes, Porsches und all dem anderen Gesocks, das mich jahrelang als Kleinwagenfahrer ärgerte, mal zu revanchieren. Der verzweifelte Audi-Fahrer, den ich hinter Bruchsal hinter mir stehengelassen habe, wird in Erinnerung bleiben. ;-)

Fast schon erschreckenderweise stand dieses Auto wie eine Eins auf der Straße. Das mich störende Brummen, was man offensichtlich bei Autos dieser Leistungsklasse lieben muss, war nicht mehr zu hören, das Auto war leiser, als alles andere. Obwohl ich mich durchaus in schnell fahrenden Autos zügig unwohl fühlen kann, war das nach zehn Kilometern erledigt. Man sitzt in einem Schiff, ein hochwertiges Interieur, ein Lenkrad wie aus Gran Turismo 5. Dass man in einer Mittelklasse sitzt, ist zumindest für den Fahrer in diesem Auto kaum zu spüren. Allerdings auch in Sachen Verbrauch nicht, denn dank des derzeitigen Benzinpreises hat die Hinfahrt mal eben 28,80 Euro SuperPlus-Sprit gekostet (18 Liter für 160 km, also 11,3 Liter pro 100 km).

Ich habe leider vergessen, das Auto zu fotografieren. Dafür stand am Opel Rental Center ein neuer Opel Meriva herum, den man in freier Wildbahn derzeit weitgehend nur rund um Opel-Werke findet. Man beachte die gegenläufig öffnenden Türen:

Und das mit der Raucherzone hat man auch clever gelöst, die Qualmer müssen schlicht raus in die Raucherbox, die wirklich unübersehbar ist:

So kann man auch sanft Druck machen, sich das mit dem Rauchen einmal zu überlegen.

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Freitäglicher Wahnsinn.

27. November 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Wäre ich heute – entgegen meiner normalen Fahrweise – eher offensiv von der Mittagspause zurückgekehrt, hätte ich auf den 4,5 Kilometern von zu Hause folgendes im/am Auto haben können:

  • Ein Hinterteil eines Opel Meriva auf der Fahrerseite, deren Fahrerin beim Rückwärts-Ausfahren aus einer Garage nicht nach hinten schaute.
  • Den Außenspiegel eines silbernen BMW, der in einer Engstelle eines Baustellenbereiches nicht akzeptieren wollte, dass ich schon längst in der Engstelle war.
  • Eine ältere Mitbürgerin mitsamt ihren Einkäufen auf meiner Motorhaube, die einfach mal so über die Straße laufen wollte und offensichtlich die Motivation dabei hatte, erst nach dem Betreten der Straße nach eventuellem Straßenverkehr zu schauen.
  • Die aufgerissene Fahrertür eines schwarzen BMW, dessen junger Fahrer beim Aussteigen den fließenden Verkehr nicht beachten wollte.
  • Frontal einen entgegenkommender Audi, der Tomaten auf den Augen zu haben scheint, da er mir auf dem Parkplatz entgegenkam und nicht ausweichen wollte.

Heute irgendwas besonderes los? Das kann ja noch heiter werden.

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Flughafereien.

11. Dezember 2008 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Ich bin ja beim Autofahren keiner, der es besonders hektisch nimmt. Meine Fahrweise ist streng pazifistisch-defensiv, ich behalte gern den Überblick, lasse andere Leute einscheren und fahre deshalb auch nicht unbedingt daneben. Deshalb war das Abholen eines Bekannten vom Frankfurter Flughafen eher eine kleinere Mission.

Allerdings wird – wie immer – am Frankfurter Flughafen wieder kräftig gebaut. Ich bin also sicherheitshalber in einer der vorderen Parkhäuser hinein, bis ganz nach oben, habe ein Ticket gezogen und bin streng den Schildern nach, um eine geeignete Parkbucht zu finden. Einmal sechs Stockwerke hinauf, seltsamerweise dann plötzlich wieder sechs Stockwerke hinunter, etwas Slalomfahren zwischen den Häusern und plötzlich stand ich an der Parkhausausfahrt, dummerweise mit einem unbezahlten Parkticket.

Überraschenderweise – und das werde ich mir sehr gut merken – hat der Automat an der Schranke dieses unbezahlte Stück Parkausweis anstandslos angenommen. Und also einmal rund um den Bottich und einen zweiten Anflug genommen. Und es gibt tatsächlich an einer Stelle eine richtige Fehlleitung von ankommenden Autos und der nicht vollständig aufmerksame Autofahrer kommt tatsächlich in die Exit-Lane, die kilometerlang ist und auf der er dummerweise ohne Wendemöglichkeit bis zur Ausfahrt geleitet wird. Finde ich schon sehr interessant, dass das den Verkehrsplaner ausgerechnet am Frankfurter Flughafen passiert, denn gerade den Flughafen mag ich von der Verkehrsanbindung wirklich sehr. Wer jemals am Terminal 2 jemand abholen musste, hat in fünf Minuten einen Parkplatz und ist in fünf Minuten auch wieder draußen.

Im Übrigen bin ich heute Panzer in Form eines Opel Zafira gefahren. Eigentlich eine hübsche Familienkarre mit Stauraum, in dem wir zu viert mit sicherlich 60 Kilo Gepäck, einem Kinderwagen und einem Snowboard Platz fanden, ohne dass es jemandem zu eng wurde.

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Neuartige Platzkonzepte im Autobau?

29. November 2008 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in AutomobilWelt

Ich finde es immer wieder witzig, wenn Autohersteller mit “neuartigen Platzkonzepten” daherkommen, wenn sie ein eigenes Microauto vorstellen. So macht es gerade Toyota mit seinem doch ganz schnuckelig aussehenden iQ, der vier Personen Platz bieten soll.

Bei “neuartigen Platzkonzepten” ist das fundamentale Geheimnis, ein paar Dinge nie gleichzeitig anzupreisen. So hat der Toyota iQ tatsächlich Platz für vier Menschen, dann allerdings darf niemand Gepäck dabeihaben. Und zwar wirklich kein Gepäck, denn mit ausgeklappter Rückbank ist der Kofferraum eher ein Kofferschlitz. Solche Fotos sieht man dann natürlich eher nicht in den bunten Prospekten.

Den Trick hat auch der Autohersteller smart mit dem ForFour auch mal probiert und das ist immerhin derjenige, der mit dem “echten” smart einmal das genaue Gegenteil propagiert hat: Da habt ihr, liebe Käufer, ein kleines Auto mit nur zwei Sitzen und wenigstens einem halbwegs brauchbaren Kofferraum, denn ihr braucht nicht wirklich andauernd eine Rückbank, wenn ihr sie die meiste Zeit nur spazierenfahrt.

Und damit hatten sie bei vielen Autofahrern vollkommen Recht, denn in sieben Jahren Zweisitzer-smart-fahren habe ich maximal eine Handvoll Male ein größeres Auto gebraucht. Sicherlich sieht das bei einer vierköpfigen Familie alles dann schon wieder ganz anders aus, wobei sich an sich auch dann dort die Frage stellt, wieso man zwei Mal ein Auto mit Rückbank braucht, wenn Vati eigentlich immer nur allein ins Büro rauscht. Sicherlich muss man immer irgendwo irgendwelche alten Zöpfe abschneiden, aber es geht definitiv nicht, wenn man als Autohersteller vier Zöpfe empfiehlt und zu wenig Platz hat. Auch das hätte man von smart und seinem ForFour-Flop eigentlich lernen können.

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