Drei Jahre ICD.

Dieses Jahr „feiere“ ich den nunmehr dritten Geburtstag meiner ICD-Implantation deutlich näher am 10. Mai, als letztes Jahr und spannenderweise gibt es immer weniger darüber zu sagen, noch weniger als letztes Jahr zum zweiten Jahrestag. Die Tage, an denen mir nicht in den Sinn kommt, dass ich ICD-Träger bin, überwiegen deutlich und wenn mir der ICD in den Sinn kommt, dann ist es in den seltensten Fällen negativ. Dieses „eine Sorge weniger“ überwiegt doch sehr stark, zumindest kann ich das als jemand sagen, der nicht besonders schwer unter schweren Herzrhythmusstörungen leidet.

Ich merke das Gefühl der Erleichterung vor allem immer dann, wenn ich von Todesfällen höre, in denen plötzliches Herzversagen als Grund angenommen wird, was ein häufiger Todesgrund ist – bei jungen Menschen sogar mit Abstand der häufigste. Ein gesundes Herz gerät zwar nicht oft so fatal aus dem Takt, dass es in einem sehr engen Zeitfenster von allein wieder zu einem Sinusrhythmus zurückfindet, aber da viele Herzerkrankungen völlig schmerzlos vonstatten gehen und auch nicht als solche erkannt werden, ist die Chance, sich sein Herz durch eine Herzmuskelentzündung und durch fehlende Rehabilitation zu schädigen, messbar. Was man mit 20 noch an „Schock-Diätkur“ weitgehend problemlos durchziehen konnte, ist mit 40 nicht mehr ganz so einfach wegzustecken. Wir sollten wirklich etwas auf unsere Körper achten und nicht ganz so viele Risikopotentiale anhäufen. Und vor allem nicht dem Irrglauben verfallen, dass Raubbau am Körper mit möglichst genauso viel „gutem“ Raubbau behandelt werden könnte.

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