Banking für Fortgeschrittene: Subsembly Banking 4.

Bis zum Mai diesen Jahres habe ich für meine Online-Banking-Aktivitäten die Software Starmoney verwendet und die immerhin für viele Jahre seit der Version 3. In der Zwischenzeit ist Starmoney bei Version 9 angelangt und das einzig schöne daran ist, dass ich Starmoney nicht mehr benutzen muss. Im Laufe der Zeit wurde Starmoney immer größer, immer schwerfälliger, immer langsamer und das wirklich ätzende an Starmoney ist, dass zum Rendern unter Windows die Engine vom Internet Explorer verwendet wird. Der Spaßfaktor – sofern man beim Online-Banking von Spaß reden kann – hielt sich bei Starmoney in sehr engen Grenzen.

Mehr oder weniger durch Zufall stolperte ich im Mai daher auf eine Software namens Banking 4 vom Unternehmen Subsembly aus München. Banking 4 ist eine Bankingsoftware, die es für verschiedene Plattformen gibt, derzeit für Windows und als mobile Version für iOS und für Android. Und es fängt schon mal bei der Dateigröße an: Der Installer der Windows-Version ist gerade einmal 3,4 Megabyte groß (wohlgemerkt, das ist der komplette Installer, da wird nichts nachgeladen). Zum Vergleich: Der Installer von Starmoney 9 ist satte 175 Megabyte groß.

Mit 3,4 Megabyte kommt eine komplette Bankingsoftware daher, die sich in kürzester Zeit installieren und einrichten lässt. Spannend ist da vor allem ein Installationsdetail, denn die Software lässt sich unter Windows komplett autonom auf einen externen Datenträger installieren, zum Beispiel auf einen USB-Stick. Da ich immer wieder auf ein Notebook wechsle, ist mir das gerade beim Banking wichtig und ich habe mir bei Starmoney bisher dadurch beholfen, in dem ich die Datenbank, in der meine Konten gespeichert sind, auf einem USB-Stick hatte und Starmoney auf PC und Notebook installiert hatte. Eine Notlösung, denn so musste ich natürlich zwei Starmoney-Installationen pflegen. Subsembly Banking 4 installiert sich bei einer USB-Stick-Installation komplett in ein Verzeichnis auf denselbigen, mit allem Pipapo. Und braucht dort auch nur schlappe 6 Megabyte Speicherplatz. Quasi nichts.

Und auch plattformübergreifend funktioniert der Datenaustausch einwandfrei, denn die gespeicherte Benutzerdatenbank funktioniert so auch unter iOS und Android. Die Macher denken da vor allem an die Dropbox als externe Cloud, auf die die mobilen Banking-4-Apps auch zugreifen können. Kann man machen und ist mit einem hinreichend komplexen Passwort sicherlich auch nicht sehr problematisch, aber für mich nix. Selbst wenn man aber die Benutzerdatenbank von Hand geräteübergreifend verschiebt, funktioniert der Zugriff plattformübergreifend.

Beispiel: Meine normale Benutzerdatenbank für das Banking liegt auf dem USB-Stick. Würde ich jetzt eine Woche in Urlaub gehen, könnte ich diese Benutzerdatenbank einfach auf mein Android-Tablet verschieben und könnte auf diese Datenbank mit Banking 4A (die Android-Version von Banking 4) direkt auf diese Datenbank zugreifen können und hätte nach der Passworteingabe den gleichen Zugriff auf meine Konten, wie zu Hause am PC. Und wäre ich wieder zurück aus dem Urlaub, würde ich die Benutzerdatenbank einfach wieder zurück auf meinen USB-Stick schieben und dort weitermachen.

Banking 4 kennt die gängigen Banking-Standards HBCI, HBCI+ und FinTS und funktioniert daher mit den meisten Banken auf Anhieb. Für die meisten Banken ist daher die Bankleitzahl und die Zugangsdaten zum Online-Banking schon ausreichend, um das Konto erfolgreich anzulegen. Nach dem Start präsentiert sich eine kleine, sehr aufgeräumte Software, die sofort auf den ersten Blick sagt, wie es auf den Konten ausschaut. Da ich bei meinem Full-HD-Bildschirm Programme höchst selten auf Fenstergröße aufziehe, ist das Banking hübsch und klein und übersichtlich.

Mit was Banking 4 wirklich glänzt, ist Tempo. Das Programm ist sofort geöffnet, der Kontenrundruf in Sekunden erledigt, auf der Übersichtsseite bekommt man mit den aktuellen Salden und den letzten Vorfällen einen groben Überblick und dann ist das Ding auch schon wieder geschlossen. Klickt man auf ein Konto, springt es sich in die Kontenansicht, in der alle Vorfälle detailiert aufgelistet sind.

Von hier aus lassen sich natürlich auch Vorfälle starten, hier auch mit allem, was so üblich ist. Überweisungen, Überträge, Lastschriften sind allesamt schon SEPA-fähig und schnell vorgenommen, zudem gibt es bei wiederkehrenden Vorfällen die Möglichkeit, eine bereits vollzogene Kontenbewegung als Vorlage für einen weiteren Vorfall zu nehmen. In Sachen TAN funktionieren die meisten Verfahren wie Smart-TAN, Chip-TAN, Mobile-TAN und Photo-TAN.

Und selbst das Ausprobieren ist risikolos, denn die Windows-Version gibt es 30 Tage zum kostenlosen Testen, die Android- und iOS-Apps als kostenlose Starter-Version für ein Kreditinstitut. Die Windows-Vollversion schlägt mit 19,90 Euro zu Buche, die mobilen Apps mit je 4,99 Euro. Das ist für Banking-Software eher das untere Limit und in meinen Augen jeden Cent wert.

In Sachen Support kann ich ebenfalls nur Gutes berichten. Ich habe den Support zwei Mal per Mail in Anspruch genommen und hatte in beiden Fällen am gleichen Tag eine Antwort, die mir weiterhalf.

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