netplanet-Artikel zu Mobile Computing.

Die Arbeit an netplanet (also dem Lexikon) ist ein antizyklisches Geschäft. Tatsächlich ist das Lexikon kein Nullsummengeschäft, sondern erwirtschaftet durch Werbeeinnahmen monatlich einen niedrigen, dreistelligen Betrag plus jährlichen Tantiemen durch die VG Wort und zusätzlich – darauf bin ich dann nochmal zusätzlich stolz – etwa 20 Euro jährlich für Zitierungen in Schulbüchern. 😉

Antizyklisch ist das netplanet-Geschäft deshalb, weil ich zum Schreiben eigentlich nur dann komme, wenn ich anderweitig Zeit habe. Zur Zeit ist Sommer und da einige Projekte gerade in der Angebotsphase hängen, bleibt Zeit zum Schreiben. Beziehungsweise für Recherche, denn das Schreiben ist eher das Abfallprodukt einer vorherigen Recherche.

Was auf meiner Artikelagenda schon seit mehreren Jahren ganz oben steht, ist das Thema Digital Living. Die Rubrik habe ich vor vier Jahren als „neueste“ Rubrik geöffnet und leider glänzt da bisher nur ein einziger Artikel. Der große Rest liegt auf Halde: Mobile Computing, Location Based Services, Cloud-Computing, Network Gaming und noch ein paar Sachen. In der täglichen Online-Arbeit fallen mir immer wieder Artikel und Texte auf den Weg, die ich sammle und archiviere und irgendwann muss man halt mal anfangen, zu sortieren und zu schreiben.

Zu den obigen Komplexen liegen ca. 200 Links und Texte auf Halde, dazu nochmal ungefähr 30 Whitepapers. Die Recherche mache ich immer mal wieder abends auf dem Sofa per Tablet und mache dann Notizen an anderer Stelle, meist in meine Notizensammlung auf Google Keep. Von da aus geht dann das Schreiben eines ersten Textes in Google Docs und irgendwann zieht so ein Text dann in eine eigene HTML-Datei und wird geschrieben, Stück für Stück. Meist wird viel zu viel geschrieben und Themenblöcke in weitere Artikel ausgegliedert oder auf Halde genommen, weil es dann doch einfach zu viel wird.

Mobile Computing ist so ein Komplex, der brutal ist, denn die Geschichte des Mobile Computings beginnt letztendlich schon im alten Mesopotamien mit tragbaren Abakussen. Elektronisch wird es dann ab den 1970er Jahren mit programmierbaren Taschenrechnern und dann wird es gewaltig: Laptops, elektronische Organizer, Palmtops, Smartphones, Tablets, TV-Computern. Detailiert kann man gar nicht vorgehen, eine rote Linie kann man auch schon gar nicht mehr per Zeitleiste gehen, sondern man muss irgendwie Schlüsselentwicklungen treffen.

Eigentlich hasse ich sowas, denn im Gegensatz zu reinen Tech-Artikeln muss man schwammig schreiben, um überhaupt eine Linie zu finden. Bei Tech-Artikeln und Protokollbeschreibungen muss man – vom Prinzip her – das Komplizierte weglassen und möglichst sinnvolle Analogien herbeiziehen, um Verfahren zu erklären. Und praktischerweise ändern sich wichtige Standards nur sehr langsam, so dass man auch nicht alle halbe Jahre alles komplett umschreiben muss.

Das Thema Digital Living aber, das ist groß und schwer. Eigentlich wollte ich mit Location Based Services beginnen, aber schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass zuerst Mobile Computing erklärt und geschrieben werden muss, um Bezüge herstellen zu können. Da sind wir nun.

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