Der Quatsch mit Internet-Flatrates im Mobilfunk.

Ihr erinnert euch an den Krampf, den ich mit einer SIM-Karte vom Betreiber Medion Mobile vor einigen Monaten erlebt habe? Gibt noch eine kleine Episode, die sehr schön zeigt, wie Geldverdienen heutzutage funktioniert. Das damalige Problem mit der Karte, bei dem es aus unerfindlichen Gründen nicht funktionierte, einen Tarif auszuwählen, wurde nach einigen Wochen tatsächlich behoben. Da brauchte ich die Karte dann auch nicht mehr, so dass sie in den Tiefen meines Schreibtisches verschwand. Immerhin waren noch 15 Euro Guthaben auf der Karte, man weiß ja nie, wann man sowas nochmal braucht.

Zum Beispiel jetzt: Der DSL-Anschluss zu Hause verabschiedete sich nach 9 Monaten mal wieder final. Natürlich an einem Sonntagmorgen und natürlich ist der nächste freie Technikertermin erst am Dienstag. Also eigentlich ein perfekter Auftritt für die „Alditalk“-Karte von Medion Mobile, die ich sogar fand. Und sogar noch einen UMTS-Stick, die man schön an eine Fritzbox stecken kann und die dann über den Stick automatisch ein Internet-Fallback macht, wenn der eigentliche DSL-Zugang nicht funktioniert.

Damit auch vertraglich Internet funktioniert, buchte ich online den dicksten Internet-Flatrate-Tarif bei Medion für schlappe 14,99 Euro. Und das funktionierte alles dann sogar auch nach wenigen Minuten. Allerdings wiederum nur für 10 Minuten. Danach ging das Internet über diese SIM-Karte nicht mehr, im Log der Fritzbox fanden sich Unmengen von Authentifizierungsfehler. Über die kurzfristig eingesteckte O2-Karte meines Handys funktionierte das Internet, es schien also wieder einmal etwas an der Medion-Mobile/Alditalk-Karte nicht zu funktionieren.

Des Rätsels Lösung gab es wieder einmal an der Hotline. Das Problem war nämlich, dass ich nach der Buchung der Internet-Flatrate nicht lange genug gewartet habe, bis die Bestätigungs-SMS kam. Bis die kommt – und die kommt erst nach einer Weile – werden Internet-Zugriffe nach Minuten abgerechnet. Und so passierte es dann, dass ich zwar Guthaben bis zur Buchung hatte, dann aber während der Buchung ja schon eine Minute vergurkte (und mein Guthaben dann nicht mehr 15 Euro betrug), die Buchung aber dennoch funktionierte, aber dann nicht bestätigt wurde. Da ich das aber natürlich nicht wusste und auch nicht sehen konnte, ging das Internet-Glück eben nur 10 Minuten, bis das restliche Guthaben minutenweise verprasst war.

Einfach, nicht? So macht man mit einem Mobilfunknetz richtig Schotter.

Immerhin, an der Hotline war der freundliche Mitarbeiter soweit kulant, dass er nachvollziehen konnte, was da schiefgelaufen war und das Guthaben wieder erstatten lassen will. Dauert jetzt wohl vier Stunden, danach die Buchung nochmal eine Stunde und eigentlich – das ist das Feine mit dieser SIM-Karte – brauche ich dann eigentlich auch gar kein Internet mehr, denn dann ist quasi ja morgen schon der Telekom-Techniker da und richtet hoffentlich den DSL-Anschluss wieder.

Ich werde diese SIM-Karte also wohl nicht los, wenn ich sie nicht mutwillig zerstöre.

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