Neulich, im O2-Shop.

Heute war ein Besuch in meinem O2-Shop meines Vertrauens notwendig. Als pünktlich zahlender und mit guter Bonität ausgestatteter Kunde gar kein so großes Problem, was ich immer merke, wenn der Sachbearbeiter meinen Datensatz im Computer aufruft und sich die Gesichtslage schlagartig erhellt.

Jedenfalls: Ich geshoppt, meine Dinge erledigt und an der Kasse stehend. Neben mir ein junger Mensch, freundlich aussehender Zustand, allerdings mit einem Sprachschatz von maximal 1.000 Worten ausgestattet. Die Dame an der Kasse informiert ihn gerade darüber, dass er zu seiner gekauften Prepaid-Karte noch 100 SMS kostenlos bekommt. Der folgende Dialog ist ein Gedächtnisprotokoll, das sich jedoch eingebrannt hat:

Dame: „So, da bekommen Sie zu Ihrer Prepaid-Karte noch 100 SMS zusätzlich.“

Kerl: „100 SMS? Wow.“

Dame: „Ja, genau, da können Sie dann ihrer Freundin viele SMS schicken.“

Kerl: „Meine Freundin? Die alte Fo…, die bekommt keine SMS von mir. Oder vielleicht doch, schicke ich ihr alle 100 SMS auf einmal.“

(Alle Gespräche im Shop stocken, peinliche Stille kommt auf. Alle drei Verkäufer, die um die Kasse herumschwirren, ziehen mit großen Augen die Köpfe ein.)

Kerl, dreht sich zu seinem Kumpel: „Die blöde Schlampe, drei Jahre umsonst.“

Dame, versucht den Kundenvorgang irgendwie noch freundlich abzuschließen: „Naja, was sollen da Menschen sagen, die 10 Jahre verheiratet sind?“

Kerl, mit dem Blick zur Dame: „Arme Sau.“

Wenn man jemals einmal hören wollte, wie sich herunterfallende Kinnladen im Kollektiv anhören – da war es soweit. Drei Verkäufer und ich, alle gleichzeitig.

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