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iPad Nr. 2

14. September 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Nein, wir reden nicht davon, dass ich schon wieder einen iPad-Austausch forcieren muss (das wäre dann nämlich iPad Nr. 5), sondern das mein Vater seit gestern nun stolzer Besitzer eines eigenen iPad ist. Reine Notwehr, denn sonst hätte ich meines nicht mehr zurückbekommen. Da mein Vater von so Dingen wie Gigabytes, 3G, schnellem Prozessor etc. keine Ahnung hat, ist nun ein gebrauchtes Nur-WLAN-iPad 1 mit 16 GB am Start, das mit 340 Euro ganz anschmiegsam ist.

Zum Einstand habe ich ihm sein Frühstücksbrettchen auf Türkisch konfiguriert und mit einigen türkischsprachigen Nachrichten-Apps ausgestattet. Wichtig ist natürlich das Hürriyet-ePaper, das wir nun dank einem neuen iPad nochmal drei Monate kostenlos bekommen. Immerhin kostet danach das Abo der türkischen Tageszeitung nur 25 Euro – pro Jahr. Allein mit der Ersparnis gegenüber der Printausgabe ist das iPad nach rund 13 Monaten schon wieder refinanziert.

Mit den installierten Nachrichten-Apps brach dann die Revolution hier aus, denn aus denen kommt er nun schon seit Stunden nicht mehr heraus. CNN Türkei und der türkische Ableger von MSNBC stellen in ihren Apps einzelne Clips aus ihren Nachrichten bereit, was nun die etwas unangenehme Nebenwirkung hat, dass mir hier gerade die Bandbreite ins Internet fehlt. Sehr ausgiebig besucht wurde auch Google Maps und die totale Sensation – eBay. Und Englisch lernen wir nun auch, jetzt wissen wir alle, was zum Beispiel “Loading” heißt.

Schauen wir mal, wie das die nächsten Tage weitergeht und ob ich hier anfangen muss, die Netzneutralität im Haus infrage zu stellen. ;-)

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Zur deutschen “Wired”.

11. September 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Natürlich hätte ich es besser wissen können. Die deutsche Ausgabe von “Wired” kann nicht eine grundlegend andere “Wired” sein, wie das amerikanische Original. Ein Magazin, das von vielen so genannten Geeks geschrieben wird und sich an Wannabe-Geeks richten soll. An die Kategorie von Möchte-gern-Geeks, die vom neuesten Nippes und Gadget in den üblichen Kanälen noch nichts mitbekommen haben und im Gegensatz zu den echten Geeks den Krempel, der da angeboten wird, potentiell auch viel eher kaufen geht. Demzufolge überrascht es überhaupt nicht, dass die Erstausgabe der deutschen “Wired” nicht im Einzelverkauf erhältlich ist, sondern als Beilage zur Zeitschrift “GQ” erscheint, einem der bunten und glücklicherweise völlig belanglosen Magazine für so genannte Männer.

So überraschen die Artikel, die nichts mit Netzkultur zu tun haben, auch überhaupt nicht. Von einem “Wissenschaftler, der in einem 140 Jahre alten Labor versucht, den besten Gin der Welt zu brennen”. Oder einem Artikel, der in gefühlten fünf Sätzen erklären möchte, wie “nasse Hunde, Ratten und Bären helfen, die perfekte Waschmaschine zu konstruieren”. Das ist DMAX-Niveau, wobei glücklicherweise (noch) die American Chopper und die ganz furchtbaren Ludolfs fehlen.

Die wirklich interessanten Geschichten erkennt man sehr einfach: Es sind allsamt bereits in der Blogosphäre bekannte Gesichter, die auch in der “Wired” keine grundsätzlich andere Haltung darlegen und deren “Wired”-Artikel vermutlich zu den kürzesten Artikeln gehören, die sie je geschrieben haben. Die einzig wirklich interessante Rubrik, die “Fünf Stimmen”, in denen fünf Kolumnisten über “eine neue Zeit und ihre Menschen” philosophieren, hat einen guten Ansatz, der allerdings nicht über die reicht berichterstattende Erklärweise hinausreicht. Doch halt: An einer Stelle wird es dann doch fast philosophisch: Bei einer Vorstellung von Menschen, die mutmaßlich die Welt verändern wollen und offenkundig daher als Geeks tituliert werden und denen das Magazin in bester Schlagzeilenmanier die Welt geben möchte.

Der Rest der elektronischen Ausgabe auf dem iPad, die ich gekauft habe, ist hochgradig nerviges Geklickere, Gezapple und akustisch nervtötendes Generve, das das Ding auf schlappe 660 Megabyte aufbläht. Und penetrante BMW-Werbung mit Autos, die es nicht zu kaufen gibt. Aber das ist dann schon wieder für viele Menschen geekig genug.

Die deutsche “Wired” braucht, so wie das amerikanische Original, schlicht kein Mensch, weil sie trotz vieler Seiten, bunten Bildern und einem hier und da recht kreativen Layout eigentlich nichts sagt, was man als die vermeintliche Zielgruppe nicht schon mal im Web irgendwo gelesen hätte. Und daher ist die “Wired” eher ein Magazin für Menschen, die sich dazugehörig fühlen, aber möglichst keinen Aufwand betreiben wollen oder von alldem keine Ahnung haben, aber etwas hippes Papier auf dem Interlübke-Regal ausgelegt sehen wollen.

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Obama 2012 – Start eines Wahlkampfdossiers.

10. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt
Kampagnenlogo Barack Obama 2012

Im Januar 2009, kurz nachdem Barack Obama als US-Präsident eingeführt wurde und wir in Pforzheim mit dem Oberbürgermeisterwahlkampf angefangen haben, ist mir eines sehr unangenehm aufgefallen: Da habe ich nun fast ein Jahr lang den Online-Wahlkampf von Barack Obama als Zuschauer mit begleitet, einige sehr interessante Beobachtungen gemacht, viele Dinge gelernt und einige Rückschlüsse gezogen und hatte kaum Notizen und Screenshots. Das habe ich zwar dann noch im Januar nachgeholt, aber eine zentrale Erkenntnis war, dass das Online-Campaigning von Barack Obama ständig in Bewegung war. Und Bewegung bedeutet, dass vieles, mit dem begonnen wurde, schon während des Wahlkampfes eingestampft wurde und neue Dinge an den Start gingen.

Das passiert mir nicht noch einmal, zumal mit dem kommenden Wahlkampf von Obama sicherlich wieder Kampagnengeschichte geschrieben wird. Ich habe deshalb beschlossen, hier in meinem Weblog ein Wahlkampfdossier zu beginnen, in dem ich Dinge aus dem kommenden Wahlkampf von Barack Obama thematisiere. Das wird sicherlich kein komplettes Wahlkampfhandbuch, was dank der kulturellen Unterschiede (sehr, sehr vorsichtig ausgedrückt) auch nicht sonderlich nützlich wäre. Augenmerk will ich auf die Kernpunkte legen und vor allem versuchen, die zeitliche Organisation der einzelnen Stadien nachzuvollziehen. Und natürlich: Screenshots, Screenshots, Screenshots.

Erkennbar wird das Dossier am Kampagnenlogo, mit dem ich die Artikel kennzeichnen werde.

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Der 11. September 2001.

9. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HistoryWelt

Der 11. September 2001 ist so ein Tag, der sich, um mal eine häufig verwendete Formulierung zu verwenden, “tief in das kollektive Gedächtnis der Menschheit eingebrannt hat”. Also, sprechen wir darüber und rekapitulieren den Tag, so belanglos er für viele Menschen auch war. Ein bis dato völlig normaler Dienstag, 11. September 2001. Schreibt darüber, ihr habt noch zwei Tage Zeit.

Der 11. September 2001 war im Büro ein relativ ereignisloser Tag. Am Wochenende zuvor fand in Pforzheim eine Schmuckmesse statt und am Vormittag kümmerte ich mich darum, die dort eingesetzt und am Vortag abgebaute Hardware wieder “plattzumachen” und in unser Lager zurückzuräumen. Der Nachmittag kündigte sich als ein zunächst langweiliger Dienstagnachmittag an.

Das erste, was mich gegen 15 Uhr wunderte, war, dass der obligatorische Blick auf die Website von SPIEGEL Online plötzlich nicht mehr so wollte, wie gewünscht. Der erste Aufruf funktionierte gar nicht mehr, danach kamen bruchstückenhaft mal die Titelzeile, mal einzelne Bilder. Die nächste Nachrichten-Website funktionierte ebenfalls nicht und als Systemadministrator macht man dann eben eine Konsole auf und schaut sich mal mit ping, traceroute und ein Blick auf die Routingtabelle die Online-Welt mal von der untersten Ebene an, ob nicht irgendetwas im Netzwerk im Argen liegt. Lag es nicht, zumindest nicht bei uns.

Der wahre Grund wurde klar, als dann SPIEGEL Online eine halbwegs vollständige Seite übermittelte. Das erste Bild vom World Trade Center mit dem rauchenden Nordturm ist wohl einer der Web-Bilder, die sich in vielen Köpfen zu diesem Zeitpunkt fest eingebrannt haben. Und tatsächlich dachte man zunächst an einen fatalen Unfall, was schon schlimm genug war – aus der damaligen Gedankenperspektive. Nebenbei telefonierte ich mit einer Dame einer Beratungsfirma, die für eine Vortragsserie Fachleute zu irgendeinem Thema suchte und aus unerfindlichen Gründen auf mich gekommen war. Man unterhielt sich angeregt, im Hintergrund eben die ersten gegenseitigen Fragen: “Haben Sie schon gehört?” – “Was da wohl passiert sein könnte?”

Man darf nicht vergessen: Wikipedia – gab es nicht. Google News – gab es nicht. Facebook, Twitter und Co. – Zukunftsmusik. Wir hatten weitgehend nur unsere Nachrichten-Websites. Sehr schnell zeigte sich, dass wir in unserem hochvernetzten Büro so ziemlich alleine standen. Kein Radio, kein Fernsehen und alle Nachrichten-Websites standen komplett unter Last und waren nicht erreichbar. Schöne neue Welt. Ich warf dann meinen IRC-Client an und walkte etwas im IRCNet herum. In meinem “Stamm-Kanal” namens “#stuttgart” gab es dann Hinweise auf diverse IRC-Channels, in denen von Freiwilligen eine Berichterstattung geliefert wurde. Und diese Kanäle waren damals in riesigen Dimensionen gefüllt, mehrere tausend rein lesende IRC-Nutzer, einige wenige “Ops”, die schrieben.

Ich mag heute nicht mehr bewerten, was an Information über diese Kanäle im Kopf landete oder nicht, dazu ist die Zeit viel zu weit weg und die immer schlimmer werdenden Eindrücke waren zu stark, um es noch auf die tatsächliche Informationsquelle zurückzuführen. Der Nachmittag hatte aber jedes Potential, um so richtig mies zu werden. Mein Chef lag mit einer Erkältung zu Hause flach und irgendwann gegen 16 Uhr rief er im Büro an. Er hatte einen Fernseher zu Hause und berichtete in wenigen Worten die Situation. Beide Türme eingestürzt, das Pentagon brennt, viertes Flugzeug offenbar abgestürzt, deprimierende Bilder, überschlagende Nachrichtenlage, ganz schlimm. Seine deprimierte Stimmlage bei diesem Telefongespräch ist auch so ein Splitter, der diesen Tag im Nachhinein charakterisierte.

Was gespenstisch war an diesem Tag: Nach 15 Uhr passierte nichts mehr. Niemand rief mehr an, es kamen keine Mails mehr (was nicht an der Technik lag), im Büro sprach keiner mehr, draußen ebbte auf der ansonsten starkbefahrenen Kreuzung der Verkehr ab und der Parkplatz vor dem Supermarkt war ab 16 Uhr leer. Dass sich Menschen bei Großkatastrophen kollektiv zurückziehen und instinktiv nach Hause zu gehen scheinen, das habe ich an diesem Tag eindrucksvoll erlebt. Um 17 Uhr zogen wir dann, ebenfalls eine Geschichte, die danach nie wieder vorkam, den Stecker und machten kollektiv das Büro zu. Ein Anruf bei meinem Chef, dass wir jetzt einfach nur noch gehen wollen und er nicht einen Augenblick zögerte. Ja, geht nach Hause.

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Entstörung in Sachen Bluetooth-Maus.

9. September 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Dass ich jemals außerhalb der Telefonwelt mal den Begriff “Entstörung” verwende… :-)

Anyway… ich habe mir vor einer Weile eine Bluetooth-Maus für mein Notebook gekauft. Anforderung dabei war, dass die Maus ohne Bluetooth-Dongle zu kommen hat, immerhin hat mein HP Elitebook einen eingebauten Bluetooth-Empfänger und wegen eigenwilliger Produktpolitik eines Mausherstellers baue ich hier keine zusätzlichen Bluetooth-Netzwerke auf. Die Wahl fiel daher auf eine Microsoft-Maus, nämlich eine “Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000 v1.0″, die ich stolz für schlappe 5 Euro bei eBay ersteigert habe. Dort verkauft mit dem Hinweis, dass sie Spirenzien machen würde und deshalb als kaputt verkauft wird.

Die Maus selbst war dann tatsächlich nagelneu und unbenutzt und funktioniert seitdem auch einwandfrei. Das Problem war auch sehr einfach einzugrenzen und dürfte so vermutlich häufig auftreten. Es hat nämlich etwas mit Stand-By, Hibernation und der Energieverwaltung zu tun, also dem Wiederauferstehen einer schlafengelegten Windows-Sitzung.

Das Problem macht sich folgendermaßen bemerkbar: Hat man eine Windows-Sitzung frisch gestartet, funktioniert die Maus ohne Probleme. Die Probleme tauchen erst auf, wenn eine Windows-Sitzung mit Stand-By oder Hibernation eingefroren und wieder gestartet wurde. Da funktionieren Mäuse ohne Dongles nicht mehr so zuverlässig und verlieren gern einmal die Verbindung. Das kann man dann akut nur noch dadurch beheben, in dem man die Bluetooth-Schnittstelle in der Windows-Sitzung hardware-seitig und dann auch noch die Bluetooth-Maus neu startet. Und selbst dann dauert es meist nicht lange, bis die Maus schon wieder nicht funktioniert.

Das Rätsels Lösung ist ein rein notebook-technisches, nämlich das Energiesparen. Standardmäßig sind auch die Netzwerkschnittstellen in die Energiesparpläne von Windows eingebunden und werden beispielsweise bei Nichtnutzung – je nach Energiesparplan – vorübergehend deaktiviert. Das mag mitunter nicht jede Bluetooth-Maus, weshalb übrigens einige Maushersteller gern eigene Dongles liefern, um genau hier nicht in solche Schwierigkeiten zu tappen.

Dabei ist die Lösung eigentlich sehr, sehr einfach. Im Geräte-Manager lässt sich für jedes Peripheriegerät die Berechtigung für Windows in Sachen Energieverwaltung separat konfigurieren. Und erfahrungsgemäß ist die Bluetooth-Schnittstelle kein wirklicher Energiefresser, zumal sich bei allen gängigen Notebooks die Funkschnittstelle nochmal gesondert deaktivieren lässt und das auch für die Bluetooth-Schnittstelle gilt, unabhängig davon, ob sie aus der windowsschen Energieverwaltung genommen wurde oder nicht.

Aber nun eine Kurzanleitung für Windows Vista und 7, wie man die Bluetooth-Schnittstelle aus der Windows-Energieverwaltung nimmt:

  1. Klick auf den Start-Button.
  2. Im Startmenü rechte Maustaste auf “Computer”.
  3. Dort “Eigenschaften” auswählen, es öffnet sich das “Basisinformationsfenster”.
  4. In diesem Fenster dann links auf “Geräte-Manager”, es öffnet sich derselbige.
  5. Im Geräte-Manager gibt es dann eine Gruppe namens “Bluetooth-Funkgerät, die mit einem Klick auf das vorangehende Pluszeichen aufklappen.
  6. Das Bluetooth-Gerät des Notebooks mit der rechten Maustaste anklicken, “Eigenschaften” auswählen.
  7. Im Eigenschaftsfenster ganz rechts den Reiter “Energieverwaltung” auswählen.
  8. Dort gib es dann den Punkt “Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen”. Hier den Haken raus, alles mit OK bestätigen, Geräte-Manager wieder schließen.
  9. Glücklich sein.

 

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