Eine Blog-Empfehlung und: Die Welt ist klein.

Ich empfehle ja normalerweise keine Weblogs weiter, aber diese Empfehlung ist eine solche Verkettung von Zufällen und das Weblog auch noch so gut, dass es einfach eine Empfehlung wert ist. Es geht hier um das Weblog namens Not quite like Beethoven von Alexander Görsdorf. Ein interessantes Weblog eines Menschen, der „wie Beethoven ist – nämlich ertaubt und öfters am daran verzweifeln.“

Mit einem besonders guten Gehör bin ich dank einer Reihe von Mittelohrentzündungen auch nicht gesegnet, aber dass es noch eine gute Packung schlechter geht, hört man selbst ironischerweise kaum, sondern kann es nachlesen. Beispielsweise eben bei „Not quite like Beethoven“.

So, und wie komme ich nun zu diesem kleinen Weblog in meinem Google Reader? Vor einigen Tagen habe ich mit Christiane vom Behindertenparkplatz getwittert. Das tun wir immer wieder einmal, weil Christiane in London in der Medienbranche arbeitet, an vielen interessanten Dingen gleichzeitig. Und Christiane sitzt im Rollstuhl, was wiederum – so ungalant darf man sein – interessant ist, denn als Nicht-Rollstuhlfahrer macht man sich kaum eine Reihe von den Gedanken, die sich ein(e) Rollstuhlfahrer(in) tagtäglich machen muss.

Wie auch immer: Vor einigen Tagen hatten wir es, nachdem ich erwähnte, dass ich meine Kompetenzen beim Weichlöten (gell, das wolltet ihr doch auch alle wissen!) in meiner Fernsehzeit gelernt habe, kurz davon, dass ich auch mal bei den Mainzelmännchen auf dem Mainzer Lerchenberg gearbeitet habe, just in der Zeit herum, als auch Christiane beim ZDF ein Praktikum absolvierte. Die Sendungen, für die sie arbeitete, kenne ich alle und ihre Bemerkung, dass man sich vielleicht ja durchaus damals über den Weg gelaufen sein könnte, finde ich extrem faszinierend, weil absolut möglich. Über die so genannte „Schnitzelpiste“, den zentralen Übergängen vom Sendebetriebsgebäude zum ZDF-Kasino, wird gesagt, dass man sich mittags eine Stunde dort hinstellen muss, um 75 % aller ZDF-Mitarbeiter kennenzulernen.

In diesem 140-Zeichen-Dialog fragte sie dann, ob ich das Blog da oben kennen würde, das würde nämlich vom Sohn des damaligen Chefkameramannes geschrieben werden. Da ahnte ich schon, wer das sein könnte, denn genau diesen Alexander Görsdorf hatte ich schon vor einigen Jahren in Xing gefunden und in meiner Direktheit gefragt, ob er tatsächlich der Sohn des besagten Chefkameramannes sei, was er, sicherlich mit einigem Staunen über so eine Frage aus dem Netz von einem Fremden, bejahte. Dieser Chefkameramann ist mir nämlich auch heute noch deshalb im Gedächtnis, weil er der erste Mensch im ZDF war, der mich anno 1995 mal kurz in die Tiefen des Hauses einführte, als ich von heute auf morgen (Betonung auf „heute auf morgen“) die nachträgliche Praktikumszusage erhielt und da plötzlich aufschlug, ohne überhaupt ein vorübergehendes Dach über dem Kopf im Rhein-Main-Gebiet zu haben.

Die Welt ist klein. Und Alexander Görsdorfs Weblog ein ganz interessantes. Christiane ihr Weblog ja sowieso. 🙂

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