Anlagestrategien in Empire Avenue, Teil 1.

Die ersten drei Monate in Empire Avenue sind nun vergangen und ich bin, in aller Bescheidenheit, oben dabei. Wie auch im echten Leben gilt auch in Empire Avenue, dass die erste Million die schwerste ist und man sich irgendwann über einen krassen Wechsel der Anlagestrategie kümmern muss, dann aber läuft es. Hier deshalb meine Anlagestrategien zum Nachmachen oder Bleibenlassen, zunächst im jetzigen Teil 1 mit Leitfäden für die ersten Tage und Wochen.

Wer mit Empire Avenue übrigens nichts anfangen kann und sich auch nicht für die Idee mit einem virtuellen Aktienhandel in Sachen Social Media interessiert, darf den Artikel einfach überlesen. Es folgt nämlich eine Menge Fachtermini. Wer Empire Avenue ausprobieren möchte, benutzt bitte folgenden Link, denn dann bekomme ich eine virtuelle Werbeprämie. 🙂

Hier geht es los: http://empireavenue.com/?t=hi4muums

Der erste Tag – Profil erstellen

Der Start in Empire Avenue ist steinig. Gestartet wird mit schlappen 2.500 Eaves, der virtuellen Währung in Empire Avenue. Damit muss man schon ganz gut haushalten, um nicht sofort pleite zu sein. Die erste Grundregel ist daher, als erstes mal alle seine Social-Networking-Dienste in sein eigenes Profil einzubinden, um interessant für Investoren zu werden. Es gibt eine Reihe von Anleger, die vor allem in IPOs investieren, also Neueinsteiger. Das tun die vor allem deshalb, um auf einen möglichen Raketenstart zu spekulieren und der kommt am ehesten dann, wenn der Neueinsteiger eben Aktivitäten in möglichst vielen Web-2.0-Diensten mitbringt.

Weiterhin gehört ein vernünftiges Profilbild zum Grundhandwerk, das Ausfüllen der Kurzbeschreibung und die Angabe möglichst vieler Keywords über die eigene Person. Man will ja attraktiv wirken. 😉

Die ersten Tage – Geld bilden

Mit 2.500 Eaves zum Einstand lässt sich herzlich wenig anstellen. Es gilt daher, dieses Geld in kurzer Zeit zu vervielfachen. Dazu gibt es zwei Schritte: Möglichst viele eigene Shares verkauft bekommen (dazu gehören als Grundvoraussetzung die obigen Punkte und möglichst viel Aktivität in den angemeldeten Diensten) und das bisschen Geld in andere Leute zu investieren. Von den eher mickrigen Dividenten von 1 bis 2 Eaves pro Aktie lässt sich nicht leben, also muss man vor allem in Leute investieren, bei denen man einen hohen Wertzuwachs erwarten kann. Erfahrungsgemäß sind das eben die Neueinsteiger, für die es auf der Startseite rechts unten eine eigene Rubrik („Recent Arrivals“) gibt. Auf der eigenen Seite lässt sich das noch genauer überblicken.

Prinzipiell startet jeder in Empire Avenue mit einem Aktienwert von 10 Eaves pro Share, dazu kommen dann noch mindestens 5 % Provision. Investiert man also frühzeitig in einen Neuankömmling, kostet der Kauf von 200 Shares, die man zum Anfang maximal in einen IPO investieren kann, genau 2.100 Eaves.

Eine bewährte Strategie ist, eine Weile lang die Neuankömmlinge zu beobachten und bei jedem Neuankömmlich sofort 200 Shares zu möglichst 10 Eaves zu kaufen. Registriert nämlich ein Neuankömmling in den ersten Minuten nach der Anmeldung seine Web-2.0-Dienste nach und nach und nutzt er diese Dienste als Netzwerker sehr stark, schießt gelegentlich der Aktienpreis schon nach wenigen Minuten gewaltig nach oben. Das passiert meiner Beobachtung nach etwa bei jedem fünften bis zehnten Neuankömmling, so dass man mit etwas Geduld innerhalb von ein zwei Stunden durchaus zehn-, zwanzig, dreißigtausend Eaves verdienen kann, wenn man die Aktien eines solchen Neuankömmlings nach dem ersten Anstieg auch bald wieder verkauft. Und das sollte man auch durchaus tun, denn angelegtes Geld ist prinzipiell blockiertes Geld und die Kunst liegt darin, zuerst einmal über so viel Geld zu verfügen, um sich größere und dauerhafte Anlagen überhaupt erlauben zu können.

Die ersten Wochen – Überblick behalten

Die ersten Wochen werden dann wild und unstrukturiert sein. Man kauft hier ein und hier und dort und da. Sehr schnell verliert man da den Überblick über das eigene Portfolio und das darf nicht passieren, denn sonst entsteht ein schön-schauriger Effekt: Man kauft performende Aktien, achtet nicht auf mögliche Looser im Portfolio und das, was man dann mit dem Performern verdient, reicht gerade dazu aus, die unbemerkten Verluste zu decken.

Deshalb sollte mindestens einmal am Tag im Portfolio geschaut werden, was das Portfolio so an unangenehmen Überraschungen beinhaltet. Dazu dient hervorragend der Link „Sliders“, der die größten Verlierer im Portfolio anzeigt. Hat man so einen Looser im Portfolio, der seit Tagen an Wert verliert, dann entweder das Investment reduzieren oder gänzlich verkaufen. Wenn der Looser zufällig dein Freund ist, dann folge ihm auf Twitter oder Facebook, aber halte nicht deine Eaves bei ihm, bis sie gar nichts mehr wert sind. 😉

Zu beachten ist auch, dass Portfolio nicht komplett aus dem quantitativen Ruder kommen zu lassen. Meiner Erfahrung nach sind 150 gleichzeitige Investments das Maximum dessen, was man gerade noch so überblicken kann. Empire Avenue unterstützt (ohne zusätzliche kostenpflichtige Upgrades) das Investieren in bis zu 1.000 verschiedene Investments, aber das ist für Einsteiger nicht mehr handlebar, wenn man ständig nach Loosern im Portfolio Ausschau halten muss.

Im Teil 2 gibt es dann Anlagestrategien für einen langfristigen Anlagehorizont.

3 Gedanken zu „Anlagestrategien in Empire Avenue, Teil 1.

  1. Hallo Besim,

    Ich bin ja ganz fasziniert von Empire Avenue – den Zweck verstehe ich allerdings noch nicht ganz. Vielleicht hast Du als Social Media Consultant (*g*) ja mal Lust einen Blog Beitrag darüber zu schreiben.

    Ich hatte nur einen kurzen Blick über die Funktionen heute während der Arbeit, aber was ich mit mit dem Kapital machen kann, ist mir noch nicht ganz klar.

    1. Kurzum: Es ist ein Spiel. Mit dem Kapital, das man in Empire Avenue erwirtschaftet, kann man wiederum anlegen oder virtuelle „Luxusgüter“ kaufen. Ein „Gateway“ zu echten Werten gibt es keines. 🙂

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