Innereien einer Standuhr.

Mein Vater, inzwischen pensionierter Uhrmacher aus Passion, hat wieder ein neues Spielzeug am Start, wahrlich mit überirdischen Dimensionen. Hier geht es um eine Standuhr, die ein neues Werk benötigt und da ist er gerade dabei, das zu justieren. Das hört sich relativ einfach an, aber der riesige Pendel ist vor allem dazu da, in möglichst genau eingestelltem Gleichlauf den Takt vorzugeben. Wird so ein Takt gut eingestellt, läuft so ein Werk mit einer Genauigkeit von maximal nur ein, zwei Minuten Versatz im Monat. Vorausgesetzt man vergisst nicht, die Uhr regelmäßig aufzuziehen, läuft so eine Uhr im Jahr also kaum mehr als zehn Minuten vor oder nach. Die Uhr zu vergessen, aufzuziehen, ist da der häufigere Grund, dass die Uhr nicht durchgehend genau läuft.

Richtig toll sieht dieser Aufbau hier nicht aus und es ist schon Kunst genug, so ein „Testlabor“ in einer Uhrmacherei so aufzubauen, dass man auch wirklich einige Tage lang vernünftig testen kann, ohne über das ganze Ding zu stolpern. Der „Rest“ der Uhr, also Gehäuse und Klangstäbe, sind übrigens nicht hier, die stehen beim Kunden. Wollte man all das hertransportieren, bräuchte es einen Transporter und vier Mann zum Tragen.

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