Gebrumme.

Ein Bekannter meines Vaters zog vor einigen Wochen um. Das ist erst einmal keine wirklich interessante Nachricht. Der Hauptgrund seines Umzuges war jedoch eine denkwürdige Geschichte, sozusagen ein Generationenkampf.

Der Bekannte gehört eigentlich zu dem Typ Mensch, der sich durch nur sehr wenig Dinge aus der Ruhe bringen lässt. Ein Nachbar wie aus dem Bilderbuch, der nie meckert, alleinstehend und ruhig ist. Für ihn änderte sich das jedoch, als die Wohnung über ihm von einem jungen Pärchen bezogen wurde und es zu Ruhestörungen kam.

Nein, nicht jetzt die Art Ruhestörung, die man von einem jungen Pärchen erwarten könnte, sondern Brummen. Mal höher, nach tiefer, tagsüber und nachts, durchgehend die Woche über. Zuerst suchte der Bekannte lauschend das Haus ab – hätte ja auch irgendein Gerät im Haus sein können – bis er die neu bezogene Wohnung über ihm als eindeutige Quelle eingrenzen konnte.

Ein freundliches Nachfragen bei den Neueingezogenen half nicht, die Nachbarn erwiesen sich als wenig kooperativ und konnten/wollten die Frage, ob sie denn irgendwie eine Maschine oder ähnliches betreiben würden, nicht beantworten. Selbst eine Intervention beim Vermieter und sogar ein Polizeieinsatz halfen nicht weiter. In der Zwischenzeit hatte auch ein weiterer Nachbar die gleichen Geräusche bei sich am Start. Letztendlich kündigte der Bekannte meines Vaters die Wohnung und suchte sich eine neue, die nun nebenbei auch noch größer ist, heller, schöner, ruhiger und auch noch billiger.

Was dann das Gebrumme war, bekamen wir ein paar Wochen später heraus. Nämlich dann, als er einmal nachmittags zu Besuch bei uns war und ich gerade zu diesem Zeitpunkt Gran Turismo 5 am Start hatte …

Ein Gedanke zu „Gebrumme.

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