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Reparieren der defekten Kalender-Minianwendung unter Windows 7.

31. März 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Dinger gibt es, da fasst man sich wirklich gelegentlich an den Kopf. Beispielsweise begrüßte mich heute morgen mein Windows-Desktop folgendermaßen in der Sidebar. Man beachte das orangefarbene Kalenderblatt, das normalerweise das aktuelle Datum anzeigt.

Kurzum, es hat nichts geholfen, was man akut in solchen Fällen machen würde: Minianwendung entfernen, den sidebar.exe-Prozess abschießen, Benutzer abmelden, Rechner neu starten. Es hätte übrigens, wenn man sehr auf Schmerzen steht, auch nicht geholfen, in der allergrößten Paranoia Windows neu aufzusetzen. Denn wenn der folgsame Benutzer dann irgendwann, nach einem Tag Windows-, Service-Pack- und Hotfixes-Installieren letztendlich den Internet Explorer 9 installiert hätte, wäre das Problem wieder aufgetaucht – der Internet Explorer 9 scheint nämlich das Problem zu verursachen. Wie genau er das schafft? Keine Ahnung, direkt nach der Installation funktionierte die Kalender-Minianwendung zumindest noch. Dass die Minianwendung zumindest mit dem Internet Explorer verbandelt sein könnte, lässt sich daraus schließen, dass die Windows-Minianwendungen in Wirklichkeit keine echten Programme, sondern Widgets sind, also in JavaScript gescriptete Anwendungen. Und dazu bedient sich Windows eben dem Internet Explorer bzw. dessen JavaScript-Umgebung.

Der Fix von Microsoft

Das Problem mit der nicht funktionierenden Kalender-Minianwendung scheint so häufig aufzutreten, dass es im Support-Bereich von Microsoft sogar schon einen Knowledge-Base-Artikel dazu gibt, inklusive einem Hotfix. Dieser Hotfix besteht dabei aus einer Anwendung, die lediglich einen Eintrag in der Windows-Registry abändert, der den Fehler verursacht.

Sprich: Auf der obigen Seite mit dem Knowledge-Base-Artikel gibt es weiter unten einen Button zu einer “Fix-it”-Anwendung. Diese Datei herunterladen, auf dem betreffenden Windows-7-Rechner ausführen, Windows neu starten und dann sollte die Kalender-Minianwendung wieder das aktuelle Datum anzeigen.

Manchmal kann man über so manch Windows-Problem und dessen Lösung nur staunen. Und das vor allem deshalb, weil das so eine Kategorie von Problemen ist, wo man ein halbes Wochenende darüber brüten könnte, wenn man nicht sofort mal eine Suchmaschine des Vertrauens damit betraut, Lösungen zu suchen.

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Network Attached Storage mit der Fritzbox 7270.

26. März 2011 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Meine AVM Fritzbox 7270 kann sich nicht darüber beklagen, dass ich nicht alle Bordmittel, die das Ding anbietet (und die mit jedem Update der Firmware immer umfangreicher werden), auch ausgiebig nutze. So gehört die Möglichkeit, die Fritzbox mit dem Einstecken einer mobilen Festplatte oder eines handelsüblichen USB-Stick zu einem echten Network Attached Storage auszubauen, zu einem Klassiker, bei dem ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie ich denn früher eigentlich von PC zu Notebook und umgekehrt Daten verschoben habe.

Auf dem PC tagsüber arbeiten und sich dann noch eben schnell Dateien, die ich auf dem Bauch liegend am Notebook fertigbearbeiten möchte, auf das Netzlaufwerk verschieben – Check! Oder Dateien, auf die ich auch von extern zugreifen möchte, auf das Netzlaufwerk legen und dann von unterwegs aus per VPN Verbindung zur Fritzbox herstellen und darüber dann auf das Netzlaufwerk zuzugreifen – Check! Es tut einfach und zwar per FTP, Secure FTP und auch per SMB, also dem, was man landläufig unter “Windows-Freigabe” versteht. Und auch einen Passwortschutz gibt es, wenn leider hier mit dem Manko, dass es nur einen einzigen Benutzer gibt. Das ist jedoch nur ein Mini-Problem, die Fritzbox ist ja auch nicht dazu da, ein Corporate Network abzudecken.

Flott ist flott, aber manchmal nicht flott genug.

Obgleich die NAS-Funktion problemlos funktioniert, darf man jedoch keine Geschwindigkeitsweltwunder erwarten. Bei meiner Fritzbox 7270 habe ich bei einem angesteckten USB-Stick (Corsair Voyager GT) eine durchschnittliche Schreibrate von 690 Kilobyte/Sekunde und eine Leserate von 840 Kilobyte/Sekunde. Das ist nicht schlecht für einen extrem multifunktionalen Router, aber natürlich weit davon entfernt, Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Mein PC ist mit der Fritzbox per Homeplug verbunden, das erreicht auf dieser Strecke durchschnittlich 10 Megabyte/Sekunde. Mein verwendeter USB-Stick hat eine Schreibrate von rund 20 Megabyte/Sekunde, ist also sicher auch nicht das Nadelöhr. Das ist hier in dieser Konstellation tatsächlich die Fritzbox, der man einen größeren Datentransport auch durchaus im Leistungsmonitor auf der Web-Oberfläche ansieht. (Besser soll es anscheinend mit der Fritzbox 7390 sein, die habe ich jedoch nicht und kann dazu auch nichts sagen.)

Für das Auslagern von Daten ist die NAS-Funktion der Fritzbox jedoch durchaus brauchbar, wenn man nicht gerade sehr große Dateien ständig zu verschieben hat. Und wenn man berücksichtigt, dass man mit dieser Lösung kein externes NAS-Gerät braucht, was zusätzlich Strom frisst, wird das alles schon sehr, sehr attraktiv.

Aus dem Besim-Labor: Fritzbox-NAS und Media Streaming.

Gleich vorweg: Alles, was ab hier negativ formuliert ist, rechne ich ausdrücklich nicht der ansonsten hervorragenden Fritzbox an. Die AVM-Leute können ja schließlich nichts dafür, dass ich gerne experimentiere. ;-)

Die NAS-Funktion der Fritzbox 7270 regt natürlich meine Phantasie an und in meiner Phantasie hätte ich gern meine Audiodatenbank zentral im Netzwerk, um darauf nicht nur mit meinem PC, sondern auch per Notebook und externen Media Playern zugreifen zu können. Ich habe zwar eine “echte” NAS mit zwei spiegelnden Festplatten, die auf diesem Weg 1 Terabyte Speicherplatz im Netzwerk bereitstellen, allerdings habe ich auch Energiespargründen diese NAS nicht ständig am Start. Selbst im Energiesparmodus ist mir der Spaß für Privatzwecke einfach zu kostspielig und reine Energieverschwendung.

Die Fritzbox 7270 liefert einen UPnP-fähigen Media Server in der aktuellen Firmware mit, der ist jedoch im jetzigen Zustand (März 2011) eher mau. Der Media Server lässt keine Einschränkung auf bestimmte Verzeichnisse zu und kann darüber hinaus nur MP3-Dateien indizieren. Da aber meine Mediathek aus AAC-Dateien besteht, ist der Media Server für mich unbrauchbar. Und ohne Media Server fällt schon mal die Möglichkeit flach, sich die Musik, die auf einem angeschlossenen NAS-Medium liegt, mit einem UPnP-fähigen Client streamen zu lassen.

Und da wird es jetzt zu einem Problem, denn wenn das Netzlaufwerk bzw. das NAS sich nicht selbst um die Musikverwaltung kümmern kann, muss das der Client selbst tun und das heißt, dass sehr viel Netzkommunikation laufen muss. Ein eigentliches Lied zu laden, ist dabei noch das geringste Problem, aber jeder Player will natürlich beim Aufbau einer Mediendatenbank die Informationen eines jeden Musikstücks lesen und laden. Und das heißt, dass mal eben die gesamte Mediendatenbank durch das Netz gezogen möchte – mit den obigen Datenübertragungsraten. Bei meinem Versuch habe ich nach zwei Stunden aufgegeben, weil iTunes für solche Zwecke absolut nicht zu gebrauchen ist, aber immerhin noch eine andere architektonische Baustelle aufzeigt: Musik, die auf externe MP3-Player möchte, muss ja auch über das Netzwerk bezogen werden. Das Befüllen eines großen MP3-Players, das ja auch auf normalem Wege gut und gern eine Stunde und mehr dauern kann, wird mit unserem kleinen Flaschenhals hier eine Wochenendaktion.

Test abgebrochen. Das Netzlaufwerk meiner Fritzbox macht also weiterhin brav und gut meinen Dateiaustausch, dient aber vorläufig nicht als Medienserver. Eine andere NAS-Lösung für mein “USB-Stick-Monster” mit seinen 64 Gigabyte Speicherkapazität bahnt sich jedoch an, dazu in den nächsten Tagen mehr. Das “Besim-Labor” hat also noch etwas vor. ;-)

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Warum man keinem Media Player die Dateiverwaltung überlassen sollte.

24. März 2011 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Vom Windows Media Player zu iTunes zu wechseln, ist wie vom Regen zur Traufe zu wechseln. Umgekehrt übrigens genauso, und übrigens gilt das für alle Media Player. Da könnte man glauben, man hat mit MP3 oder AAC ein Dateiformat, das alle Player mehr oder weniger verstehen, aber wehe, man gibt den Playern mehr Rechte, als nur das reine Abspielen von Musik.

Man kann das alles halten, wie man möchte. Bei Dingen, die aber zweifellos mir gehören, beanspruche ich das Recht, über deren Organisation selbst zu herrschen. Ich habe früher eine CD ja auch nicht gekauft, damit sie nur in einem CD-Player funktioniert und der vielleicht zur Absicherung ein paar Löcher in die CD stanzt. Interoperabilität ist bei Nutzdaten wichtig (also mir zumindest) und das nicht nur aus dem Blickwinkel heraus, dass ich heute einen alternativen Player brauche, sondern vielleicht in Zukunft. Weiß ich, ob ich in einem Jahr noch iTunes benutze? Ich weiß aber ganz sicher, dass ich meine Musik mitnehmen möchte, egal ob zu einem anderen Player, zur PlayStation, zu einem vielleicht zukünftigen Autoradio mit AAC-Unterstützung und Dateispeicher. Und ich weiß auch, dass ich viele Audiodateien habe und in Sachen Dateiablage pendantische Züge an den Tag legen kann.

Die grundlegende Schwierigkeit bei der Verwaltung von Mediadaten ist, dass es richtig viel Arbeit ist. Dateien müssen benannt werden, dazu braucht man eine Titeldatenbank, die mitunter unterschiedliche Qualität hat und es braucht ein Bild des Covers. Und dann kommt ein Media Player auch noch auf die Idee, Dateien mehr oder weniger sinnvoll abzulegen.

iTunes macht dies mit einem Baum: Zuerst gibt es ein Verzeichnis, das benannt ist nach dem Musik oder der Band und darin dann Verzeichnisse für die einzelnen Alben dieses Gewerks. In der Theorie schön, in der Praxis klemmt es regelmäßig. Hier eine Auswahl:

  • Unterschiedliche Schreibweise. Heißt es in den Albuminformationen bei einem Album “Jean Michel Jarre” und bei einem anderen richtigerweise “Jean-Michel Jarre” (beide Vornamen mit Bindestrich verbunden), dann gibt es zwei Verzeichnisse.
  • Verwendung von Sonderzeichen in Band- oder Albumnamen und unterschiedliche Abbildung dieser in Verzeichnisnamen.
  • Werden in iTunes manuell Korrekturen ausgeführt, werden diese theoretisch auch in die Verzeichnis- und Dateistruktur übernommen. Theoretisch. In der Praxis bleiben leere Verzeichnisse zurück.

Und iTunes macht noch eine ganze Reihe von weiteren Problemen, die nur teilweise mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbar sind:

  • Mal begreift iTunes, dass ein Album ein Sampler ist, also Musikstücke mehrerer Bands beinhaltet, und mal nicht. Und mal versteht er ein Album als Sampler, obwohl es kein Sampler ist, sondern ein Album eines Künstlers, bei dem ein Musikstück noch mit einem anderen Künstler gesungen wird. Ist iTunes nicht begreiflich zu machen. Noch viel schlimmer: Ändert man dies, versteht er das manchmal einfach nicht und trennt ein Album in mehrere Alben auf.
  • Das Bild eines Albums wird normalerweise in jede Audiodatei integriert. Das macht iTunes auch, wenn man manuell einem Musikstück so eine Grafik zuweist. Überlässt man es iTunes, diese Alben selbst zu laden, werden diese nicht in die Dateien integriert, sondern iTunes ordnet die einfach nur zu. Greift man mit einem anderen Media Player auf den Datenbestand zu, gibt es für diese Audiodateien eben keine Albumbilder.
  • Albumbilder, die iTunes selbst geladen hat, werden zwar in einem Verzeichnis gesichert (wenn auch völlig unübersichtlich in hunderte von verschachtelten Verzeichnissen), dort liegen die Dateien aber nicht als Grafik vor, sondern als verschlüsselte (!) Dateien. Warum hier versteckt werden soll, was beispielsweise bei Amazon.de einfach heruntergeladen werden kann, ist ein Rätsel.

Warum sich über die Dateiverwaltung Gedanken machen?

Zugegeben: Wer nur mit iTunes Musik hört und sich mit dem leichten Chaos, das iTunes da hinter den Kulissen veranstaltet, zufrieden gibt, der braucht nicht weiterzulesen. Ich habe jedoch ein paar Probleme damit, denn meine Sammlung hat bitteschön übersichtlich zu sein. Ich möchte direkt im Root-Verzeichnis alle Alben sehen können und ich möchte vor allem mit unterschiedlichen Media Playern auf diesen Datenbestand zugreifen können. Und hier vor allem mit Gerätschaften, die nicht aus dem Hause Apple kommen. (Dazu komme ich mal in einem späteren Blog-Artikel.)

Grundsätzlich gilt immer: Je einfacher eine Verzeichnisstruktur bei einer sehr großen Sammlung von Daten, desto besser. Deshalb:

Mache es selbst!

Und das geht eigentlich sehr einfach, denn meine Verzeichnisstruktur ist so aufgebaut:

  1. Es wird nicht der von iTunes automatisch angelegte Ordner “Music” im iTunes-Media-Ordner genutzt, sondern ein eigenes Verzeichnis. Das ist aus dem Grund wichtig, weil iTunes gekaufte Medien in seinen eigenen Ordner platzieren wird und da die hauseigene Ordnerstruktur nutzt. Ein anderes Verzeichnis ist aber kein Problem, denn in iTunes lassen sich Mediatheken in anderen Ordnern problemlos ebenfalls scannen (siehe Menü “Datei”).
  2. Nur eine einzige Verzeichnisebene. Jedes Album hat also direkt im Root-Verzeichnis sein eigenes Verzeichnis, in dem die Audiofiles liegen.
  3. Damit der Interpret in der Verzeichnisstruktur sichtbar bleibt, sind die Verzeichnisse nach dem Schema “Interpret – Albumname” benannt.
  4. Alle Alben bzw. Audiofiles bekommen manuell die Albumgrafik implementiert, was in iTunes den leider etwas beschwerlichen Weg kostet, das bei jedem Album manuell tun zu müssen.

Wichtig: Damit nun iTunes sich an die Regeln hält, die man ihm auferlegt, muss unbedingt in den iTunes-Einstellungen unter “Erweitert” den Haken bei “iTunes-Medienordner automatisch verwalten” herausgenommen werden, damit iTunes nicht anfängt, in so eine neu angelegte Ordnerstruktur wieder hineinzupfuschen!

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Das freitägliche, menschliche Versagen im ZDF.

19. März 2011 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Wer gerade die heute-show im ZDF angeschaut hat, wird sich über ein höchst spektakuläres Ende gewundert haben, das natürlich innerhalb kürzester Zeit seinen Weg zu YouTube gefunden hat und deshalb hier anzuschauen ist. Die eiligen Zeitgenossen spulen auf Minute 3 vor, das gilt auch für diejenigen, die Michael Mittermeier eher nicht so ertragen können:

Das ist natürlich jetzt eine spannende Frage: Technischer Defekt oder gewollter Programmabbruch?

Technischer Fehler? Die heute-show ist nicht live, sondern wird zeitversetzt in Köln von einer externen Produktionsfirma produziert, die Sendung existiert also schon, bevor sie ausgestrahlt wird. Da sie logischerweise demnach also vollständig vorliegt, würde man vor Ort relativ schnell merken, wenn da etwas fehlt. Die Sendung wird dann ins ZDF-Programm zugespielt und hier soll sich, laut einem Tweet von ZDFonline, auch der Fehler eingeschlichen haben, in dem eine “Zuspielleitung zu früh gekappt” wurde. Das würde erklären, warum nach dem Abbruch auch noch die ZDF-Senderkennung weiter im Bild bleibt (das ZDF war also nicht “kaputt”) und nach wenigen Sekunden auch die Aspekte-Vorankündigung kommt.

Programmabbruch? Es gibt da zwar tatsächlich eine Reihe von Dingen, die man im Fernsehen lieber nicht tut und sagt. Für den einfachen ZDF-Mitarbeiter sind das sicherlich Beschimpfungen auf den Chef oder auf die CDU, aber selbst wenn man Satire der etwas härteren Gangart auflegt (und Michael Mittermeier ist einer, der im Fernsehen nicht gerade Tee pisst), dreht man nicht einfach so den Sender ab. Das Drücken des “Roten Knopfes”, den es sicherlich bei der Sendeleitung gibt, ist mit ziemlicher Sicherheit so mit Regularien, Flüchen und dem Ausfüllen von Millionen Rechtfertigungsformularen verbunden, den drückt keiner so schnell. Und dass ein Politiker mal eben so anruft und um Abschaltung bittet, ist weitgehend unvorstellbar, allein schon aus Gründen des Zeitaufwandes. Bis dessen Identität geprüft ist, ist die Sendung schon längst vorbei.

Bliebe als einziger Punkt die Unbekannte, dass “höhere” Mitarbeiter oder gar der Intendant bei der Sendeleitung anruft und vielleicht nach dem Aufsagen eines geheimen Codes die sofortige Unterbrechung fordert. Dass es so eine Möglichkeit gibt, braucht man sicher nicht zu bezweifeln, aber ob sich da ein ZDF-Verantwortlicher die Blöße gibt, das zu tun und dann auch noch bei einer Satireshow, die sicherlich schon vorher der zuständige Redakteur abgenommen hat – wohl kaum. Wenn, wie eben in diesem Falle, das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, drückt keiner den Knopf im Liveprogramm und kippt noch zusätzliches Öl hinterher, zumindest nicht bei Mittermeier-Satire. Da muss schon ganz anderes Blut fließen.

Die Aktion hat aber doch auch ganz nette Seiten für das ZDF: Innerhalb einer runden Stunde hat der Twitter-Channel des ZDF rund 200 zusätzliche Follower bekommen und die Wiederholungen der heute-show am Sonntagmorgen und am Sonntagabend in ZDF.neo dürften die höchsten Einschaltquoten haben, die man um diese Zeit mit der Wiederholung der heute-show je gehabt hat. ;-)

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Fax-Spam loswerden.

17. März 2011 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in TelkoWelt

Um was man sich beim Start einer Unternehmen und der hoffnungsvollen (oder lästigen) Installation eines Telefax-Gerätes bzw. eines Telefax-Gateways nicht zu kümmern braucht, ist der eingehende Telefax-Spam. Früher oder später kommt der Spam, so sicher wie das Bluten des Zahnfleisches bei Benutzung einer Stahlbürste zum Zähneputzen.

Ich drucke zwar eingehende Telefaxe nicht aus, sondern lasse sie von meiner Fritzbox am ISDN-Anschluss empfangen und danach lokal auf einen USB-Stick ablegen und als PDF-Datei an mich mailen, allerdings ist Fax-Spam an einer entscheidenden Stelle nerviger, als E-Mail-Spam: Fax-Spam lässt sich ungleich schwerer filtern, nämlich nur dann, wenn man eine OCR-Software am Start hat, die eine Texterkennung über eingehende Telefaxe laufen lässt. Etwas viel Aufwand, zumal ich das ja eigentlich server-gestützt bräuchte, da ich ja auf eingehende Telefaxe für gewöhnlich per E-Mail zugreife.

Ich habe es dann mal auf die ganz abenteuerliche und subversive Art probiert – eine E-Mail an die in den Fax-Spams angegebene E-Mail-Adresse zum Abbestellen geschickt und um Austragen meiner Telefaxnummer gebeten. Freundlich, mit einem nicht ganz richtigen Grund, dass hinter der angegebenen Telefaxnummer “ein automatisiertes System stecken würde, das bei eingehenden Fax-Spam jedes Mal neu gestartet werden müsste und mein Kunde darüber nicht sehr glücklich sei”. Tech-Blabla zum Angst machen. ;-)

Der aber offensichtlich wirkt. Bis dato war ich in zwei Fax-Spam-Verteilern, dem “Swissreport”-Dingens mit obskuren Aktienempfehlungen für Pennystocks und dem Versandhändler für Bürostühle/Ventilatoren/Flaggenmasten/Telefonbuch-CDs/etc. Von beiden Spammern erhalte ich seit der Abbestellung vor ca. drei Monaten keine Fax-Spams mehr. Ob das auf Dauer so bleibt, muss sich noch zeigen, aber zumindest geben die Nervensägen schon mal mittelfristig Ruhe.

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