WordPress 3.1.

Heute hat die Truppe rund um WordPress die lange erwartete Version 3.1 des beliebten CMS veröffentlicht. Nach rekordverdächtigen 5 Release Candidates dürfte die Final Version nun hinreichend stabil sein, auch sofort eingesetzt zu werden. Sicherheitshalber teste ich das aber erst mal hier in meinem privaten Blog, das dortige Herumspielen hat eine lange Tradition. 😉

Wie inzwischen üblich, ist die Liste der neuen Features nicht besonders umfangreich, dafür jedoch interessant:

  • Verbesserte, interne Verlinkungsmöglichkeit von Blog-Artikeln
    Hierzu ist der Dialog, der sich im Artikeleditor hinter dem Linkbutton befindet, um eine Funktion erweitert worden, um interne Artikel anzuzeigen. Angezeigt werden die letzten Artikel, über eine Suchbox kann mit Stichworten nach Artikeln gesucht werden. Hinzugefügt werden kann pro Link logischerweise nur ein Artikel, will man einen weiteren Artikel verlinken, muss man einen neuen Linkbutton-Dialog beginnen. Alles in allem hört sich diese Funktion reichlich spartanisch an und das Dialogfenster sieht auch so aus, allerdings ist das dennoch erstaunlich funktional – man muss es einfach ausprobieren.
  • Vorbereitung für Post Types
    Endlich ist WordPress nun mit eigenen Bordmitteln auf Post Types, also eigene Artikeltypen, vorbereitet. Das ist vielleicht einer der wichtigsten Neufunktionen, die WordPress zu der Riege der ganz großen CMS aufschließen lässt. Nun liegt es an den Entwicklern für Themes, diese neue Funktion auch in Themes einzusetzen.
  • Eine Admin-Bar, ähnlich wie bei wordpress.com
    Ist bei mir eher in Sachen Priorität eher niedriger angesiedelt, wer aber bei wordpress.com mit einem eigenen Login angemeldet Blogs besucht, weiß die Admin-Bar dort zu schätzen. Es macht den Sprung von der „Vorderseite“ der Website ins Backend sehr einfach – hoch auf die Seite und ab auf das Dashboard oder eine neuen Artikel angefangen.

Eher nicht so aufregend ist, dass das blaue Design im Backend „aufgefrischt“ wurde. Das heißt, dass das Blau heller gemacht wurde und vom Kontrast her ebenso blaß daherkommt, wie das Grau. Das ist leider ein echter Rückschritt, schon der Kontrast des grauen Designs ist grenzwertig bei dunkel gedimmten Bildschirmen, nun ist das blaue Design auch so. Hätte man nicht machen sollen.

Was ich ebenfalls nicht in die Feature-Liste aufnehmen mag, ist der Versuch, die standardmäßige Ansicht des Editors dadurch zu verbessern, in dem nicht alle Boxen angezeigt werden, sondern nur die wichtigsten. Das ist grundsätzlich ein guter Schritt, ich vermisse jedoch nach wie vor eine Möglichkeit, eine entsprechende Ansicht als Administrator so definieren zu können, dass sie für mehrere/alle/neue Benutzer gilt.

Ansonsten: Gut! Installieren. Die deutsche Übersetzung lässt noch etwas warten, allerdings funktioniert die Übersetzungsdatei für 3.0+ soweit problemlos, bis auf den Umstand, dass eben neue Fenster und Dialoge noch nicht übersetzt sind. Verschmerzbar, weil sich die Übersetzungsdatei später problemlos per FTP ersetzen lässt.

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