iPad-Odyssee, nächster Part.

Es war mal wieder Zeit für den quartalsweisen Anruf beim Apple-Support in Sachen iPad-Austausch. Der zweite Austauschversuch im vergangenen November schlug bekanntlicherweise fehl, weil auch das dritte Gerät das gleiche Staubproblem hatte, wie Gerät Nummer 1 und 2, so dass ich kurzerhand das Gerät Nr. 2 behielt, da Gerät Nr. 3 neben dem Staub auch noch einen Pixelfehler im Display mitbrachte. Entschuldigung, aber für ein 700 Euro teures Gerät sind diese zwei Fehler zwei Fehler zu viel.

Also, heute der x-te Anruf. Die geplante Ansage war dabei für mich klar, ich möchte einen weiteren Austausch, allerdings ausdrücklich keine Refurbish-Kiste, sondern ein originalverpacktes Neugerät. Dazu garniert mit der Ansage, dass zwei Austauschversuche aus meiner Sicht genug sind und ich eigentlich davor stehe, „das meinem Anwalt zu übergeben“. (So am Rande: Drängt man den First-Level-Support in die Enge, gibt es interessante Details. Ein solches Detail ist, dass Apple-intern ein Neugerät erst dann ausgeliefert wird, wenn drei Austauschversuche mit wiederaufbereiteten iPads fehlschlagen. Ich hatte immerhin schon zwei… nein, darauf bin ich erst gar nicht eingegangen, ich bin ja hier nicht das Prüfinstitut für die Apple-Werkstatt.)

Gut, ich bin wirklich kein Freund von roher Gewalt, allerdings weiß man nach jahrelanger Support-Erfahrung, dass bei bestimmten „Keywords“ bestimmte Glöckchen klingeln und der First-Level-Support den Ratschlag des Second-Level-Supports einholen muss und an dieser Stelle war es aus meiner Sicht angebracht. Die Ansage kam dann auch an, die Mitarbeiterin hielt Rücksprache und verband mich zu einem anderen Mitarbeiter. Das ist dann offenbar der Feuerwehrmann, der für die Supportfälle zuständig ist, die durch das Raster fallen.

Er nahm sich dem Thema an, nahm die Nummer des Kaufbeleges auf, erbat sich Zeit zur Abklärung und rief dann tatsächlich auch um 20 Uhr zurück. „Kulanterweise“ erkläre sich Apple bereit, das zu beanstandende iPad nun gegen ein Neugerät auszutauschen. Also gut, so soll es sein. Morgen werde ein anderer Mitarbeiter anrufen und dann TNT beauftragen, das Gerät mitsamt Originalverpackung abzuholen, das wird dann „geprüft“ und ein neues Gerät wird dann über den üblichen Versandweg per UPS ausgeliefert. Darüber schüttle ich schon gar nicht mehr den Kopf. Immerhin – es geschieht etwas, dem Support-Menschen gebührte dann auch ein Dank.

Witzigerweise scheint der gesamte Vorgang tatsächlich eine Art Stornierung des Kaufes und Neuanlage zu sein. Denn der Mitarbeiter informierte mich noch, dass morgen der Mitarbeiter fragen wird, wie das mit dem AppleCare-Supportpaket weitergehen solle. Das könne man zwar für das Neugerät übernehmen, dann würden mir aber die Tage seit dem Kauf fehlen. Die Lösung ist, dass man wohl mit dem Vorgang auch den AppleCare-Vertrag auflösen und sich den Restbetrag über die Zeit bis zum Vertragsende auszahlen lassen kann, um dann mit einem neuen Apple-Care-Vertrag ab dem Datum der Lieferung des Neugerätes frisch anfangen zu können. Keine Ahnung, wer sich diese Komplexität ausgedacht hat, letztendlich macht es die inzwischen tiefrote Apple-Verdienstbilanz für meine iPad-Odyssee noch ein Stückchen roter.

2 Gedanken zu „iPad-Odyssee, nächster Part.

  1. Mich würde der Ausgang der ganzen odysee jetzt interessieren? Stimmt denn mit dem neuen Päd alles nun? 🙂

    Außerdem würde ich gerne wissen, ob Du irgendwelche ausleuchtungsfehler oder Vertilgungen bei Deinen Geräten feststellen konntest? Das ist nämlich eine weitere heiße Geschichte mit den ipads.

    Jedenfalls alles gute für Dich und Dein neues Teil! 😉

    1. Ja, das nun tatsächlich nagelneue Austauschgerät, nun also iPad Nr. 4 in meiner Rchnng, ist bis dato einwandfrei. Kein Staub im Display und von den anderen Displayfehlern, die so auftreten, bisher auch noch keine Sicht. Wäre auch nett, wenn das alles bei mir vorbeiginge, ich habe mein Soll an Problemen echt erfüllt.

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