Home > Home > 2010 > April

| Abonnieren via RSS

Post von der “Rechtsabteilung”.

8. April 2010 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Heute morgen, als ich mich nochmal dösend aufs andere Ohr legte, bevor der Wecker zum dritten Mal klingelte, dachte ich noch: “Mensch, Besim, jetzt bloggst du ja doch schon seit sechs Jahren in industriellen Zahlen, gelegentlich auch mit einer deutlichen Schreibweise und immer noch nicht wurdest du von einem Unternehmen abgemahnt.”

Prompt lag heute dann ein Brief im Briefkasten, von einem “Webmonitoring”-Unternehmen. Zwar keine Abmahnung im herkömmlichen Sinn, aber immerhin von einem Mitarbeiter unterzeichnet, der hinter seinen Namen offensichtlich unbedingt noch überall “(Rechtsabteilung)” geschrieben sehen wollte. Geschrieben hat dieses “Webmonitoring”-Unternehmen im Auftrag einer Versicherung, bei der ich Kunde bin. Man redet also heutzutage nicht mehr konstruktiv mit seinen Kunden, sondern haut sie gleich in die Pfanne.

In diesem handgefalteten und mit einer simplen Word-Standardvorlage formatierten Schreiben, das auf blankem Papier gedruckt war, beklagte man sich bitterlich über die “kritischen Inhalte”, die ich vor über zwei Jahren (!) über diese Versicherung hier im Blog losgelassen habe. Nämlich über den Umstand, dass es mir auch nach nicht unerheblichem Zeitaufwand nicht möglich war, online dieser Versicherung die Daten meines damals neuen Girokontos zu übermitteln und das dann doch tatsächlich mein Versicherungsvertreter machen musste, obwohl eben diese Versicherung recht ansehnlich damit warb, dass man irgendwie alles online machen könne. Vermutlich eben irgendwie.

Naheliegend bittet das “Webmonitoring”-Unternehmen um Löschung des Artikels. Dem bin ich so nicht nachgekommen, sondern habe den Namen dieser Versicherung unkenntlich gemacht. Die im übrigen demnächst einen Kunden weniger haben wird. Und ich habe mir erlaubt, dem “Webmonitoring”-Unternehmen eine Antwort via Telefax zu schreiben, das ich an den sensiblen Punkten anonymisiert habe.

Wichtige Hinweise, da man bei solchen Dingen sicherheitshalber jeden warmen Darmwind disclaimen sollte: Bitten auf Nennung des “Webmonitoring”-Unternehmens, der Versicherung oder Veröffentlichung des Anschreibens werden nicht stattgegeben. Ebenso ist im obigen PDF-Dokument die Schwärzung der diskret zu haltenden Bereiche bereits auf dem Original passiert, die Schwärzung ist also irreversibel.

Tags: ,

Ende einer Legende.

8. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Jetzt müssen wir alle mal ganz tapfer sein: Das Restaurant “Bei Francesco” in Pforzheim, beheimatet in der Bertholdstraße in der Pforzheimer Nordstadt, ist nicht mehr. Jochen und ich wussten das schon letzte Woche, wir haben uns aber darauf geeinigt, das erst dann im Netz herauszublasen, wenn es tatsächlich im Schaufenster steht und das tut es nun seit Dienstag.

Die Familie Franchini hat nun also nach 38 Jahren den Pizzaofen abgestellt. Immerhin nicht deshalb, weil es ihnen keinen Spaß mehr machen würde, sondern deshalb, weil im Laufe der Zeit der Laden einfach zu groß geworden ist. Pizza gibt es inzwischen an jeder Ecke, ihre Stammkundschaft wird immer weniger und die Unkosten immer höher. Sie seien zwar im Gespräch mit ihrer Hausbrauerei, um gegebenenfalls in einem kleineren Ladengeschäft nochmal zu öffnen, aber das sei jetzt mal so dahingestellt.

That’s it. Vorbei scheint es nun mit der grünen Oase im Hinterhof.

Tags:

Twittere niemals deine Telefonnummer!

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

LeVar Burton, besser bekannt als der schick bebrillte Schauspieler der Figur “Geordi LaForge” aus der Fernsehserie Star Trek – The Next Generation hatte vor einer Woche vermutlich ziemlich unruhige Stunden. Denn am 31. März setzte er über seinen Twitter-Stream eine Nachricht mit einer ominösen US-Telefonnummer ab. Ich habe mich noch gewundert und mir meinen Teil gedacht und offensichtlich war der Gedanken, den ich da hatte, gar nicht so falsch. Jedenfalls twitterte LeVar einige Stunden so eine Art S.O.S.:

Gut, könnte man vermutlich aushalten, wenn LeVar Burton nicht ganz so prominent im Twitter-Space wäre, wie er ist:

Bei 1,6 Millionen Follower reichen schon 0,1 Promille davon als Anrufer, um den Tag als gelaufen zu bezeichnen. ;-)

Die Nachricht schlug dann kurz darauf auch im MTV Movies Blog auf:

A minor Twit-pocalypse broke out yesterday when LeVar Burton accidentally posted his phone number to his account. It sounds like he had to get his number changed thanks to all of the incoming calls, but luckily for him, his old “Star Trek: The Next Generation” co-stars Wil Wheaton and Brent Spiner were around to lend moral support.
MTV Movies Blog

Tags: , , ,

Lösung des Update-Problems mit ElsterFormular unter Windows.

7. April 2010 | 6 Kommentare | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Die aktuelle Version von ElsterFormular hat ziemliche Probleme mit Benutzerrechten unter Windows. Schuld daran ist das Update-Programm, das ohne Administratorrechte schlicht und einfach nicht korrekt funktioniert und offensichtlich auch dann nicht, wenn der Benutzer, der angemeldet ist, eigentlich administrative Rechte hat. Es lädt Inhalte herunter, kann sie aber nicht installieren.

Deshalb müssen wir ran und das Problem fixen. Dankenswerterweise ist das relativ einfach, denn es genügt, dem Update-Programm mitzuteilen, dass es, wenn es gestartet wird, dies als Administrator tun soll. Damit verlassen wir uns zwar darauf, dass das Update-Programm hoffentlich keine derartig krassen Bugs hat, dass es mit dieser Administratorberechtigung schlimme Dinge tut, allerdings bleibt dem geneigten Steuerzahler, der einfach nur Steuererklärung und Umsatzsteuervoranmeldung übertragen möchte, gar keine andere Wahl.

Windows (XP, Vista, 7) hilft einem mit derartig dreckig programmierter Software da aus der Patsche, nämlich mit dem Kompatibilitätsmodus. Der ist zwar eigentlich dafür da, historischer Software vorzugaukeln, dass das Betriebssystem ein anderes sei, aber wir sind ja hart im Nehmen:

Hier gehst du im Startmenü in die ElsterFormular-Programmgruppe (ggf. unter “Alle Programme” und klickst dort auf das Programm “ElsterFormular – Update” mit der rechten Maustaste. Aus dem Kontextmenü den Punkt “Eigenschaften” auswählen. In dem sich öffnenden Fenster für die Eigenschaften des Programmes bitte die Registerkarte “Kompatibilität” auswählen:

Dort findet sich ganz unten bei “Berechtigungsstufe” das Feld “Programm als ein Administrator ausführen”. Hier den Haken hineinsetzen und mit OK bestätigen. Fertig. Der Nachteil: Bei jedem Start dieses Updates bittet Windows, wenn die Benutzerkontensteuerung standardmäßig aktiv ist, um Bestätigung, dass dieses Programm wirklich gestartet werden soll, weil es ja eben als Administrator gestartet wird. Das ist allerdings in Kauf zu nehmen.

Was ausdrücklich nicht notwendig ist und nicht getan werden sollte: Dem ElsterFormular-Hauptprogramm ebenfalls Administratorrechte zu geben.

Tags: , , ,

Microsoft Security Essentials für Windows.

7. April 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Jeder, der sich mit Computern auskennt, bekommt früher oder später mal die Frage gestellt, welchen Virenscanner er so empfehlen kann. Das passiert zum einen im Bekanntenkreis, allerdings rufen auch immer wieder mal verirrte Kunden hier im Büro an und klagen ihr Leid. Gut, muss man ein Auge zudrücken, für Privatkunden kann man auch mal einen einfachen Ratschlag so herauslassen.

Lange Jahre war Avira AntiVir ein Tipp, zumal es in einer kostenlosen Privatkundenversion heruntergeladen werden kann. Avira AntiVir ist sicherlich nicht schlecht, aber ich persönlich habe AntiVir inzwischen nicht mehr auf meinen Computern im Einsatz. Einfach deshalb, weil ich die (sicherlich ein Stück weit subjektive) Beobachtung mache, dass AntiVir von Version zu Version immer mächtiger wird und mir die Performance von der Kiste frisst.

Gut, Avira leistet aufopferungsvolle Arbeit dadurch, dass sie für Privatkunden ihren Virenscanner schon kostenlos ins Netz stellten, als die restliche Konkurrenz nicht im entferntesten daran dachte und lieber ordentliche Geschäfte mit den Herstellern von Computern machte, die die Virenscanner vorinstallierten. Aber es gibt immer die Gratwanderung zwischen “nützlich” und “nervig”. Bei der neuen Version von AntiVir war für mich der No-Return-Punkt erreicht, als AntiVir aufmuckte, als mein gerade eingesteckter USB-Stick per Autostart meinen darauf installierten Programmstarter aufrufen wollte und ich erst in den Einstellungen von AntiVir die betreffende Funktion suchen und ausschalten musste. Mich zu nerven ist eine Sache, aber andere nerven, die dann wiederum bei mir den Rat suchen und das dann letztendlich wieder meine Zeit kostet, das ist zu viel.

Deshalb fällt AntiVir aus meinem “Empfehlungsportfolio” nun heraus und wird gegen Microsoft Security Essentials ausgetauscht. Auch das ist ein Viren- und Malwarescanner, lässt sich unter Windows XP, Vista und 7 installieren und MSE macht seinen Job außerordentlich gut und leise, wenn man nicht unbedingt Wert auf alles legt. Mir ist es zum Beispiel relativ egal, wenn im Thunderbird eine Mail mit angehängter Malware landet. Sie macht erst dann Schaden, wenn ich diesen Anhang als Datei auf dem Rechner speichern und möglicherweise ausführen will und da soll dann der Virenscanner zuschlagen. Ständig die Mailbox zu scannen und das auch nur bei POP3-Mailboxen zu können, ist Kokolores.

Ebenso soll ein Virenscanner seinen klassischen Jobs mit möglichst wenig Performance-Verbrauch tun, aber gern auch unauffällig. Das macht MSE, der im Hintergrund seine Virendefinitionen aus dem Internet lädt und auch im Hintergrund scannt, ohne mir das groß mitteilen zu müssen.

Nochmal: Es geht nicht darum, dass MSE von Microsoft ist und AntiVir von Avira. Es geht darum, dass ein Virenscanner seinen Job gut machen und bitte so lange die Klappe halten soll, wie es nicht erforderlich ist, etwas vom Benutzer zu möchten.

Dazu, dass sich Microsoft Security Essentials gegenüber seinen vielen Kollegen nicht schämen muss, hat Daniel Melanchthon vor einiger Zeit etwas gebloggt.

Tags: , ,