Lebensmittel versus Lebensmittelersatzstoffe.

Dr. Wolfgang Uhr hat in seinem Weblog einen sehr interessanten Artikel verfasst, warum der Süßstoff Stevia in Europa und in Deutschland noch nicht eingeführt werden darf.

Zwar gilt nämlich für alle Lebensmittelersatzstoffe – ein künstlicher Süßstoff ist als Zuckerersatz augenscheinlich eben ein Lebensmittelersatzstoff – dass deren Unbedenklichkeit in Versuchsreihen bestätigt werden muss, allerdings ist Stevia ein grundlegend anderer Süßstoff als beispielsweise Aspartam, denn Aspartam ist ein chemisch erzeugter Süßstoff aus dem Reagenzglas, während Stevia aus einem Pflanzenextrakt gewonnen wird, also “biologische” Wurzeln hat.

Was ist nun ein Lebensmittelersatzstoff? Sind alle Süßstoffe solche, weil sie letztendlich den Zucker “ersetzen” oder sind sie es evt. nicht, wenn sie pflanzlichen Ursprung haben? Who knows?

3 Gedanken zu „Lebensmittel versus Lebensmittelersatzstoffe.

  1. Stevia hat keine Kalorien, macht nicht fett, schützt die Zähne vor Karies, weil eben kein Zucker drin ist. Vielleicht macht das die Zulassung so problematisch, in einer Welt, in der sich Nahrung und Pharma, Ärzte und Apotheken die Klinke in die Hand geben. Die Verteufelung von Kanabis kommt aus derselben Ecke.

  2. Stevia kann man als Pflanze übrigens völlig problemlos im gut sortierten Gartenmarkt erwerben.
    Würdest Du getrocknetes und gemahlenes Chilipulver als Lebensmittelersatzstoff bezeichnen?

  3. > Die Verteufelung von Kanabis kommt aus derselben Ecke.

    Das ist nicht ganz richtig. Kanabis bzw. das daraus extrahierte Rauschmittel war immer ein Rauschmittel und wurde auch immer so verwendet. Das Stevia-Pulver wird von mehr als 1 Milliarde Menschen als Lebensmittel verwendet. Es ist also mehr als berechtigt anzunehmen, dass es ein solches ist.

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