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Thomas Satinsky wird geschäftsführender Verleger der Pforzheimer Zeitung.

13. Januar 2010 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Das Personalkarussel der Pforzheimer Zeitung hat sich nach dem Weggang des Chefredakteurs Jürgen Metkemeyer eine Zeiteinheit weitergedreht. Und das fürwahr überraschender, als erwartet, denn die bisherige Interims-Chefredaktion übernimmt die Chefredaktion dauerhaft und als geschäftsführender Verleger kommt ab 1. Februar 2010 Thomas Satinsky ins Verlagsboot, was bedeutet, dass der bisherige Verleger Albert Esslinger-Kiefer die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Der Name Thomas Satinsky ist nämlich sicherlich ein Name, der in Pforzheim im Zusammenhang mit der Pforzheimer Zeitung nicht unbekannt ist, war er doch von 1998 bis 2005 Chefredakteur, bis er im Jahre 2005 zum Südkurier nach Konstanz wechselte. Dort war man mit dem Thema Online schon von Anfang an erheblich weiter und traute sich auch an größere Dinge heran, beispielsweise einem eigenen Online-Dienst, einer erheblich breiteren Berichterstattung im Web und stärkeren interaktiven Elementen. Sicherlich hinkt der Vergleich unter anderem deshalb, weil der Südkurier schon seit 1980 zur Holtzbrinck-Verlagsgruppe gehört und dahinter ganz andere Erfahrungsschätze stehen.

Wenn ich mal so die spontane Online-Konferenz der Pforzheimer Bloggeria richtig deute, schätzen nicht nur ich die Rückkehr von Thomas Satinsky zur Pforzheimer Zeitung als eine Art dringend notwendige Notbremse ein. Die IVW-Zahlen für die Auflagenstärke des vierten Quartals 2009 sind zwar noch nicht draußen, allerdings braucht es nur wenig Phantasie dazu, zu befürchten, dass die zuletzt dramatisch abstürzende Zahl der Abonnenten gerade so weitergeht. Eine sichtbare Online-Strategie lässt sich nach Jahren kaum ausmachen, von Versuchen einer Art “Online-Ausrichtung” ganz zu schweigen. Vergeudete und kaum wiedergutzumachende Jahre, denn je länger eine Zeitung sich den Tatsachen des Medienwandels verschließt und je länger Abonnenten einer Zeitung den Rücken kehren, desto schlechter.

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[Exclusive] Picture of the iSlate Mounting Kit.

12. Januar 2010 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Some news from the iSlate hardware saga … That’s it! Live, uncensored and exklusive – the iSlate Mounting Kit for fixing the iSlate onto tables, racks, walls et cetera. The picture was provided by some of my secret friends working at Thingamajig Heavy Industries near – CENSORED – in the solitude of the Great Zone. Isn’t it cool? I want to have this IMMEDIATELY!

(click for a bigger view)

The parts will be made of pure steel with some flavours of titanium forged by the hands of young virgins.

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Hack’ den Turm.

12. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Es muss ein Bild beziehungsweise ein Klang für die Götter gewesen sein, der da am Wochenende abends in Rize an der türkischen Schwarzmeerküste ertönte. Gegen 20.30 Uhr raschelte es wohl laut in den rund 170 Minaretten der Moscheen in und um Rize herum und plötzlich erschallte anstatt dem Ruf des Muezzins – Volksmusik. Und dann auch nicht irgendeine Volksmusik, sondern ausgerechnet fünf Minuten lang Musik des legendären türkischen Musikers Zeki Müren, der zu Lebzeiten aufgrund seines “extravaganten” Auftretens in schriller und oft weiblich angehauchter Kleidung gerade bei Konservativen und Religionsanhängern nicht unbedingt viele Anhänger hatte.

Was war geschehen? Die Zeit, in der der Muezzin tatsächlich das Minarett hinaufstieg, um seine Schäfchen zum Gebet zu rufen, sind in Ballungsräumen schon länger vorbei und moderne Technik hält Einzug. In Rize sind die meisten Lautsprecheranlagen der Minarette so zusammengeschaltet, dass sie per Funk zentral von einem Muezzin angesteuert werden. Hacker haben sich dem angenommen und kurzerhand die Lautsprecheranlagen der Minarette dazu genutzt, um etwas Musik zu machen, bis hinein in die landeinwärts liegenden Täler.

Und ja, die Verantwortlichen sind auch in der Türkei ebenso pikiert darüber, wie man vermutlich auch hier wäre, wenn sich jemand in die Glockenanlage eines Kirchturmes hacken würde:

Für Mufti Ilyas Serenli seien es allerdings “unschöne Klänge” gewesen. “Es riecht nach Sabotage”, zitiert der TV-Sender Serenli. “Wir werden unsere Maßnahmen ergreifen.”

Dennoch… astreine Aktion, hätte von mir sein können. Aus gut unterrichteter Quelle habe ich die Information, dass sich halb Rize in den Armen vor Lachen liegt. ;-)

[via CNN Türk, ZDF heute.de und eigenen Quellen]

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Tschö, AOL!

11. Januar 2010 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in HistoryWelt

AOL verabschiedet sich aus Deutschland und schließt seine Dependancen. Beziehungsweise AOL flieht aus Deutschland, um wenigstens seine Kernmärkte noch irgendwie zu retten. Und es wird dennoch spannend bei der Frage, ob das je gelingen wird.

Tja, AOL, du Glitzerwelt des Cyberspace! Kaum jemand, der vor der Jahrtausendwende nicht die obligatorischen zehn Freistunden ausprobiert hat – natürlich immer zuzüglich den damals noch eifrig nach Takt abgerechneten Telefongebühren. Und was gab es zu sehen, wenn man in AOL die passenden Begriffe eingab? Schaufenster. Manche zappelten sogar, die meisten waren jedoch nur einigermaßen schön, höchst selten informativ und meist unbrauchbar. Die Philosophie des Mitmachens war noch nicht geboren. Sondern eher die Philosophie des Miteinander-Machens, vornehmlich im AOL-Chat.

Die Chat-Welten waren in etwa das, was heute noch spelunkenartige Dorfdiskotheken darstellen: Ungefähr 20 Grad zu stark geheizt, keine Lüftung, alle Fenster vernagelt, völlig verraucht und die Getränkepreise in astronomischen Höhen. Und dann walkten die Hormone von einem Organ zum nächsten. Ob harmloser Flirt, Dating zum schnellen Autobahnparkplatz-Quickie (sortiert nach Autobahnnummern und einer der wenigen Online-Aktivitäten, die es gleich mehrfach in Pseudo-Reportagesendungen geschafft hatten), die erste Liebe für die Pickeligen oder einfach nur Tech-Gesülze – alle waren dabei.

Was eher Pfui-Pfui war und daher auch dezent im Hintergrund positioniert wurde, war das Fenster zum bösen Internet. Dazu gab es sogar eingebaut den Internet Explorer und das zu Zeiten, als der Internet Explorer noch Geld kostete. Das Internet freilich, das war knackelangsam, weil das Internet-Gateway von AOL in den USA war. Aber wer wollte schon in das unbunte Internet, wenn man “drin” war?

So sahen die besten Zeiten von AOL aus und weit über 30 Millionen AOL-Nutzer konnten nicht täuschen. Wobei… sie konnten. Schon immer war es eine AOL-Strategie, vor allem zu wachsen, koste es, was es wolle. Es gab Zeiten, in denen die sprichwörtliche AOL-CD in jeder Zeitschrift steckte. Es gab sie beim Media-Markt, am Kiosk mit einem AOL-Spezialheft, im Versandhauskatalog und die ganz armen Schweine, die tatsächlich einmal die Freistunden ausprobiert hatten, bekamen die Scheiben sogar in schöner Regelmäßigkeit nach Hause geschickt. Immerhin aber meist in wirklich guten DVD-Hüllen.

An AOL hat sich irgendwie seitdem auch nicht mehr viel geändert. Gut, freilich, es sind nach dem Platzen des Dot-Com-Booms dann nie wieder mehr, sondern immer weniger Mitglieder geworden. Und zwar ziemlich schnell immer weniger Mitglieder, denn irgendwann kam auch der letzte Analyst auf den Trichter, dass die AOL-Kundenkartei voll mit Karteileichen war – Leuten, die es inzwischen begriffen hatten, dass Internet auch ganz gut ohne AOL geht.

Die Abwärtsspirale drehte sich plötzlich schneller und schneller. Aus dem Megakonzern “AOL Time Warner” wurde dann wieder nur noch “Time Warner” und der Begriff “AOL” wurde auch Dank der immer stärkeren Positionierung auf eher trashige Werbemärkte ein Inbegriff der Online-Frühzeit. Nicht ganz so bieder wie T-Online, allerdings gleich ein paar Dutzend Kannen zu schrill für jeden Ü30. Und selbst die allerletzten Content-Lieferanten, die AOL bis dato exklusiv belieferten, darunter der FC Bayern München, erkannten irgendwann mal, dass die Geschichte mit diesem Internet ja vielleicht besser läuft.

Die Gegenwehr von AOL gegen die Emanzipationsbewegungen der bisherigen Mitgliedschaft war altbacken. Gleicher Inhalt, irgendwann dann geöffnete Türen auch für Nicht-Einwähler und halbherzige Versuche, AOL mit DSL-Anschlüssen zu verkaufen. Spätestens hier fuhr dann der Zug für AOL ab, denn wer wollte eine schnelle Anbindung für die immer komischer wirkenden Schaufenster der schönen, alten AOL-Welt? Irgendwann waren es dann auch nicht mehr 10 Freistunden, sondern 100 oder auch 500. Es rankten auch Gerüchte um 5.000 Freistunden, doch mal im Ernst: Wer wollte das noch freiwillig?

AOL ist vorbei, AOL ist Geschichte. Zwar gibt es das Label noch und tatsächlich gibt es sogar noch Online-Dienste und gar noch den AOL Instant Messenger (AIM), doch wenn ich das AOL-Logo sehe, dann sehe ich vor allem: Gestern. Quäkendes Modem. Sorgenvolle Blicke auf die Stoppuhr. Und ich weiß dann, dass es genug ist.

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Ordnungsgemäß unordnungsgemäß.

11. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Manchmal kann sich ein Programmierer noch so gut anstrengen und konterkariert dann am Ende doch alle Bemühungen. Der 3CX-Assistant ist so ein Stück Software, die eigentlich sauber und problemlos läuft, aber durch, sagen wir, kreative Groß- und Kleinschreibung und die Nutzung von Sonderzeichen auffällt:

Man muss nicht über jeden Mist per Bubble informieren. Wirklich nicht.

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