Malades Objektiv.

Ein zentraler Grund, weshalb ich mir Anfang des Jahres eine Nikon D700 herausgelassen habe, war, klar, das Nikonsche F-Bajonett und das dem analogen Bildformat ebenbürtige FX-Format. Sprich: Ist man im Besitz älterer Nikkor-Objektive bzw. Objektiven mit F-Bajonett, so funktionieren diese ohne Brennweitenverlängerungen sofort und problemlos auf der D700. Nicht ganz unpraktisch und das kam mir unterm Strich günstiger, als wenn ich eine Nikon mit DX-Bildformat gekauft hätte und gleich mal in neue Objektive investieren hätte müssen.

Das funktionierte alles auch ganz gut bei den Festbrennweiten, nur mit ganz zufriedenstellend meinem Lieblingszoom, einem Nikkor AF-D 24-120 f/3.5-5.6, nicht. Das passt zwar problemlos auf die Kamera und lässt sich auch steuern, autofokussiert jedoch nicht, wenn das Objektiv auf der Maximalbrennweite steht. Jetzt nicht unbedingt ein Kardinalproblem, allerdings auf Dauer störend.

Nun ist es mit der Objektivkompatibilität tatsächlich so, dass einige wenige Nikkor-Zooms nicht mit der D700 zufriedenstellend arbeiten, eben vor allem mit der Problematik, dass das Objektiv bei Maximalbrennweite nicht autofokussieren kann. Für dieses Objektiv gilt das laut einer gigantisch großen Kompatibilitätsliste nicht, also habe ich den Nikon-Support befragt.

Dort bestätigte man in einer wahnsinnig schnellen Antwort, dass das besagte Objektiv eigentlich vollständig kompatibel ist, ich solle das Objektiv doch mal mit einer anderen Kamera testen. Also gut, nochmal meine analoge F100 ausgepackt, vier AA-Batterien gesucht (das hat die meiste Zeit gefressen), das Objektiv draufgeflanscht und ab auf den Balkon. Und siehe da: Auch mit der F100 autofokussiert das Objektiv nicht mehr bei maximaler Brennweite. Das hebt die Stimmung natürlich ungemein.

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