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“Wir treiben die Sau durchs Dorf.”

11. September 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Wo die Pforzheimer Zeitung Recht hat, hat sie Recht, in diesem Fall in einer Anzeige für ihr Online-Portal, die im eigenen, kostenlos verteilten Anzeigenblatt veröffentlicht ist (click for big):

Foto Werbeanzeige pz-online.de mit dem Slogan: "Wir treiben die Sau durchs Dorf."

Die eigene Medienkritik ist vorbildlich. ;-)

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iPhone-Update 3.1 – Und dein Jailbreak ist hin.

11. September 2009 | 16 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Eine Warnung an alle, die ein jailbroken iPhone 3GS nutzen und möglicherweise bald das iPhone-Update 3.1 einspielen wollen – wartet vielleicht noch ein paar Tage, denn Apple hat etwas sehr signifikantes geändert: Sie lassen beim iPhone 3GS kein Downgrade des Betriebssystems mehr zu. Und das auf so eine perfiede Weise, wie man es aus totalitären Systemen her kennt.

Normalerweise ist ein Downgrade der iPhone-Betriebssoftware kein Problem. Man juble dem System schlicht einer der ursprünglich mal downgeloadeten Update-Pakete via iTunes unter und mache ein Restore. Was so unscheinbar nomadisch aussieht, funktioniert aber nicht offline, denn bevor iTunes ein Restore durchführt, telefoniert es unbemerkt nach Hause und fragt um Erlaubnis, die in Form einer Signatur gegeben wird. Erst wenn diese Signatur vorhanden ist, lässt sich das Up- bzw. Downgrade durchführen. Bisher war das alles auch kein Problem.

Seit dieser Woche hat Apple aber die Zügel angezogen und verweigert beim 3GS (und nur hier, also nicht beim 3G oder 2G) die Signatur für Versionen unter 3.1. Das bedeutet, dass ein Update auf 3.1 eine Einbahnstraße ist. Gut, könnte man sagen, was juckt mich die alte Version von gestern? Unter Umständen viel.

Denn mit einem Update geht auch erst mal ein eventueller Jailbreak flöten, denn man sich später mit an dieser Stelle nicht näher zu bezeichnenden Tools wieder einbaut. Fällt aber eventuell ein Jailbreak mit der Version 3.1 flach, weil dort ggf. die bisherigen Exploits nicht greifen, dann ist Schicht im Schacht und das Apple-Gefängnis möglicherweise finaler denn je.

Saurik alias Jay Freeman, der Maintainer des alternativen AppStore Cydia, hat vor einigen Tagen einen anderen Ansatz gestartet und die Möglichkeit geboten, die so genannte ECID-Datei des iPhones auf seinem Server zu sichern. Diese individuelle Datei ist höchstwahrscheinlich ein wichtiger Schlüssel zu zukünftigen Jailbreaks und für 3.1-upgedatete iPhones jetzt natürlich auch nicht mehr greifbar.

Erinnert mich alles so etwas an Guantanamo, allerdings bleibt derzeit keine andere Lösung, als Besitzer eines 3GS tunlichst kein iPhone-Update auf 3.1 zu machen, wenn man jailbreaken möchte.

Einen weiteren Bockmist liefert man sich offensichtlich auch mit dem Tethering, das nach unbestätigten und vor allem logisch nicht nachvollziehbaren Meldungen offenbar bei bisher tethering-fähigen iPhones nach dem Update auch nicht mehr funktionieren soll, obwohl es davor noch funktionierte. Bezeichnenderweise wissen bis dato weder die T-Mobile-Hotline etwas davon, noch blicken es Mitarbeiter auf der Apple-Hotline, die einigen Bloggern, die in die Update-Falle getappt sind, tatsächlich das empfehlen, was oben ja nicht mehr funktioniert, nämlich ein Downgrade.

Was für ein Saftladen. Warum baut Apple eigentlich keine Würgehalsbänder? Argumentativ hätten sie es ja eigentlich drauf.

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Ein Internet-Manifest.

8. September 2009 | 10 Kommentare | Veröffentlicht in Netzleben

Das so genannte Internet-Manifest ist ja per se erst einmal nichts schlechtes. Nicht, weil man einigen Leuten dringend die Philosophie des Internets erklären müsste, sondern weil es genügend andere Lobbyisten gibt, die mit ihrer Online-Strategie gegen die Wand gefahren sind und nun Dinge behaupten, die nicht stimmen, sondern die ihr Geschäft leichter machen würden. Mein persönlicher Favorit ist da immer noch die Führung des Axel-Springer-Verlages, die nun offenbar beleidigt mit diesem Internet sind und Zahlemann & Söhne machen wollen. Müssen.

Also, das Internet-Manifest kam möglicherweise sogar zur richtigen Zeit, denn der Zeitgeist passt. Online verankert sich immer stärker in der Gesellschaft und bringt die nette und wichtige Eigenschaft mit, dass Information in Hülle und Fülle vorliegt – wenn man sich dafür interessiert. Das gefällt natürlich nicht unbedingt den Meinungsmachern, die vor dem Online-Zeitalter die Meinung vornehmlich über die klassischen Medien geführt haben, weshalb es ganz gut ist, dass die Online-Welt da mal ein paar Dinge klarstellt.

Wobei… genau hier beginnt das Problem mit dem Internet-Manifest. Spricht denn hier die Online-Welt? Wer sind die fünfzehn Unterzeichner? Das sind alles Blogger. Zwar sicherlich in der Blogosphäre zum großen Teil soetwas wie Koryphäen, allerdings eben auch nur dort. Und nach der Blogosphäre kommt erst einmal das World Wide Web, was zwar ein sehr großer Informationsraum im Internet ist, aber eben nicht das Internet allein.

Ich hätte mir gewünscht, dass das Internet-Manifest umfassender das Thema anpackt. Die Blogosphäre ist nicht allein das Web ist nicht allein das Internet. Dazu hätte gehört, dass die Unterzeichner nicht die üblichen Verdächtigen der Blogosphäre sind, von denen einige in meiner subjektiven Beurteilung schon den Zenit ihrer blogosphärischen Karriere überschritten haben und “lost in translation” wandeln, sondern dass da auch einige echte Protagonisten der Online- und Web-Bewegung involviert sind. Dann hätte das Internet-Manifest auch dem Internet gerecht werden können.

Und im übrigen schreibt man zuerst ein Manifest, arbeitet daran, bis es fertig ist und unterzeichnet es erst dann. Nicht erst verfassen, dann unterzeichnen und dann in einem Wiki vom “Fußvolk” gnädigerweise erweitern lassen. Bei sowas drängt sich mir immer der fade Beigeschmack auf, dass es eher weniger um das Manifest selbst geht. Collaboration hin oder her – wer online berühmt werden will, soll bloggen. Sich selbst auf Podeste hieven, Weisheiten herablassen und sich bejubeln lassen – das ist die Form der bisherigen Meinungsmacher.

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Die SPIEGEL-Bilanz zu Ursula von der Leyen.

6. September 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

In einem eher launischen Artikel bilanziert der SPIEGEL die Große Koalition und kommt zum völlig überraschenden Ergebnis, dass man eine Neuauflage der Großen Koalition nicht unbedingt mehr möchte. Bemerkenswert finde ich aber folgenden Satz, hübsch vor allem die letztgenannte Ministerin:

“Natürlich finden sich gute Besetzungen in Merkels Kabinett: Peer Steinbrück als Finanzminister, Frank-Walter Steinmeier als Außenminister, Wolfgang Schäuble als Innenminister, Ursula von der Leyen als Ursula von der Leyen.”
– DER SPIEGEL 36/2009 vom 31.08.2009

Haarscharf erfasst. Übrigens kommt Ursula von der Leyen am 22. September auch nach Pforzheim, leider aber schon um 12.30 Uhr. So wird der Besuch im Pforzheimer Mehrgenerationenhaus dann leider wieder nur eine weitgehend reine Seniorenveranstaltung mit der üblichen Dialektik. Wer Zeit und eine Videokamera hat, kann sich das ja mal antun, da springt sicherlich wieder was zum Thema Zensursula heraus.

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Blogs aus der Region (17).

6. September 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in BlogWelt

Nach drei Monaten steht mal wieder ein Großreinemachen in meiner liebevoll handgepflegten Liste mit Blogs aus Pforzheim & Enzkreis an. Erwartungsgemäß gibt es dank des Superwahljahres einige Änderungen bei den politischen Blogs, aber nicht nur. Einige private Websites haben wohl auch teilweise schlappgemacht, ich lasse da aber noch alles drin und gebe den derzeit ausfallenden Jungs und Mädels noch eine Frist bis Ende des Jahres. :-)

So, nun aber: Neu bei den Businessblogs ist das Orange Pepper Blog. Gibt es schon eine Weile, habe ich aber erstaunlicherweise erst dann gefunden, seit dem ich deren Chef in Twitter followe. So kann es gehen…

Bei den politischen Blogs sind einige ehemalige Gemeinderatskandidaten nun zu den privaten Blogs gewechselt, neu hinzugekommen sind die Kampagnen-Websites von Katja Mast und Memet Kilic. Ebenfalls neu hinzugekommen ist das Blog von Michael Seiß, dem Bürgermeister von Friolzheim.

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SIMAP-User des Tages.

5. September 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Tatsächlich bin ich noch für wenige Augenblicke der SIMAP-Benutzer des Tages. Davon kann ich mir leider nichts kaufen und außer drei Besuchern auf dem Blog hat mir das nichts weiter gebracht, dennoch ist man als Mitrechner einfach mal stolz, dass nun ich an der Reihe war. :-)

Hier der Fotobeweis (ein Klick macht es groß):

Besim ist der SIMAP-User des Tages am 5. September 2009

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Rasender Herbst auf der PS3.

4. September 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Na endlich bewegt sich wieder etwas in Sachen Rennspiele auf der PS3, zumindest wenn man sich wieder an die etablierten Titel hält. ColinMcRae Dirt 2 steht in den Startlöchern und wird offiziell am 11. September erscheinen, und Need for Speed Shift findet am 17. September die Regale. Leider alle wieder in der Höchstpreis-Liga um die 70 Euro. ColinMcRae Dirt 2 kann zumindest auch schon mal angespielt werden, im PlayStation Store findet sich eine leider mal schlappe 910 Megabyte große Demo mit zwei Strecken. Auf den ersten Blick ist das Drumherum deutlich anspruchsvoller und hübscher, bei den Rennsituationen sind die Fahrzeuge deutlich schwieriger zu steuern, als beim Vorgänger. Aber Rallyes sind ja auch keine Kaffeefahrten! Es gibt also wieder genügend staubige Strecken mit genügend kräftigen Boliden abzufahren, allerdings finde ich auch diesmal wieder keine Strecken in kälteren Gefilden. Schade.

Was am Rande noch spannend ist: Die neue flache PS3 Slim ist ja nun herausgekommen. So wie bei Sony Computer Entertainment üblich, gibt es dann auch wieder neue Spiele-Bundles und für Anfang Dezember ist ein Bundle mit Gran Turismo 5 angekündigt. Genau, “Gran Turismo 5″ und nicht “Gran Turismo 5 Prologue”. Bei Amazon.de gibt es Gran Turismo 5 auch schon, wobei hier allerdings außer einem Cover-Bild (das nicht das Original-Cover darstellen soll) und dem Titel noch nichts zu finden ist. Aber immerhin, wir können wohl schon Monate zählen und nicht mehr Jahre. Und pardon… die PS3 ist erst dann eine echte Playstation, wenn es da auch eine Vollversion von Gran Turismo gibt. Alles andere ist Spielzeug.

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Den Bayern die eigene Top-Level-Domain.

3. September 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in DNS

Ganz nach dem Vorbild der bis jetzt mäßig erfolgreichen dotberlin-Truppe, die sich seit Jahren darum bemüht, die Top-Level-Domain “.berlin” eingeführt zu bekommen, hat sich nun eine Gruppe aufgemacht, die die “.bayern” vorangebracht sehen möchte und eine ICANN-Bewerbung für die Top-Level-Domain vorbereitet. Da vom Prinzip her jeder die Beantragung einer neuen Top-Level-Domain bei der ICANN einreichen kann und ICANN zur Prüfung dieser Applications ein umfangreiches Regelwerk hat, schmerzt das alles auch kaum. Auch schmerzt kaum der Umstand, dass die “dotBayern e.V.” als offizielle Homepage ein bei wordpress.com gehostetes Weblog führt und – so offenbart das Datum der älteren Beiträge – am Thema von “.bayern” schon seit einer ganzen Weile herummacht, nämlich seit mindestens einem Jahr, wenn am 12. August 2008 die dotBayern e.V. gegründet wurde.

Man muss solche Bewerbungen auch zu einem Großteil humoristisch sehen, vielleicht so, wie David Goldstein im Domainnews-Blog:

“According to many Bavarians they are Bavarian first, German second. According to many Germans, Bavaria is almost another country. So it is likely with this pride in Bavaria a gTLD for the region will gain significant support.”
DomainNews.com

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber warum ausgerechnet “.bayern”? Wäre “.bavaria” oder “.bav” aus internationaler Sicht nicht besser? Lasst das mal am Ende nicht genau aus diesem Grund scheitern.

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Der Dukatenesel namens “iPhone-Benutzer bei T-Mobile”.

1. September 2009 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Eine andere Umschreibung als “Dukatenesel” fällt mir einfach nicht ein, wenn ich mir das anschaue, was T-Mobile da an Preisen für Zusatzdienste für iPhone-Nutzer aufstellt. Nachrechnen? Gern.

Das Tethering ist das Schlüsselwort. Tethering bedeutet, dass das iPhone quasi als Funkmodem für ein angeschlossenes Notebook fungiert. Das iPhone wird per Bluetooth oder USB an das Notebook angeschlossen, auf dem iPhone das Tethering aktiviert und dann kann das Notebook über das iPhone ganz normal ins Internet.

Diese vermeintliche Weltrevolution ist – uralt. Mit jedem gängigen Windows-Mobile-Smartphone ist diese Geschichte nach entsprechender Konfiguration ebenso möglich und zwar ohne zusätzlichen Kostenaufwand für den Mobilfunkvertrag. Das vor allem deswegen, weil der Mobilfunkprovider gar nicht sehen und messen kann, ob der Datenverkehr nun vom Smartphone selbst oder einem dahinter angeschlossenen Notebook stammt.

Das gilt prinzipiell auch für das iPhone. Und weil das so ist und man so ja irgendwie kein zusätzliches Geld verdienen kann, hat Apple für seine Mobilfunkprovider einen optionalen Tethering-Schalter eingerichtet, den die Mobilfunkprovider für die von ihnen vertriebenen Geräte ein- und ausschalten kann. Ausgeschaltet ist dann einfach immer und erst wenn der Kunde für das Tethering löhnt, wird das Pferdegeschirr abgemacht.

Und diese Freischaltung erkauft sich der Benutzer abartig teuer: Ganze 20 Euro zusätzlich möchte T-Mobile dafür sehen, dass sie ihre iPhones für das Tethering aktivieren. Und das kommt dann hübsch auf den bestehenden Monatspreis hinzu. Dafür gibt es zwar 3 Gigabyte Datenverkehr noch zusätzlich dazu, allerdings ist damit das Tethering als Notlösung dafür, dass man mit dem iPhone gelegentlich auch das Notebook ins Internet hievt, quasi tot.

Es geht aber auch noch eine Schippe heftiger, denn auch die Telefonie über das Internet, das so genannte Voice over IP, was ja jahrelang nicht gehen durfte, weil T-Mobile ach so große Angst hatte, dass dann deren Mobilfunknetz zusammenbricht und sich möglicherweise dann Erdspalten bilden, geht nun dann doch – wenn man zukünftig auch hier zusätzlich hinblättert, nämlich nochmal 15 Euro im Monat (außer bei den teuersten Tarifen Complete L und Complete 1200, da kostet es “nur” 10 Euro im Monat).

Also rechnen wir doch mal nach und schnüren ein kleines iPhone-T-Mobile-Paket im kleinsten T-Mobile-Tarif Complete XS:

iPhone 3G S (16 GB, subventioniert): 249,95 Euro
Bereitstellung: 24,95 Euro
Grundpreis: 24,95 Euro/Monat
Tethering-Option: 20 Euro/Monat
VoiP-Option: 15 Euro/Monat

Macht alles zusammen auf 24 Monate: 1.713,70 Euro. Und da ist noch keine Minute telefoniert und noch keine SMS verschickt.

Machen wir die Gegenbüchse auf mit einer Urlaubsfahrt nach Italien und einem Kauf eines “freien” iPhones mit standardmäßig aktiviertem Tethering, das dann mit einem O2-Vertrag mit zusätzlicher Internet-Option (O2 gestattet ausdrücklich Voice over IP.) betrieben wird:

iPhone 3G S (16 GB, unsubventioniert): 599 Euro
Bereitstellung O2 Inklusivpaket 100: 25 Euro
Grundpreis: 10 Euro/Monat (100 Minuten Fest- und Mobilfunknetz Deutschland inbegriffen)
Internet-Pack-M (Internet-Flatrate): 10 Euro/Monat

Das macht unter dem Balken auf 24 Monate hinaus: 1.104 Euro. Und da sind insgesamt 2.400 Minuten Telefonieren ins deutsche Telefonnetz auch noch dabei.

Muss ich mich noch wundern: Nein. Das hat alles schon lange nichts mehr mit Realität zu tun.

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