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Der Axel-Springer-Verlag kündigt dem Internet.

14. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

So, nun ist endgültig Schluss mit Lustig: Der Axel-Springer-Verlag ist beleidigt mit den Internet-Nutzern und deren asoziales Verhalten, bisher beim Besuch von Axel-Springer-Websites nicht unaufgefordert Geld an den Verlag überwiesen zu haben und bestraft jetzt die Netcommunity damit, dass Content der Redaktionen zukünftig weggesperrt wird und nur noch nach Eintritt bezogen werden darf.

“Für das iPhone von Apple entwickeln wir so genannte Apps, also kostenpflichtige Angebote, über die man dann bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert”, so der Springer-Chef Mathias Döpfner zur FAZ. Und offenbar möchte man auch die Veröffentlichungen auf Websites einschränken und “Premiuminhalte” für Springersche Regionalzeitungen einführen.

Ich kann Mathias Döpfner zu diesem mutigen Schritt nur gratulieren. Endlich wird man als Netizen nun endlich von Verlagsseite aus davor bewahrt, durchs Links auf Springer-Scheiße verwiesen zu werden. Hoffentlich machen sie die Preise auch richtig schön hoch und das alles auch richtig konsequent, damit diejenigen, die den täglichen Mist auch Suchtgründen benötigen, dann wieder auf die normale, gedruckte Bild-Zeitung zurückwechseln können. Dann braucht man die Springer-Presse ja eigentlich auch nicht mehr im Internet.

Siehst du, Ursula, das mit den Selbstverpflichtungserklärungen von den Inhaltsanbietern funktioniert im Internet doch wunderbar. Man muss es nur wollen!

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Der Bundestag kennt das Grundgesetz nicht.

13. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Könnte man zumindest meinen, wenn man in Google den Suchbegriff “Grundgesetz” eingibt und auf den Button “Auf gut Glück” klickt. Denn dann passiert aktuell folgendes im Webbrowser (click it to see it):

HTTP-404-Fehlermeldung auf dem Webserver des Deutschen Bundestages

Des Rätsels Lösung ist vermutlich der Relaunch der Bundestags-Website in dieser Woche, in dessen Rahmen sich wohl auch die Standort-URL der Inhalte geändert haben. Das kann passieren und ist auch nicht wirklich schlimm, weil der gute CMS-Entwickler – wovon es offenbar nicht allzu viele gibt – gerade während einer Relaunch-Phase diesen Umstand mit dauerhaften HTTP-Umleitungen abfangen kann. Dieses Zuvorkommen mögen Benutzer und mögen auch Suchmaschinenroboter und ist im Zweifelsfalle nur halb so peinlich.

Aber da ich heute Vormittag ein klein-wenig sarkastisch unterwegs bin, könnte ich ja auch meine Dankbarkeit darüber ausdrücken, dass die neue Website des Deutschen Bundestages nicht einfach nur aus eingescannten und zuvor ausgedruckten Seiten besteht…

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Die WordPress-Dramen und der admin-Benutzer.

12. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Fassen wir einfach mal zusammen, dass der 2.8-Versionsstrang von WordPress offenbar unter einem nicht sehr guten Stern steht. Nicht alles kann auch im besten Projektmanagement immer rund laufen und Sicherheitsprobleme mit Software wird es so lange geben, wie Menschen, die die Software schreiben. Jammern ist also eher nicht angebracht, denn niemand hat gesagt, dass WordPress von Hause aus fehlerfrei ist. Bei WordPress ist es mindestens genauso wichtig, die Installation aktuell zu halten, wie sie überhaupt einmal zu installieren.

Andererseits: Das Sicherheitsproblem in der Version 2.8.3 beruht darauf, dass ein Außenstehender das Passwort für den admin-Benutzer löschen kann. Würden bitte die Leute, die tatsächlich nur mit diesem admin-Benutzer ihr Blog verwalten, bitte verstehen, dass man mit einem admin-Benutzer gefälligst nichts anderes tun sollte, als lediglich die zentralen Blog-Einstellungen einzustellen und einen weiteren, normalen Benutzer einzurichten, mit dem dann ausschließlich gearbeitet werden sollte?

Niemand, wirklich niemand muss mit dem admin-Benutzer arbeiten. Richtet euch also bitte in WordPress und gern auch in jeder anderen CMS-Installation, die eine Mehrbenutzerverwaltung hat, gefälligst einen eigenen Benutzer ein, gebt dem meinetwegen administrative Rechte, wenn es euch schöner macht und arbeitet ausschließlich mit dem, ihr Affen!

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“Gag Alert.”

11. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Einem Moderator können selten so schlimme Dinge passieren, wie Lachanfälle:

Was bei dem Moderator im folgenden Moment passiert, ist auch rätselhaft, vermutlich eine Art Reflex:

Man höre beim folgenden Schnipsel mal darauf, warum der Kollege des CBS-Moderators nicht mitmoderieren kann:

Der vermutlich einfach unbezwingbare Evergreen an Moderator, den die folgenden drei Minuten übrigens die Karriere gekostet haben, gibt es ebenfalls in YouTube. Bei dieser niederländischen Talkshow kommt es gar nicht auf die Inhalte an (noch nicht mal, wenn man die Sprache versteht), sondern darauf, wie der Moderator reagiert:

Es geht wohl hier um Behandlungsfehler und der Gesprächspartner mit der hohen Stimme hat bei einer Operation Verletzungen an den Stimmbändern erlitten. Und dann redet er auch noch über sein verpfuschtes Liebesleben…

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Die Milchdrüsen von Vera Lengsfeld …

11. August 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

… interessieren mich keinen Meter. Weder auf ihrem Wahlplakat zur Bundestagswahl, noch in der Realität. Überhaupt interessiert mich das CDU-Bundestagsmitglied Vera Lengsfeld nicht und ich gebe auch gern zu, dass selbst die Mehrfachnennung ihres Namens bei mir nur einen ganz schwachen Druck im hintersten Teil meines Gedächtnisses ausgelöst hat. Sicherlich also nichts wichtiges, so wie es sich für Hinterbänklerinnen und Hinterbänkler eben gehört. Die gehören halt auch in einem Parlament dazu.

Wo waren wir gleich nochmal? Genau, bei den Milchdrüsen von Vera Lengsfeld bzw. bei ihrem Wahlplakat, in dem sie sich mit einem nicht ganz so opulenten Abbild ihres Dekolletés präsentiert, wie die links positionierte Kanzlerin, zusammen mit dem Spruch: “Wir haben mehr zu bieten.”

Das, liebe Frau Lengsfeld, ist schlicht eine peinliche Kommunikation, die man entweder dann anzettelt, wenn man unglaublich links ist und es zum guten Ton der vornehmlich links stehenden Partei gehört oder wenn man mit nichts anderem mehr kann, als mit den eigenen Titten. Ja, ich verwende absichtlich den Begriff “Titten”, weil “Titten” dann in den Sprachgebrauch kommt, wenn Milchdrüsen nur noch in einer sehr abwertenden oder herabwürdigenden Art und Weise angesprochen werden sollen.

Ich könnte jetzt natürlich in die Höhen und Tiefen der philosophischen Betrachtung von Milchdrüsen in unserer Gesellschaft einsteigen und hier noch am Rande erwähnen, dass auch Männer Milchdrüsen besitzen, die beim Vorhandensein bestimmter Hormone in bestimmten Konzentrationen sogar Milch produzieren könnten, aber das ist nicht das Thema. Das Thema ist, dass Frau Lengsfeld mit ihren Milchdrüsen kokettiert, das offenbar nicht so ankommt, wie beispielsweise in so Spezialdemokratien wie Frankreich oder Italien und Frau Lengsfeld offenbar ein wenig enttäuscht darüber ist, dass viele Kommentatoren in ihrem Blog ihren Werbeansatz nicht sonderlich lustig finden, sondern peinlich.

Und nun wird Frau Lengsfeld als Autorin originell: Sie versucht es in ihrem ansonsten weitgehend belanglosen “Waehltverablog”-Weblog nun etwas trotzig mit beißender Ironie:

“Unser Plakat war ein voller Erfolg. Die Zahlen sprechen für sich. Bei der Anzahl der Besucher relativiert sich die Anzahl der gehässigen Kommentare. Sie bewegen sich im untersten Promille- Bereich. Es gibt ein Wort vom alten Sozialdemokraten August Bebel, das heißt: ‘Wenn dich  deine Feinde loben, hast du etwas falsch gemacht.’ Umgekehrt kann man also sagen, wenn der politische Gegner im Quadrat springt und Schaum vor dem Mund hat, dann hast du es richtig gemacht. Wie sehr wir mit unserer Idee eingeschlagen haben, zeigt die Hektik, mit der versucht wird, mittels immer wieder recycelter besonders gehässiger Kommentare doch noch einen Skandal zu provozieren.”

Das heißt, ich hoffe, dass es als beißende Ironie gemeint war, denn eigentlich erinnert mich so eine Einleitung eher an den Schwarzen Kanal und an eine Formulierung, die – politisch andersherum natürlich – auch ein Karl-Eduard von Schnitzler hätte nicht besser schreiben können. Die anderen sind doof, wir doch nicht und ich schon gar nicht!

Dabei ist es doch gar nicht so schwer, wenn man sich beispielsweise die berufliche Entwicklung einer Gabriele Pauli anschaut: Wandert man erst einmal die Sachlichkeitsleiter stetig herunter und landet dann bei den körperlichen Parametern, die in irgendeiner nachvollziehbaren oder nicht nachvollziehbaren Weise eine besondere Kompetenz als Politiker(in) beweisen sollen, dann ist man schon ganz unten angelangt und macht sich zum unvergesslichen Klassiker in Kreisen, in denen man eigentlich auch als abgebrühte Politikerin lieber nicht verkehren möchte.

Die Ironie ist übrigens dann umso besser, je mehr auch intelligente Menschen nicht unterscheiden können, ob die Ironie nun tatsächlich als Ironie gemeint ist, oder als klare Ansage. In der Hinsicht ist Vera Lengsfeld offensichtlich eine Meisterin in ihrer Klasse. Wenigstens da.

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