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PS3-Update 3.00.

19. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Laut dem US-PlayStation-Blog steht das nächste PS3-Update vor der Türe und diesmal geht es der Versionsnummer nach wieder auf ein Major Release zu. Im Anbetracht dessen, dass sich in Sachen PS3 derzeit einiges bewegt, vielleicht ein nicht ganz dummer Schachzug.

Die Neuerungen bewegen sich vor allem um die Benutzerführung und um den PlayStation Store:

  • Am auffälligsten wird mit Sicherheit die Personalisierung der Oberfläche mit dynamischen Themes sein. Theme-Hintergründe können nun animiert sein, was zumindest recht nett aussieht, der laufende Little-Big-Planet-Bursche sieht niedlich aus. Etwas gespannt darf man auf die Definition von “Free”- und “Premium”-Themes sein, da wird wohl die nächste Sparbüchse geöffnet.
  • In der Benutzeroberfläche wird der Nachrichtenticker rechts oben gegen einen Statusindikator ausgetauscht, der nun neben der Uhrzeit auch das User-Icon, die Zahl der Freunde, die derzeit online sind und ein Bereich zur Anzeige von neuen Nachrichten visualisiert.
  • Das Information Board, das sich in der Rubrik “PlayStation Network” verbirgt, wird durch einen Bereich namens “What’s new” ersetzt, der nun icon-basiert neue Nachrichten rund um die PS3 und deren Inhalte präsentiert. Sieht zumindest hübsch aus.
  • Die Freundesliste wird leicht umgebaut und zeigt auf den ersten Blick die Zahl der erhaltenen Nachrichten.
  • Die Trophäenanzeige wird ebenfalls umgebaut und bietet nun – wenn die Spieleentwickler das berücksichtigen – die Anzeige von Trophäen nach programmierbaren Kategorien an, beispielsweise auch nach den Basistrophäen und Trophäen, die durch ein Spiele-Add-On zur Verfügung stehen.
  • Für den PlayStation Store gibt es nun Shortcuts. Das habe ich nicht so recht verstanden, muss man sich vermutlich mal genauer anschauen.

Hört sich gut an, die Arbeiten an der Benutzeroberfläche sind der richtige Schritt. Da gibt es aber gerade bei den Einstellungen meiner Meinung nach noch viel Verbesserungspotential, das ist alles leider sehr unübersichtlich gewachsen.

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Viel neues um die PS3.

19. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Sony Computer Entertainment hat sich offenbar endlich mal breitschlagen lassen und beginnt offensichtlich zu verstehen, dass die PS3 zwar derzeit die technisch beste Spielekonsole ist, aber eben auch die teuerste.

Das Wichtigste: Der Preis.

Beim Preis bringt Sony Computer Entertainment die PS3 endlich wieder an die anderen Konsolen ran. Während die Xbox 360 derzeit bei 240 Euro liegt und die Nintendo Wii bei 220 Euro, lag die PS3 bei abgeschlagenen 400 Euro. Nun geht der PS3-Preis auf 300 Euro, was immerhin ein deutliches Zeichen ist.

Und dieses Zeichen ist auch dringend notwendig gewesen, denn der Überlegensheitfaktor der PS3 ist ein scharf begrenztes Kriterium. Nintendo und Microsoft waren mit ihrer jetzigen Konsolengeneration früher auf dem Markt, haben dadurch und eben auch durch den immer günstiger zur PS3 stehenden Verkaufspreisen stärker in den Verkaufszahlen, sowohl bei der Hardware, als auch bei der Software. Und da ist ein Schweinezyklus am Laufen, denn bei einer Generation einer Spielekonsole ist der erste, der die Generation einleitet, logischerweise auch derjenige, der die nächste Generation vorbereitet und einleitet und die dürfte 2011 anstehen. Die PS3 war die letzte Konsole der jetzigen Generation, da hilft das Argument, dass die PS3 nun mal die beste Konsole sei, immer nur temporär.

Ob der nun gesenkte Preis den Rückstand noch aufholt, ist zweifelhaft, immerhin hat man aber bei Sony Computer Entertainment erkannt, dass die Spielehersteller nicht mehr lange mitmachen, wenn sich der Preis nicht ändert. Meine Vermutung ist jedoch die, dass es vor dem Weihnachtsgeschäft nochmal zu Preissenkungen kommen könnte, denn nun sind die anderen Konsolenhersteller an der Reihe.

Das Überraschendste: Die PS3 Slim.

Vor ein paar Tagen lief es noch als Gerücht, nun ist es bestätigt: Die PS3 wird in einem neuen Gehäusedesign kommen und als Slim-Variante landen. Das war abzusehen, denn Spielekonsolen erfahren im Laufe ihres Lebens mehrere Überarbeitungen, die vor allem was mit der Notwendigkeit von Kosteneinsparungen und Optimierungen zu tun haben.

Die PS3 Slim sieht in etwa aus wie eine längst halbierte herkömmliche PS3, allerdings mit einem billigeren Kunststoff und ohne Pseudo-Chromteile. Gut, kann man auch wirklich darauf verzichten, wenn die PS3 nicht gerade in der Vitrine stehen soll. Die Slim-Variante hat auch überarbeitete, innere Werte, allen voran ein um ein Drittel geringeren Stromverbrauch. Das ist allerdings auch dringend nötig.

Von was man sich verabschiedet, ist die Möglichkeit, die PS3 als Linux-Kiste zweitzuverwerten; die Option zum Starten eines “Other OS” wird es nicht mehr geben. Damit ist das Linux-Experiment wohl beerdigt. Zugegebenermaßen, bei dem Stromverbrauch und bei der Implementierung der Other-OS-Funktion als ziemlich beschränkte, virtuelle Maschine ist das kein herber Verlust, zumal es einen recht großen PS3-Altgerätemarkt gibt.

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O2 has done.

17. August 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Die lange erwartete O2-Rechnung habe ich heute online anschauen können und sie hat sich gewaschen. Die zwei Tage Online-Nutzung in Frankreich haben sich erwartungsgemäß mit je 15 Euro niedergeschlagen und damit meine monatliche Rechnung quasi verdoppelt. Dazu kommt aber noch ein ärgerlicher Rechnungsposten von fast 10 Euro für nach Minuten (!) abgerechnete Datennutzung an einem Tag im Juli.

Und warum das? Ich habe da den bisher gebuchten Online-Tarif “Internet-Pack-M” neu gebucht, da eine Buchung von “Internet-Pack-M” vor dem 5. Mai 2009 nicht automatisch auch die Flatrate beinhaltet. Behauptet die O2-Homepage. Wusste der Mensch, den ich an der Hotline darum bat, den “Internet-Pack-M” neu zu buchen, nicht wirklich. Dennoch nahm er das, was ich wollte, auf, kündigte meinen alten “Internet-Pack-M”. Das wurde dann auch brav per SMS bestätigt.

Was nicht bestätigt wurde, war die Buchung des neuen “Internet-Pack-M”. Am nächsten Tag ahnte ich schon (alte Supportler-Krankheit), was da vergessen wurde und buchte das eben online ein, was dann ebenfalls per SMS bestätigt wurde. Zwischen Kündigung und Neubuchung sind aber dann eben 120 Online-Minuten angefallen und dafür möchte man nun eben fast 10 Euro zusätzlich haben.

Darüber wird nochmal mit dem O2-Support zu sprechen sein.

Update am 20. August: Es wurde gesprochen und auch sofort verstanden, der Vorfall wird mit einer Gutschrift geklärt. Brav.

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Exchange 2003: Ausgehende Warteschlangen löschen

16. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SupportWelt

Am Freitag gab es wieder einen Klassiker im Support, der nicht ganz so oft vorkommt, dafür jedoch Nerven kostet und Zeit raubt. Und da ich zum wiederholten Male mir den Weg mangels Dokumentation mühsam suchen musste, dokumentiere ich mal hier.

Problem: Ein Mitarbeiter sendet einen Newsletter an eine ganze Reihe von Empfängern und hängt fatalerweise einen größeren Anhang an. Dass sich das alles fatal addiert, machen wir mal an einer kleinen Beispielrechnung auf. Gegeben seien 300 Empfänger, an die ein 9 Megabyte großer Anhang versendet wird. Mit gängiger Kodierung vergrößert sich im Versand zuerst einmal ein zu versendender Anhang um rund ein Drittel, so dass wir schon mal bei 12 Megabyte Datenmenge pro Mail sind. Das dann mal 300 und wir sind netto bei etwa 3,6 Gigabyte. Damit ist eine mittlere Anbindung schon mal gut beschäftigt, wenn der hauseigene Mailserver loslegt.

Der Begriff “netto” hat aber eine entscheidende Fußfalle: Viele empfangende Mailserver bocken bei größeren Anhängen oder deklarieren eine Nachricht gleich als Spam. Mit dem Ergebnis, dass man in der Gewichtsklasse damit rechnen kann, dass etwa nur zwei Drittel dieser Brummer sofort durchgehen und der absendende Mailserver mit dem letzten Drittel noch richtig schön lange zu tun hat und ständige Neuversuche unternimmt.

Das kann man als Sysadmin aussitzen, sollte man aber nicht, denn wenn bei einer Anbindung der Upstream ins Internet für Stunden lahmgelegt wird, zeichnen sich dank TCP auch beim Downstream unweigerlich Probleme. Sprich: Man muss den Exchange bremsen und die Warteschlange mit den ausgehenden Mails löschen.

In der fast schon vorzeitlichen Exchange-Welt gab es für solche Ernstfälle einen verglasten Notschalter: Exchange-Dienste beenden und in einem Exchange-Verzeichnis, in dem die Warteschlange in Form von einzelnen Mails und Dateien lag, den Inhalt leeren. Exchange-Dienste wieder hoch und Ruhe war.

Mit neueren Exchange-Versionen funktioniert das so nicht mehr, da auch die Mailqueues aus Gründen der Performance als Datenbank vorliegen. Man muss also im laufenden Betrieb die Warteschlange leeren. Und das wird spätestens dann zu einem Problem, wenn man remote auf den Exchange muss, eben aber dank der Versendungsaktion keine Bandbreite mehr vorhanden ist.

Lösung: Den SMTP-Dienst auf dem Exchange-Server nicht beenden, sondern bei einer vor dem Exchange-Server liegenden Firewall oder einem Router den Standart-TCP-Port 25 temporär ein- und ausgehend blockieren.

Dann gibt es zwar so lange keine neuen E-Mails, dafür kann man aber nun in Ruhe auch remote an die Ursachen gehen und die Warteschlangen leeren. Und das ist gerade bei den älteren Exchange-Versionen 2000 und 2003 leider durchaus langwierig und zeitraubend, da hier die Warteschlangen nach Zieldomains sortiert sind und man bei jeder einzelnen Zieldomain zunächst wartende Nachrichten suchen und dann löschen muss. Bei 100 wartenden Mails darf man für diesen Praktikantenjob gern mal eine Arbeitsstunde einkalkulieren.

Beim Exchange 2007 hat man bei Microsoft übrigens das Problem erkannt und unter anderem einen erheblich schnelleren Zugriff auf die Warteschlangen eingebaut.

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Hausmitteilung: Austritt aus der SPD. [Updated]

15. August 2009 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Den ursprüngliche Text gibt es an dieser Stelle nicht mehr.

Damit das alles hier nicht ganz unnütz war: Was habe ich gelernt und was empfehle ich anderen B-Bloggern in vergleichbaren Situationen mit Artikelveröffentlichungen, die solche brandheiße Überschriften wie oben haben?

  1. Öfters mal die Klappe halten.
  2. Falls Punkt 1 nicht beachtet wurde: Akzeptiere, dass alles, was du schreibst, bei allen Lesern grundsätzlich überall anders ankommt, niemals aber so, wie du denkst.
  3. Bloggen über kritische Parteiangelegenheiten ist nur was für ganz, ganz harte Leute, möglichst mit jahrelanger Usenet-Erfahrung. Wer nicht weiß, was Usenet ist, lässt es bleiben.
  4. Du warst immer der Meinung, du hättest bisher viele Besucher gehabt? Du wirst diese Meinung bald revidieren.
  5. Wer es auf die ganz krasse Tour braucht, twittert seinen Blog-Artikel noch. Wer auf Schmerzen steht und Fleisch grundsätzlich roh isst, jagt das dann auch noch über seinen Friendfeed- und Facebook-Account.
  6. Postings mit Parteiaustritten etc. nicht für Kommentare freigeben, wenn man nicht Angebote für andere Parteien bekommen will.
  7. Falls Punkt 6 nicht beachtet wurde, nicht darauf hinweisen, in keine andere Partei einzutreten, wenn man nicht mindestens doppelt so viele Angebote bekommen will.
  8. Zeitungen und Verlage strafen Blogger so lange mit zelebrierter Missachtung, bis die passende Story über den RSS-Feed kommt, die ins Sommerloch passt.
  9. Mache dich mit dem Gedanken vertraut, wieder einmal das Gefühl zu empfinden, das man in der Kindheit hatte, wenn man mal richtig großen Mist gebaut hat. Du redest wie ein Padre im Beichtstuhl, läufst in etwa auch so gebückt und wagst keinen Blick aufs Mobiltelefon, das du vorsorglich schon mal auf Lautlos gestellt hast.
  10. Nimm dir dennoch viel Zeit, du wirst viele Telefongespräche führen müssen.

Wer sich bis hierhin von seinem Vorhaben immer noch nicht hat abbringen lassen und die Welt informieren muss: Viel Spaß … und erzähle es besser sofort deinen Eltern, bevor sie es am nächsten Tag aus der Zeitung lesen und dich fragen, was du da eigentlich machst.

Frequently asked Questions

  • Frage: Bist du jetzt aus der SPD ausgetreten?
    Antwort:
    Ja, bin ich.
  • Frage: Trittst du jetzt in eine andere Partei ein?
    Antwort:
    Nein.
  • Frage: Willst du etwa irgendwann wieder in die SPD eintreten?
    Antwort:
    Ich habe mein Parteibuch abgegeben, nicht meine politische Überzeugung. Und meine politische Erdung ist weiter sozialdemokratisch. Das beinhaltet die Möglichkeit, auch wieder in die SPD eintreten zu wollen.
  • Frage: Hat es Spaß gemacht mit dem ursprünglichen Text in diesem Artikel und der Reaktionen?
    Antwort:
    Nein, gar nicht.
  • Frage: War dumm von dir und nicht wirklich gut durchdacht, die Blog-Aktion, ha?
    Antwort: Ja.
  • Frage: Wie war das mit dem ehernen Gesetz, das du selbst mal 1998 in deine Fassung der Netiquette geschrieben hast: “Achte beim Schreiben immer darauf, dass du zwar nur auf einen Bildschirm schaust, dahinter aber unter Umständen viele tausend Menschen sitzen und das lesen, was du schreibst.”
    Antwort:
    Der Satz ist sowas von korrekt, ich habe das Gefühl, als ob ich ihn heute nochmal erfinden müsste. Sowas von korrekt …
  • Frage: Hörst du jetzt mit dem Bloggen auf?
    Antwort: Nein.
  • Frage: Bestellst du jetzt die Pforzheimer Zeitung ab?
    Antwort:
    Nein, ich lese sie schon seit über einem Jahr nicht mehr. Und das ist gut so.

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Der Axel-Springer-Verlag kündigt dem Internet.

14. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

So, nun ist endgültig Schluss mit Lustig: Der Axel-Springer-Verlag ist beleidigt mit den Internet-Nutzern und deren asoziales Verhalten, bisher beim Besuch von Axel-Springer-Websites nicht unaufgefordert Geld an den Verlag überwiesen zu haben und bestraft jetzt die Netcommunity damit, dass Content der Redaktionen zukünftig weggesperrt wird und nur noch nach Eintritt bezogen werden darf.

“Für das iPhone von Apple entwickeln wir so genannte Apps, also kostenpflichtige Angebote, über die man dann bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert”, so der Springer-Chef Mathias Döpfner zur FAZ. Und offenbar möchte man auch die Veröffentlichungen auf Websites einschränken und “Premiuminhalte” für Springersche Regionalzeitungen einführen.

Ich kann Mathias Döpfner zu diesem mutigen Schritt nur gratulieren. Endlich wird man als Netizen nun endlich von Verlagsseite aus davor bewahrt, durchs Links auf Springer-Scheiße verwiesen zu werden. Hoffentlich machen sie die Preise auch richtig schön hoch und das alles auch richtig konsequent, damit diejenigen, die den täglichen Mist auch Suchtgründen benötigen, dann wieder auf die normale, gedruckte Bild-Zeitung zurückwechseln können. Dann braucht man die Springer-Presse ja eigentlich auch nicht mehr im Internet.

Siehst du, Ursula, das mit den Selbstverpflichtungserklärungen von den Inhaltsanbietern funktioniert im Internet doch wunderbar. Man muss es nur wollen!

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Der Bundestag kennt das Grundgesetz nicht.

13. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Könnte man zumindest meinen, wenn man in Google den Suchbegriff “Grundgesetz” eingibt und auf den Button “Auf gut Glück” klickt. Denn dann passiert aktuell folgendes im Webbrowser (click it to see it):

HTTP-404-Fehlermeldung auf dem Webserver des Deutschen Bundestages

Des Rätsels Lösung ist vermutlich der Relaunch der Bundestags-Website in dieser Woche, in dessen Rahmen sich wohl auch die Standort-URL der Inhalte geändert haben. Das kann passieren und ist auch nicht wirklich schlimm, weil der gute CMS-Entwickler – wovon es offenbar nicht allzu viele gibt – gerade während einer Relaunch-Phase diesen Umstand mit dauerhaften HTTP-Umleitungen abfangen kann. Dieses Zuvorkommen mögen Benutzer und mögen auch Suchmaschinenroboter und ist im Zweifelsfalle nur halb so peinlich.

Aber da ich heute Vormittag ein klein-wenig sarkastisch unterwegs bin, könnte ich ja auch meine Dankbarkeit darüber ausdrücken, dass die neue Website des Deutschen Bundestages nicht einfach nur aus eingescannten und zuvor ausgedruckten Seiten besteht…

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Die WordPress-Dramen und der admin-Benutzer.

12. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

Fassen wir einfach mal zusammen, dass der 2.8-Versionsstrang von WordPress offenbar unter einem nicht sehr guten Stern steht. Nicht alles kann auch im besten Projektmanagement immer rund laufen und Sicherheitsprobleme mit Software wird es so lange geben, wie Menschen, die die Software schreiben. Jammern ist also eher nicht angebracht, denn niemand hat gesagt, dass WordPress von Hause aus fehlerfrei ist. Bei WordPress ist es mindestens genauso wichtig, die Installation aktuell zu halten, wie sie überhaupt einmal zu installieren.

Andererseits: Das Sicherheitsproblem in der Version 2.8.3 beruht darauf, dass ein Außenstehender das Passwort für den admin-Benutzer löschen kann. Würden bitte die Leute, die tatsächlich nur mit diesem admin-Benutzer ihr Blog verwalten, bitte verstehen, dass man mit einem admin-Benutzer gefälligst nichts anderes tun sollte, als lediglich die zentralen Blog-Einstellungen einzustellen und einen weiteren, normalen Benutzer einzurichten, mit dem dann ausschließlich gearbeitet werden sollte?

Niemand, wirklich niemand muss mit dem admin-Benutzer arbeiten. Richtet euch also bitte in WordPress und gern auch in jeder anderen CMS-Installation, die eine Mehrbenutzerverwaltung hat, gefälligst einen eigenen Benutzer ein, gebt dem meinetwegen administrative Rechte, wenn es euch schöner macht und arbeitet ausschließlich mit dem, ihr Affen!

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“Gag Alert.”

11. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in HumorWelt

Einem Moderator können selten so schlimme Dinge passieren, wie Lachanfälle:

Was bei dem Moderator im folgenden Moment passiert, ist auch rätselhaft, vermutlich eine Art Reflex:

Man höre beim folgenden Schnipsel mal darauf, warum der Kollege des CBS-Moderators nicht mitmoderieren kann:

Der vermutlich einfach unbezwingbare Evergreen an Moderator, den die folgenden drei Minuten übrigens die Karriere gekostet haben, gibt es ebenfalls in YouTube. Bei dieser niederländischen Talkshow kommt es gar nicht auf die Inhalte an (noch nicht mal, wenn man die Sprache versteht), sondern darauf, wie der Moderator reagiert:

Es geht wohl hier um Behandlungsfehler und der Gesprächspartner mit der hohen Stimme hat bei einer Operation Verletzungen an den Stimmbändern erlitten. Und dann redet er auch noch über sein verpfuschtes Liebesleben…

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Die Milchdrüsen von Vera Lengsfeld …

11. August 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

… interessieren mich keinen Meter. Weder auf ihrem Wahlplakat zur Bundestagswahl, noch in der Realität. Überhaupt interessiert mich das CDU-Bundestagsmitglied Vera Lengsfeld nicht und ich gebe auch gern zu, dass selbst die Mehrfachnennung ihres Namens bei mir nur einen ganz schwachen Druck im hintersten Teil meines Gedächtnisses ausgelöst hat. Sicherlich also nichts wichtiges, so wie es sich für Hinterbänklerinnen und Hinterbänkler eben gehört. Die gehören halt auch in einem Parlament dazu.

Wo waren wir gleich nochmal? Genau, bei den Milchdrüsen von Vera Lengsfeld bzw. bei ihrem Wahlplakat, in dem sie sich mit einem nicht ganz so opulenten Abbild ihres Dekolletés präsentiert, wie die links positionierte Kanzlerin, zusammen mit dem Spruch: “Wir haben mehr zu bieten.”

Das, liebe Frau Lengsfeld, ist schlicht eine peinliche Kommunikation, die man entweder dann anzettelt, wenn man unglaublich links ist und es zum guten Ton der vornehmlich links stehenden Partei gehört oder wenn man mit nichts anderem mehr kann, als mit den eigenen Titten. Ja, ich verwende absichtlich den Begriff “Titten”, weil “Titten” dann in den Sprachgebrauch kommt, wenn Milchdrüsen nur noch in einer sehr abwertenden oder herabwürdigenden Art und Weise angesprochen werden sollen.

Ich könnte jetzt natürlich in die Höhen und Tiefen der philosophischen Betrachtung von Milchdrüsen in unserer Gesellschaft einsteigen und hier noch am Rande erwähnen, dass auch Männer Milchdrüsen besitzen, die beim Vorhandensein bestimmter Hormone in bestimmten Konzentrationen sogar Milch produzieren könnten, aber das ist nicht das Thema. Das Thema ist, dass Frau Lengsfeld mit ihren Milchdrüsen kokettiert, das offenbar nicht so ankommt, wie beispielsweise in so Spezialdemokratien wie Frankreich oder Italien und Frau Lengsfeld offenbar ein wenig enttäuscht darüber ist, dass viele Kommentatoren in ihrem Blog ihren Werbeansatz nicht sonderlich lustig finden, sondern peinlich.

Und nun wird Frau Lengsfeld als Autorin originell: Sie versucht es in ihrem ansonsten weitgehend belanglosen “Waehltverablog”-Weblog nun etwas trotzig mit beißender Ironie:

“Unser Plakat war ein voller Erfolg. Die Zahlen sprechen für sich. Bei der Anzahl der Besucher relativiert sich die Anzahl der gehässigen Kommentare. Sie bewegen sich im untersten Promille- Bereich. Es gibt ein Wort vom alten Sozialdemokraten August Bebel, das heißt: ‘Wenn dich  deine Feinde loben, hast du etwas falsch gemacht.’ Umgekehrt kann man also sagen, wenn der politische Gegner im Quadrat springt und Schaum vor dem Mund hat, dann hast du es richtig gemacht. Wie sehr wir mit unserer Idee eingeschlagen haben, zeigt die Hektik, mit der versucht wird, mittels immer wieder recycelter besonders gehässiger Kommentare doch noch einen Skandal zu provozieren.”

Das heißt, ich hoffe, dass es als beißende Ironie gemeint war, denn eigentlich erinnert mich so eine Einleitung eher an den Schwarzen Kanal und an eine Formulierung, die – politisch andersherum natürlich – auch ein Karl-Eduard von Schnitzler hätte nicht besser schreiben können. Die anderen sind doof, wir doch nicht und ich schon gar nicht!

Dabei ist es doch gar nicht so schwer, wenn man sich beispielsweise die berufliche Entwicklung einer Gabriele Pauli anschaut: Wandert man erst einmal die Sachlichkeitsleiter stetig herunter und landet dann bei den körperlichen Parametern, die in irgendeiner nachvollziehbaren oder nicht nachvollziehbaren Weise eine besondere Kompetenz als Politiker(in) beweisen sollen, dann ist man schon ganz unten angelangt und macht sich zum unvergesslichen Klassiker in Kreisen, in denen man eigentlich auch als abgebrühte Politikerin lieber nicht verkehren möchte.

Die Ironie ist übrigens dann umso besser, je mehr auch intelligente Menschen nicht unterscheiden können, ob die Ironie nun tatsächlich als Ironie gemeint ist, oder als klare Ansage. In der Hinsicht ist Vera Lengsfeld offensichtlich eine Meisterin in ihrer Klasse. Wenigstens da.

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