Begegnungen der dritten Art.

Es gibt so Momente im Leben, da traut man seinen Augen kaum. Das vorletzte Mal hatte ich so eine Erscheinung im Jahre 1997, als ich nachts das Nagoldtal hochfuhr und am Ende von Dillweißenstein im Wald rechts eine rosa-blau-bunt blinkende Erscheinung im Wald sah, von der Rauch aufstieg? Ein Raumschiff! Ich brach meine Fahrt sogar ab, fuhr zurück und rüber – und stand vor einem Bordell, tief im Wald.

Das letzte Mal hatte ich so eine Erscheinung vor einigen Wochen, als ich nachts mal mein Bier wegbringen musste und etwas gelangweilt aus dem Fenster in die Morgendämmerung schaute. Links im Garten der seltsamen Nachbarn seltsam langsam bewegende Gestalten mit Lichtern am Kopf. Nun denke ich da nicht mehr sofort an Außerirdische, die sich ausgerechnet unsere Nachbarn greifen, sondern eher an Einbrecher oder anderes Gesindel, immerhin war es halb fünf Uhr morgens.

Also nochmal die Augen gerieben. Und es waren die Nachbarn selbst, die sich tatsächlich jeden Morgen um solche Uhrzeiten aus dem Bett schälen und ihren Garten bewirtschaften. Kein Wunder, findet man die Menschen tagsüber nie.

Ich habe gleich am nächsten Tag mal einen Plausch mit unseren anderen Nachbarn gehalten, die schon länger dort wohnen. Ja, das sei bekannt, das würden die schon seit Jahren machen. Besonders ärgerlich sei da vor allem, dass die dann auch morgens um solche Uhrzeiten ihre Mülltonnen rumpelnd vor die Straße stellen würden. Das habe er, der andere Nachbar, auch schon mal live gesehen, dann aus dem Fenster geräuspert, die komischen Nachbarn hätten beide mit ihren Leuchten am Kopf herübergeschaut und der andere Nachbar mit einem “Scheibenwischer” geantwortet.

Da hat er vollkommen recht. Es ist so erbärmlich, keinen Sinn im Leben zu haben.

Ein Gedanke zu „Begegnungen der dritten Art.

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