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Wo Datenmisthaufen sind, da sind auch Datenkäfer.

17. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Es gibt ein ganz einfaches Gesetz beim Bilden von Vorratsdatenhaltungen: Sammle Daten wie ein Weltmeister und du wirst Freunde gewinnen, von denen du später weißt, dass du sie in diesem Zusammenhang am besten nie kennengelernt hättest. Das müssen sich vor allem Leute heutzutage fragen, die in der Ära Mehdorn in der Führungsriege der Deutschen Bahn gearbeitet haben.

Immer wieder erstaunlich ist dabei, wer da alles in welchen Daten herumgeschnüffelt hat und es offenbar lange Zeit null Widerstände oder ein “unangenehmes Bauchgefühl” bei Verantwortlichen gab. Die hübscheste Randnotiz dabei ist das, was der Heise-Newsticker heute schreibt, nämlich dass in den Jahren 1994 und 1998 die Deutsche Bahn im Auftrag der Gewerkschaft (!) Transnet überprüft hat, ob Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die in Transnet gewerkschaftlich organisiert sind, auch satzungsgemäße Gewerkschaftsbeiträge abführen, die sich grundsätzlich nach der Gehaltshöhe orientieren.

Und das ist dann eine sehr spannende Verquickung, denn die Gewerkschaften sind im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG vertreten und zudem eigentlich auf der anderen Seite des Managements und auf Seiten der Mitarbeiterschaft. Wenn es aber gilt, den eigenen Hintern einpudern zu lassen, dann gibt es offenkundig keine Skrupel mehr.

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Wo Gabi hinkommt, wächst kein Gras mehr.

16. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Das zumindest habe ich mir gedacht, als ich die neueste Lokalposse aus Pforzheim gelesen habe, die so eigentlich auch nur in Schilda Pforzheim passieren kann.

Gabriele Pauli, die Holzfällerin für selbsternannte, bayerische CSU-Edelhölzer, stattet Pforzheim am 25. Mai einen Besuch ab. Das macht sie nicht einfach deshalb, weil Pforzheim eine besonders sehenswerte Stadt oder zu diesem Zeitpunkt die an Pforzheim vorbeiführende Autobahn gesperrt wäre, sondern weil sie im Wahlkampf ist. Genauer: Im Europawahlkampf. Sie ist nämlich Spitzenkandidatin der Partei der Freien Wähler, was insofern schon mal sehr bemerkenswert ist, weil sich die Freien Wähler eigentlich eher nicht als zentral organisierte Partei verstehen. Zumindest außerhalb Bayerns.

Das muss man deshalb etwas vorausschicken, da die lokale Truppe der Freien Wähler in Pforzheim derzeit ebenfalls im Wahlkampf ist, allerdings eher mit dem Schwerpunkt auf der Kommunalwahl. Sprich: Europa ist schön und nett, man hat als Freie Wähler in Pforzheim allerdings einen Kampf ganz anderer Natur zu kämpfen, als der schönen Gabi den Platz im Europaparlament zu sichern. Und aus diesem Grund – und auch aus dem Grund, dass außerhalb Bayerns die Freien Wähler mit Gabriele Pauli eher nichts anfangen können und wollen – hat man sich vom Besuch von Gabriele Pauli in Pforzheim doch tatsächlich öffentlich mit einer Pressemeldung distanziert.

Nun fragt man sich natürlich in so einem Zusammenhang, wie das denn zusammenpasst. Wer hat den Gabriele Pauli eigentlich eingeladen, wenn es offensichtlich die Freien Wähler nicht sein können, wenn sie sich öffentlich davon distanzieren? Des Rätsels Lösung ist eine Wählervereinigung in Pforzheim, die so genannten Unabhängigen Bürger. Und diese Truppe ist im Gemeinderat pikanterweise mit den Freien Wählern in einer Fraktionsgemeinschaft im Pforzheimer Gemeinderat.

Das bedeutet also unterm Strich, dass eine Wählerinitiative eine Spitzenfunktionärin einer anderen Partei bzw. Wählervereinigung eingeladen hat, mit der man in einer Fraktionsgemeinschaft gemeinsam im Gemeinderat sitzt. Nicht dass das so viele Menschen sind, dass man da mal etwas vergessen könnte, gemeinsam zu diskutieren: Sechs Menschen teilen sich da in der Fraktionsgemeinschaft den Fraktionstisch, zwei von den Freien Wählern, zwei von den Unabhängigen Bürgern und zwei Stadträte von zwei weiteren Wählerinitiativen. Da könnte man ja durchaus mal den Terminkalender miteinander grob synchronisieren.

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Raritäten.

16. Mai 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Okay, ich gebe zu, ich bin derzeit etwas unter Druck in Sachen Bloggen und mache mich gerade etwas rar. Um präziser zu sein: Etwas unter Druck in Sachen privatem Bloggen. Wir sind nämlich hier in Baden-Württemberg und im speziellen in Pforzheim in der nun heißen Wahlkampfphase zur Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl. Für beide Wahlkämpfe laufen zwei Kampagnenplattformen im Web, wobei der derzeitige Arbeitsschwerpunkt derzeit eindeutig auf der Website des OB-Kandidaten Gert Hager liegt. Das Ding hatte ich ja Anfang Januar gestartet, flankierend zur Ankündigung von Gert Hager, als Oberbürgermeister in Pforzheim zu kandidieren.

Ich gebe zu, meine damalige These, dass kommunale Wahlkämpfe das eigentliche Zuhause von Politik 2.0 sind, war damals gewagt und hatte mehr mit dem Prinzip Hoffnung zu tun, als mit den Tatsachen, die es nach wie vor kaum gibt. In der Zwischenzeit habe ich meine Lektionen gelernt und alle, wirklich ausnahmslos alle Lektionen bestätigen meine Thesen dermaßen deutlich, dass ich Respekt vor meiner Kühnheit habe, die ich da vor rund fünf Monaten an den Tag gelegt habe.

Politik 2.0 ist in der Kommunalpolitik ein hochspannendes Werkzeug, das problemlos einige Dinge massiv auf den Kopf stellen kann, wenn man es vom Kopf aus beginnt. Gerade in der Kommunalpolitik herrscht auch nach wie vor die Arbeitsweise vor, dass man vornehmlich eine Pressemeldung schreiben und adäquat in der Lokalpolitik unterbringen muss, um publik zu werden – mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen.

Politik 2.0 mit dem Paradigma der engen Wahlkampfbegleitung sprengt diese Fesseln auf eine schwer widerstehliche Art, wenn man sich darauf einläßt. Man kann als Politiker im Web das ausdrücken, was man tatsächlich tut bzw. gemacht hat und der Wähler kann sich darauf einlassen, Aspekte von politischer Arbeit aus direkten Quellen zu erfahren. Das hört sich oft genug gestelzt an und eben auch nach “Wahlkampf”, aber auch genau da sind wir ja auch. Es müssen in der Politik zuvorderst Menschen überzeugt werden und Politik 2.0 bietet genau hier eine ultraschnelle Verbindung zum Wähler und das in direktester Luftlinie.

Es fängt träge an, man zweifelt am Anfang durchaus und bekommt vor allem von den beteiligten Wahlkampfmanagern fast schon mit ein wenig Mitleid Terminankündigungen und ein paar Bilder zur Zweitverwertung auf der Website. Da aber Politik 2.0 und vor allem ein Weblog nicht nur von aktuellen Nachrichten, sondern auch von allen anderen, bis dato dort veröffentlichten Texten und Bildern lebt, kommt der Punkt der “kritischen Masse” zwar gemächlich, dafür dann aber mit Warp 8. So deutlich, dass  sich sogar die Kampagnenleiter, die sich schon im gesetzteren Alter befinden und eine Menge traditioneller Wahlkampferfahrung an den Tisch bringen, dabei von mir erwischen lassen, dass sie die Wahlkampfaktivitäten plötzlich so mehrgleisig medial planen, wie man es ein paar Ebenen höher kennt. Plötzlich sind Bilder bereit, Stichworte geliefert, der Kandidat bloggt zwischen Tür und Angel einen Entwurf, der Terminkalender wird zentral mit Google Calendar verwaltet und fallweise ins Weblog importiert. Die Masse an Content erzeugt den Wunsch, noch mehr Content zu liefern und genau damit läuft der Reaktor.

Da geht was, Folks. Was genau, ist schwierig zu definieren und auch die Frage steht noch unbeantwortbar im Raum, wohin uns das alles hinführt. Aber wir haben mit der Kampagnenseite im Januar bei genau Nullkommanull angefangen und haben jetzt mehr Visits, als mein gar nicht ganz so selten gelesenes Blog. Wer sich dahinterklemmt und seine Aufgabe in der Kommunalpolitik als “Aufgabe” erkennt, die er immer im Konsenz mit anderen angehen muss und die er gern mit der interessierten Bevölkerung diskutieren möchte, der ist immerhin schon mal da, wo wir im Januar angefangen haben.

Für den nächsten Schritt muss man entweder experimentieren und durchaus auch Spass dabei haben. Oder bald zwei Leute fragen, die sich damit auskennen und tragfähige Konzepte liefern. ;-)

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Was ist Polka?

14. Mai 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in HumorWelt

Das hier. Ihr dreht am besten mal eure Lautsprecher ordentlich auf, denn dieses Video der Gruppe Los Colorados aus der Ukraine ist fast besser, aber auf jeden Fall unterhaltsamer, als das Original. Ich habe Tränen gelacht:

(Ja, ich habe das mal vor Monaten getwittert, finde es aber nicht mehr. Deshalb wird es hiermit verbloggt.)

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PS3-Update 2.76.

14. Mai 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

Verstehe einer mal das Versioning von Sony Computer Entertainment an dieser Stelle, denn die Version 2.76 der PS3-Firmware, die nun ausgeliefert wird, folgt direkt auf die Version 2.70, die Anfang April veröffentlicht wurde. Was mit 2.71, 2.72, 2.73, 2.74, 2.75 passiert ist… niemand weiß es.

Und auch mit der Version 2.76 passiert, laut dem US-Playstation-Blog, nicht sonderlich herzlich viel, denn es wird nur die “Abspielqualität von einigen PS3-Titeln verbessert”. Na denn, lassen wir die Firmware halt eben verbessern.

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