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Nachbarschaftsgeseier.

24. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Hach ja, wenn man ein Grundstück besitzt und mit gelangweilten Nachbarn gesegnet ist, dann braucht man kein Fernsehprogramm mehr und eigentlich auch keine nervigen Feinde, denn die Nachbarn füllen beides vollkommen aus. In unserem Fall ist es ein älteres Ehepaar, akkurat gepflegtes Haus mit zentimetergenau geplantem Garten, die nun ein Problem damit haben und “Einspruch” einlegen, dass wir einen Gartenschuppen bauen. Übrigens gesetzeskonform mit notwendigem Abstand zum Gartenzaun, so dass der Giebel keinen Schatten aufs Nachbargrundstück wirft, selbst wenn die Sonne tiefer als an Weihnachten steht oder der Giebel des Schuppens doppelt so hoch wäre, wie er ist, nämlich 2,19 Meter. Übrigens 30 Zentimeter unter dem, was erlaubt ist.

Auf Gesprächswünsche reagiert man nicht, mein Klingeln an der Tür wird mit Abschließen der Haustüre quittiert und man ruft an, spricht mit mit einer nicht nachvollziehbaren Argumentation das “Recht auf Diskussion” ab und bittet um Rückruf, wobei allerdings die Rufnummer nicht genannt werden kann. Soso.

Nun gut, ich habe jetzt, da ich erfüllt mit guten Absichten bin, einen Brief geschrieben und in den Briefkasten geworfen, mit der überaus freundlichen Bitte um Kontaktaufnahme und um eine einvernehmliche Lösung. Und wenn die mir jetzt auch nur einen Schnitz zu pupsig kommen, gibt es Post von einem der Anwälte, die ich gut kenne und im Ernstfall von meinem Staranwalt mit türkischem Namen aus Ludwigsburg, dessen Liste der Rechtsanwälte, die in seiner Kanzlei arbeiten, länger ist, als der betreffende Gartenzaun. Schnell, hochwirksam, nachhaltig, mit hoher Heilungsquote.

Das ist jetzt auf den ersten Blick eine fiese Sache, aber hey: Zum Nachbarschaftskrieg gehören immer zwei Parteien und wenn jemand unbedingt Ärger haben möchte, dann kann er den gern haben. Dann eben nicht von mir persönlich, sondern von den bellenden Hunden, die damit ihr Geld verdienen und weit davon entfernt sind, sowas persönlich zu nehmen. Wie ich auch. So einfach ist das.

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Proleten aller Länder, vernetzt euch!

23. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in NetworkingWelt

Ich weiß gar nicht, was mir bei der Nachricht, dass StudiVZ nun den Titel der unbeliebtesten Webcompany von wer-kennt-wen.de übernommen hat, mehr erschreckt: Dass StudiVZ nun eben die unbeliebteste Webcompany ist oder wer-kennt-wen.de nun tatsächlich auf dem Weg der Besserung ist. Denn verstehen kann ich das nach wie vor nicht.

Je länger ich wer-kennt-wen.de anschaue, desto unangenehmer fällt mir das Ding auf. Die Foren flach, die Vernetzungsmöglichkeiten mau und das Publikum ohne Gleichen. Gut, das Management von StudiVZ hat selten durch wirklich intelligente Aktionen geglänzt und letztendlich auch ganz gut von der Masche des Nachmachens gelebt, aber dass sich jetzt die Proletennetzwerke so überholen, ist erschreckend.

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Hektik am Morgen.

22. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Es gibt wenig üblere Momente als morgens schlaftrunken aufzuwachen, einen Blick auf den Wecker zu werfen und von Null auf 100 in ungefähr 100 Millisekunden zu kommen. Verdammt, hatte ich nicht einen Termin heute morgen? Wieso hat der blöde Wecker denn nicht geklingelt? Verdammt, schon in 40 Minuten. Und verdammt, allein zum Hinfahren brauche ich 60. Und hat mir mein Kontakt nicht eingebleut, bitte superpünktlich zu sein, was bei einer Anfahrt von 50 Kilometern von Pforzheim bis nach Stuttgart-Innenstadt wirklich eine aufregende Geschichte sein kann, wenn man nicht mit einem großzügigen Zeitkorridor arbeiten will?

Schon während dem Gang ins Badezimmer läuft der Notfallplan. Kontakt anrufen, Verspätung ankündigen. Muss ich etwas mitnehmen? Handy aufgeladen? Dem Herr sei Dank, wenigstens ist das Auto aufgetankt. Hoffentlich macht der Verkehr auf der A8 keine Spirenzien.

Im Badezimmer werfe ich schon das Heißwasser an und mache einen Kontrollblick in den Spiegel, um da einen ziemlich angebissenen Besim zu sehen. Zum Rasieren bleibt mal absolut gar keine Zeit, Kaffee fällt auch aus. Zwischen Badezimmer und Anziehen geht maximal eine Scheibe Brot.

Und dann hat es Klick gemacht und ich habe nach langen Jahren wieder einmal dieses unbeschreibliche Gefühl gehabt, dass der Regisseur im Hintergrund frohlockt, die Szene im Kasten ist und ich wieder ausatmen darf: Verdammt, es ist ja Sonntag. Und nicht Montag. ;-)

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Im Test: SonyEricsson XPERIA X1.

22. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Ein offenbar treuer Leser dieses Blogs (der es übrigens nicht wünscht, genannt zu werden, an was ich mich deshalb auch halten werde) hat mitbekommen, dass mein HTC Touch Pro auf Werkstatttour ist und mir deshalb bis zum Ende der Tournee ein nagelneues SonyEricsson XPERIA X1 zur Verfügung gestellt. Das trifft sich hervorragend, denn ursprünglich war das XPERIA X1 mein Wunschtelefon, bevor ich das Touch Pro kennengelernt hatte.

Eines muss man den SonyEricsson-Entwicklern lassen: Sie haben ein hochwertig daherkommendes Mobiltelefon gebaut. Der Bildschirm ist metallumrahmt, ebenso die Tastatur, die dann hervorkommt, wenn der Bildschirm nach oben hochgeschoben wird. Das geschieht “satt”, es knarzt und klemmt nichts, da zwischen Tastatur und Bildschirm ein Spalt von ca. einem Millimeter steht. Die Tasten selbst sind ebenfalls aus Metall und machen einen Eindruck, als ob es sich um einen Geldautomaten handelt. Ein noch hochwertigeres Gehäusekonzept muss man wirklich lang suchen. Da stört auch der etwas schmale Stift nicht, der nicht ganz so gut in der Hand liegt, wie es die Länge des Stiftes ahnen lässt.

In Sachen Konnektivität gibt es dann wieder ein paar Dinge, die gut und schlecht sind. Gut ist, dass es eine richtige Klinkenbuchse für handelsübliche Ohrhörer gibt. Das ist ja im Mobilfunkbereich schon fast selten geworden. Gut ist auch, dass die Mini-USB-Buchse eine echte Mini-USB-Buchse ist, somit das XPERIA X1 auch per USB geladen werden kann. Die Buchse ist aber links oben am Mobiltelefon angeordnet, so dass es von Hause aus keine sinnvollen Docking-Lösungen geben wird, bei denen man das Mobiltelefon hochkant in eine Dockingstation einsetzen und gleichzeitig anbinden kann. Bei so einem hochwertigen Gerät mit einem synchronisierenden Betriebssystem wirklich ein Minuspunkt. Einsetzbar ist ferner eine MicroSD-Karte zur Erweiterung des 256-MB-großen Speichers.

Als Betriebssystem werkelt im XPERIA X1 derzeit Windows Mobile 6.1. Das allein stellt schon einen Teil der Softwareprobleme dar, da Windows Mobile 6.1 schlicht keine Touch-Funktionalitäten von Hause aus mitbringt. Smartphones, die aber eben solche Touch-Funktionalitäten mitbringen, müssen auf Drittsoftware zurückgreifen und sind deshalb auch teilweise sehr unterschiedlich zu bedienen.

Beim XPERIA X1 merkt man das leider deutlich. Der Stift ist erheblich öfter notwendig, als beim HTC Touch Pro, da beispielsweise die Menüanzeigen nicht größer eingeblendet werden, wie das die HTC-Kollegen bewerkstelligen. Selbst mit filigranen Fingern ist da nichts zu machen. Ärgerlich ist auch das Onscreen-Keyboard, das einfach auf den Windows-Mobile-Standard zurückgreift und der ebenfalls nicht ohne Stift zu bedienen ist. Hier macht sich HTC bei seinen eigenen Geräten deutlich mehr Mühe und hat ein iPhone-ähnliches Onscreen-Keyboard. Verwunderlich ist das alles auch deshalb, weil das XPERIA X1 eigentlich in Zusammenarbeit mit HTC entwickelt wurde und man da ja eigentlich einen Partner hat, der sich in dem Metier blendend auskennt.

Was beim XPERIA softwaremäßig wiederum toll gelöst ist, ist die Idee der so genannten Panels. Das sind letztendlich eine Art Widgets, die man sich einblenden lassen kann und die unterschiedlichste Ansätze haben. Es gibt Panels, die als “Heute”-Übersicht dienen, als animierte Uhr, als Bildergalerie, als Mediaplayer-Oberfläche oder auch (optional herunterzuladen) als Facebook-Client. Und gerade das Facebook-Panel ist sehr hübsch und auch leider nur – wie die gesamte Panel-Entwicklung – auf dem XPERIA X1 vorhanden. An Bord sind neben den üblichen Windows- und Office-Mobile-Anwendungen auch eine Reihe von zusätzlichen Anwendungen und Spielen. Für moderne Internet-Anwendungen kommt Opera 8.5 daher, ebenso ein Google-Maps-Client.

Als Fazit kann man sagen, dass das SonyEricsson XPERIA X1 als Windows-Mobile-betriebenes Smartphone sicherlich einer der besten Geräte auf dem Markt ist. Die Verarbeitung ist für ein Mobiltelefon erstklassig, wenn auch nicht an allen Stellen durchdacht. Im direkten Vergleich mit dem HTC Touch Pro kommt das XPERIA X1 jedoch ins Schleudern, denn der Konkurrent ist (auch dank des 4:3-Bildschirmformates) kompakter und die Software dort etwas umfangreicher und durchdachter. Das ist im übrigen auch der Grund, weshalb das Touch Pro immer noch teurer ist, als das XPERIA X1.

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Pseudo-Film im Fernsehen.

21. März 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

HAZ, die Hannoversche Allgemeine Zeitung, hat in Twitter gefragt, was eigentlich der seltsame Effekt im ZDF bei Wetten Dass ist, der dort vornehmlich bei Musikbeiträgen im Bild erscheint. Am ehesten kann man diesen Effekt beschreiben, wenn man sich das Bewegtbild als etwas abgehackt vorstellt, wie man es vom Film von Schwenks kennt. Ein reiner Showeffekt, den ich als Antwort in Twitter kurz erklärt habe, mit etwas Ausholen hier aber mal etwas ins Detail gehen mag:

Das moderne Fernsehen funktioniert (mit der Farbfernsehnorm PAL) mit 25 so genannten Frames, also 25 Vollbildern. Schwenks mit 25 Bildern wären allerdings weitgehend genauso, wie im Kino, also auch ruckelig. Aus diesem Grund arbeitet man beim Fernsehen nicht mit 25 Vollbildern, sondern mit 50 Halbbildern pro Sekunde, wobei in jedem Halbbild nur die Hälfte aller Zeilen übertragen wird. Im ersten Halbbild alle ungeraden Zeilen, im zweiten Halbbild die geraden, im dritten Halbbild wieder die ungeraden und so weiter. Dieser Umstand macht das Fernsehbild im Gegensatz zum Kinobild rund und ruckelfrei, denn das menschliche Auge sieht die Halbbilder nicht, sondern letztendlich das Ergebnis aus 50 Bildern pro Sekunde.

Dieser Motion-Effekt (der übrigens auch so heißt), den das ZDF und viele andere Sender in Musikbeiträgen einsetzt (und manch Sender sogar für diverse Soaps), macht genau dieses “Runde” wieder zunichte, denn man sendet absichtlich alle zwei Halbbilder das gleiche Bild, so dass am Ende beim Nutzer wieder nur 25 Bilder ankommen und es wieder ruckelt. Das sieht offenbar “schön” aus, zumindest aber so auffallend, dass man damit unterschiedliche Beiträge einer Sendung gestalterisch trennen kann. Und wenn man diesem Motion-Effekt dann noch eine leichte künstliche Körnung untermischt, wirkt das ähnlich wie ein Film.

Allerdings nur “ähnlich”, denn gerade bei Musikbeiträgen wird mit starken Lichteffekten gearbeitet, die klassischer Film weitgehend schlucken kann, moderne Kamerasysteme jedoch nicht. Kommen dann noch so Motion- und Körnungseffekte hinzu und wird das dann auch noch mit MPEG für digitales Fernsehen komprimiert, kommt am Ende nur noch bunter Müll heraus, der weit von einem qualitativ schönem Bild entfernt ist.

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