Onliner.

Es ist schon erstaunlich, wie tief das Internet in den Köpfen der jungen Generation – und da meine ich die Generation unter einem Alter von 20 – inzwischen zum festen Alltag gehört. Meine beiden Großcousins mütterlicherseits, die beide in Frankfurt/Main leben, haben uns heute quasi überfallen: Der elfjährige Cousin brauchte dringend nach dem ersten Hallo sofort meine WLAN-Zugangsdaten für seinen iPod Touch und meine Cousine warf sich ans Notebook, um Mails und die MSN-Kontakte abzuchecken. Erst nach dem akuten Stillen des ersten akuten Durstes stellte sich heraus, dass sie seit rund einer Woche kein Internet zu Hause mehr haben, weil gerade ein Anbieterwechsel stattfindet und der Techniker erst morgen zum Installieren kommt. Tja, das Leben ist hart. Auch online.

Aber weit mehr IM-Kontakte zu haben, als ich und eine Nachrichtenübersicht in StudiVZ, die quasi meinem Jahresdurchsatz an ausgehenden E-Mails entspricht – das ist schon bemerkenswert. Die machen online zusammen Hausaufgaben. Ich habe dazu immer telefonieren müssen und da pendelte dann irgendwann der Zeigefinger meiner Mutter über der Hörergabel.

Eine Selbstverständlichkeit, online miteinander immer und überall zu kommunizieren, da bin ich wirklich platt. Vor zehn Jahren habe ich mich noch via Modem eingewählt.

Ein Gedanke zu „Onliner.

  1. Ja, ich erinner mich auch noch daran, dass ich zu Grundschulzeiten mit Jochen telefoniert habe, um die Hausaufgaben zu besprechen. Online war da noch nichts … vor 20 Jahren. Sind wir alt geworden.

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