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Unappetittliches beim Chinesen.

26. Januar 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in MüllWelt

Okay, nicht jeder kann etwas für seine Blessuren, Zipperlein und Behinderungen, ob die nun körperlicher oder geistiger Natur sind. Das Leben ist hart, das Schicksal unerbittlich und ohne das Quentchen Glück läuft es sowieso nicht.

Warum muss aber mein Tischnachbar im Schnellimbiss telefonieren, während dem Essen? Und warum muss er das besonders laut tun? Und warum zum Teufel muss er dann ausgerechnet mit seinem Gastroenterologen telefonieren und für morgen Nachmittag  um halb zwei eine Magenspiegelung ausmachen, während er in der anderen Hand mit einer Hähnchenkeule gestikuliert und allen anderen Leuten den Appetit versaut?

Manche Leute sind wirklich hart im Nehmen, so viel Schicksal und mangelndes Feingefühl passt auf keine Kuhhaut. Und daran sind nur RTL und das ZDF Schuld!

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Stöckchen von Carola.

25. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Carola hat eine weise Vorahnung, wenn sie in ihrem Blog schreibt, dass sie keine 5 Blogger kennen würde, die sich über Stöckchen freuen. Da ihre Taktik jedoch dann darin bestand, einfach den letzten fünf Kommentatoren in ihrem Blog das Stöckchen zuzuwerfen, ist das Ding nun da. Nun gut, here we go:

  1. Nimm ein Buch in deiner Nähe, das mindestens 123 Seiten hat …
    Das ist das kleine Büchlein namens “Jeffersons Erben” von Tobias Moorstedt, der den Internet-Wahlkampf von Barack Obama näher beleuchtet. Hat 164 Seiten. (Theoretische Alternative wäre mein SPD-Parteibuch gewesen, was deshalb gerade in der Nähe ist, weil ich gestern mein Beitragsmärkchen für 2008 eingeklebt habe, das hat aber keine 123 Seiten, sondern nur 32.)
  2. Schlage das Buch auf Seite 123 auf …
    *aufschlag*
  3. Suche den 5. Satz …
    “Man beachte die militärische Metaphorik, deren sich ein A-List-Blogger wie Jerome Armstrong bedient:”
  4. Lese und poste die nächsten drei Sätze …
    Wird leider kaum besser. Das ist übrigens ein Zitat des obigen US-Bloggers: “Die akademischen Blog-Ethiker verstehen nicht, dass wir uns im Kriegszustand befinden. Als Demokratische Blogaktivisten stehen wir Tag für Tag an der Front im Kampf gegen eine Republikanische Maschine, die alle Mittel einsetzt, um zu gewinnen. Solange das, was wir tun, nicht illegal ist, will ich von dieser Kritik nichts hören.”
  5. Wirf das Stöckchen an fünf Blogger weiter …
    Da mache ich mal Gebrauch von einer anderen Taktik und fordere einfach fünf Leser dieses Blogs auf, dieses Stöckchen hier einfach abzuholen und zu bearbeiten, dafür gibt es dann an dieser Stelle einen echten Link zum jeweiligen Artikel.

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Der 1.000er.

25. Januar 2009 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in BlogWelt

So, mit dem vorherigen Artikel sind die ersten 1.000 Artikel veröffentlicht, ganz nach dem Motto, dass die ersten 1.000 Artikel die am schwersten geschriebenen sind.

1000 Artikel im Blog, Screenshot des Dashboards

Bei der Gelegenheit fällt auf, dass in WordPress das Tausendertrennzeichen ja richtig “bäh” ist – anglikanische Version mit Kommata. Das kann ich natürlich so nicht stehenlassen und habe mich deshalb im WordPress-Code auf die Suche gemacht, wo das denn verdrahtet ist. Es passiert in der Datei “locale.php” im Ordner “wp-includes”. Dort ist weiter unten ab Zeile 181 erst einmal mit number_format_decimals definiert, wieviel Nachkommastellen standardmäßig angezeigt werden sollen (sinnvollerweise Null), mit number_format_decimal_point das Aussehen des Dezimalpunktes (standardmäßig ein Punkt, hierzulande allerdings ein Komma) und mit number_format-thousands_sep das Aussehen des Tausendertrennzeichens (standardmäßig ein Komma, hierzulande ein Punkt).

Pfuscht man in dieser Datei dann auch die letzten beiden Parameter in deutschsprachige Verhältnisse um und speichert dies ab, sieht man unter anderem im WordPress-Dashboard danach tatsächlich eine für hiesige Verhältnisse heile Welt. Das Editieren der locale.php kann jedoch nicht die Lösung sein, da diese Datei zum Core-Code von WordPress gehört und damit in der Gefahr lebt, mit zukünftigen WordPress-Updates überschrieben zu werden.

Ich habe vorhin deshalb einmal den wackeren Folks von WordPress Deutschland geschrieben, ob es technisch möglich ist und was man dort grundsätzlich von der Idee hält, diese landestypischen Einstellungen nicht in der Übersetzungsdatei zu berücksichtigen.

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Der dunkle Geist des George W. Bush.

25. Januar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in Netzpolitik

… den wird Barack Obama so schnell offenbar nicht los. Damit ist an dieser Stelle nicht direkt das schwer verdauliche politische Erbe von Dabbelju gemeint, bei dem es letztendlich nur noch darum geht, wieviele Jahrzehnte es braucht, um das wieder gutzumachen, sondern den Effekt des so genannten “Google-Bombings”, unter dem ausnahmsweise George W. Bush jahrelang leiden musste, ohne daraus eine “Achse des Bösen” konstruieren und eine 1a-Legitimation für Kriege herbeireden zu können.

Da moderne Suchmaschinen die Linkstruktur auswerten, die auf eine Website zeigen, und unter anderem die Linkbezeichnungen dafür heranzieht, konnten in monatelanger Kleinarbeit – buchstäblich ein Graswurzelwachstum – bestimmte Begrifflichkeiten so in Suchmaschinen gepusht werden, dass diese beim Suchen auf bestimmte Websites führten. Die Website für das Weiße Haus erschien beispielsweise an erster Stelle, wenn man in Google den Begriff “miserable failure” eingab. Daneben gab es offenbar auch noch andere Begriffe wie beispielsweise nur “failure” oder auch “cheerful achievement” (in etwa “erfolgreiche Ausführung”), die allesamt der politischen Tätigkeit des George W. Bush gewidmet waren.

Nun ist Barack Obama im Amt, die Website des Weißen Hauses steht allerdings, ebenso wie das Weiße Haus selbst, weiterhin. Und damit natürlich auch die Linkbasis. Zwar hat Google die bekannten “Google-Bomben” entschärft (und damit genau genommen in eine ur-basisdemokratische Meinungsäußerung manuell eingegriffen), allerdings haben scheinbar einige dieser Zeitbomben wieder mit Ticken angefangen und zeigten nun allerdings auf den falschen US-Präsidenten. Sozusagen das Basic-Thinking-Theorem in XXL. ;-)

Im “Google Public Policy”-Blog hat man das erkannt und berichtigt, aber wer weiß schon, was noch alles für Landminen im Index von Google und anderen Suchmaschinen lauern.

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Scheiße im Fernsehen.

25. Januar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Zum gestrigen Fernsehabend, den ich in höherer Qualität nicht anschauen konnte, weil die Satellitenanlage nicht tat und den ich in minderer Qualität per Zattoo schon mal gar nicht ertragen wollte, fällt mir nur folgende Geschichte ein:

Ein sehr weiser Kameramann, der mir anno 1996 einige fernsehtechnische und fernsehphilosophische Geheimnisse des Mediums verriet, sagte mir mal auf einer entsetzlich langweiligen Rückfahrt von Schweinfurt nach Mainz, dass er vom Fernsehen weitgehend desillusioniert sei und an sich nur noch die Tage bis zum Rentenbeginn abdreht. Und dabei blickte dieser Kameramann auf eine bewegte, berufliche Laufbahn mit dutzenden Auslandseinsätzen, einem legendären und preisgekrönten Einsatz in einem Krisengebiet (was ich leider hier nicht weiter ausmalen darf, da ansonsten die Identität des Kameramannes nachvollzogen werden könnte) und langjährigen Aufenthalten in diversen Auslandsstudios zurück.

Er sei, so damals weiter auf der Fahrt, inzwischen der festen Überzeugung, dass Fernsehsender selbst einen Haufen dampfende Scheiße senden würden, wenn sich damit Geld machen lassen würde. Auf Moral würde dabei niemand schauen und am Ende das alles sogar gut finden, wenn die Quote stimmt.

Das ist gestern gleich zweimal eingetreten, und zwar bei RTL (dem man solche unappetittlichen Dinge schon seit Beginn grundsätzlich zutraut) in der seltsamen Dschungelshow für abgehalfterte Promis (und ich muss zugeben, dass dank meiner monatlichen RTL-Konsumquote von maximal 5 Minuten noch nie eine Folge gesehen habe) und fatalerweise auch beim ZDF, der damals anno 1996 unser beider Arbeitgeber war.

Gott … es gab tatsächlich mal Zeiten, in denen ich daran arbeitete, einen Zeitvertrag beim ZDF als Eintrittskarte zum Kandidatenkarussel für einen Festvertrag  zu ergattern. Heute bin ich froh, dass mich 1998 das Internet aus diesem Teufelskreis gerettet hat.

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