Andrea Kiewel ist wieder da.

Das war so klar wie trockene Luft bei Fernsicht, dass das ZDF die wegen zu penetrant positionierter Schleichwerbung geschasste Moderatorin Andrea Kiewel wieder zurück ins Boot holt, wenn die Quote nicht mehr stimmt. Und es hat auch nur etwas mehr als ein Jahr gedauert und damit eine Saison Fernsehgarten, um den ansonsten soliden sonntäglichen Ausflugsdampfer schwer ins Schlingern zu bekommen, was an sich schon eine reife Leistung ist. Und man weiß sich nun nicht anders zu helfen, als die ganz alte Schallplatte mit der „akzeptierten Buße“ aufzulegen, der armen Andrea Kiewel „nochmal eine Chance einzuräumen“, ihr die Duracell-Batterie wieder einzusetzen und ab Mai wieder lostrommeln zu lassen, als ob nichts geschehen sei.

Es zeigt inzwischen sehr schön das Ergebnis jahrelanger Entwicklung auf dem Lerchenberg: Wenn du auch beim ZDF die Quote bringst, die dem Haus die schön kribbelige Illusion liefert, dass man jetzt Millionen verdienen würde, wenn man den um diese Zeit werben dürfte, dann darfst du jeden Mist vor der gebührenfinanzierten Kamera machen, der ins Sendesignal passt.

Wenn du natürlich nur die gesetzlich vorgeschriebene Sparte machst und wie eine Elke Heidenreich das Haus für seine dümmliche Politik kritisierst, dann geht mit bissigen Worten (O-Ton des Programmchefs Thomas Bellut: „Ich wünsche ihr alles Gute im World Wide Web.“) ab in das vermeintliche Sibirien außerhalb des Lerchenbergs. Begriffen haben sie ihr wahres Problem leider immer noch nicht.

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