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Ich verstehe etwas nicht.

31. Januar 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in WebZweiNullWelt

Das kommt vor, dass ich mal etwas nicht verstehe. Ich bin zwar jemand, der dann versucht, das Problem selbstständig zu klären und zu fixen, aber tatsächlich gelingt mir das nicht immer. Eine solche Frage, die ich mir schon seit einer ganzen Weile frage, ist die, mit welcher Legitimation eigentlich so Dienste wie Blip.fm oder Last.fm funktionieren.

Ist es nicht so, dass die Musikindustrie den Leuten in P2P-Tauschbörsen nicht ständig auf die Füsse tappt, damit sie urheberrechtlich geschützte Werke nicht so schamlos durch die Gegend verschieben? Bei Blip.fm ist es jedenfalls so, dass sich dort Benutzer (“DJ” dort genannt) aus einer großen Musikdatenbank ein Repertoire zusammenstellen, dass dann andere Benutzer abonnieren können. Geht man auf den Stream, bekommt man die Musik frei Haus in den Webbrowser geliefert.

“Frei Haus” ist dabei wörtlich zu verstehen, denn im Quellcode wird tatsächlich eine MP3-Datei als Stream eingesetzt. Kopiert man sich die Adresse heraus und gibt diese in die Adresszeile des Webbrowsers ein, kann man sich tatsächlich die komplette MP3-Datei herunterladen. Und die ist, je nach Anbieter, auch von durchaus anhörbarer Qualität und funktioniert von Anfang bis Ende.

Wo ist der Haken an der Sache? Ich verstehe es wirklich nicht. Die Musikindustrie und deren wadenbeißende Kettenhunde alias Abmahnanwälte müssten doch eigentlich massiv im Dreieck springen. Davon lese ich aber rein gar nichts.

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Umfragen manipulieren für Anfänger.

31. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in World Wide Web

Über das Umfragensystem der Pforzheimer Zeitung habe ich mich ja schon vor einigen Tagen köstlich amüsiert. Höchste Eisenbahn also, das Ding mal etwas näher anzuschauen, wie denn so die Abwehr von Missbrauchversuchen aussieht.

Denn auch wenn ein Voting-System an sich relativ einfach ist – man muss halt ein Script haben, dass verschiedene Zähler auf Benutzerinteraktion korrekt um eine Stelle nach oben verschiebt und das Ergebnis auf Knopfdruck anzeigen – muss es vor allem eine Sache können: Wiederholte Stimmenabgaben erkennen und verhindern. Online-Umfragen sind schon per default weit von jeglicher Repräsentation entfernt, da will man sich nicht gleich von jedem Deppen, der die Zurück-Funktion im Browser entdeckt hat, die Umfrage gleich von Anfang an ruinieren lassen.

Es gibt da zwei logische Ansätze: Client-seitige und server-seitige Prüfung. Erstere ist einfach, weil man den Benutzer gleich bei der Interaktion erwischen kann, beispielsweise per JavaScript, Cookies und AJAX-Abfragen, letzteres ist jedoch erheblich fundierter, weil man auf dem Server beispielsweise IP-Adressen, Browserkennungen, eindeutige Session-ID etc. mitloggen und diese nach Stimmabgaben sperren kann. Idealerweise baut man sich aus beiden Ansätzen ein System zusammen. Empfehlungen, Anleitungen und Beispiel-Scripte gibt es wohl in jedem Handbuch für Webdeveloper. Das System, das die Pforzheimer Zeitung einsetzt ist, mit Verlaub, dumm wie ein Päckchen ATA, denn es setzt nur auf einen Cookie-Check.

Ist in einer Seite das Umfragemodul eingebunden, prüft ein erstes Script zunächst einmal, ob das Speichern von Cookies im besuchenden Webbrowser möglich ist. Das macht es durch das Setzen eines Cookies namens “PZ_Allow_Survey_XXX” (“XXX” steht hierbei für eine Zahl, die die Umfrage kennzeichnet). Dieser Cookie verschwindet nach Schließen des Webbrowsers übrigens auch wieder sang- und klanglos, weil seine Gültigkeit in die Vergangenheit datiert ist und Cookies in so einem Fall nach Sitzungsende des Webbrowsers gelöscht werden müssen.

Der Besucher kann nun an der Umfrage teilnehmen, also den passenden Radiobutton auswählen und auf “Absenden” drücken. Die Übertragung erfolgt hierbei per AJAX im Hintergrund, so dass die Seite komfortablerweise nicht neu geladen werden muss. Hat er nun seine Stimme abgegeben, setzt das Votingscript einen weiteren Cookie namens “PZ_Survey_XXX” mit einer Gültigkeit von etwa fünf Monaten in die Zukunft. Das ist dann der Cookie, den das Script zum Abstimmen sucht; findet er dieses Cookie, lässt es die Stimmabgabe nicht zu. So lange, bis eben das letztere Cookie schlicht gelöscht wird. Und das geht zum Beispiel beim Firefox kinderleicht, in dem man bei der Cookie-Suche lediglich “pz-news” eingibt und auf den Löschbutton klickt. Fertig. Und weil man im Firefox eleganterweise das Fenster zum Verwalten von Cookies schön neben das Browser-Fenster drapieren kann, muss man auch gar nicht so viel herumklicken.

Die wirklichen Noobs würden sich natürlich ein hübsches Batchscript schreiben und den Cookie-Besitz schlicht über die die HTTP-Anfrage faken. Solche pupsigen Sachen sind dann aber nichts mehr für Nerds, das ist schlicht unter unserer Würde. :-)

Warnung: Reißt euch zusammen und haltet eure Griffel weg.

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Näheres in Sachen Flight Simulator.

30. Januar 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GamingWelt

In der Zwischenzeit gibt es im Drama um das Spielestudio Aces, das verantwortlich für den Microsoft Flight Simulator zeichnet und das scheinbar rigoros von Microsoft geschlossen wurde, nähere und erhellende Informationen, je nachdem, aus welcher Sicht man das betrachten möchte.

Fakt ist wohl, dass man sich bei Aces wohl grundsätzlich in Sachen Arbeitspensum verhoben hat. Grund ist, dass neben der Entwicklung des Flight Simulator 11 auch noch andere Projekte mit gleicher Priorität am Start waren, darunter der Train Simulator 2. Man hat dann bei Aces im Laufe des vergangenen Jahres immer mehr Entwickler benötigt, bis dann eben gegen Ende des letzten Jahres die Finanzkrise dazukam, die dazu führte, dass Microsoft einen grundsätzlichen Konsolidierungskurs einschlug und der im Januar nun bedeutete, dass Aces die Schotten dicht machen muss.

Der Train Simulator ist im Prinzip der Pendant zum Flugsimulator, nur eben für den ambitionierten Lokomotivführer. Der basiert zwar weitgehend auch auf der Rendering-Engine des Flight Simulators, ist aber dennoch grundsätzlich ein anderes Produkt. Gewesen. Denn der Train Simulator ist vorläufig Geschichte, dieser fällt der Aces-Schließung wohl definitiv zum Opfer.

In Sachen Flight Simulator gibt sich Microsoft offenkundig große Mühe, der Community beschwichtigend deutlich zu machen, dass dieser nicht eingestampft wird und auch die Entwicklung eines Nachfolgers des Flight Simulator X weiter forciert wird.

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Wohin mit Laufwerksabdeckungen & Co.?

30. Januar 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in ComputerWelt

Ihr kennt das: Da hat man einen PC, schraubt gelegentlich daran herum. Hier mal ein weiteres Laufwerk, da mal eine neue Karte. Übrig bleiben bei solchen Aktionen Laufwerksabdeckungen und Slotbleche. Dinger, die durchaus ihre Berechtigung im Gehäuseaufbau haben. Sie dienen nämlich weniger dem Staubschutz (ein moderner PC ist durch seine eingebauten Lüfter schon von Hause aus ein Staubfänger), sondern eher zum Abschotten des Temperaturniveaus und zum Bilden eines definierten Wegs für den Luftstrom. Tatsächlich ist es nämlich so, dass beispielsweise abgenommene Seitenteile eine erheblich schlechtere Kühlleistung der Lüfter zur Folge haben. Es ist im Sommer deshalb beispielsweise auch eine ganz schlechte Idee, einen PC, dessen Lüfter lauter dreht, als im Winter, vermeintlich damit zu helfen, indem man ihm die Seitenteile abnimmt.

Werden Laufwerksabdeckungen und Slotbleche nicht gebraucht, gehören sie in normalen Haushalten normalerweise umgehend zur Phalanx des Krempels, der regelmäßige Tourneen durch die gesamte Wohnung abhält, bis alles irgendwann im Müll landet. Und wenn man dann mal den PC weitergeben möchte und die wertvollen Teile vorher ausbaut, hat man es mit einem buchstäblich zahnlosen Gehäuse zu tun.

Gute EDV-Abteilungen heben solche Teile auf, denn sie sind als Ersatzteile nicht mehr zu normalen Preisen nachbestellbar, wenn überhaupt. Es geht aber auch viel einfacher, vor allem für einzelne Gehäuse: Slotblech und Laufwerksabdeckung ausbauen und mit Tesafilm im Gehäuseinnern auf den Boden kleben.

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QYPE-Sucht, oder: Vorahnungen aus alten Zeiten.

29. Januar 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in CollaborationWelt

Ich gebe zu, ich habe am Montagabend gesehen, dass es bei QYPE, dem Empfehlungsnetzwerk für “Events” und “Locations”, diversen Nippes fürs Schreiben gibt: Für 250 Punkte gibt es ein T-Shirt, für 500 Punkte einen USB-Stick und für 1.000 Punkte einen Apple iPod Shuffle. Ich habe zwar für alle drei Dinge keinen sonderlich deutlichen Bedarf, allerdings ist eine gut gefüllte Kiste mit Geschenken und Tauschwaren nicht nur bei den Ferengi ein gern betriebenes Hobby. Und in den jetzigen Zeiten können solche Werbegeschenke ja auch durchaus historisch wertvoll werden. *hüstel*

Interessant bei QYPE ist, dass man sehr schnell zu Punkten kommen kann, wenn man schreiben kann, in einer Stadt wohnt, in der es durchaus genügend Locations gibt, aber wenig QYPE-Teilnehmer und wenn man etwas Zeit mitbringt. Für Empfehlungen zu Restaurants & anderen Locations, zu denen noch keiner etwas geschrieben hat, gibt es 20 Punkte, für alle anderen Empfehlungen immerhin noch 8. Rein rechnerisch ist man also mit 50 Erstempfehlungen schon bei 1.000 Punkten. Ich habe dann knapp fünf Stunden und rund 70 Empfehlungen dazu gebraucht. Kein schlechter Tauschhandel, zumal ich Pforzheims Gastronomie und Dienstleistungssektor in QYPE gleich um mehrere Locations, die bisher noch fehlten, bereichert habe.

Während man da so vor sich hin tippt, ist mir mit einem durchaus leicht wehleidigem Gefühl leider sehr bewußt geworden, dass die Idee von QYPE auch durchaus die Idee von Timo und mir hätte gewesen sein können. Ich kann mich da noch dunkel an ein Gespräch anno 1999 erinnern, als ich damals während einem Kneipenbesuch die Daten der Kneipe in meinen damals brandneuen Palmpilot eingegeben habe. Wäre es nicht schick, so wir zwei Helden damals, wenn man solche Gastronomietipps nicht irgendwo zentral im Internet ablegen könnte und viele andere Menschen das auch tun könnten, um auf diese Weise eine große Gastronomiedatenbank zu bilden?

Schrecklich, wir waren ja durchaus innovativ. Das erinnert mich mit leichter Gänsehaut auch an meine ersten, handfesten Versuche mit Hypertext im Jahre 1990 auf meinem Amiga, als ich weder das Internet kannte, noch überhaupt die Idee, mit Hypertext nicht nur Information für mich aufzubereiten, sondern auch für andere.

Oder eine andere Geschichte im Jahre 1993, als ich an einem IBM-Wettbewerb im Zeichen von “Leonardo da Vinci” teilgenommen habe und man unter anderem einen Essay darüber schreiben sollte, wie man sich die Zukunft vorstellen würde. Da habe ich doch tatsächlich das TabletPC-Konzept in einem edukativen Umfeld entwickelt bzw. glatt die One-Laptop-per-Child-Idee ausgegoren. Jedem Schüler einen tragbaren, einfachen Rechner, das ihn dann als Buch- und Schulheftersatz durchs Schulleben begleitet. Schulbücher gibt es als Chips, die Hausaufgaben per Netzwerk. Und das, was mich am meisten im Nachhinein entsetzt: Ich habe die Dinger in meinem Essay als “Personal Digital Assistants” bezeichnet, ohne dass ich ahnen konnte, dass das später ein Name für eine ganze Gattung von Minicomputern wird.

Leider finde ich keine Version dieses Aufsatzes mehr in meinen Unterlagen. Einerseits bin ich unendlich traurig darüber, dass nicht mehr zu finden. Andererseits ist es vielleicht besser so.

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