Prost Mahlzeit!

So, das haben wir Genossen jetzt davon, in Hessen werden aller Voraussicht nach Neuwahlen zum dortigen Landtag stattfinden. Die dortigen SPD-Genossen haben ihren Laden ja nun lange genug madig gemacht, so dass Roland Koch, der unsägliche Polemiker, einfach nur abwarten musste, bis es endlich soweit ist.

Selten hat man es einem politischen Gegner, den man ja eigentlich loshaben wollte, so einfach gemacht. Dabei meine ich nicht allein die vier Abweichler gegenüber der haarsträubenden Idee, sich mit den Stimmen der Linkspartei in eine Minderheitsregierung wählen zu lassen, sondern damit meine ich überhaupt das grauenhafte Auftreten der hessischen SPD. Glaubte man den Worten Andrea Ypsilantis, dann gab es ja eigentlich niemals auch nur irgendein Problem, alles war okay und an allem ist ja eigentlich nur Roland Koch Schuld. Dass man aber den eigenen Laden nicht im Griff hat und gleich mehrfach mit dem Kopf durch die Wand wollte, das ist selbstverständlich das Problem des Landesvorstandes. Gegenläufige Stimmen nicht vernünftig in der Partei zu thematisieren und sich dann solche öffentlichen Schlappen zu erlauben und dann auch noch ordentlich nachzutreten, wie das nun der Generalsekretär Norbert Schmidt mit veröffentlichten E-Mails getan hat, das ist unerträglich kaputt. Gäbe es Herbert Wehner noch, hätte er vermutlich spätestens jetzt ein mobiles Schlachthaus vor der hessischen SPD-Zentrale eingerichtet.

Wenn der SPD-Landesvorstand noch Rückgrat haben sollte, tritt er jetzt geschlossen zurück und lässt einen neuen Vorstand ran, damit man wenigstens das nun kommende Wahldebakel dem alten Vorstand zurechnen kann. Aber selbst das werden die Kollegen in Hessen vermutlich vermasseln. Und natürlich wird auch dann wieder Roland Koch Schuld sein. Und vermutlich wird er mit solchen Beschuldigungen nun sogar vortrefflich leben können.

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