Quo Vadis, Börse?

Einen sehr interessanten Artikel gab es am Freitag in SPIEGEL ONLINE, der sich mit der Befürchtung eines Jahrhunderttiefs an der Börse beschäftigt. In diesem recht gut recherchierten Artikel von Karsten Stumm werden eine Reihe von Indizien, Analysen und Kommentaren zusammengetragen, die auf einen bevorstehenden Knall hinweisen könnten.

Kernindiz hierfür ist, dass rund ein Drittel von befragten Fondsmanagern den Aktienanteil ihrer von ihnen verwalteten Fonds stark gesenkt haben und damit auf Geldmarktinstrumente umschichten. Dazu kommen stark gestiegene Rohstoffpreise (vor allem Rohöl) und die schlechten konjunkturellen Werte in den USA. Letzteres hat mich in der Vergangenheit eigentlich eher weniger interessiert, da ich gern in europäischen Fonds investiere. Allerdings arbeitet Karsten Stumm heraus, dass beispielsweise der DAX schon seit einiger Zeit praktisch die gleichen Indexausschläge vollzieht, wie amerikanischen Leitindizes.

Sprich: An den internationalen Börsen spiegelt sich immer stärker eine globale Bindung der Leitindizes und damit der gesamten Börsenmärkte ab. Ließen sich früher die Indizes meist nur durch die Vorgaben anderer Indizes zu Beginn der Handelszeiten beeinflussen, so scheint es nun immer stärker so zu sein, dass selbst konservative und kleine Werte immer stärker von internationalen Kurstendenzen beeinflusst werden.

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