Post mortem Hochzeitsdreh.

Ich habe den gestrigen Sonntag dazu genutzt, nach zwei Wochen endlich einmal einen Blick in die Videoaufnahmen der Hochzeit von zwei engen Freunden zu werfen. Recht kurzfristig hatte ich beschlossen, einfach mal die Kamera an die Hand zu nehmen und die Hochzeitsfeier zu drehen.

Ergebnis ist genau 65 Minuten Rohmaterial, was für neun Stunden Hochzeit eine ganze Menge ist. Ein paar Anmerkungen dazu:

  • In den ersten Minuten nach Ankunft am Ort der Hochzeitsfeier: Draufhalten, draufhalten, draufhalten! Nach der eigentlichen Hochzeitszeremonie waren die Leute herrlich entspannt, aber noch nicht völlig leger drauf. Ich habe schon beim Sichten mit Freuden gesehen, dass sich da mit etwas Musikuntermalung eine schöne Aufnahmestrecke bilden lässt.
  • Durchaus „schräge“ Bilder machen und Schwenks auf Getränke und Essen probieren. Sind ein paar tolle Dinger in Situationen geworden, in denen ich einfach geschwenkt habe und vor lauter spontaner Verzweiflung mit dem Schwenk schlicht im Buffet endete (also nicht ich als Person, sondern das Bild ;-)).
  • Moderne Nightshot-Funktionen haben zwar einen tiefen Grünstich, liefern aber in dunklen Szenerien ein erstaunlich brauchbares Bild.
  • Im Format 16:9 ohne Weitwinkel zu drehen, ist der blanke Horror und ergibt entsetzlich blöde Bilder, weil die Herrschaften ständig angeschnitten und dicht aufgerückt erscheinen. Ich habe das Ohne-Weitwinkel-Drehen gerade mal 5 Minuten durchgehalten und dann verstohlen die Vorsatzlinse aufgeschraubt.
  • Konsequent den Sucher zu nutzen und weitgehend auf den eingebauten Bildschirm zu verzichten, steigert die Akkulaufzeit immens. Mit meinem 2 Ah-Akku mit 120 Minuten Laufzeit habe ich bequem ein 60-Minuten-Band beschrieben.

So, damit ist dann nun alles vorbereitet für das wirklich lästige am Videografieren: Dem Schneiden. Ich habe zwar gestern alles schon in mein Schnittprogramm importiert und habe als Drehbuch eine weitgehend chronologische Schnittfolge geplant, aber dennoch ist Schneiden nicht wirklich mein Spaß.

Spannend wird es erst danach, denn ich bekomme einen weiteren Film von der Hochzeit, der die eigentliche Hochzeitszeremonie in der Kirche enthält und der kommt auf einem anderen Bildformat und in 4:3 daher. Und auf die Krönung, die Erstellung der DVD-Benutzeroberfläche, freue ich mich ganz besonders, denn das wird meine erste.

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